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Regulierung der Medienzeit: Bildschirmzeit und Digital Wellbeing

Eine Stunde im Internet fühlt sich manchmal wie wenige Minuten an. Dieses Gefühl kennen Erwachsene genauso wie Kinder. Eine neue Benachrichtigung, ein neuer Post, schnell noch das Level beenden und ganz kurz bei TikTok reinschauen – aber dann ist wirklich Schluss! Viele Apps sind so konzipiert, dass sie uns mit ständig neuen Reizen am Bildschirm halten. Dadurch wird es immer schwieriger, das Gerät einfach aus der Hand zu legen. Spezielle Apps zur Regulierung der Medienzeit oder Einstellungsmöglichkeiten wollen helfen, Medien bewusster zu nutzen.

Bildschirmzeit bei Apple-Geräten

Bildschirmzeit ist eine Funktion auf dem iPhone, iPad und MacBook, die Ihnen anzeigt, wie viel Zeit Sie täglich mit welchen Apps verbringen. Sie können bestimmte Apps für einen gewissen Zeitraum oder nach Ablauf einer festgelegten Zeit sperren. Außerdem ist es möglich, bestimmte Inhalte (z. B. altersbeschränkte Filme oder Spiele) zu blockieren. Mit Hilfe der Familienfreigabe – einer weiteren Funktion bei Apple – lassen sich diese Einstellungen auch auf anderen Geräten vornehmen.

So richten Sie die Bildschirmzeit ein:

  • Direkt auf dem Gerät: Sie können die Bildschirmzeit entweder auf Ihrem eigenen Gerät oder dem Ihres Kindes einrichten.
  • Über Familienfreigabe: Alternativ können Sie über Ihr Gerät in der Familienfreigabe die Bildschirmzeit für jedes Familienmitglied individuell einstellen.
  • Geräteübergreifend teilen: Wenn Sie auf „Geräteübergreifend teilen“ tippen, können Sie Ihre festgelegten Einstellungen auch auf das iPad und andere Apple-Geräte übertragen.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung der Bildschirmzeit finden Sie auf den Support-Seiten von Apple.

Digital Wellbeing bei Android-Geräten

Bei Android-Geräten ist ab Android 9 Digital Wellbeing als Funktion in den Einstellungen integriert. Hier sehen Sie auf einen Blick, wie häufig das Smartphone und die einzelnen Apps verwendet wurden. Android bietet gleich drei Möglichkeiten zur Regulierung der Medienzeit:

  • App-Timer: Mit dem App-Timer können Verwendungszeiten für einzelne Apps festgelegt werden. Ist der Timer abgelaufen, wird die App für den Rest des Tages pausiert.
  • Konzentrationsmodus: Der Konzentrationsmodus hilft Ihnen dabei, Ablenkungen zu vermeiden und fokussiert zu bleiben. Zuvor ausgewählte Apps werden währenddessen komplett deaktiviert.
  • Ruhemodus: Der Ruhemodus soll dabei helfen, den Schlafrhythmus zu verbessern. Legen Sie hier die Wochentage sowie die entsprechenden Ruhezeiten individuell fest.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einstellung von Digital Wellbeing bietet Android ebenfalls an.

Worauf sollten Eltern achten?

Kindersicherung auf Apple-Geräten: Bildschirmzeit bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die Smartphone-Nutzung Ihres Kindes zu regulieren und beispielsweise Einkäufe im App Store oder Inhalte mit bestimmten Altersfreigaben zu verhindern. Eine genaue Anleitung zur Kindersicherung bietet der Apple-Support.

Kinderschutz bei Android-Geräten: Die Funktionen zum Kinderschutz sind bei Android-Geräten nicht direkt im Betriebssystem integriert. Über die kostenfreie App Google Family Link können Sie die Mediennutzung Ihres Kindes dennoch im Auge behalten. Genauere Informationen dazu bieten die Hilfe-Seiten von Google.

Sie sollten grundsätzlich bedenken, dass Ihr Kind sich durch die Regulierung seiner Mediennutzung von Ihnen kontrolliert fühlen könnte. Sprechen Sie deshalb offen mit Ihrem Kind über die Einstellungsmöglichkeiten und überlegen Sie gemeinsam, welche sinnvoll sind.

Da Ihr Kind mit der Zeit immer selbstständiger wird, sollten die Einstellungen regelmäßig überdacht werden. Je älter Ihr Kind ist, desto mehr weiß es natürlich auch, wie bestimmte Einstellungen zu umgehen sind. Wenn Sie Ihrem Kind Vertrauen entgegenbringen, gibt es dazu in der Regel aber keinen Grund.

Überlegen Sie auch gemeinsam, wie sie die Medienzeit und medienfreie Zeit in der Familie gestalten wollen. Gehen Sie dabei mit gutem Beispiel voran, indem Sie selbst einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vorleben.

Kleinkinder und Medien: Einblicke aus der miniKIM-Studie 2023

Bereits für die Allerkleinsten ist die Welt der Medien allgegenwärtig. Die miniKIM-Studie, initiiert vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest, bietet aufschlussreiche Daten über das Medienverhalten von Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Ergebnisse der neuesten Studie von 2023 zusammen und gibt praktische Tipps für Eltern.

Zugang zu Smart Devices: Die Studie zeigt, dass der Zugang zu intelligenten Geräten unter Kleinkindern zunimmt. Etwa jedes fünfte Kind besitzt ein eigenes Tablet und jedes zehnte Kind hat Zugang zu einem Smartphone. Diese Geräte werden häufig sowohl für Bildungszwecke als auch zur Unterhaltung genutzt.

Einstellungen der Eltern: Viele Eltern sind der Meinung, dass Smartphones viele Risiken für Kleinkinder bergen und eher kritisch zu sehen sind. Jedoch sieht auch etwa die Hälfte der Befragten Vorteile in der Nutzung, wie das Potenzial, Neues zu lernen und spielerische Bildung.

Streaming und Medienkonsum: Streaming-Dienste sind inzwischen auch bei den jüngsten Kindern beliebt und haben klassisches Fernsehen als Hauptquelle für Bewegtbildinhalte ergänzt oder sogar ersetzt.

Verantwortung und Medienerziehung: Die Studie betont die Wichtigkeit der begleiteten Mediennutzung, um eine sichere und positive Umgebung für Kleinkinder zu gewährleisten. Es wird empfohlen, dass Eltern die Medienaktivitäten ihrer Kinder überwachen und geeignete Inhalte auswählen.

Was sollten Eltern beachten?

  • Begleitete Nutzung: Begleiten Sie Ihr Kind bei der Nutzung digitaler Medien und wählen Sie gemeinsam altersgerechte und sichere Inhalte aus.
  • Regeln festlegen: Setzen Sie klare Grenzen für die Bildschirmzeit, um eine ausgewogene Tagesstruktur mit genügend Raum für andere Aktivitäten zu gewährleisten.
  • Sicherheitseinstellungen nutzen: Aktivieren Sie Kindersicherungen auf allen Geräten, um den Zugriff auf ungeeignete Inhalte zu verhindern.
  • Medien als Teil der Entwicklung sehen: Nutzen Sie interaktive und bildungsorientierte Apps, die speziell für Kleinkinder entwickelt wurden, um spielerisches Lernen zu fördern.
  • Vorbildfunktion: Seien Sie ein gutes Vorbild in Bezug auf den eigenen Medienkonsum und die Mediennutzungsgewohnheiten.

 

Neben diesem Artikel bieten wir auch vertiefende Einblicke in die Mediennutzung älterer Kinder mit der KIM-Studie 2022 sowie von Jugendlichen mit der JIM-Studie.

Die Ergebnisse und weiterführende Informationen zur miniKIM-Studie 2023 finden Sie detailliert auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest.

Kinder und Medien: Einblicke aus der KIM-Studie 2022

Medien sind allgegenwärtig und spielen eine zentrale Rolle im Alltag von Kindern. Die KIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest bietet regelmäßig Erkenntnisse über die Mediennutzung von Kindern zwischen sechs und 13 Jahren in Deutschland. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Ergebnisse der neuesten Studie von 2022 zusammen und gibt Tipps, wie Eltern ihre Kinder im Umgang mit Medien besser unterstützen können.

