Ob beim Aufräumen, Tanzen oder im Auto – Musik begleitet viele Familien ganz nebenbei im Alltag. Kinder entdecken Musik oft mit dem ganzen Körper: Sie hören genau hin, singen dazu, bewegen sich, klatschen und probieren Geräusche aus.
Digitale Angebote können dabei eine schöne Ergänzung sein: Sie helfen, neue Lieder und Instrumente kennenzulernen oder selbst kreativ zu werden. Auch wenn Sie selbst kein Instrument spielen oder sich nicht besonders musikalisch fühlen: Sie können Ihr Kind trotzdem beim musikalischen Entdecken begleiten. Sie müssen nicht „richtig“ singen oder perfekt musizieren. Es reicht aus, gemeinsam Freude an Klängen, Liedern und Bewegung zu haben.
Kinderlieder-Videos laden dazu ein, gemeinsam zu singen, zu tanzen und neue Lieblingslieder zu entdecken. Kinderlieder auf YouTube eignen sich bereits für jüngere Kinder. Wenn Sie dort Lieder suchen und abspielen möchten, nutzen Sie am besten YouTube Kids. Dort werden keine Werbung vor oder während der Videos gezeigt, und passende Inhalte für Kinder lassen sich leichter finden.
Auf dem Kanal Kinderlieder mit Bobby gibt es Musikvideos mit dem Lama Bobby. Die bunt animierten Trickfilme begeistern besonders Kleinkinder. Die Lieder sind auch auf der Website kinderlieder-mit-bobby.de zu finden und dort nach Kategorien wie Weihnachtslieder, Musikmix oder Schlaflieder sortiert.
Der Kanal Kinderlieder zum Mitsingen und Bewegen macht seinem Namen alle Ehre: Hier finden Familien eine große Auswahl an verschiedenen Playlists voller bekannter und neuer Kinderlieder, bei denen Kinder und Erwachsene gemeinsam singen, tanzen und mitmachen können.
Auch klassische Musik lässt sich für Kinder spielerisch entdecken, mit digitalen Angeboten, die zum Hören, Ausprobieren und Mitmachen einladen.
Auf der Seite von Junge Klassik können Kinder viel über Instrumente und klassische Musik erfahren. Die Seite ist bunt und spielerisch gestaltet. Ein Orchester dirigieren, Klangpärchen finden, Töne kennenlernen – auch Erwachsene entdecken dabei sicher noch Neues.
Die Klangkiste des WDR lädt spielerisch dazu ein, die Welt der Musik zu erkunden. Die Seite ist als Web-App gestaltet und funktioniert deshalb auch gut auf dem Smartphone. Es gibt Rhythmus- und Klangspiele, Konzertvideos und viele weitere Angebote. Die Klangkiste eignet sich besonders für etwas größere Kinder, die Musik nicht nur hören, sondern auch verstehen und ausprobieren möchten.
Opern wirken auf den ersten Blick eher wie etwas für Erwachsene. Mit der App Opera Maker tauchen Kinder in die Welt der Oper ein, erfinden eigene Geschichten und vertonen sie. Wie das aussehen kann, zeigt die dazugehörige Website.
Die Kinderwebseite Afrika-Junior gibt Einblicke in musikalische Welten verschiedener Regionen Afrikas. Kinder können beliebte Kinderlieder anhören, Videoclips anschauen und ihr Wissen in einem Quiz zu afrikanischer Musik testen.
Die sehr einfach gestaltete Internetseite Surakinder bietet eine musikalische und bilderreiche Erlebniswelt für Kinder. Hinter jedem Feld verbirgt sich schöne Musik, tanzende Blumen, Märchenfiguren und vieles mehr. Das Angebot ist auch auf YouTube verfügbar.
Bei Auditorix dreht sich alles um Musik, Hören und Selbermachen. Kinder können Musik entdecken, eigene Ideen entwickeln und sogar erfahren, wie man Instrumente baut. In der Musikbox findet sich lizenzfreie Musik, zum Beispiel für eigene Hörspielprojekte.
Mit digitalen Musik-Tools können Kinder Klänge ausprobieren, eigene Rhythmen erfinden und erste kleine Songs gestalten.
Auf der interaktiven Website Chrome Music Lab können Kinder mit verschiedenen Rhythmen und Melodien experimentieren sowie eigene kleine Songs erstellen. Hierzu stehen ihnen 14 Musik-Tools zur Verfügung. Die Seite ist kostenfrei und kann ohne Anmeldung genutzt werden.
Die App GarageBand ist auf Apple-Geräten kostenfrei vorinstalliert. Sie bietet viele virtuelle Instrumente, mit denen Kinder eigene Songs komponieren können. Über das Mikrofon lassen sich außerdem die eigene Stimme oder echte Instrumente aufnehmen.
Eigene Songs aus Beats und Musiktracks zusammenstellen – das geht mit der App Groovepad. Kleine Lektionen machen den Einstieg leicht. Die Basisversion ist kostenfrei, bietet aber nur eingeschränkte Funktionen. Die Premiumversion kostet 14,99 Euro pro Monat oder 47,99 Euro pro Jahr.
Apps wie Mini Piano Lite oder Real Drum: Schlagzeug spielen ermöglichen es, Instrumente virtuell auszuprobieren. Sie ersetzen keine echten Instrumente, erlauben aber einen ersten spielerischen Zugang. Häufig lassen sich damit einfache Songs begleiten oder eigene Aufnahmen erstellen.
Instagram bleibt eine der beliebtesten Social-Media-Plattformen, insbesondere unter Jugendlichen. Die App ermöglicht es, Fotos und Videos zu teilen, Stories zu erstellen und mit Freund*innen sowie Influencer*innen zu interagieren.
Instagram, kurz Insta, ist neben Facebook und TikTok eines der größten Sozialen Netzwerke. Es bietet Nutzer*innen die Möglichkeit, ein eigenes Profil zu erstellen und sich miteinander zu verknüpfen.
Über das Profil lassen sich Bilder und Videos teilen. Nutzer*innen können Inhalte entweder als dauerhafte Beiträge veröffentlichen oder als Story oder Live-Video posten. Stories und Live-Streams verschwinden nach 24 Stunden, können jedoch als Highlight gespeichert werden. Im Feed werden die Fotos und Videos abonnierter Kanäle und Personen angezeigt.
User*innen finden auf Insta eine große Vielfalt an Inhalten: Postings von Stars, Marken und Challenges bis hin zu persönlichen Profilen von Freund*innen. Sie können mit Likes und Kommentaren darauf reagieren, Inhalte abspeichern und über Direct Messages („DMs“) miteinander chatten. In Profilen und Beiträgen lassen sich Links einfügen, die zu anderen Webseiten führen.
Eigene Postings können Nutzer*innen mit Filtern, Emojis und Schriftarten direkt in der App erstellen und bearbeiten. Inhalte werden über Hashtags thematisch sortiert. Reels (kurze Videos im TikTok-Stil) sind über das Videosymbol abrufbar.
Ende 2023 hat Meta auch in Deutschland die Social-Media-App Threads veröffentlicht. Diese ist mit Instagram verknüpft.
Seit etwa 2025 setzt Instagram vermehrt auf KI-Angebote, bietet etwa Bildbearbeitung, aber auch Texterstellung für Postings und Hashtags via KI an. Auch die Verknüpfung untereinander wird noch stärker möglich über „Friends-Tabs“ und Standort-Funktionen.
Jugendliche bis 18 Jahre haben automatisch sogenannte Teen-Konten mit zusätzlichen Schutzfunktionen wie eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten und strengeren Inhaltsfiltern. Die Konten sind etwa standardmäßig auf privat gestellt und haben ein integriertes Zeitlimit – nach 60 Minuten Nutzung werden die Jugendlichen aufgefordert, die App zu beenden. Ab 16 Jahren können Jugendliche die Einschränkungen selbst lockern. Die Funktion „Elternaufsicht“ ermöglicht Eltern, die Nutzung Ihres Kindes zu beobachten und einzuschränken. Der Aktivierung muss von Elternteil und Jugendlichem zugestimmt werden.
