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Geocaching selbst gemacht

Auf der ganzen Welt gibt es Millionen von Geocaches und viele Menschen, die danach suchen. Einige Leute suchen nicht nur, sondern verstecken selbst Caches. Wenn Sie mit der Familie selbst kreativ werden wollen, erklären wir Ihnen hier, wie es geht.

Nicht nur die Suche nach einem Cache ist ein großer Spaß. Sie können auch selbst Caches verstecken und sich dazu Rätsel und Hinweise ausdenken. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt und Sie brauchen nicht viel dafür. Die Entwicklung einer eigenen Schnitzeljagd ist für Kinder ab ca. acht Jahren geeignet. Je nach Alter und Interesse des Kindes lässt sich Geocaching mit Bildungs- und Lerninhalten verknüpfen – auch Educaching genannt. So wird Wissen mit Spaß und Spiel verbunden. Der eigene muss nicht offiziell auf einer Geocaching-Plattform gelistet sein, sondern kann auch nur für Freunde und Familie erstellt werden. Er kann zu einem Schatz, einer Überraschung und/oder einem Rätsel führen. Es kann ein einzelner Cache oder ein mehrteiliger Cache (Multi-Cache) sein, bei dem verschiedene Stationen abgelaufen werden.

Von der Idee zum eigenen Cache

Der erste Schritt ist die Suche nach einem Thema. Inhalte mit lokalem Bezug – z. B. spannende Orte in der eigenen Stadt – bieten sich an. Es können aber auch Themen wie Umwelt und Wald oder historische Ereignisse behandelt werden. Wichtig ist, dass es den Interessen und dem Alter Ihres Kindes entspricht. Vielleicht hat Ihr Kind auch eigene Ideen, die es umsetzen möchte.

Wenn das Thema gefunden ist, wird recherchiert und nach interessanten Dingen geforscht. Mit der Smartphone-Kamera können mögliche Verstecke festgehalten werden. Dann geht es daran, sich Rätsel und Aufgaben auszudenken. Bei einem Multi-Cache müssen die Stationen in eine Reihenfolge gebracht und an den Standorten versteckt werden. Notieren Sie sich die GPS-Koordinaten der Verstecke. Wer die Schnitzeljagd spielen möchte, erhält zum Start nur die Koordinaten der ersten Station. Bei der Suche enthält dann jeder neu entdeckte Cache die Koordinaten für die nächste Spur.

Für einen eigenen Geocache wird Folgendes benötigt:

  • Dosen oder Behälter für Hinweise, Rätsel und ggf. Gegenstände
  • GPS-Gerät oder Smartphone mit eingeschaltetem GPS (Koordinaten können auch über eine Karten-App wie Google Maps gesucht werden)
  • ggf. Fotoapparat bzw. Smartphone, um vorab Verstecke zu fotografieren
  • Papier und Stift
  • Ein Notizbuch (Log-Buch)
  • Kärtchen für Hinweise und Tipps
  • Eventuell kleine Preise für den letzten Cache (Schatztruhe)

Geo- und Educaches können mit Hilfe der App Actionbound auch multimedial gestaltet werden. Mehr zum Thema Educaching gibt es hier.

Geocaching – die moderne Schatzsuche

An dieser Schnitzeljagd, die mit einem Smartphone oder GPS-Gerät funktioniert, haben auch ältere Kinder und Jugendliche Spaß. Probieren Sie es aus und gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf diese besondere Schatzsuche.

Was bedeutet Geocaching?

Beim Geocaching werden mithilfe eines GPS-Empfängers kleine Schätze gesucht, die andere Spielende an unterschiedlichen Orten versteckt haben. Diese Caches befinden sich in Dosen oder Gefäßen unterschiedlicher Größe. Der jeweilige GPS-Standort wird auf einer Plattform registriert, z. B. bei geocaching.com oder opencaching.de und lässt sich per App speichern und abrufen. Wer einen Cache findet, trägt sich in ein sogenanntes Logbuch ein, das dem Cache beigelegt ist. Danach wird die Dose wieder verschlossen und an der gleichen Stelle versteckt, so dass die nächste Person ebenfalls danach suchen muss.

Geocaching ist ein beliebtes Hobby bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Die Schätze sind auf der ganzen Welt versteckt, so dass Sie auch im Urlaub auf die Suche gehen und spannende Orte entdecken können. Für einige Geocacher geht es darum, möglichst viele Caches zu finden und sich in Logbücher auf der ganzen Welt einzutragen.