  • Zunehmende Internetnutzung und Gerätebesitz: Mit dem Alter der Kinder steigt die Nutzung des Internets sowie der Besitz von Smartphones signifikant. Während 38 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen das Internet nutzen, sind es bei den Zwölf- bis 13-Jährigen fast alle. Ab einem Alter von 10 bis 11 Jahren besitzt mehr als die Hälfte der Kinder ein eigenes Smartphone.
  • Unbegleitete Mediennutzung: Eine Mehrheit der Kinder nutzt Medien häufig ohne elterliche Begleitung. Dies betrifft das Surfen im Internet, die Nutzung von Tablets und das Fernsehen. Vor allem digitale Spiele und das Internet werden vermehrt allein genutzt, was seit der Corona-Pandemie weiter zugenommen hat.
  • Soziale Medien und Apps: Beliebte Plattformen unter Kindern sind WhatsApp, YouTube und TikTok. Trotz Altersbeschränkungen nutzen viele Kinder diese Dienste, was Fragen zur Kontrolle und Begleitung durch die Eltern aufwirft.
  • Einstellungen der Eltern: Viele Eltern erkennen die potenziellen Gefahren des Internets, nutzen jedoch selten technische Sicherheitsmaßnahmen wie Filter oder spezielle Einstellungen zum Schutz ihrer Kinder. Dies zeigt eine gewisse Widersprüchlichkeit im Umgang mit der Mediennutzung der Kinder.
  • Medienerziehung und Verantwortung: Die meisten Eltern sehen sowohl die Schule als auch sich selbst in der Verantwortung, Kindern einen angemessenen Umgang mit Medien beizubringen. Dennoch gibt es Bedarf an mehr Information und Unterstützung für Eltern, um effektive Strategien für die Medienerziehung zu entwickeln.

Was sollten Eltern beachten?

  • Kommunikation fördern: Führen Sie aktiv offene Gespräche über die Inhalte, die Ihr Kind online sieht und mit wem es online kommuniziert.
  • Medien als Werkzeug nutzen: Nutzen Sie altersgerechte Apps und Websites, um das Lernen zu fördern und die kreativen Fähigkeiten Ihres Kindes zu unterstützen.
  • Festlegen von Bildschirmzeiten: Legen Sie gemeinsam Regeln für die Bildschirmzeit Berücksichtigen Sie dabei das Alter, die Aktivitäten und die Bedürfnisse Ihres Kindes.
  • Sicherheitseinstellungen anpassen: Nutzen Sie Kindersicherungen, um den Zugang zu ungeeigneten Inhalten zu beschränken.
  • Vorbild sein: Überprüfen Sie Ihre eigene Mediennutzung und passen Sie diese gegebenenfalls an.
  • Informiert bleiben: Informieren Sie sich über die Geräte und Plattformen, die Ihr Kind nutzt. Besprechen Sie regelmäßig Medientrends oder die Aktivitäten Ihres Kindes.

Neben diesem Artikel bieten wir auch vertiefende Einblicke in die Mediennutzung jüngerer Kinder mit der miniKIM-Studie sowie in die Mediengewohnheiten von Jugendlichen mit der JIM-Studie.

Die Ergebnisse und weiterführende Informationen zur KIM-Studie 2022 finden Sie detailliert auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest.

Jugend und Medien: Einblicke aus der JIM-Studie 2023

Jugend und Medien: Einblicke aus der JIM-Studie 2023

Die JIM-Studie, durchgeführt vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest, liefert aufschlussreiche Daten zur Mediennutzung deutscher Jugendlicher im Alter von 12 bis 19 Jahren. Dieser Artikel fasst wichtige Ergebnisse der neuesten Studie 2023 zusammen und zeigt auf, wie Eltern Jugendliche unterstützen können.

Umfassende Internetnutzung: Jugendliche sind durchschnittlich 224 Minuten täglich online, wobei Messenger-Dienste und soziale Medien besonders beliebt sind. WhatsApp wird von 94 Prozent der Jugendlichen regelmäßig genutzt, gefolgt von Instagram (62 %), TikTok (59 %) und Snapchat (49 %)​.

Beliebte Medieninhalte: Neben sozialen Netzwerken sind Netflix und YouTube die führenden Plattformen für das Ansehen von Serien, Sendungen und Filmen unter Jugendlichen. 63 Prozent der Jugendlichen nutzen regelmäßig YouTube, während 50 Prozent Netflix verwenden​.

Medien und Freizeitgestaltung: Die Studie zeigt auch, dass Jugendliche ihre Freizeit divers gestalten. Neben der Mediennutzung treffen sich 70 Prozent der Jugendlichen regelmäßig mit Freund*innen, 62 Prozent treiben regelmäßig Sport und 35 Prozent lesen Bücher mindestens einmal pro Woche​.

Konfrontation mit problematischen Inhalten: Leider sind Jugendliche zunehmend mit problematischen Inhalten konfrontiert. Ein Drittel der Mädchen und ein Viertel der Jungen wurden online sexuell belästigt. 23 Prozent der Jugendlichen waren ungewollt mit pornografischen Inhalten konfrontiert​.

Was sollten Eltern beachten?

  • Offene Kommunikation: Führen Sie regelmäßig offene Gespräche mit Ihrem Kind über dessen Online-Aktivitäten und -Erfahrungen.
  • Förderung der Medienkompetenz: Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Inhalte kritisch zu hinterfragen und sicher im Internet zu navigieren.
  • Ausgewogene Mediennutzung: Helfen Sie Ihrem Kind, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Online- und Offline-Aktivitäten zu finden.
  • Sicherheitsbewusstsein fördern: Sensibilisieren Sie Ihr Kind für Datenschutz und die Risiken der Offenlegung persönlicher Informationen.

Neben diesem Artikel bieten wir auch vertiefende Einblicke in die Mediennutzung von Kleinkindern mit der miniKIM-Studie sowie in die Mediengewohnheiten von Kindern mit der KIM-Studie 2022.

Die Ergebnisse und weiterführende Informationen zur JIM-Studie 2023 finden Sie detailliert auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest.Formularende

Sephora Kids: Kinder im Beauty-Fieber

Es ist auf Social Media längst üblich, dass Beauty-Produkte von Menschen in die Kamera gehalten und beworben werden. Doch ein neuer Trend erobert die Online-Welt: Immer mehr junge Kinder zeigen Interesse an Kosmetik und Hautpflege – und präsentieren ihre Routinen online. Diese Kinder, bekannt als „Sephora Kids“, gewinnen zunehmend an Aufmerksamkeit. Wir werfen einen Blick auf das Phänomen und dessen Auswirkungen.

Worum geht‘s?

Kinder, meist im Alter von 8 bis 10 Jahren, sind zunehmend in Kosmetikgeschäften bzw. Luxus-Beauty-Ketten wie Sephora unterwegs, daher der Name „Sephora Kids“. Dort filmen sie sich oder kaufen Produkte für Erwachsene, wie Anti-Falten-Seren, Masken oder Cremes. Diese Produkte sind oftmals nicht für ihre Haut geeignet und kosten teils mehrere hundert Euro. Wir konnten zwar keine deutschsprachigen Videos mit Sephora-Produkten finden, allerdings jede Menge junge Kinder, die Schminktipps mit üblichen Drogerie-Produkten geben. Diese Inhalte erreichen oft Tausende von Zuschauer*innen und beeinflussen die Konsumgewohnheiten der jungen Generation.

Das Phänomen „Sephora Kids“ umfasst eine Vielzahl von Aktivitäten: Vom Kauf und der Anwendung hochwertiger Kosmetikprodukte bis hin zum Teilen von „Get Ready With Me“-Videos auf Plattformen wie TikTok.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche daran?

Kinder und Jugendliche werden von den bunten und attraktiven Verpackungen sowie den versprochenen Effekten der Produkte angezogen. Die Interaktion auf Social Media und mit Influencer*innen verstärkt diesen Trend, indem diese die neuesten Beauty-Trends und Produkte vorstellen. In einer Lebensphase, in der Selbstausdruck und soziale Anerkennung eine große Rolle spielen, bieten solche Produkte eine Möglichkeit, sich auszudrücken und dazuzugehören.

Was kann problematisch sein?

Körperbild und Selbstwertgefühl: Die intensive Beschäftigung mit Schönheit und Hautpflege kann zu einem verzerrten Körperbild und einem geringen Selbstwertgefühl führen​. Der Druck, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen, kann das Selbstwertgefühl und das Selbstbild negativ beeinflussen.

Ungeeignete Produkte und langfristige Schäden: Viele der verwendeten Produkte enthalten starke Wirkstoffe wie Retinol und Säuren, die die empfindliche Haut von Kindern schädigen können​. Deren Anwendung kann langfristige gesundheitliche Folgen haben. Expert*innen raten zur Vorsicht.