Datenschutz: Instagram ist beim Thema Datenschutz aus mehreren Gründen mit Vorsicht zu genießen.
Kosten: Instagram ist grundsätzlich kostenlos. Auf vielen Profilen werden aber Produkte beworben, die mit wenigen Klicks auch gekauft werden können. Auch Werbeanzeigen mit entsprechenden Links tauchen häufig in den Feeds auf und sind schwer von echten Inhalten zu unterscheiden. Zudem können Creator*innen wie Influencer*innen exklusive Inhalte anbieten, die über ein kostenpflichtiges Abo abgerufen werden können. Seit 2024 bietet Meta zudem ein Abomodell für Facebook und Instagram an: Für mindestens 5,99 € im Monat verspricht der Anbieter, keine personalisierte Werbung zu schalten. Allgemeine Werbung gibt es natürlich trotzdem – und auch Daten sammelt Meta trotzdem weiter.
Ungeeignete Inhalte: Bestimmte Inhalte können für Jugendliche problematisch sein, wie erotische Bilder, gefährliche Challenges, Desinformationen oder Werbung. Hier spielen Geschäftsmodelle von Influencer*innen eine besondere Rolle, die Jugendliche nicht immer erkennen. Gerade Inhalte, die mit künstlicher Intelligenz erstellt werden, können dabei sehr problematische Inhalte enthalten und sind für Jugendliche schwer von echten Inhalten zu unterscheiden. Das gilt etwa für Deepnudes oder Deepfakes, aber auch für politische Kampagnen.
Kommunikationsrisiken: Funktionen wie Chats und Kommentare bergen Kommunikationsrisiken wie die Kontaktaufnahme von Fremden, Hate Speech oder Cybermobbing.
Künstliche Intelligenz: Immer stärker ist auch die KI ein Thema in Sozialen Netzwerken. Diese spielt an mehreren Stellen eine Rolle:
Trotz des offiziellen Mindestalters von 13 Jahren findet keine wirksame Alterskontrolle statt. Es gibt umfangreiche Nutzungs- und Einstellungsmöglichkeiten für Minderjährige und ihre Eltern. Bei Handysektor können Sie die Nutzungsbedingungen in Kurzfassung nachlesen und bei klicksafe einen Flyer mit den wichtigsten Sicherheits-Informationen über Instagram für Jugendliche herunterladen.
In der Elternaufsicht können Eltern ihr Konto mit dem ihres Kindes verknüpfen. Alle Einstellungsmöglichkeiten finden Sie auf der Webseite von medien-kindersicher.de. Wie Instagram die App für Jugendliche sicherer machen möchte, erfahren Sie direkt auf der Webseite von Instagram.
Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, ab welchem Alter und nach welchen Regeln es Instagram nutzen darf. Überprüfen Sie die Einstellungen der App gemeinsam, damit Ihr Kind Instagram möglichst sicher nutzen kann. Nicht alle Fotos müssen oder dürfen mit allen oder auch nur mit Freund*innen geteilt werden. Neben den eigenen Grenzen ist es auch wichtig, dass Ihr Kind Urheberrechte und Persönlichkeitsrechte anderer kennt und beachtet.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Kommunikationsrisiken. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es andere Nutzer*innen blockieren oder melden kann und erklären Sie ihm, wann diese Funktionen sinnvoll sind – beispielsweise wenn jemand Ihr Kind in den Kommentaren beleidigt. Ihr Kind sollte keine Anfragen von Fremden annehmen und sparsam mit den eigenen Daten wie dem Standort umgehen.
Klären Sie Ihr Kind über Risiken wie gefährdende Inhalte, Hate Speech, Desinformation und politische Meinungsmache auf. Sprechen Sie auch über kritische Verhaltensweisen von Influencer*innen und bleiben Sie mit Ihrem Kind über einseitige Rollenbilder und Klischees im Gespräch. Bleiben Sie interessiert und fragen Sie regelmäßig nach, wem Ihr Kind auf Instagram folgt und wer ihm folgt. Es ist wichtig, dass ihr Kind weiß, dass es Sie immer ansprechen kann, falls es unangenehme Erfahrungen auf der Plattform macht.
Vielleicht kennen Sie das: Ihr Kind hat bei Freund*innen Minecraft gezockt, spricht plötzlich ständig davon oder wünscht sich das Spiel zum Geburtstag. Gleichzeitig fragen Sie sich, ob das mit 6 Jahren nicht noch zu früh ist. Diese Unsicherheit ist verständlich. Für viele Kinder ist Minecraft ein erster Einstieg in die Welt digitaler Spiele – für Eltern tun sich aber erst einmal viele Fragen auf.
Minecraft hat ein USK-Alterskennzeichen ab 6 Jahren und wird vom Spieleratgeber NRW ab 6 Jahren empfohlen. Es ist ein kreatives Spiel, in dem Kinder bauen, ausprobieren und eigene Ideen umsetzen können. Für Kinder ist das eine schöne Möglichkeit, spielerisch in digitale Welten einzusteigen. Mit 6 Jahren kann das gut passen – entscheidend ist dabei der individuelle Entwicklungsstand Ihres Kindes.
Minecraft hat verschiedene Ableger. Das sind Spiele, die auf der Minecraft-Welt basieren, aber ein anderes Spielprinzip haben. Während sich das klassische Minecraft als Sandbox-Spiel in einer freien Spielwelt auch für Kinder eignet, richten sich Minecraft Dungeons (USK 12) und Minecraft Legends (USK 12) mit mehr Action und Strategie an Jugendliche.
Minecraft selbst bietet verschiedene Spielmodi mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ein Beispiel: im Überlebensmodus erscheinen bei Dunkelheit Monster, die die Spieler*innen angreifen und ihre Bauwerke erobern. Das kann spannend sein, kann auf jüngere Kinder aber auch gruselig wirken. Für den Einstieg empfiehlt sich deshalb der Kreativmodus. Dort stehen Baumaterialien unbegrenzt zur Verfügung und der Schwerpunkt liegt ganz auf dem Gestalten der eigenen Spielwelt.
Wichtig für ein sicheres Spielerlebnis sind passende technische Schutzeinstellungen. Nutzen Sie die Einstellungsmöglichkeiten von Minecraft und passen Sie das Spiel an die Bedürfnisse und Fähigkeiten Ihres Kindes an. Wählen Sie je nach Modus einen Schwierigkeitsgrad, mit dem Ihr Kind gut klarkommt und bei dem keine Monster in der Spielwelt auftauchen. Aktivieren Sie außerdem die Kindersicherung über Microsoft Family. Funktionen wie In-Game-Käufe und Chats lassen sich deaktivieren. Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Minecraft-Kindersicherung finden Sie auf der Webseite medien-kindersicher.de.
Minecraft ist für Mobilgeräte, PC und Konsole verfügbar. Manche Kinder kommen mit einem Controller gut klar, andere tun sich mit dem Tablet leichter. Überlegen Sie, welche Version sich am besten für Ihr Kind eignet.
Wenn Sie Minecraft erst einmal kennenlernen möchten, müssen Sie es nicht sofort kaufen. Probieren Sie das Spiel bei Freund*innen gemeinsam aus, gehen Sie mit anderen Eltern in den Austausch oder fragen Sie bei Ihrer örtlichen Bücherei nach Test- und Ausleihmöglichkeiten. Auch ein Let’s Play kann Ihnen einen ersten Eindruck geben, wie Minecraft funktioniert und was Kinder daran fasziniert.
Minecraft hat viele Funktionen, Einstellungen und Menüs, die jüngere Kinder nicht sofort verstehen. Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Schritten und genießen Sie den gemeinsamen Spielspaß. So können Sie gut beobachten, wie Ihr Kind mit dem Spiel zurechtkommt und wo Sie es unterstützen können. Vereinbaren Sie gemeinsam klare Regeln zum Zocken und legen Sie feste Spielzeiten fest. Damit geben Sie Ihrem Kind Orientierung und unterstützen es bei einem bewussten Medienumgang. Weitere Tipps zum Thema Games in der Familie finden Sie in unserem Überblicksartikel.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
Die Toniebox ist in vielen Kinderzimmern zu finden und ermöglicht es, Hörspiele und Musik selbstständig abzuspielen. Mit der Toniebox 2 kommen neue Funktionen dazu: Inhalte werden interaktiver und laden zum Mitmachen ein.