Was gibt es zu beachten?

Es gibt Caches in unterschiedlichen Kategorien und Größen. Alle wichtigen Informationen dazu stecken in der Cache-Beschreibung. Bei manchen Caches wird eine besondere Ausrüstung für die Suche benötigt. Bei Rätselcaches müssen vorher Aufgaben gelöst werden, um die GPS-Koordinaten zu bekommen. Je nach Cache können schon Kinder ab 4 Jahren bei der Schatzsuche dabei sein. Ältere Kinder können schon selbst die Beschreibungen lesen und selbständiger bei der Suche sein.

Manche Caches sind nicht leicht zu finden. Das kann Kinder schnell frustrieren. Lesen Sie deshalb vorher genau die Cache-Beschreibung durch. Häufig finden sich in den Kommentaren des digitalen Logbuchs (unter jeder Cache-Beschreibung) noch wichtige Hinweise. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Cache nicht mehr im Versteck ist, weil jemand ihn zerstört oder weggenommen hat.

In manchen Caches befinden sich Tauschgegenstände, wie eine Spielzeugfigur, eine Münze o. ä. Manche Gegenstände haben eine Mission. Beispielsweise sollen sie durch Tausch in ein anderes Land oder einen anderen Ort gelangen. Alle Informationen dazu gibt es jeweils auf der Geocaching-Plattform. Eine wichtige Regel ist, dass Geocacher unauffällig suchen, um nicht sogenannte Muggel auf den Cache aufmerksam zu machen. Das Wegschmeißen von Müll oder das Zerstören der Landschaft wird in der Geocaching-Community nicht gern gesehen und ist gegen die Regeln des Geocachings.

So geht’s auf Schatzsuche:

  • bei Geocaching-Plattform registrieren und geeignete Caches raussuchen
  • Geocaching-App auf dem (geladenen) Smartphone installieren
  • Cache-Beschreibungen gut durchlesen, da manchmal Dinge bei der Suche zu beachten sind
  • Stift und ggf. Tauschgegenstand einpacken, feste Schuhe an und los geht’s!
  • Cache mit Hilfe des Smartphones suchen, finden und Besuch loggen (in der Dose und/oder auf der Plattform/in der App)
  • Cache wieder verstecken (am gleichen Ort)

Digitale Schnitzeljagd mit Actionbound

Kennen Sie noch Schnitzeljagden aus Ihrer Kindheit? Wer heute ein Smartphone mit einer passenden App wie Actionbound dabei hat, kann die Schnitzeljagd um digitale Möglichkeiten erweitern. 

Kurz gefasst: 

  • App für iOS und Android zum Durchführen von Schnitzeljagden, Stadtrundgängen und Rallyes 
  • keine Altersbeschränkung; geeignet für Kinder ab ca. 10 Jahren 
  • für die private Nutzung kostenlos 
  • Registrierung erforderlich, wenn eigene Bounds erstellt werden 

Was ist Actionbound? 

Actionbound kann mit Familie oder Freundeskreis gespielt werden, z. B. als Rallye für den Kindergeburtstag oder im Urlaub zur Erkundung eines neuen Orts. Actionbound kann allein oder als Gruppe gespielt werden.  

Mit Actionbound können digitale Schnitzeljagden – die sogenannten Bounds – mithilfe von Tablet oder Smartphone gespielt werden. Beim Spielen erscheinen Hinweise, Rätsel, Herausforderungen und Medieninhalte direkt auf dem Bildschirm. Die Bounds enthalten abwechslungsreiche Spielelemente wie GPS-Locations, QR-Codes und Mini-Games. Bei der Nutzung des GPS zeigt das Tablet oder Smartphone den Spielerinnen und Spieler den Weg durch das Anzeigen eines Richtungspfeils.  

Selbst kreativ werden mit Actionbound 

Bounds werden entweder von anderen Actionbound-Nutzenden erstellt und veröffentlicht oder es kann selbst ein neuer Bound angelegt werden. Zu Themen wie Natur, Kultur, Freizeitaktivitäten oder Sehenswürdigkeiten finden sich in der App zahlreiche Bounds. So wird z. B. der Stadtrundgang zu einem spannenden Erlebnis. 