Allergien und Hautreaktionen: Viele Kinder haben empfindliche Haut und können auf bestimmte Inhaltsstoffe allergisch reagieren. Eltern sollten die Inhaltsstoffe genau prüfen und im Falle einer allergischen Reaktion sofort handeln.

Kosten: Hochwertige Kosmetikprodukte sind teuer und können eine finanzielle Belastung darstellen​​.

Privatsphäre: Durch das Teilen von Videos auf Plattformen wie TikTok besteht das Risiko, dass persönliche Daten in falsche Hände geraten​.

Sozialer Druck: Kinder können sich durch den Konsum von Beauty-Inhalten auf Social Media einem hohen sozialen Druck ausgesetzt fühlen

Wie können Eltern damit umgehen?

Begleitung: Bleiben Sie wachsam und aktiv. Die Balance zwischen dem Erlauben von Selbstausdruck und dem Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens Ihres Kindes ist entscheidend. Begleiten Sie Ihr Kind beim Kauf und der Anwendung von Hautpflegeprodukten. Achten Sie darauf, dass die Produkte für die empfindliche Kinderhaut geeignet sind.

Aufklärung: Führen Sie offene Gespräche über Selbstdarstellung und Schönheitsideale, so dass Ihr Kind bewusste und informierte Entscheidungen treffen kann. Erklären Sie Ihrem Kind die Risiken ungeeigneter Kosmetikprodukte und die Bedeutung eines gesunden Hautpflegeverhaltens.

Gesundes Selbstbewusstsein fördern: Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Helfen Sie Ihrem Kind, sich selbst und seinen Körper zu schätzen, unabhängig von Schönheitsidealen. Denken Sie dabei auch an Ihre Vorbildfunktion.

Datenschutz: Nutzen Sie die Privatsphäre-Einstellungen auf Social Media und erklären Sie Ihrem Kind, welche Informationen es teilen darf und welche nicht.

Budget festlegen: Setzen Sie ein festes Budget für den Kauf von Kosmetikprodukten, um übermäßige Ausgaben zu vermeiden.

Alternativen anbieten: Zeigen Sie Ihrem Kind Alternativen zu teuren Kosmetikprodukten, wie einfache, natürliche Hautpflegeprodukte, die für Kinderhaut geeignet sind. Einfache und sichere DIY-Rezepte für natürliche Hautpflegeprodukte, die Sie gemeinsam mit Ihrem Kind herstellen können, können eine tolle Alternative sein.

OmeTV und Co – Wenn Kinder im Videochat Fremde treffen

Neue Leute kennenlernen, Spaß haben, erstes flirten – Videochat-Dienste sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Kostenfreie Angebote wie OmeTV, Chatroulette oder auch Yubo ermöglichen es, sich mit völlig fremden Menschen zu verbinden. Obwohl die Apps häufig wegen Themen wie Pornografie, Cybergrooming und fragwürdigem Datenschutz in der Kritik stehen, halten sich viele junge Menschen gerne dort auf.  

Zufällige Videochats mit Fremden im Netz

Videochat-Plattformen verbinden per Zufallsgenerator User*innen aus der ganzen Welt miteinander. Über die Kamerafunktion können sie sich sehen und miteinander chatten. Haben sie genug voneinander, klicken oder wischen sie weiter zur nächsten Person. Tausende Nutzer*innen kommunizieren gleichzeitig über diese Webseiten und Apps miteinander. Dadurch ist der Pool an möglichen Kontakten unerschöpflich. Die meisten Dienste verlangen eine Verknüpfung mit Daten wie z. B. dem Facebook oder Google-Konto oder eine Registrierung mit der Mailadresse oder der Telefonnummer. Yubo ist laut AGB ab 13 Jahren erlaubt, OmeTV und Chatroulette sogar erst ab 18 Jahren. Da das Alter oder die erforderliche Einverständniserklärung der Eltern jedoch nicht kontrolliert werden, nutzen auch Jüngere die Anwendungen.  

Faszination Videochat 

Für junge Menschen sind die Plattformen eine Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen und Leute kennen zu lernen. Sie gehen allein oder gemeinsam mit Freund*innen online und chatten mit Fremden. Oftmals erleben sie dort lustige, komische und verrückte Dinge. Das kann spannend sein und Spaß machen – und bietet Raum zum Ausprobieren. Auf TikTok und YouTube sind Videos von Chats auf OmeTV sehr populär und werden unter eigenen Hashtags geteilt. User*innen stellen Videoaufnahmen von Pranks wie angeblichen Überfällen online und Influencer*innen erzählen von ihren verrückten Erfahrungen in Videochats. Das macht junge Menschen neugierig und weckt ihre Hoffnung, beim Zufallschat selbst einmal auf ihre großen Idole zu treffen.

Gefahren und Risiken der Plattformen

Plattformen wie OmeTV und Co sind bekannt dafür, dass die gezeigten Inhalte oft alles andere als jugendfrei sind. Die Anonymität ist hoch und die Hemmschwelle deshalb niedrig. Viele Menschen nutzen die Videochats, um ihren Frust abzubauen, extreme Meinungen zu teilen oder sexuelle Bedürfnisse zu befriedigen. So passiert es oft, dass vor allem Männer sich nackt vor der Kamera zeigen. Auch Beleidigungen und Diskiminierung sind an der Tagesordnung. Das kann vor allem junge Menschen verstören und verunsichern. Die Anbieter*innen drohen bei Verstoß gegen die Community-Richtlinien mit strikten Maßnahmen wie lebenslangem Ausschluss vom Angebot. Allerdings macht die Anonymität der Nutzenden eine Fahndung fast unmöglich. Gefahren wie Cybergrooming, Sextortion, sexuelle Belästigung oder digitale Gewalt sind nicht auszuschließen. Der unzureichende Datenschutz stellt ein weiteres Risiko dar. So können Nutzende Chatverläufe speichern, einen Screenshot machen oder Bild und Ton mitschneiden. Das passiert meist ohne die Einwilligung der betroffenen Personen. Durch eine weitere Anwendung lässt sich außerdem mit ein wenig Geschick die IP-Adresse der Nutzenden herausfinden. So kann es passieren, dass der anonyme Kontakt nicht anonym bleibt. 

Wie Sie Ihr Kind schützen können

Wenn Ihr Kind den Wunsch äußert, diese Plattformen zu nutzen oder das bereits tut, reagieren Sie nicht mit Unverständnis und strikten Verboten. Ein Verbot kann den Reiz dieser Plattformen noch steigern und Ihr Kind dazu verleiten, heimlich im Internet mit Fremden zu chatten. Versuchen Sie Verständnis für die Faszination solcher Angebote aufzubringen und sprechen Sie offen darüber. Klären Sie Ihr Kind über Kommunikationsrisiken wie sexuelle Belästigung, Mobbing und Cybergrooming auf. Wichtig ist, dass Ihrem Kind bewusst ist, dass es sich um einen öffentlichen Raum handelt, zu dem alle Zugriff haben. Besonders wichtig ist daher der Schutz von Daten und Privatsphäre. Vereinbaren Sie gemeinsam Regeln zum Umgang mit solchen Angeboten. Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, mit Ihnen reden zu können, sollte es unangenehme Erfahrungen machen oder Fragen haben. OmeTV und Co. sind trotz Vorsichtsmaßnahmen nicht für Kinder geeignet. Informieren Sie sich über altersgerechte Medien für Ihr Kind. Versuchen Sie mit Ihrem Kind über Alternativen zu sprechen, so dass es trotzdem neue Kontakte knüpfen kann. Für jüngere Kinder können Angebote auf Kinderseiten eine Alternative sein z. B. über kindersache.de, seitenstark.de oder knipsclub.de

Mit Google Family Link die Smartphone-Nutzung von Teenagern kontrollieren?

Sie haben Sorge, dass Ihr 14-jähriges Kind zu viel Zeit mit seinem Smartphone verbringt und Apps nutzt, die eigentlich nicht für sein Alter geeignet sind? Die App Google Family Link möchte ein Beitrag für die Medienerziehung in Familien sein. Aber inwieweit ist das auch für Teenager sinnvoll?

Was ist Google Family Link für Teenager?

In unserem Beitrag Google Family Link für Kinder haben wir zusammengefasst, was die App alles kann, die Nutzungsmöglichkeiten für Kinder erklärt sowie Risiken der App erläutert. Für Jugendliche, die mindestens 16 Jahre alt sind, sind nicht alle Funktionen sinnvoll. Denn ab diesem Alter darf man laut Google in Deutschland ein eigenes Konto haben, um verschiedene Google-Dienste, vor allem auf Android-Geräten, vollständig nutzen zu können. Aber auch für Jugendliche unter 16 Jahren müssen nicht mehr alle Kontrollfunktionen aktiv sein. Entscheiden sollten Sie dies nach dem Grad der Selbstständigkeit Ihres Kindes im Umgang mit Medien.