Die Toniebox ist ein Audiosystem, das speziell für Kinder entwickelt wurde. Inhalte werden nicht über ein Menü ausgewählt, sondern über Figuren gesteuert. Wird ein Tonie auf die Box gestellt, startet automatisch eine Geschichte, Musik oder ein Hörspiel. Die Toniebox gehört zu den Hörboxen für Kinder.
Es gibt Tonies mit fertigen Inhalten, etwa Figuren oder Hörbücher, sowie Kreativ-Tonies, die mit eigenen Aufnahmen bespielt werden können. Diese werden über die sogenannte Toniecloud hochgeladen und gespeichert. Die Bedienung der Box ist bewusst einfach: Durch Kippen wird vor- oder zurückgespult, durch Klopfen springt man zwischen Kapiteln, über die „Ohren“ wird die Lautstärke eingestellt.
Mit der Toniebox 2 kommen zusätzliche Funktionen hinzu. Über „Tonieplay“ werden Inhalte interaktiver. Kinder hören nicht nur zu, sondern werden zum Mitmachen angeregt, etwa durch kleine Aufgaben, Mitsprechen oder Bewegung.
Nach der Einrichtung über WLAN kann die Toniebox auch ohne Internetverbindung genutzt werden.
Die Toniebox ist so gestaltet, dass schon jüngere Kinder sie selbst bedienen können. Es braucht keine Lesekenntnisse oder technischen Vorkenntnisse. Das unterstützt Kinder dabei, die Toniebox selbstständig zu nutzen.
Die Figuren spielen eine wichtige Rolle: Kinder erkennen bekannte Charaktere wieder, sammeln Tonies und bauen eine emotionale Bindung auf. Es gibt Geschichten, Lieder und Wissensinhalte für unterschiedliche Altersstufen.
Mit Funktionen wie Tonieplay werden Kinder zusätzlich einbezogen. Sie sind nicht nur Zuhörer*innen, sondern Teil der Geschichte. Kreativ-Tonies bieten die Möglichkeit, eigene Inhalte zu erstellen. Kinder hören beispielsweise Geschichten von vertrauten Personen oder nehmen selbst etwas auf.
Die Toniebox ist ein vergleichsweise sicheres Angebot ohne offene Internetkommunikation. Klassische Online-Risiken wie Kontakt zu Fremden bestehen daher nicht.
Im Alltag können dennoch Punkte relevant sein:
Der Anbieter beschreibt die Toniebox als robust und kindgerecht gestaltet. Die Bedienung sei speziell für Kinder entwickelt worden. Für die Toniecloud gelten laut Anbieter Datenschutzstandards nach europäischem Recht. Eigene Inhalte und Konten können gelöscht werden. Mit Funktionen wie Tonieplay wird das Angebot um interaktive Inhalte erweitert.
Die Toniebox eignet sich gut als Einstieg in die Mediennutzung, da sie ohne Bildschirm auskommt. Besonders am Anfang ist es sinnvoll, Ihr Kind dabei zu begleiten. Achten Sie auf passende Inhalte und hören Sie gelegentlich mit.
Geben Sie im Alltag Orientierung, wann und wie lange die Toniebox genutzt wird, und achten Sie darauf, wie Ihr Kind sie nutzt.
Nutzen Sie Kreativ-Tonies gemeinsam. Eigene Aufnahmen, etwa Geschichten oder Lieder, machen die Toniebox persönlicher. Gemeinsames Hören kann den Austausch fördern, gerade bei jüngeren Kindern.
Behalten Sie die Kosten im Blick. Neben der Box fallen Ausgaben für weitere Figuren an. Ein Tipp: Toniefiguren gibt es oft auch in Bibliotheken zum Ausleihen.
Die bunte Spiele-App Toca Boca World ist besonders bei vielen jüngeren Kindern beliebt. Sie können ihre eigenen Figuren gestalten und mit ihnen in der Toca-Boca-Welt spannende und kreative Geschichten erfinden. Die App lädt dazu ein, Häuser nach ihren Vorstellungen einzurichten, im Café Kuchen zu essen, im Krankenhaus oder in der Poststation zu arbeiten und vieles mehr. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
In Toca Boca World dreht sich alles um Kreativität und freies Spiel. Fantasievolle Orte wie Städte, Dörfer und Strände laden zum Erkunden und Bespielen ein. Es gibt keine Levels oder Zeitvorgaben, die erfüllt werden müssen.
Nach dem Herunterladen der App können die Spieler*innen sich in der Welt frei bewegen und sie nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Sie wählen Spielfiguren aus, die sie nach Aussehen und Eigenschaften selbst anpassen können. Häuser und Räume richten sie ganz nach ihrem Geschmack ein und dekorieren sie. Tag oder Nacht, Sonne oder Regen, welche Musik aus dem Radio kommt – alles lässt sich individuell anpassen.
An einigen Orten können die Spieler*innen Aufgaben erledigen, doch meistens gibt es keine festen Anweisungen. Über In-App-Käufe lassen sich zusätzliche Avatare, Orte, Aktivitäten und Haustiere hinzufügen. Eine Video Recording Funktion ermöglicht es, mit den Figuren eigene Geschichten zu spielen und per Bild und Ton aufzunehmen.
Kinder haben viel Freude daran, ihre eigenen Welten zu erschaffen und kreative Geschichten zu erfinden. Besonders spannend ist es für sie, die Spielfiguren ganz nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Sie können dabei nicht nur aus verschiedenen Haar- und Hautfarben wählen, sondern auch Figuren im Rollstuhl, mit Brille oder Prothesen erstellen.
Die verschiedenen Spielumgebungen und die Möglichkeit, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, motivieren Kinder, immer weiterzuspielen und neue Abenteuer zu erleben. In den bunten Welten gibt es fast keinen Text, was das Spiel auch für Kinder ohne Lesefähigkeit spielbar macht.
Die Datenschutzbestimmung der Toca Boca App besagt, dass keine Werbung von Drittanbietern enthalten ist. Die App ist kostenlos im Download, bietet aber In-App-Käufe an. Mit diesen können Kinder neue Charaktere, Stationen oder Geschenke freischalten, falls eine Bezahl-Möglichkeit auf dem Gerät hinterlegt ist.
Die App speichert Nutzerdaten wie das Spielverhalten und Geräteinformationen und wertet sie zu Marketingzwecken aus. Dabei werden auch Dienste von Dritten genutzt, zum Beispiel von Google. Die Daten von Eltern werden erfasst, wenn sie im Toca-Boca-Shop etwas kaufen, Benachrichtigungen aktivieren oder den Newsletter abonnieren. Eine Datenlöschung kann über eine E-Mail an privacy@tocaboca.com angefordert werden.
Über die Video Recording Funktion können Kinder das Spielgeschehen per Bild und Ton aufnehmen und auf dem Gerät speichern. Wenn der Zugriff auf das Mikrofon erlaubt wird, nutzt die App es auch. In den App-Berechtigungen des Endgeräts kann der Zugriff wieder verwehrt werden.
Toca Boca ist ein schwedischer Spieleentwickler und daher an die Datenschutzgesetze der EU gebunden. Der Anbieter wirbt damit, dass Kinder in die Entwicklung der App einbezogen werden. Die App beinhaltet keine für Kinder ungeeigneten Inhalte. Damit nehmen die Spieleentwickler die Forderung verschiedener Kinderrechtsorganisationen auf, Kinder und ihre Rechte in der Entwicklung von Produkten für Kinder zu beachten.
Toca Boca gibt an, dem PRIVO-Siegel gerecht werden zu wollen. Dieses Siegel vergibt eine unabhängige Organisation, die sich dem Schutz von Kinderdaten im Onlinebereich verpflichtet hat. Auf der Toca Boca Webseite stellt der Anbieter eine Datenschutzerklärung für Kinder in verständlicher Sprache zur Verfügung.
Im Umgang mit der Toca Boca World App ist es sinnvoll, einige Regeln und Einstellungen zu klären, um das Spiel für Ihr Kind sicher und sinnvoll zu gestalten:
Begleitung der ersten Nutzungsschritte: Die App richtet sich besonders an jüngere Kinder. Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Nutzungsschritten. So machen Sie sich mit den Funktionen vertraut und können beobachten, wie Ihr Kind auf die Spiele-App reagiert.
Medienregeln und Spielzeiten festlegen: Gestalten Sie gemeinsam Regeln für digitale Spiele und schließen Sie die Nutzung der App in die Medienregeln der Familie mit ein. Die App gibt keine Zeitlimits vor und kann unbegrenzt gespielt werden. Legen Sie gemeinsam fest, wie viel Zeit Ihr Kind mit der App verbringen darf.
Funktionen in den Einstellungen deaktivieren: In den App-Einstellungen können Funktionen wie der Shop und die Videoaufzeichnung deaktiviert werden. Dafür ist die Eingabe eines (erwachsenen) Geburtsdatums erforderlich.
In-App-Käufe deaktivieren: Besprechen Sie vorab mit Ihrem Kind die Funktion der In-App-Käufe. Sie können die Funktion deaktivieren oder darauf achten, keine Zahlungsdaten zu hinterlegen, um versehentliche Käufe zu vermeiden.
Kinder und Erwachsene nutzen Medien oft unterschiedlich und entdecken jeweils andere spannende Aspekte daran. Ein gemeinsames Medienprojekt bietet die Chance, diese Perspektiven zu teilen und voneinander zu lernen. Manchmal zeigen dabei sogar Kinder ihren Eltern, wie etwas funktioniert. Und es wird deutlich: Medien sind mehr als Videos anschauen oder Musik hören!
Statt Medien nur zu konsumieren, können Sie in Ihrer Familie selbst kreativ werden. Smartphones und Tablets, die es in vielen Haushalten gibt, haben eine Kamera, ein Mikrofon und einfache Apps, mit denen Sie schnell eigene Projekte umsetzen können. Beim gemeinsamen Ausprobieren lernen Sie und Ihr Kind ganz nebenbei, wie die Geräte funktionieren. Gleichzeitig erlebt Ihr Kind, wie Medien entstehen und dass dafür Ideen, Planung und ein wenig Geduld nötig sind. Schon Kindergartenkinder können einfache Trickfilme oder Fotogeschichten umsetzen und dabei eigene Stärken entdecken.
Mit unserer Reihe Medien selber machen bieten wir Ihnen Ideen für Medienprojekte zu Hause. Ziel ist es, Kreativität zu fördern und digitale Medien gemeinsam aktiv zu erleben – etwa mit Hörspielen, Erklärvideos, Virtual Reality– oder Making-Projekten.
Die Webseite kinder.jff.de des JFF – Institut für Medienpädagogik bietet kindgerechte Anleitungen für kreative Medienprojekte in der Familie. Mit dem Smartphone oder Tablet können Sie auf Foto-Safari gehen, eine QR-Code-Rallye gestalten, ein Kinderkochbuch entwickeln und vieles mehr. Kurze Video-Anleitungen erleichtern den direkten Einstieg und zeigen Schritt für Schritt, wie Sie mit Ihrem Kind ab drei Jahren zuhause Apps und Geräte aktiv einsetzen können.
Im TüftelLab finden Sie praxistaugliche Ideen, um mit Ihrem Kind zu Hause kreativ zu werden – von Making, Coding und Robotik bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI), Video und Animation. Für Kinder ab dem Grundschulalter gibt es Projekte, bei denen Sie gemeinsam Schritt für Schritt ausprobieren, bauen und gestalten können. Dafür stellt das TüftelLab vielfältige Materialien, Anleitungen und digitale Lerninhalte bereit, die den Einstieg erleichtern und Lust aufs Tüfteln wecken.
Welche Chancen Medien für die Weiterentwicklung von Kompetenzen bieten, zeigt das Familienportal NRW. Nutzen Sie die Seite als Ideenkiste, um mit Ihrem Kind kleine Medien-Projekte zu entwickeln. Suchen Sie sich gemeinsam ein Thema aus und tauchen Sie in die Medienproduktion ein. Detaillierte Anleitungen finden Sie in der Medienbox NRW: Dort gibt es Selbstlernangebote und Online-Kurse rund um Audio, Video und auch KI.
Auf Elternguide.online finden Sie noch mehr Ideen, wie Sie Medien zuhause gemeinsam mit Ihrem Kind aktiv nutzen können. Schauen Sie doch mal rein – wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind viel Freude beim Ausprobieren!
Ein eigenes Videospiel entwickeln – und das nur mit Stift, Papier und Smartphone? Genau das ermöglicht Draw Your Game Infinite. Die App verbindet kreatives Zeichnen mit digitalem Spielspaß und vermittelt Kindern erste Grundlagen des Game-Designs.
Mit der App Draw Your Game Infinite können Nutzer*innen eigene Jump ’n‘ Run-Level gestalten und die Level anderer Nutzer*innen ausprobieren. Und so geht’s:
In der kostenfreien Grundversion können Nutzer*innen ohne Registrierung zwei Level pro Tag erstellen, die Basis-Gestaltungselemente nutzen und zahlreiche Jump ’n‘ Run-Level anderer Spieler*innen ausprobieren und bewerten. Ein Abonnement bietet Zugriff auf vielfältige Funktionen zur Level-Erstellung, Nutzer*innen können die selbst gestalteten Level online veröffentlichen und anderen Spieler*innen folgen.
Kinder und Jugendliche haben Spaß daran, neue Dinge zu entdecken und eigene Ideen umzusetzen. In Draw Your Game Infinite spielen sie nicht nur, sondern gestalten ihre eigenen Level und werden selbst zu Spieleentwickler*innen. Besonders spannend ist, dass eine Zeichnung auf Papier zu einem echten Spiel wird – so entsteht ein Verständnis dafür, wie Spiele aufgebaut sind. Auch das Ausprobieren und Scheitern gehört dazu: Funktioniert ein Level nicht wie geplant, lässt es sich leicht anpassen. Für ältere Kinder kann das Teilen eigener Level in der Community interessant sein, da es Anerkennung und Austausch bringt.
Wie bei vielen Spiele-Apps gibt es bei Draw Your Game Infinite einiges zu beachten:
Die Nutzungsbedingungen stehen auf der Webseite des französischen Anbieters Zero-One in englischer und französischer Sprache zur Verfügung. Dort heißt es, dass Nutzer*innen volljährig sein müssen oder die Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten zur App-Nutzung benötigen. Zudem weist der Anbieter darauf hin, dass einzelne Funktionen eine Internetverbindung erfordern und bei einer Registrierung personenbezogene Daten verarbeitet werden. Über eine Support-Mailadresse können Nutzer*innen Kontakt zum Anbieter aufnehmen.
Nutzen Sie die App als Anlass, um mit Ihrem Kind in die Welt der Spieleentwicklung, Programmierung und Co einzutauchen. Vielleicht entsteht daraus sogar ein eigenes kreatives Familienprojekt!
Wer denkt, dass 360°-Fotografie oder Virtual Reality (VR) nur mit teurer Technik möglich ist, liegt falsch. Wir zeigen Ihnen, wie Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einfach und kostengünstig erste VR-Erfahrungen machen können und stellen geeignete digitale Plattformen und Anwendungen vor.
Es muss nicht gleich eine teure VR-Brille sein. Für viele Zwecke reicht schon ein Smartphone oder ein Tablet. Gerade für das erste Ausprobieren sind die Anwendungen von Google eine praktische Sache. Gibt es einen Ort, zu dem Ihr Kind schon immer mal reisen wollte? Suchen Sie gemeinsam danach bei Google Maps, z. B. die Niagarafälle. Gehen Sie auf „Fotos“ und wählen Sie die Kategorie „Street View & 360° Fotos“ aus. Nun können Sie den Ort von allen Seiten betrachten, indem Sie auf dem Foto mit dem Finger nach rechts und links, oben und unten wischen.