Ist ein Kinderkonto weiterhin sinnvoll?

Wenn Sie für das Smartphones Ihres Kindes ein Kinderkonto eingerichtet haben, kann dieses ab dem 16. Lebensjahr in ein reguläres Konto umgewandelt werden, das Ihr Kind dann vollständig alleine verwaltet. Sie werden per Mail darüber informiert. Ihr Kind kann dann entscheiden, ob es selbst die Installation und Einschränkung von Apps vornimmt oder es weiterhin Ihnen als Eltern überlässt. Überlegen Sie gemeinsam, inwieweit das sinnvoll ist. Fühlt sich Ihr Kind reif genug, einschätzen zu können, welche App altersgerecht ist und wieviel Zeit es mit dem Smartphone verbringt?

Je älter Ihr Kind wird, desto selbstständiger wird es. Sie können z. B. die Elternaufsicht – also die Kontrolle, wie viel Zeit es mit bestimmten Apps verbringt – anfangs aktiviert lassen, aber die Verwaltung des eigenen Smartphones Ihrem Kind überlassen. Dies sollten Sie niemals heimlich tun, denn es kann einen Eingriff in die Privatsphäre darstellen, falls Ihr Kind darüber nicht Bescheid weiß. Außerdem kann Ihr Kind die Elternaufsicht mit einem eigenen Google-Konto jederzeit deaktivieren.

Was ist bei Teenagern anders?

Für Teenager bietet Google Family Link weniger restriktive Kontrollfunktionen, um der wachsenden Eigenständigkeit und Reife gerecht zu werden. Eltern sollten daher verstärkt auf offene Kommunikation und gemeinsames Festlegen von Nutzungsregeln setzen. Bestimmte Funktionen sind gerade für Teenager nicht mehr altersgemäß, wie die Ortung über den Standort. Bringen Sie Ihrem Kind Vertrauen entgegen und reden Sie offen darüber, wenn Sie Angst haben, dass ihm etwas passieren könnte.

Das sollten Eltern beachten

Gemeinsame Einrichtung: Installieren und konfigurieren Sie Google Family Link gemeinsam mit Ihrem Teenager. Besprechen Sie dabei ausführlich, welche Funktionen aktiviert werden sollten und warum.

Regelmäßige Überprüfung: Die Balance zwischen Schutz und Überwachung ist besonders bei Teenagern wichtig. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob die getroffenen Einstellungen und Regeln noch sinnvoll sind. Vereinbaren Sie Mediennutzungsregeln, die regelmäßig neu besprochen werden. Dazu gehört auch, ob die Nutzung von Google Family Link weiterhin sinnvoll ist.

Datenschutz: Achten Sie darauf, welche Daten Google erhebt und speichern darf. Passen Sie die Datenschutzeinstellungen entsprechend an.

Eigenverantwortung fördern: Nutzen Sie die App als Werkzeug, um die Eigenverantwortung Ihres Teenagers zu stärken. Besprechen Sie die Gründe für bestimmte Einschränkungen und fördern Sie einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone.

Google Family Link – Sicherheitseinstellungen für die Smartphone-Nutzung von Kindern

Haben Sie Sorge, dass Ihr Kind zu viel Zeit mit seinem Smartphone verbringt oder auf ungeeignete Inhalte zugreift? Die App Google Family Link kann helfen, die Handynutzung Ihres Kindes gemeinsam zu regulieren.

Kurz gefasst:

  • Kinderkonten für Google-Dienste erstellen und verwalten
  • Zielgruppe: Eltern
  • Einrichtung verschiedener Accounts je nach Alter und Kontrolle der kindlichen Handynutzung
  • Jugendschutzeinstellungen für Google-Dienste
  • Kostenfrei für iOS und Android

Was steckt hinter Google Family Link?

Mit Google Family Link können Eltern für Kinder unter 16 Jahren einen eingeschränkten Google-Account einrichten und die Smartphone-Nutzung Ihres Kindes regulieren. Die App muss auf dem Smartphone Ihres Kindes und Ihrem eigenen Gerät installiert werden.

Funktionen der App:

  • Nutzungszeiten für das Smartphone festlegen
  • Nutzungsdauer der einzelnen Apps kontrollieren und begrenzen
  • Nach Ablauf der Nutzungsdauer: Bonuszeit in 5-Minuten-Schritten hinzufügen
  • Altersgerechte Einstellungen für Google-Dienste verwalten, z. B. YouTube Kids oder YouTube mit Elternaufsicht sowie SafeSearch für die Google-Suche
  • Zugriff auf bestimmte Apps beschränken
  • In-App-Käufe sperren
  • Handy des Kindes orten
  • Einstellungen lassen sich auch online – ohne Smartphone – über ein Google-Konto der Eltern vornehmen

Was kann problematisch sein?

Die Funktionen der App können hilfreich sein, um die Smartphone-Nutzung Ihres Kindes zu regulieren und Online-Erlebnisse sicherer zu machen. Allerdings sollte die App zum Schutz und nicht zur Überwachung des Kindes genutzt werden. Besprechen Sie daher die Nutzung der App und ihrer Features vorher unbedingt mit Ihrem Kind – und richten Sie sie gemeinsam ein.

Einschränkungen:

  • Nur für Google-Dienste und Android-Geräte nutzbar
  • Keine Blockierung unangemessener Inhalte, sondern nur gesamte Apps
  • Werbeanzeigen innerhalb der Google-Apps werden nicht blockiert
  • Google erhält Zugang zu den Daten und dem Nutzungsverhalten Ihres Kindes

Da es eine Google-App ist, kann sie vorrangig für Google-Dienste und Android-Geräte genutzt werden. Andere Apps lassen sich darüber nicht steuern. Hinzu kommt, dass Google Family Link selbst keine unangemessenen oder jugendgefährdenden Inhalte blockiert, sondern ganze Angebote zulässt oder freigibt – je nach Einstellung, die Sie als Eltern getroffen haben. Es kann z. B. sein, dass Ihr Kind trotz App bei YouTube Videos vorgeschlagen bekommt, die Gewalt beinhalten. Um Inhalte bei YouTube einzuschränken, müssen Sie in der YouTube-App selbst Filtereinstellungen vornehmen. Auch Werbung innerhalb der Google-Apps kann mit der Google Family Link nicht ausgeschaltet werden.

Was sagt der Anbieter?

Google sieht Family Link als Unterstützung von Jugendschutz und Medienerziehung in der Familie. Die App soll es ermöglichen, gemeinsam Nutzungsregeln zu vereinbaren, Sicherheitseinstellungen vorzunehmen und zu kontrollieren. Eltern werden auf Filtermöglichkeiten bestimmter Dienste hingewiesen, wie SafeSearch in der GoogleSuche, den Jugendschutzfilter im Google-Browser Chrome oder den eingeschränkten Modus von YouTube. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Hilfe von Google.

Was sollten Eltern beachten?

Überlegen Sie genau, ob die Nutzung einer solchen App für Ihre Familie das Richtige ist. Bei jüngeren Kindern helfen Sicherheitseinstellungen dabei, eine altersgerechte Nutzung zu ermöglichen. Auch kann eine gewisse Kontrolle sinnvoll sein. Nutzen Sie die Gelegenheit, um gemeinsam Nutzungsregeln für das Smartphone zu besprechen.

Die Verwendung von Google Family Link erfordert immer, dass das Smartphone Ihres Kindes Internetzugang hat. Möglicherweise ist das nicht gegeben oder Ihr Kind soll nicht ständig online sein.

Wenn Sie sich für die Nutzung entscheiden, sollten Sie die App zusammen mit Ihrem Kind installieren und einrichten. Sprechen Sie darüber, welche Funktionen sinnvoll sind, um die Nutzungsregeln einzuhalten. Welche Einstellungen sind nicht notwendig, weil Ihr Kind schon reif genug ist, selbst darauf zu achten? Besprechen Sie sich in regelmäßigen Abständen, ob die App und ihre Einstellungen noch sinnvoll sind oder deaktiviert werden können. Wenn Sie die App für mehrere Smartphones nutzen wollen, können Sie verschiedene Unterkonten je nach Alter des Kindes einrichten.