Um wirklich in virtuelle Welten einzutauchen, wäre eine VR-Brille schon toll. Die lässt sich einfach und für wenig Geld z. B. aus einem Pizzakarton basteln. So eine Brille nennt sich Cardboard. Und das Basteln und Bemalen einer solchen, ganz eigenen VR-Brille macht auch noch Spaß! Wie genau das funktioniert, steht in dieser Anleitung von mein-guckkasten. Auf dieser Seite können Sie außerdem die optischen Linsen für ein paar Euro bestellen, die Sie für die VR-Brille benötigen.
Die kostenfreie App Google Cardboard führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung der VR-Brille und zeigt erste kurze VR-Beispiele, die sich gut zum Ausprobieren eignen. Starten Sie die App gemeinsam mit Ihrem Kind, legen Sie das Smartphone in die gebastelte Brille und gehen Sie auf Entdeckungsreise!
Videoplattformen wie YouTube bieten eine große Anzahl an 360°-Videos. Mit der Cardboard-Brille und der YouTube-App können Sie mit wenigen Klicks mit Ihrem Kind in den Weltraum reisen oder im karibischen Ozean mit Haien tauchen. Suchen Sie beispielsweise nach „360 Video“ oder „360-Grad-Video-VR-Brille“.
Weitere Inhalte wie VR-Videos und VR-Games finden Sie in vielen Apps im Google Play Store oder Apple App Store, zum Beispiel mithilfe von Suchwörtern wie „Cardboard VR”, „360 VR” oder „VR Games”.
Es gibt viele Inhalte und Spiele für VR-Brillen – doch nicht alle sind für jedes Alter geeignet. So finden sich in den App-Stores z. B. auch Ego-Shooter-Spiele und auf YouTube 360°-Videos von Naturkatastrophen. Wägen Sie ab, welche Apps und Spiele förderlich sind, welche Ihrem Kind aber vielleicht auch Angst machen können. Ist Ihr Kind noch jünger oder noch unerfahren, nutzen Sie solche Apps nur gemeinsam. So können Sie bei Bedarf rechtzeitig eingreifen.
Es dauert einen Moment, sich an den Blick durch die VR-Brille zu gewöhnen, denn das Gehirn muss die zwei Bilder, die ein Smartphone im VR-Modus anzeigt, erst übereinanderlegen. Manchmal hilft es, das Smartphone in der Brille leicht nach links oder rechts zu schieben, damit es passt. Manche Menschen werden auch „seekrank”, wenn sie eine VR-Brille aufsetzen. Darauf sollten Sie bei Ihrem Kind achten. Am besten wählen Sie für den Anfang solche Inhalte aus, die keine Bewegungen und Schwankungen enthalten. Bei anderen Inhalten kann es helfen, sich mit dem Bild oder Video mitzubewegen.
Gerade weil sich die virtuelle Umgebung mit einer VR-Brille so echt anfühlen kann, ist das Suchtpotential für Kinder größer als für Erwachsene. Generell wird das Eintauchen in virtuelle Welten mit einer VR-Brille erst ab ca. 10 Jahren empfohlen. Begleiten Sie die VR-Erfahrungen Ihres Kindes und begrenzen Sie es zeitlich. Fangen Sie mit kurzen Einheiten an und tasten Sie sich gemeinsam langsam an die Technologie heran. Schauen Sie sich zunächst Fotos an, bevor Sie Videos oder Spiele ausprobieren.
Sie müssen sich nicht auf vorgefertigte VR-Erlebnisse beschränken, sondern können auch eigene Inhalte erstellen! Delightex Edu ist beispielsweise eine Lernplattform, auf der Kinder und Jugendliche virtuelle 3D- und VR-Welten gestalten können – direkt im Browser und ohne Programmierkenntnisse. Dabei bauen sie zum Beispiel digitale Ausstellungen, Lernräume oder interaktive Geschichten. So lernt Ihr Kind spielerisch, wie virtuelle Umgebungen funktionieren. Ihr Kind kann die virtuellen Welten visuell aufbauen, indem es Objekte per Drag-and-Drop platziert und Funktionen über einfache Baustein-Editoren (visuelles Coding) zusammenstellt. Das Tool lässt sich via Browser oder als App (Android, iOS, Microsoft) nutzen. Die Basisversion ist kostenfrei. Delightex Edu ist in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen verfügbar und für Kinder ab etwa der 3. Klasse geeignet. Eine Anleitung bietet das TüftelLaB.
Das Smartphone liegt griffbereit, die Konsole läuft heiß, Videos oder Spiele hören nicht auf – viele Eltern wünschen sich mehr Offline-Zeit für ihr Kind. Dabei geht es nicht um Verbote oder darum, Medien schlechtzumachen. Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zum Aufwachsen dazu. Entscheidend ist eine gute Balance zwischen Online- und Offline-Zeit im Alltag.
Kinder und Jugendliche brauchen regelmäßige Pausen ohne Bildschirm. Offline-Zeiten ermöglichen Bewegung, kreatives Spielen, Entspannung und echte Begegnungen mit anderen. Das stärkt Fantasie, Konzentration und Selbstständigkeit und hilft, Stress abzubauen, auch wenn Kinder das selbst nicht immer so wahrnehmen.
Je älter Kinder werden, desto wichtiger wird Mediennutzung für Freundschaften und Zugehörigkeit. Gerade bei Jugendlichen spielt die Sorge, etwas zu verpassen, eine große Rolle. Für manche sind Medien sogar der wichtigste Weg, um mit Freund*innen oder einer Community in Kontakt zu bleiben, etwa wenn Gleichgesinnte nicht in der direkten Umgebung leben. Abschalten fällt dann oft schwer, weil Chats, Spiele oder Videos sozial wichtig sind. Hier hilft ein offenes Gespräch über Alternativen.
Sind Medien jederzeit verfügbar, hören viele nicht selbstständig auf. Deshalb brauchen Kinder Orientierung und Begleitung, z. B. durch feste Offline-Zeiten oder medienfreie Orte wie den Esstisch und vor dem Schlafengehen. Wichtig ist dabei, Medienzeiten nicht als Belohnung oder Strafe einzusetzen, da dies ihre Bedeutung zusätzlich aufwerten kann.
Strikte Verbote führen häufig zu Streit oder heimlicher Nutzung. Wirksamer ist es, Kinder einzubeziehen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Offline-Zeit gelingt besser, wenn sie sich gut anfühlt:
Technische Einstellungen können unterstützen, ohne zu kontrollieren. Richten Sie Bildschirmzeit-Limits oder Pausen-Timer (z. B. in YouTube Kids) gemeinsam ein. So wird der Übergang zu Offline spielerisch und transparent.
Kinder beobachten genau, wie Erwachsene mit Medien umgehen. Legen Sie das Smartphone bewusst weg und teilen Sie es: „Ich mache jetzt Handy-Pause!“ Gemeinsame Regeln wie „handyfrei beim Essen“ gelten für alle und überzeugen am besten.
Reizbarkeit oder Frust beim Abschalten sind normal. Nehmen Sie Gefühle ernst: „Was fehlt dir gerade?“ oder „Was ist ohne Bildschirm schwierig?“. Bei anhaltenden Konflikten oder wenn Hobbys verblassen, schauen Sie genauer hin und holen Unterstützung (z. B. Beratung).
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
Aus Bausteinen eigene Welten bauen, in fantasievolle Rollen schlüpfen und spannende Missionen erfüllen – die Onlinespiele-Plattform Robloxerfreut sich bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Roblox verbindet Elemente aus Spiel, Social Media und kreativem Gestalten. Da sowohl Chatfunktionen als auch problematische Inhalte enthalten sind und manche mit ihren Spielen Geld verdienen, gilt seit Januar 2025 eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.
Roblox ist eine Online-Spieleplattform und ein Spiel-Entwicklungssystem, das es Nutzer*innen ermöglicht, eigene Spiele zu erstellen und die Spiele anderer zu spielen. Die beiden Wörter Robots (dt.: Roboter) und Blocks (dt.: Blöcke) ergeben zusammen den Namen der Spieleplattform Roblox. Hier lassen sich virtuelle Welten im Lego-Stil erschaffen und spielen, was vor allem Jugendliche begeistert. Roblox ist eine Mischung aus Spielewelt und sozialem Netzwerk und erinnert an Minecraft.
Roblox ist auf vielen verschiedenen Geräten sowie als App verfügbar. Auch das Spiel mit einem Virtual-Reality-Headset wird unterstützt. Diese plattformübergreifende Verfügbarkeit sorgt dafür, dass Spieler*innen auf verschiedenen Geräten unkompliziert miteinander spielen können.
Nach der Registrierung auf roblox.com erhalten die Spieler*innen eine vorgefertigte Spielfigur (sog. Avatar), die sie nach Belieben anpassen können. Standardkleidung oder andere kosmetische Eigenschaften, wie z.B. eine erste Frisur, sind kostenlos. Einige Extra-Accessoires kosten Geld in Form der eigenen Währung Robux. Funktionen wie das Erstellen von Spielen sowie das Spielen selbst sind kostenfrei verfügbar.
Viele Jugendliche lieben das Spiel, weil sie ganz einfach selbst Spiele entwickeln können. Registrierte Nutzer*innen können mit dem Bau-Tool “Roblox-Studio” ihre eigenen Spiele erstellen und sie mit anderen teilen. Es lassen sich einfache Bauwerke, aber auch komplexe Erlebniswelten gestalten. In der Community von Roblox können sich Jugendliche miteinander kreativ austoben und miteinander kommunizieren.
Roblox ist besonders bei jungen Spieleentwickler*innen beliebt, da sie dort eigene Spiele gestalten und veröffentlichen können. Wird ein Spiel von anderen Nutzer*innen häufig gespielt und Geld investiert, besteht die Möglichkeit, dass auch die Entwickler*innen – also zum Beispiel Ihr Kind – einen Anteil daran verdienen.
Auch Jugendliche die nicht selbst in die Spielentwicklung einsteigen wollen sind von den unzähligen Spieleangeboten fasziniert.
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat im Januar 2025 das Alterskennzeichen für Roblox von 12 auf 16 Jahre angehoben. Für diese Entscheidung gab es mehrere ausschlaggebende Gründe:
Hinzukommt, dass die Plattform es Nutzer*innen ermöglicht, über Text- und Sprach-Chats zu kommunizieren. Deshalb bestehen Risiken wie z. B. Cybermobbing, Cybergrooming und Hate Speech. Außerdem enthalten einige Spiele Elemente, die Glücksspiel ähneln, wie etwa den Kauf von zufälligen virtuellen Gegenständen (Lootboxen).
Zusätzlich bemängelte die USK fehlende wirksame Vorsorgemaßnahmen seitens der Plattformbetreiber, wie etwa unzureichend gesicherte Kinderkonten und das Fehlen von Alterskennzeichnungen nach deutschen Standards. Aufgrund dieser Aspekte wurde die USK-Alterskennzeichnung angepasst, um den Jugendschutz zu gewährleisten und Eltern eine bessere Orientierung zu bieten.
Darüber hinaus wirdRoblox immer wieder vorgeworfen, sowohl die Inhalte als auch die Kommunikation der Nutzenden untereinander nicht ausreichend zu moderieren und nicht konsequent genug gegenüber Verstößen der Community-Richtlinien vorzugehen. Kinder und Jugendliche können in den Spielen beispielsweise auf diskriminierende und extremistische Inhalte stoßen.
Der Anbieter Roblox Corporation betont auf seiner Plattform, Sicherheit und Datenschutz sehr ernst zu nehmen. Es gibt ein Meldesystem für unangemessene Chatnachrichten und einen Chatfilter. Nach der Registrierung wird bei Nutzer*innen unter 13 Jahren automatisch ein Konto im „Datenschutzmodus“ erstellt. Jüngere Spieler*innen haben dann z. B. keinen Zugriff auf die Social-Media-Funktionen. Manche Spiele sind außerdem erst ab einem bestimmten Alter freigegeben. Moderator*innen prüfen, ob hochgeladenes Bild- und Videomaterial den Ansprüchen zu jugendgerechten Inhalten genügt. Unangemessene Inhalte werden aktiv gefiltert und gelöscht.
Roblox hat Anfang 2026 mehrere neue Funktionen eingeführt, um die Kommunikation für junge Spieler*innen sicherer zu gestalten. Eine davon ist die Altersüberprüfung: Nutzer*innen können ihr Alter entweder über einen Ausweis oder über eine freiwillige, KI-gestützte Altersschätzung per Video-Selfie bestätigen. Erst nach dieser Einstufung werden bestimmte Kommunikationsfunktionen freigeschaltet. Damit Kinder und Jugendliche möglichst mit Gleichaltrigen interagieren, teilt Roblox Accounts in Altersgruppen ein: Unter 9, 9 – 12, 13 – 15, 16 – 17, 18 – 20 und über 21 Jahre. Inhalte, Chats und Funktionen werden dann altersgerechter zugeordnet. Viele Interaktionsmöglichkeiten bleiben eingeschränkt, um Kontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen zu begrenzen und Kommunikationsrisiken zu reduzieren. Die KI-gestützte Altersverifikation bei Roblox übernimmt das Unternehmen Persona. Roblox gibt an, dass Nutzer*innen-Daten nach 30 Tagen gelöscht werden. Falsche Schätzungen können über die Elternaufsicht oder die Ausweis-Verifikation nachträglich korrigiert werden. Roblox informiert auf seiner Webseite über die Altersüberprüfung.
Für ältere Jugendliche gibt es zusätzlich das Konzept der „Vertrauten Connections“. Dabei können 13- bis 17-Jährige bestimmte Kontakte als vertrauenswürdig markieren. Mit diesen Kontakten können sie fast ohne Einschränkungen chatten. Kontakte über Altersgrenzen hinweg – besonders zwischen Jugendlichen und Erwachsenen – unterliegen jedoch weiterhin strengen Regeln. Kinder unter 13 Jahren können keine „Vertrauten Connections“ anlegen. Mehr Informationen bietet die Roblox-Webseite.
Roblox bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen an, mit denen Sie das Spiel Ihres Kindes besser im Blick haben können, z. B. zur Bildschirmzeit, den Chats oder Käufen. Die Elternaufsicht wurde 2026 erweitert. Eltern können nun sehen,
Bei ungewöhnlich hohen Ausgaben kann Roblox außerdem warnen. Diese Funktionen ergänzen die bisherigen Kindersicherungseinstellungen und sollen mehr Transparenz schaffen. Über die Roblox-Webseite können sich Eltern über die Elternaufsicht und die Kindersicherung informieren.
Beachten Sie, dass Roblox inzwischen mit USK 16 gekennzeichnet ist. Grundsätzlich gibt der Staat mit den Alterskennzeichen keine Vorschriften, welche Medieninhalte Eltern ihren Kindern zu Hause erlauben, sondern sie gelten als Orientierung. Dennoch sollten Sie darauf achten, Ihrem Kind nur Spiele zur Verfügung zu stellen, die für sein Alter geeignet und entsprechend freigegeben sind. Mehr Informationen zur Hochstufung erfahren Sie in diesem Eltern-Check-In-Artikel.
Sie möchten Ihrem Kind Roblox zugänglich machen?
Alle wichtigen Schritte zur Kindersicherung bei Roblox finden Sie auch auf medien-kindersicher.de.
Instagram, WhatsApp, YouTube oder TikTok – das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wer soziale Netzwerke oder Messenger nutzt, sollte grundlegende Regeln kennen. Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder und Jugendliche. Als Eltern können Sie Ihr Kind dabei unterstützen, verantwortungsvoll mit Fotos, Videos, Texten und persönlichen Daten umzugehen. Und auch selbst ein gutes Vorbild sein.