Was die Datennutzung durch Google angeht, sollten Sie die Einstellungen genau prüfen. Bei der Datenspeicherung sind automatisch bestimmte Funktionen aktiviert, die Sie ausschalten können. Lesen Sie mehr zu Installation und Einrichtung der App bei mobilsicher.de.

Ihr Kind ist bereits ein Teenager? Für Jugendliche unter 16 Jahren müssen nicht mehr alle Kontrollfunktionen aktiv sein. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel Google Family Link – die Handynutzung eines Teenagers kontrollieren?

Suchmaschinen für Kinder und Jugendliche

„Wie weit ist es bis zum Mond?“, „Hatten Dinosaurier auch Milchzähne?“, „Warum feiern wir Halloween?“ – Kinder und Jugendliche sind von Natur aus neugierig und haben viele Fragen. Auf der Suche nach Antworten surfen sie auch im Internet. Doch aufgepasst: Google und andere Suchmaschinen wurden nicht in erster Linie für Kinder entwickelt. Ohne Filterung können Kinder schnell auf Seiten mit ungeeigneten Inhalten landen. Deshalb gibt es Kindersuchmaschinen.

Kindersuchmaschinen – was ist das? 

Kindersuchmaschinen sind einfach zu bedienen und setzen kindgerechte Sprache und Bilder ein. Sie verlinken nur auf unbedenkliche und für Kinder interessante Inhalte. Alle Webseiten werden vorab von Medienpädagog*innen geprüft und freigegeben. Damit ist ein sicheres Surfen im Netz möglich. 

Viele Kindersuchmaschinen bieten neben der Suchfunktion auch lehrreiche Videos, Spiele und Artikel zu verschiedenen Themen an. Sie bieten dabei oft Tipps, wie Kinder Suchmaschinen am besten nutzen können. Es gibt zum Beispiel Hinweise zu gezielten Suchbegriffen, zur Bildersuche oder zum Überprüfen von Quellen. Kinder erwerben so wichtige Fähigkeiten und entwickeln ihre Medienkompetenz weiter. Ältere Kinder können nach dieser Übungsphase an Suchmaschinen für Erwachsene herangeführt werden. 

Welche Suchmaschinen gibt es? 

  • Für Kinder von 6 bis 12 Jahren eignet sich die werbefreie Suchmaschine fragFINN. Das Angebot ist spielerisch aufgebaut, datensicher und auch als Kinderschutz-App verfügbar.
  • Helles Köpfchen richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren. Diese Webseiten enthalten kindgerechte Artikel und Verlinkungen zu sicheren Online-Spielen und Videos.
  • Für ältere Kinder sind gängige Suchmaschinen wie GoogleEcosiaYahoo und Bing relevant. Dort können bestimmte Filter aktiviert werden. Sie verhindern, dass ungeeignete Inhalte (z.B. Gewalt oder sexuelle Inhalte) in den Suchergebnissen angezeigt werden. Diese Filter heißen bei GoogleBing und Yahoo “SafeSearch”. Bei einigen Suchmaschinen kann ein Account angelegt werden, mit dem Filter dauerhaft und passwortgeschützt aktiviert werden können. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel „Sichere Suche im Internet“.

Was sollten Eltern beachten? 

Kindersuchmaschinen sind so aufbereitet, dass Kinder sie selbständig nutzen können und sie bei ihren ersten Schritten im Internet möglichst positive Surferfahrungen machen. Begleiten Sie Ihr Kind bei der ersten Nutzung und erkunden Sie gemeinsam die Suchmaschine. So können Sie wichtige Funktionen für die Suche genauer erklären. Nach dem ersten gemeinsamen Testen können Kinder die jeweilige Kindersuchmaschine ohne Bedenken selbständig nutzen. Dafür ist es empfehlenswert, eine Kindersuchmaschine für die Standardsuche im Browser einzurichten. Zusätzlich kann eine Kindersuchmaschine als Startseite eingerichtet werden.  

Falls Ihr Kind bereits den Umgang mit Suchmaschinen beherrscht und Suchmaschinen wie Google nutzen möchte, aktivieren Sie den „SafeSearch“ Filter für mehr Sicherheit. Beachten Sie, dass die Suche trotz Filter nie so sicher ist wie die Überprüfung der Inhalte durch Medienpädagog*innen und dass Filter unter Umständen selbständig aktiviert und deaktiviert werden können. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, wie es reagieren soll, wenn es auf ungeeignete Inhalte stößt. Sie können unpassende Inhalte, die trotz Filtereinstellungen angezeigt werden, den jeweiligen Suchmaschinen melden.  

Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Unser Messenger-Service direkt auf Ihr Smartphone

Um Sie als Eltern bei der Medienerziehung Ihres Kindes bestmöglich zu unterstützen, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes auch direkt und bequem über WhatsApp oder Threema an uns zu stellen.

Unser professionelles Team steht Ihnen zur Seite, um Ihnen passende Unterstützung zu bieten. Egal, ob Sie sich unsicher sind, ob eine gewisse App für Ihr Kind geeignet ist, Sie nach Tipps zur Begrenzung der Bildschirmzeit suchen oder Sie sich Unterstützung zum Umgang mit einem neuen Trend wünschen – wir sind für Sie da.

Unser Messenger-Service ist einfach zu erreichen:

  • WhatsApp: Fügen Sie unsere Nummer +49 176 / 550 506 99 zu Ihren Kontakten hinzu und senden Sie uns Ihre Fragen direkt über die App.
  • Threema: Für eine sicherere Kommunikation können Sie uns dort unter der +49 176 / 550 506 99 mit der ID FSSABPY8 erreichen.

Bitte beachten Sie unsere Teilnahmebedingungen.

Warum sollten Sie unseren Messenger-Service nutzen?

Individuelle Beratung: Wir verstehen, dass jede Familie einzigartig ist. Unser Expert*innenteam gibt Ihnen personalisierte Tipps, die genau auf Ihre Fragen zur Medienerziehung zugeschnitten sind.

Unterstützung in herausfordernden Situationen: Sei es im Umgang mit Cybermobbing, unangemessenen Inhalten oder dem richtigen Zeitpunkt für die Einführung neuer Medien. Unser Team ist darauf spezialisiert, Sie auch in schwierigen Situationen zu unterstützen.

Hinweis: In akuten Problemlagen oder Notfällen wenden Sie sich bitte direkt an spezialisierte Expert*innen, z. B. an die Nummer gegen Kummer (www.nummergegenkummer.de) oder an die Telefonseelsorge (365 Tage im Jahr, rund um die Uhr erreichbar: www.telefonseelsorge.de).

Direkter Zugang zu Expert*innen: Unser Team hält sich ständig auf dem Laufenden über aktuelle Entwicklungen – so wie es Ihnen als Eltern in der sich ständig weiterentwickelnden Medienwelt vermutlich gar nicht möglich ist. Per Messenger können Sie uns unkompliziert erreichen.

Schnelle Antworten: Senden Sie uns Ihre Frage und wir antworten Ihnen so schnell wie möglich mit hilfreichen Informationen und Tipps. Antworten erhalten Sie von der Redaktion zu den normalen Geschäftszeiten, d.h. nicht am Wochenende, Feiertagen oder nachts.

Vertraulichkeit: Ihre Privatsphäre ist uns wichtig. All Ihre Nachrichten werden vertraulich behandelt.

Kostenlose Beratung: Unser Messenger-Service ist – wie all unsere Angebote – für Sie kostenlos.

Alle mischen mit – Bezugspersonen bei der Medienerziehung einbeziehen

„Aber bei Oma kann ich so viel am Handy sein, wie ich will!“, „Mit meinem Onkel darf ich schon Fortnite zocken!“, „Heute haben wir in der Schule wieder einen Film geschaut!“ – kommen Ihnen solche Aussagen bekannt vor? Nicht nur wenn es um die Medienregeln anderer Eltern geht. Auch wenn andere Bezugspersonen bei der Medienerziehung mitmischen, kann das für Sie als Eltern herausfordernd sein. Vielleicht fragen Sie sich, wie Sie damit umgehen können.

Medienerziehung – nicht nur Sache der Eltern

Medien altersgerecht auswählen, die Bildschirmzeit begrenzen, Vorbild sein – den Grundstein für eine bewusste und kompetente Mediennutzung Ihres Kindes legen Sie als Eltern. Je älter Ihr Kind wird, desto freier bewegt sich Ihr Kind in der Umgebung und verbringt mehr und mehr Zeit außerhalb von zuhause. Ist es allein bei den Großeltern, in einer pädagogischen Einrichtung oder bei der Cousine zu Besuch, mischen automatisch andere Bezugspersonen beim Umgang mit Medien mit. Das kann die Auswahl und Dauer der Medieninhalte betreffen, aber auch die Privatsphäre Ihres Kindes, wie zum Beispiel das Teilen von Kinderfotos.

Vorsicht bei Kinderfotos – Kinderrechte gehen alle etwas an

Wenn das Kind bei der Tante in den Ferien ist und Sie Ausflugsbilder im WhatsApp-Status oder auf Social Media entdecken, sind Sie als Eltern davon vielleicht nicht unbedingt begeistert. Vor allem dann, wenn das Teilen der sensiblen Daten vorher nicht abgesprochen war. Nicht alle Erwachsenen wissen, dass es problematisch sein kann, Kinderfotos im Netz zu teilen. Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre. Je nach Alter und Entwicklungsstand sollten sie – und die Eltern – gefragt werden, welche Bilder von ihnen im Internet zu sehen sind. Sprechen Sie fotobegeisterte Verwandte darauf an und äußern Sie Ihre Sichtweise klar und deutlich. So schützen Sie die Rechte Ihres Kindes.

Mediennutzung außer Haus regeln

Die Hauptverantwortung für das gesunde Aufwachsen mit Medien tragen Sie als Eltern. Welche Games sich für welches Alter eignen, was mit den Daten Ihres Kindes im Netz passiert, wie sich Geräte und Apps kindersicher einstellen lassen – die Medienwelt ist riesig, unüberschaubar und befindet sich im ständigen Wandel. Sie als Eltern sind mit der Herausforderung konfrontiert, hier aktuell und informiert zu bleiben – und sind dabei möglicherweise stärker am Ball als die Bezugspersonen Ihres Kindes.

Vielleicht haben Sie in der Familie Medienregeln ausgehandelt oder einen Mediennutzungsvertrag mit Ihrem Kind vereinbart. Eventuell bestehen für die Geschwister jeweils unterschiedliche Regeln aufgrund ihres Altersabstands. Scheuen Sie sich nicht, auf Großeltern und Co zuzugehen. Machen Sie die Medienregeln Ihrer Familie transparent und erklären Sie, warum Ihnen das Einhalten der Regeln auch außer Haus wichtig ist. Natürlich darf die Zeit bei Opa, Patentante oder Cousin etwas Besonderes sein, auch in Sachen Medien. Bitten Sie darum, Ausnahmen vorher mit Ihnen abzusprechen. Denn ein offener Austausch ist wichtig für eine vertrauensvolle Beziehung. Bleiben Sie mit Ihrem Kind im Gespräch über seine Mediennutzung außer Haus und haben Sie für Probleme stets ein offenes Ohr. So fördern Sie die Eigenständigkeit und Medienkompetenz Ihres Kindes.

Erziehung gemeinsam gestalten – auch in Sachen Medien

Wenn Ihr Kind im Jugendtreff im Internet surft, Fotos vom Faschingsfest im Klassenchat landen oder im Hort am Tablet zocken darf gehört das zur mediatisierten Lebenswelt Ihres Kindes dazu. Pädagogische Einrichtungen haben meist ein Medienkonzept und verfolgen medienpädagogische Ziele. Sollte Ihnen bei einer Sache nicht wohl sein, sprechen Sie die pädagogischen Fachkräfte an und gehen Sie mit einer offenen und fragenden Haltung auf sie zu. Fragen Sie dabei auch stets nach der Sichtweise Ihres Kindes – so lernen Sie beide in Sachen Medien stetig dazu.

Game Master und Co. – gruselige Trends im Netz

Immer wieder kursieren im Internet gruselige Phänomene wie der Game Master, angsteinflößende Kettenbriefe wie Momo oder Horror-Figuren wie Huggy Wuggy. Doch was genau steckt dahinter? Und wie können Eltern darauf reagieren? In diesem Artikel klären wir auf.

Was oder wer ist ein Game Master?

Der sogenannte Game Master ist ein dunkel gekleideter, maskierter Unbekannter, der YouTuber*innen per WhatsApp oder Brief kontaktiert und ihnen gruselige oder gefährliche Aufgaben stellt. Diese Aufgaben müssen dann so schnell wie möglich gelöst werden. Erfüllen die YouTuber*innen die gestellte Aufgabe nicht, drohen ihnen Strafen. Dabei sind die Aktionen des Game Masters teilweise sogar grenzüberschrei-tend: So taucht er angeblich bei den YouTuber*innen zu Hause auf oder bricht dort ein und zerstört deren Eigentum. Wie hilflos die YouTuber*innen dem Game Master anscheinend ausgeliefert sind, zeigen sie in ihren Videos.

Haben Sie schon einmal ein YouTube-Video gesehen, in dem der vermeintliche Game Master auftritt? Dann ist Ihnen bestimmt schnell aufgefallen, dass die Figur sowie die Story drumherum ausgedacht sind. Vermutlich hat sich eine Person aus dem Freundeskreis dunkle Kleidung und eine Maske angezogen. Die Interaktion zwischen YouTuber*in und Game Master ist somit gespielt.

Grusel liegt bei Kindern und Jugendlichen hoch im Trend

Egal, ob angsteinflößende Kettenbriefe, gruselige Videos, Horror-Computerspiele wie Poppy Playtime oder düstere Zitate aus Filmen und Memes – viele Kinder und Jugendliche finden großen Gefallen an derartigen Trends. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Durch das Konsumieren von gruseligen Videos und Nachrichten können Kinder und Jugendliche die eigenen Grenzen austesten, anderen etwas beweisen, sich gedanklich ablenken oder einfach den Adrenalin-Kick spüren. Für sie ist es spannend und angsteinflößend zugleich, die gruseligen Trends zu verfolgen. Speziell für Kinder ist es eine kleine Herausforderung, sich zu trauen, solche Videos anzuschauen oder Nachrichten zu lesen.

Das große Problem dabei: Wie es zu der Inszenierung solcher Inhalte kommt, durchschauen Kinder und Jugendliche nicht immer. Gerade jüngeren Kindern ist der eigentliche Ursprung eines Gruselphänomens gar nicht bekannt und sie können diese nicht oder nur schwer einordnen.

Worauf Eltern achten sollten

Nachrichten und Videos wie die des Game Masters sind darauf ausgelegt, Angst und Grusel unter den jungen Zuschauer*innen zu verbreiten. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Kind darüber, was hinter diesen Phänomenen steckt. Klären Sie es auf, dass solche Videos oder Kettenbriefe nicht echt sein können. Stellen Sie sich zum Beispiel gemeinsam die Frage, wie Sie reagieren würden, wenn eine unbekannte Person ungewollt zu Ihnen nach Hause kommt und Ihnen schaden will. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es mit Ihnen spricht, wenn es unheimliche Nachrichten oder Videos erhält.

Um einen Kettenbrief oder ein Video als Quatsch zu enttarnen, hilft es, online danach zu suchen. Zu fast jedem Phänomen gibt es hier Infos. Erklären Sie Ihrem Kind, was eine Falschmeldung ist und wie es damit umgehen kann. Und um keine weitere Energie an die ungewollte Nachricht zu verschwenden, gilt zu guter Letzt: Einfach aus dem Smartphone löschen und nicht weiterleiten – auch zum Schutz anderer Kinder. Beachten Sie, dass beim Warnen anderer Eltern oder Familien vorsichtig vorgegangen werden sollte, um nicht unbeabsichtigt das Phänomen oder die Videos unnötig weiterzuverbreiten. Am besten machen Sie sofort deutlich, dass es sich um eine bewusste Falschmeldung (Hoax) handelt, falls das der Fall ist.

Was Sie außerdem tun können: Blockieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den Kontakt und melden den Inhalt bei den Betreiber*innen der Plattform oder bei entsprechenden Meldestellen.

Die erste eigene E-Mail-Adresse – Tipps für einen sicheren E-Mail-Verkehr

E-Mails sind für Erwachsene alltäglich und auch viele Kinder und Jugendliche nutzen sie bereits regelmäßig. Eine eigene E-Mail-Adresse wird oft benötigt, um sich beispielsweise auf Spieleseiten und Lernplattformen anzumelden. Insbesondere während des Corona-Lockdowns haben Schulen vermehrt Informationen und Aufgaben per E-Mail verschickt. Wir haben ein paar Tipps für sicheres E-Mailen für Ihr Kind.