Schon bei den ersten Schritten im Internet ist es wichtig, Kinder Instagram an den Umgang mit personenbezogenen Daten heranzuführen. Anschauliche Vergleiche helfen: Ihr Kind möchte nicht, dass Persönliches oder Geheimnisse in der Klasse weitererzählt werden? Online gilt dasselbe.
Empfehlen Sie Ihrem Kind, vor jedem Teilen zu prüfen, ob die Information wirklich notwendig ist. Dazu gehören Name, Telefonnummer, Adresse, Geburtsdatum, Fotos, Videos, Messenger-IDs, Standortdaten oder Passwörter. Auch persönliche Daten anderer dürfen nur mit deren Einwilligung weitergegeben werden.
Werfen Sie außerdem gemeinsam einen Blick auf App-Berechtigungen. Nicht jede App benötigt Zugriff auf Standort, Kontakte, Mikrofon oder Kamera. Prüfen Sie die Einstellungen beim ersten Start und nach Updates regelmäßig.
Auch Eltern sollten ihr eigenes Online-Verhalten reflektieren. Das Teilen von Kinderfotos oder Informationen („Sharenting“) kann langfristige Folgen haben, etwa durch KI-generierte Deepfakes. Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre, auch gegenüber ihren Eltern.
Auf Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram finden sich viele Inhalte, die zwar hochgeladen, aber nicht selbst erstellt wurden. Dazu zählen Musikstücke, Filme, Serien, Texte, Bilder, Grafiken oder Computerspiele. Diese Werke sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit Zustimmung der Rechteinhaber öffentlich geteilt werden.
Problematisch wird es zum Beispiel, wenn ein Tanzvideo mit einem geschützten Musiktitel hochgeladen oder ein Bild einer bekannten Sportlerin als Profilbild genutzt wird. Auch Screenshots, Memes oder kurze Videoausschnitte können urheberrechtlich relevant sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis 500.000 Euro oder Account-Sperrungen.
Es gibt Inhalte mit freien Lizenzen, etwa unter Creative-Commons-Lizenzen (CC), die je nach Lizenz genutzt und geteilt werden dürfen. Dabei müssen Name, Lizenzlink und Änderungen angegeben werden. Hinzu kommt, dass Fotos und Videos heute häufig mit Filtern oder KI-Tools bearbeitet werden. Rechte und Persönlichkeitsrechte bleiben bestehen; ein Bild wird nicht automatisch „frei nutzbar“, nur weil es technisch verändert wurde.
Das Recht am eigenen Bild ist Teil des Persönlichkeitsrechts und gilt für alle Menschen, auch für Kinder. Fotos oder Videos dürfen nur veröffentlicht oder weitergegeben werden, wenn die abgebildete Person zugestimmt hat. Bei minderjährigen Kindern entscheiden grundsätzlich die Eltern. Mit zunehmendem Alter sollten Kinder jedoch altersgerecht einbezogen werden und mitentscheiden können. Das betrifft öffentliche Posts ebenso wie Messenger-Nachrichten.
Gerade in Klassen- oder Gruppenchats wird das oft unterschätzt. Screenshots oder Weiterleitungen ohne Einwilligung sind rechtlich problematisch, selbst wenn sie nur im Freundeskreis geteilt werden. Mit zunehmendem Alter sollten Kinder selbst entscheiden, welche Inhalte geteilt werden. Vereinbaren Sie klare Regeln in Familie und Freundeskreis und prüfen Sie die Privatsphäre-Einstellungen der Apps. Messenger sind kein rechtsfreier Raum.
In den letzten Jahren wurden Plattformen stärker reguliert, beispielsweise durch den Digital Services Act (DSA, seit 2024 voll umgesetzt) oder die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Anbieter müssen Risiken für Minderjährige berücksichtigen: keine personalisierte Werbung, altersgerechte Algorithmen, schnelle Meldungen schädlicher Inhalte und einheitliche Beschwerdeverfahren.
Trotzdem bleibt die Verantwortung im Familienalltag. Instagram, Privatsphäre-Einstellungen und ein bewusster Umgang mit Inhalten können nicht vollständig an Plattformen ausgelagert werden. Viele Konflikte entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus Unwissenheit, Gruppendruck oder Unsicherheit.
Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen KI-Tools, um bei Hausaufgaben oder Schulprojekten Unterstützung zu bekommen. Die Versuchung, sich schnell eine fertige Antwort generieren zu lassen, ist groß. Viele Eltern fragen sich: Hilft das wirklich beim Lernen oder ersetzt es das eigenständige Denken?
KI kann dabei helfen, Ideen zu strukturieren oder Anregungen für Texte und Aufsätze zu liefern. Es entstehen jedoch oft Antworten, die kompliziert wirken oder auf den ersten Blick richtig klingen, obwohl sie Fehler enthalten oder Dinge „erfinden“, die nicht stimmen. Diese sogenannten Halluzinationen sind besonders bei Themen problematisch, die Ihr Kind selbst noch nicht sicher beherrscht, und können zu falschen Ergebnissen führen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
Viele Kinder sind begeistert von Trickfilmen. Das Schöne ist: es braucht nicht viel, um zu Hause selbst welche zu machen! Smartphone oder Tablet, Bastelpapier und Stifte – und schon wird das Kinderzimmer zum Filmstudio.
Viele Trickfilme beruhen auf der Stop-Motion-Technik. Ähnlich wie beim Daumenkino werden viele Einzelbilder, die sich nur in Details unterscheiden, schnell hintereinander gezeigt. So geraten die Bilder in Bewegung. Der Vor- und Abspann vom Sandmännchen und die Geschichten von „Shaun das Schaf” sind zum Beispiel mit dieser Technik produziert.
Ihr Kind malt oder bastelt gern – oder spielt es lieber mit Duplo und Lego? Auch solche Dinge lassen sich wunderbar für die Produktion des ersten eigenen Films nutzen. Dann kann’s ja losgehen! Los geht’s!
Jeder Film braucht eine gute Geschichte mit einem Spannungsbogen. Denken Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind eine kurze Handlung aus. Die Geschichte sollte einfach und schnell zu erzählen sein und eine überschaubare Anzahl an Figuren haben. Schreiben Sie die Geschichte auf, damit Sie später beim Dreh den Überblick behalten.
Für den Filmdreh können Sie ein Smartphone oder Tablet mit einer geeigneten App nutzen. Empfehlenswert sind Stop Motion Studio (Android und iOS; Grundversion kostenfrei), InShot (Android und iOS, Basisversion kostenfrei), oder iStop Motion (iOS; kostenfrei). Über die App lassen sich die Fotos nacheinander aufnehmen, und automatisch entsteht daraus der Film.
Trickfilme können Sie auf verschiedene Arten gestalten:
Weitere Ideen und Anleitungen zu verschiedenen Trickfilm-Arten finden Sie in diesem Artikel der Filmothek NRW.
Bereiten Sie den Drehort gut vor. Praktisch ist zum Beispiel eine Trickfilmbox. Eine Bauanleitung finden Sie unter jff.de/kinder. Für Legetrick wird von oben gefilmt, dafür braucht es einen passenden Untergrund – zum Beispiel eine gemalte Blumenwiese. Für Puppen- und Knettrickfilme wird eher schräg von oben bzw. seitlich gefilmt. Hier helfen kleine Kulissen aus Papier und Gegenständen oder vorhandene Spielwelten wie ein Puppenhaus. Verwenden Sie ein Stativ oder eine Tablethalterung, damit das Gerät stabil bleibt. Alternativ können Sie auch mit Büchern und anderen Gegenständen eine stabile Fixierung bauen. Wichtig ist, dass die Kamera genügend Abstand hat, damit alles ins Bild passt und die Figuren gut bewegt werden können. Achten Sie außerdem auf gleichmäßiges Licht, das sich während des Drehens nicht verändert.
Beim Filmdreh braucht es etwas Geduld, denn für einen kurzen Trickfilm sind viele Fotos nötig. Als Faustregel gelten etwa acht Bilder pro Sekunde Film. Zwischen den Fotos verändern Sie nur eine Kleinigkeit. Wenn zum Beispiel eine Legofigur winkt, bewegen Sie den Arm von Bild zu Bild ein kleines Stück weiter nach oben. Auch andere Figuren oder Gegenstände können Sie gleichzeitig in Bewegung bringen.