Unerwünschte E-Mails und Gefahren

Die meisten E-Mail-Anbieter richten sich nicht speziell an Kinder und Jugendliche. Ihre Postfächer sind oft mit vielen Funktionen ausgestattet, die für jüngere Nutzer*innen schwer zu durchschauen sind. Zusätzlich gibt es Gefahren wie Spam, Phishing oder Kettenbriefe, mit denen Kinder und Jugendliche vertraut gemacht werden müssen.

Spam bezeichnet unerwünschte E-Mails, die Werbung enthalten. Sie werden von Personen bzw. Algorithmen automatisch und ohne Aufforderung verschickt. Gleiches gilt für Phishing-Mails, die darauf abzielen, den Empfänger zu betrügen, beispielsweise durch gefälschte Gewinnspiele oder falsche Rechnungen. Manche dieser E-Mails enthalten auch schädliche Links oder Dateien, die den eigenen Computer infizieren können.

Einige der unerwünschten E-Mails enthalten zudem nicht kindgerechte Inhalte wie beispielsweise Pornografie. Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass die E-Mail-Adresse bei der Anmeldung für Chats oder Spiele verwendet wurde. Solche Dienste schützen die persönlichen Daten ihrer Nutzer*innen unterschiedlich gut, wodurch fremde Personen Kontakt zu Kindern aufnehmen können, ohne deren Zustimmung. Dies kann vor allem Kinder und Jugendliche überfordern, die möglicherweise noch keine Strategien entwickelt haben, um mit solchen Risiken umzugehen.

Tipps für Eltern

Bevor Sie Ihrem Kind eine E-Mail-Adresse einrichten, sollten Sie gemeinsam überlegen, wofür diese benötigt wird. Kinder unter 13 Jahren dürfen viele Dienste (laut AGB und Datenschutzgesetz) noch nicht nutzen. Für schulische Zwecke bieten viele Schulen eigene E-Mail-Adressen an, die bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen müssen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass eine solche Adresse nur für schulische Zwecke genutzt werden darf. Unter anderem können solche Mailadressen (z. B. lena.meier@schule-am-hasengraben.de) konkrete Informationen über Ihr Kind preisgeben. Das kann riskant sein, wenn die Adresse in falsche Hände gerät.

Auch bei „privaten“ E-Mail-Adressen, beispielsweise für Social Media, ist es wichtig, dass Ihr Kind einen Fantasie-Namen verwendet und die E-Mail-Adresse nicht auf es zurückzuführen ist. Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass die E-Mail-Adresse nicht leichtfertig weitergegeben werden sollte. Verwenden Sie am besten einen sicheren E-Mail-Anbieter.

Erklären Sie Ihrem Kind außerdem, was Spam ist und wie man damit umgehen kann. In vielen Programmen können Spam-Nachrichten markiert werden, sodass sie automatisch aussortiert werden. Wenn der Absender einer E-Mail unbekannt ist, sollten Sie und Ihr Kind vorsichtig sein. Löschen Sie solche Nachrichten am besten sofort und klicken Sie nicht auf Links oder Dateianhänge.

Wenn Ihr Kind alt genug ist, um sich bei Social Media oder anderen Diensten anzumelden, machen Sie das gemeinsam. Achten Sie darauf, dass die E-Mail-Adresse nicht öffentlich angezeigt wird. Schalten Sie Informations-E-Mails des Anbieters ab. Andernfalls kann das Postfach schnell überfüllt werden und es wird für Ihr Kind schwierig zu unterscheiden, was Spam ist und was wichtige Mitteilungen sind.

E-Mail-Programme für Kinder

Vor allem für jüngere Kinder empfiehlt sich, ein geeignetes E-Mail-Programm zu nutzen. Mailanbieter speziell für Kinder verfügen dabei nur über die wichtigsten Funktionen und gewährleisten bestimmte Schutzmaßnahmen: 

  • Bei Mail4Kidz und Kidsmail24 erhalten junge Nutzer*innen nur E-Mails von Personen, die bereits im eigenen sogenannten Freundebuch aufgeführt sind.
  • Bei ZUM-Grundschulpost bekommen Erziehungsberechtigte die Nachrichten von Fremden sogar zugeschickt und können dann entscheiden, ob diese vertrauenswürdig sind. 

Die kinderfreundlichen Programme haben alle einen Spam- und Virenschutz. So erhält Ihr Kind erst gar keine unerwünschte Werbung oder Kettenbriefe. Allerdings ist die interne Suche von ZUM mit Google verknüpft, weshalb auch nicht jugendfreie Suchergebnisse auftauchen können.

Die Programme sind teilweise kostenfrei (Mail4Kidz in den ersten sechs Monaten) und vor allem für Kinder unter 15 Jahren geeignet. Bei Kidsmail24 haben Nutzer*innen die Möglichkeit, nach Vollendung des 14. Lebensjahres auf einen uneingeschränkten Account zu wechseln. Trotz kinderfreundlicher Programme ist Ihr Kind nie vor allen Risiken im Netz geschützt. Sie als Elternteil sollten deshalb mit Ihrem Kind regelmäßig über dessen Kontakte im Internet sprechen und Ihrem Kind die Sicherheit geben, sich bei Problemen an Sie wenden zu können.

Informationen zu Wahlen und Politik für Kinder und Jugendliche

Im Juni 2024 findet in allen EU-Mitgliedsstaaten die Wahl des Europaparlaments statt. Zum ersten Mal dürfen in Deutschland Jugendliche ab 16 Jahren wählen. Das Thema Wahlen wirft bei vielen Jugendlichen Fragen auf. Auch Kinder interessieren sich häufig schon für politische Themen. Doch besonders Wahlsysteme sind ein komplexes Thema, das selbst für viele Erwachsene schwer zu verstehen ist. Wir haben qualitätsvolle Angebote im Internet für Sie zusammengestellt, die Kindern und Jugendlichen altersgerechte Antworten auf ihre Fragen zu Wahlen und Politik geben.

Informationsseiten für Kinder

Kuppelkucker – der Bundestag für Kinder erklärt

Kuppelkucker ist die Kinder-Website des deutschen Bundestages. Hier werden zweimal in der Woche aktuelle Nachrichten aus dem Bundestag für Kinder von 5 bis 12 Jahren veröffentlicht. Erklärungen von Begriffen und Institutionen der deutschen Regierung finden sich im Lexikon. Quizze, wie das Wahl-Quiz und Erklärvideos wie dieses hier zur Bundestagswahl, bieten ein interaktives Erleben der Seite.

Logo! – Kindernachrichten

Auch Logo!, die Kindernachrichtensendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, widmet sich in einigen Beiträgen dem Thema Wahlen und Politik. Eine Übersichtsseite erklärt verschiedene Institutionen in Deutschland, erläutert wichtige Begriffe und stellt einzelne Parteien vor. Logo! bietet auch Beiträge über die EU und das europäische Parlament. Das Angebot von Logo! richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren.

SWR Kindernetz – Wissensportal für Kinder

Auf dem Portal SWR Kindernetz veröffentlicht der Südwestrundfunk regelmäßig kindgerechte Video- und Audiobeiträge, ergänzt mit kurzen Wissensartikeln. Hier finden sich einige Beiträge zu politischen Themen wie dem Frauenwahlrecht oder dem Grundgesetz. Ein Wahl-Quiz können Kinder direkt auf der Website spielen.

Sendung mit der Maus – die beliebte Wissenssendung

Die Sendung mit der Maus hat eine Spezialseite zum Thema Demokratie und Wahlen eingerichtet, auf der verschiedene Videobeiträge für Kinder ab 5 Jahren verfügbar sind.

Checker Welt – kindgerechte Reportagen

Moderator Checker Tobi von der Checker Welt beschäftigt sich in der Reportage Demokratie-Check mit dem Thema Demokratie und der Bedeutung von Wahlen und richtet sich an ein Publikum ab 6 Jahren.

Was ist Was – Sachbücher für Kinder

Die bekannte Was ist Was-Bücherreihe richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Auf der Website steht eine Broschüre zum Thema Demokratie und Wahlen im typischen Was ist Was-Stil zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Geolino Spezial – der Kinderpodcast

Geolino Spezial ist ein Wissenspodcast für Kinder. In Folge 81 dreht sich alles um das Thema Wahlen.

Informationsseiten für Jugendliche

Hanisauland – politische Bildung für junge Menschen

Das Portal Hanisauland vermittelt politische und gesellschaftliche Themen spielerisch an Kinder zwischen 8 und 14 Jahren. Wissensartikel und ein Lexikon erklären wichtige Begrifflichkeiten und Themenbereiche. Unter den Artikeln können Kinder ihre eigenen Fragen posten. Im Portal werden Spezialthemen wie Wahlen und die kommende Europawahl hervorgehoben. Gelerntes Wissen können Kinder und Jugendliche im Quiz zum Thema Wahlen überprüfen.

Bundeszentrale für politische Bildung – Politik, Geschichte, Internationales

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Demokratie und Wahlen in Form von Artikeln und Heften bietet der Wissensbereich der Bundeszentrale für politische Bildung. Für die Europawahl 2024 wurde speziell eine Übersichtsseite zusammengestellt, unter anderem mit dem Wahl-O-Mat.

U18.org – Portal für Erstwähler*innen

„Wer, wie, was ist Europa?“ – diese Fragen beantwortet der Themenschwerpunkt der Informationsseite U18.org des Deutschen Bundesjugendrings. Hier geht es um junge Themen für die Politik, um Jugendwahlen, Veranstaltungen und politische Bildung.

Jugendportale – Vernetzen und informieren

Das Europäische Jugendportal bietet jungen Menschen, die in Europa leben, lernen und arbeiten, die Möglichkeit, sich über Chancen und Initiativen auf EU-Ebene sowie in den einzelnen Ländern zu informieren. Auf dem Portal des Deutschen Bundestages mitmischen.de werden Jugendliche dazu ermutigt, selbst politisch oder journalistisch aktiv zu werden.

Politische Bildung auf Social Media

Instagram-Kanäle zur politischen Bildung wie politikverstehen_ und nini_erklaert_politik machen einfach und unterhaltsam begreiflich, was in Politik und Gesellschaft gerade diskutiert wird. Auf YouTube begegnen Influencer wie LeFloid oder Netzwerke wie funk gesellschaftlichen Themen mit Faktentreue und Humor.

Was Eltern beachten sollten

In Sachen politische Bildung sind Eltern ein wichtiges Vorbild für Kinder. Betonen Sie die Bedeutung von Wahlen und ermutigen Sie Ihr Kind, sich für Werte wie Demokratie und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Geben Sie Ihrem Kind Zugang zu altersgerechten Nachrichten- und Informationsseiten sowie Suchmaschinen und sprechen Sie mit ihm über politische Themen. Denn durch ein gewisses Basisverständnis von Demokratie und Wahlen lernt Ihr Kind, warum seine eigene Meinung und Stimme von Bedeutung sind. Üben Sie dabei keinen Zwang aus, sondern knüpfen Sie am bereits vorhandenen Interesse Ihres Kindes an.

Im Zusammenhang mit Wahlen und Demokratie kursieren gerade im Internet und auf Social-Media-Plattformen Desinformationen und Fake News. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Falschnachrichten im Netz und erklären Sie ihm, wie es Nachrichten und Inhalte überprüfen kann. HanisauLand oder Team Timster bieten Angebote für Kinder und Jugendliche zur Aufklärung über Fake News und Co.

Jugend unter Druck – Schönheitsideale im Netz

Durchtrainierte Körper in Fitness-Kanälen auf YouTube, makellose Beauty-Influencer*innen auf Instagram oder perfekt inszenierte Selfies im WhatsApp-Chat – Soziale Medien vermitteln ein bestimmtes Bild von Schönheit, das oft weit von der Realität entfernt ist. Solche Ideale können bei Kindern und Jugendlichen einen enormen Druck auslösen und sich negativ auf ihr Selbstwertgefühl auswirken. Wie können Eltern ihren Kindern helfen, einen gesunden Umgang mit Schönheitsbildern im Netz zu entwickeln?

Schönheitsbilder im Wandel der Zeit

Blasse Haut im Mittelalter, kurvige Körper im Barock, kurze Haare in den 1920ern, dünne Models in den 1990ern – was als schön gilt, unterliegt einem ständigen Wandel und verändert sich je nach Zeit und Kultur. Vor allem Frauen wurden in der Geschichte stark über ihr Äußeres bewertet. Das Schönheitsideal unserer heutigen Zeit ist stark geprägt von Geschlechterklischees und Social-Media-Trends.

Kinder und Jugendliche in der Orientierungsphase

„Sehe ich schön aus?“. Spätestens mit Beginn der Pubertät beschäftigen sich Kinder und Jugendliche immer mehr mit ihrem Aussehen und ihrer Identität. Oft ist diese Zeit von Unsicherheit und Vergleichen geprägt. Junge Menschen suchen dabei auch Orientierung in den Medien. Sie beobachten aufmerksam, wie sich Personen im Netz präsentieren. Influencer*innen werden dabei zu wichtigen Vorbildern, denen sie nacheifern möchten. Viele Socia-Media-Stars geben sich auf ihren Profilen besonders nahbar und fördern den Kontakt zu ihrer Zielgruppe. Die starke Beziehung zu ihren Idolen kann bei der Entwicklung des eigenen Körper- und Schönheitsbilds eine Orientierungshilfe sein, aber auch zu Verunsicherung und Druck führen. Denn viele Inhalte zeigen stark verzerrte Schönheitsbilder.

Insta vs. Real Life – Schönheit im Netz

Große Augen, volle Lippen, weiße Zähne, makellose Haut – auf Plattformen wie Instagram und TikTok dominieren einseitige Schönheitsbilder, die mit dem Einsatz von Filtern und Bildbearbeitung bis hin zur Verwendung von KI-Avataren perfektioniert werden. Dazu kommen die Mechanismen von Social-Media-Angeboten, in denen Algorithmen bevorzugt Bilder mit nackter Haut auswählen und Inhalte nach den Merkmalen und Vorlieben der Nutzer*innen anzeigt. Influencer*innen zeigen mehr Schein als Sein, um mit Klicks und Produktplatzierungen Geld zu verdienen. Wer nicht dem aktuellen Schönheitsideal entspricht, bekommt negative Rückmeldungen bis zu Hasskommentaren. Das verstärkt den Druck auf junge Nutzende, unrealistischen Schönheitsstandards entsprechen zu müssen. Nach einer Studie der österreichischen Bildungsplattform safer-internet.at von Anfang 2024 setzen Schönheitsideale im Internet sowohl Mädchen als auch Jungen stark unter Druck. Über die Hälfte der befragten Jugendlichen möchte im Netz schön, gestylt und schlank aussehen. Wenn Kinder und Jugendliche sich ständig vergleichen und häufig Filter verwenden, kann sich das auf ihre Selbstwahrnehmung auswirken. Pumpen bis zum Umfallen, hungern bis zur Magersucht – manche Inhalte zeigen sogar gesundheitsgefährdende Schönheitsideale, was bei Nachahmung gefährlich werden kann.

Glücklicherweise gibt es im Netz auch Gegenbewegungen wie Curvy Models, Body Positivity und Hashtags wie #fürmehrrealitätaufinstagram. Sie tragen dazu bei, eine Vielfalt an Körpern und Identitäten sichtbar zu machen und zu feiern. Solche authentischen Inhalte fördern bei Nutzenden einen gesünderen und realistischeren Blick auf Schönheit und ihren Körper.

Wie können Eltern damit umgehen?

Zeigen Sie Interesse für die Mediennutzung Ihres Kindes und bleiben Sie mit Ihrem Kind über seine Lieblings-Influencer*innen und -Inhalte im Gespräch. Analysieren Sie gemeinsam, welche Bearbeitungsschritte hinter vielen Bildern und Videos stecken und erklären Sie ihm, dass es dabei meist um Vermarktung geht. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass sein Social-Media-Feed kein genaues Abbild der Realität ist. Ermutigen Sie Ihr Kind, Profile auszusortieren, die schlechte Gefühle bei ihm auslösen. Geben Sie Ihrem Kind Zugang zu den guten Seiten des Internets und zeigen Sie ihm (Kinder-)Medien, die vielfältige Weltbilder und Geschlechterbilder darstellen. Comedy-Profile wie von Celeste Barber oder Formate für Kinder und Jugendliche wie dieses Video zu Schönheitsfiltern von TeamTimster auf KIKA helfen, unrealistische Schönheitsideale zu hinterfragen.

Betonen Sie die Vielfalt von Körpern und Schönheitsbildern und ermutigen Sie Ihr Kind, positiv zum eigenen Körper zu stehen. Loben Sie vor allem die inneren Werte Ihres Kindes wie Persönlichkeit und Interessen, so stärken Sie sein Selbstwertgefühl. Wenn Sie unsicher sind, Ihr Kind unter digitalem Stress oder einer Essstörung leidet, suchen Sie sich Hilfe, zum Beispiel in Form von (digitalen) Beratungsangeboten.

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