Am besten klappt es im Team: Ein Familienmitglied macht die Fotos, ein anderes bewegt die Figuren. Eine Person behält den Überblick: sie sagt an, was als Nächstes passiert, und achtet darauf, dass alles stimmt. Prüfen Sie die Aufnahmen regelmäßig direkt auf dem Display. Und tauschen Sie gerne auch mal die Rollen!
Nach dem Filmdreh folgt die Nachproduktion. Hier können Sie in der App Titel, Texte, Töne und Musik sowie Effekte ergänzen und den Film lebendig gestalten. Tipps zur Verwendung von lizenzfreier Musik finden Sie hier bei kindersache.de. Außerdem lassen sich Bilder löschen oder verschieben und die Anzeigedauer einzelner Bilder anpassen. Wenn die Figuren sprechen sollen, können Sie die Dialoge im Anschluss mit verteilten Rollen einsprechen.
Was ist ein Film ohne Premiere? Auch das können Sie mit Ihren Kindern zelebrieren – mit Limo und Popcorn in einem abgedunkelten Raum. Vielleicht werden Oma und Opa oder die Nachbarskinder dazu eingeladen. Zusätzlich ist eine Veröffentlichung auf einer Kinderplattform wie JUKI auf Kindersache denkbar, hierbei muss jedoch das
Und jetzt: viel Spaß beim Ausprobieren!
Bücher anhören, Spiele mit Ton spielen, selbst Aufnahmen gestalten. Mittlerweile gibt es verschiedene Audiostifte, die das können – vom TipToi über TING und BOOKii bis Anybook. Aus vielen Kinderzimmern sind diese Stifte gar nicht mehr wegzudenken. Als besonders offen gestaltetes Angebot reiht sich der Tellimero ein.
Der Tellimero wird vom Pädagogik-Verlag Betzold herausgegeben, einem klassischen Anbieter für Bildungs- und Lernmaterialien. Die Idee hinter dem Stift ist, ein flexibles Werkzeug zu schaffen, das nicht an bestimmte Bücher oder Produkte gebunden ist.
Stattdessen arbeitet der Stift mit Stickern: In der Packung befindet sich ein ganzer Stapel verschiedener Stickerblätter mit bunten Punkten, Tieren, Instrumenten und Symbolen. Einige Motiv-Sticker enthalten bereits Geräusche, wie Tierlaute, Melodien oder andere Klänge. Die rund 200 einfarbigen Punkte können nach Belieben selbst besprochen werden.
Die Sticker sind nicht zum Dekorieren gedacht, sondern bringen den Stift erst „zum Sprechen“. Berührt man im Aufnahme-Modus einen Sticker, kann Ton aufgenommen werden – bis zu fünf Minuten pro Sticker. Im Abspiel-Modus wird dieser Ton wiedergegeben. So lassen sich Bücher aufnehmen, Gegenstände mit Ton versehen oder Aufgaben akustisch festhalten.
Der Stift selbst ist übersichtlich aufgebaut und hat drei Tasten: Ein/Aus, Aufnahme und Wiedergabe. Nutzt man mehrere Tellimero-Stifte, lassen sich vorhandene Aufnahmen über einen PC auf andere Stifte kopieren. Auch fertige Audiodateien können auf den Tellimero geladen werden.
Für Kinder ist der Tellimero gleich doppelt spannend: Sie können zuhören und gleichzeitig kreativ werden. Bereiten Erwachsene Materialien vor – lesen etwa ein Buch ein, besprechen einen Adventskalender oder nehmen eine einfache Rezept- oder Bastelanleitung auf –, können Kinder eigenständig zuhören. Sie freuen sich über die Hör-Überraschung, hören vielleicht ihr Lieblingsbuch in Omas Stimme oder sogar in mehreren Sprachen. Auch Anleitungen, tägliche Aufgaben oder Abläufe können aufgenommen werden und selbst junge Kinder können sie so eigenständiger erledigen.
Gleichzeitig können Kinder selbst kreativ werden: eigene Geschichten einsprechen, Rätsel vertonen oder den Stift zum Lernen nutzen. Die Bedienung der drei Tasten ist so intuitiv und einfach, dass der Stift wirklich ab 4 Jahren problemlos genutzt werden kann.
Die große kreative Freiheit bringt auch Herausforderungen mit sich. Kinder können nicht einfach mit Stift und Buch ausgestattet werden und sind beschäftigt – es braucht Vorarbeit. Sticker müssen verteilt, Aufnahmen erstellt und Inhalte vorbereitet werden.
Wer den Tellimero etwa zum Sprachenlernen nutzen möchte, kann nicht auf fertige Produkte zurückgreifen, sondern muss Bücher oder Materialien selbst einsprechen.
Da die Sticker wiederbespielbar sind, besteht außerdem die Gefahr, dass Kinder bereits besprochene Sticker überschreiben. Um das zu vermeiden, sollte bei der Aufnahme der sogenannte „Lehrermodus“ genutzt werden.
Wie bei allen Audiostiften gilt außerdem: Eltern sind der „menschliche Aufladedienst“. Ein leerer Akku im entscheidenden Moment ist einer der häufigsten Frustpunkte.
Laut Verlag ist der Tellimero vor allem als pädagogisches Werkzeug gedacht. Er wird häufig in Kitas und Schulen eingesetzt, etwa für Sprachförderung, Stationenlernen oder Orientierungshilfen. Lehrkräfte können beispielsweise eine Anlauttabelle, einen Globus oder ein Stationentraining mit passenden Audio-Inhalten versehen. Dafür wurde der Stift mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Comenius-EduMedia-Siegel und dem Worlddidac Award.
Auch für den privaten Einsatz ist der Tellimero geeignet, sei es für kreative „Spaß-Nutzungen“ oder auch für Lern- und Alltagsaufgaben. Eltern sollten sich jedoch bewusst sein, dass es keine fertigen Materialien gibt und die Inhalte vollständig selbst gestaltet werden müssen.
Für Familien, die nicht nur zuhören, sondern auch selbst kreativ werden möchten, ist der Tellimero eine gute Alternative. Klein und Groß können gemeinsam witzige, hilfreiche oder lehrreiche Inhalte für die Sticker entwickeln – und das immer wieder neu.
Kinder und Jugendliche begegnen KI heute an vielen Stellen: Chatbots beantworten Fragen für die Hausaufgaben, Sprachassistenten helfen im Alltag, kreative Apps erzeugen Bilder, Musik oder kleine Geschichten. Das kann spannend, inspirierend und gleichzeitig verwirrend sein. Viele Eltern fragen sich deshalb: Wie begleite ich mein Kind so, dass es KI neugierig, sicher und kritisch nutzt, ohne überfordert zu werden? Keine Sorge: Sie müssen keine KI-Expert*innen sein, um Ihr Kind sicher zu begleiten.
Künstliche Intelligenz wirkt oft erstaunlich klug. Sie antwortet schnell, freundlich und manchmal überzeugender als Erwachsene. Kinder sollten jedoch verstehen: KI „weiß“ nichts. Sie berechnet lediglich, welche Antworten wahrscheinlich richtig wirken. Und genau deshalb kann sie Fehler machen, Vorurteile übernehmen oder Inhalte erfinden.
Zudem speichern viele KI-Anwendungen die eingegebenen Daten. Je nach Tool können mehr oder weniger Informationen gesammelt werden. Kinder sollten deshalb früh lernen, vorsichtig mit persönlichen Informationen umzugehen. Auch sollte klar sein, dass KI kein Ersatz für persönliche Beratung, Lehrer*innen oder Eltern ist.
Je jünger Kinder sind, desto mehr Begleitung brauchen sie beim Umgang mit KI. Besonders bei Grundschulkindern ist es wichtig, gemeinsam auszuprobieren, Fragen zu stellen und Ergebnisse zu hinterfragen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.