Eigene Bounds können am Computer über den Internetbrowser im Bound-Creator erstellt werden. Dafür ist eine kostenfreie Registrierung bei Actionbound nötig. Das Erstellen eines Bounds ist ganz einfach. Es lassen sich Bilder, Videos und Audios integrieren, Quizfragen und Aufgaben stellen und QR-Codes anlegen. Wer seinen Bound mit ausgewählten Personen teilen möchte, kann die Funktion „geheime Bounds“ wählen. Dafür zahlen Erstellende sieben Euro pro Bound (Stand: Juli 2022). 

Hier gelangen Sie direkt zum Angebot: actionbound.com

Was sollten Eltern beachten? 

Actionbound lässt sich auch mit jüngeren Kindern nutzen. In diesem Fall sollten Sie Ihr Kind aber in die Nutzung einführen oder besser noch, Ihr Kind dabei begleiten. Achten Sie beim Erstellen eines Bounds darauf, viele Bilder und wenig Text zu verwenden. 

Die Erstellung eines Bounds kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Bitte planen Sie auch die Zeit ein, die Sie mit der Durchführung der Rallye oder der Schnitzeljagd verbringen möchten. Wenn Ihr Kind schon älter ist, kann es ein schönes Erlebnis sein, zusammen einen Bound zu gestalten. Beachten Sie, dass in der kostenlosen Version alle Bounds öffentlich zu sehen sind. Seien Sie beim Erstellen sparsam mit sensiblen Daten wie Kinderfotos und personenbezogenen Angaben. Wenn Sie den Bound sehr persönlich gestalten möchten, lohnt sich die kostenpflichte Option „geheime Bounds“. 

Sie können mit Ihrem Kind auch bereits bestehende Bounds zu vielen verschiedenen Themen spielen. Wählen Sie über die Suchfunktion in der App eine geeignete Schnitzeljagd in der Nähe Ihres Standortes aus. Bedenken Sie, dass hier die Inhalte nicht genau auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Überprüfen Sie, dass der Bound zur Altersgruppe Ihres Kindes passt.  

Actionbound ist eine App aus Deutschland, deshalb unterliegen Ihre Daten dem Europäischen Datenschutz.  

Lightpainting – Bunte Lichtmalereien mit dem Smartphone

Haben Sie schon mal diese schönen Fotos gesehen, auf denen mit Licht gemalt oder geschrieben wurde? Die Bilder sehen spektakulär aus und lassen sich sogar mit dem Smartphone umsetzen.

Was ist Lightpainting?

Lightpainting heißt übersetzt Malen mit Licht. Dabei werden Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen bzw. bei Dunkelheit aufgenommen. Taschenlampen, LED-Lichter oder Wunderkerzen können als zusätzliche Lichtquellen dienen. Mit ihnen lassen sich Bilder oder Buchstaben in die Luft malen und auf einem Foto festhalten. Dabei entstehen wunderschöne Lichtmalereien. Die Technik, um selbst Lightpainting zu machen, habe viele Familien zu Hause. Denn mit vielen Smartphones ist Lightpainting möglich.

Bildquelle: unsplash.com/Brunetto Ziosi

Lightpainting als Familienprojekt

Lightpainting kann ein schönes Medienprojekt mit der ganzen Familie sein. Schon kleine Kinder (ab ca. 3 Jahren) können mitmachen, indem sie Lichtquellen bewegen. Ältere Kinder können lernen, wie Lichtmalerei mit dem Smartphone oder der Kamera funktioniert. Alle können dabei gemeinsam ihre Kreativität ausleben.
Für ein solches Projekt reichen ein Smartphone, ein abgedunkelter Innenraum (mit ein bisschen Erfahrung geht es auch draußen) und ein paar farbenfrohe Lichtquellen. Wenn Sie eine Digitalkamera und ein Stativ haben, gelingen noch bessere Lichtmalereien. So geht’s:

  1. Prüfen Sie, ob Sie an Ihrer Kamera längere Belichtungszeiten von ungefähr 30 Sekunden einstellen können. Bei dem Smartphone ist es wichtig, dass die Kamera-App längere Belichtungszeiten ermöglicht. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es auch spezielle Kamera-Apps zum Herunterladen (z. B. Light Painting, kostenlos im App-Store oder LightPainting by AIRC, ebenfalls kostenlos für iOS, aber nur in Englisch oder Italienisch; LL Cam für Android, kostenlos, aber mit Werbung im Google Play Store).
  2. Wenn die Technik passt, suchen Sie sich einen dunklen Ort (drinnen oder draußen), an dem Sie ausreichend Platz haben, um Fotos zu machen. Je dunkler der Ort ist, desto besser gelingt die Lichtmalerei. Tipp: Ziehen Sie sich dunkle Kleidung an, wenn Sie auf dem Bild nicht zu sehen sein wollen, sondern die Malerei im Vordergrund stehen soll.
  3. Stellen Sie das Smartphone sicher auf – entweder mit einem Stativ oder an einem ähnlich stabilen Platz. Falls die Kamera oder das Smartphone in der Hand gehalten wird, kann das Bild leicht verwackeln.
  4. Bei dem Smartphone empfiehlt sich eine Belichtungszeit von 30 Sekunden und die Verwendung des Selbstauslösers. Der Selbstauslöser verhindert, dass es beim Fotografieren wackelt. Das würde zu unscharfen Fotos führen.
  5. Nun können Sie sich vor die Kamera stellen und mit den gewählten Lichtquellen in der Dunkelheit malen. Lichtquellen wie z. B. Wunderkerzen, Knicklichter, LED-Lampen, Smartphone-Bildschirme (es gibt auch dafür Apps) oder Taschenlampen, die die Farbe wechseln können, sind für die Lichtmalerei möglich. Wenn Sie eine der Lichtbewegungen nicht auf dem Bild sehen möchten, müssen Sie die Lichtquelle ausschalten oder abdecken.

Die Bilder, die bei einer Lightpainting-Aktion entstehen, können – ausgedruckt oder via Smartphone – an Freunde und Familie verschickt werden.

Auf einer Seite der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen finden Sie eine Bildanleitung, die auch für Kinder leicht verständlich ist.
Und schon kann es losgehen! Beachten Sie, dass es ein bisschen Übung braucht, bis tolle Bilder entstehen. Mit etwas Geduld kann man jedoch ein Neujahrsfoto mit Wunderkerzen und den Jahreszahlen oder Foto von vorbeifahrenden Autos auf der Autobahn aufnehmen. Eine nächtliche Aktion in den Sommerferien oder im Winter drinnen. Gemeinsam mit Ihrem Kind fallen Ihnen bestimmt viele kreative Motive ein!

Mehr zum Thema Lightpainting und Fotografie mit Kindern gibt es auch bei den Kamerakindern.

Natur entdecken mit Apps

„Schau mal Papa, ein riesiger Käfer!“, „Mama, darf ich diese Beere essen?“, „Welcher Vogel singt denn da?“. Wenn es um Natur und Umwelt geht, machen Kinder viele spannende Entdeckungen. Apps können helfen, Tiere und Pflanzen um uns herum zu erkunden und genauer zu bestimmen. 

Draußen unterwegs mit dem Smartphone

Kinder sind von Natur aus neugierig und möchten genau verstehen, was sie in der Welt alles entdecken. Neben Büchern und Lexika zur Tier- und Pflanzenbestimmung können Sie auch Ihr Smartphone nutzen, um zusammen die Natur um Sie herum zu entdecken! Ob Blumen oder Schmetterlinge, Tierspuren oder Sternbilder – mit den richtigen Apps können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Neues über Tiere und Pflanzen lernen. Nutzen Sie die Entdeckungsfreude Ihres Kindes und verbinden Sie Naturerfahrung an der frischen Luft mit. Wir stellen Ihnen vier ausgewählte Apps vor.

Pflanzen bestimmen

Was blüht denn da am Wegesrand? Beim Spaziergang eine Blüte, einen Halm oder ein Blatt abfotografieren und in Sekundenschnelle die Antwort erfahren – das ermöglicht die App Flora Incognita (lateinisch für „unbekannte Pflanzenwelt“). Sie ist leicht zu bedienen und mit ihr werden Kinder zu Naturforscherinnen und Naturforschern. Dank eines speziellen Algorithmus erkennt die App eine Vielzahl an Blumen, Sträuchern, Bäumen und Gräsern und bietet Informationen dazu. Die Entdeckungen können in der App gespeichert werden und geben so der Wissenschaft Hinweise auf die Verbreitung von Pflanzen. „Flora Incognita“ ist das Produkt eines Forschungsprojektes des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie Jena & TU Ilmenau. Die App ist kostenlos und werbefrei für iOS- und Android-Geräte verfügbar. 

Mehr Infos: Flora Incognita | DE – Die Flora Incognita App – Interaktive Pflanzenbestimmung

Vogelstimmen erkennen

„Kuckuck, kuckuck, ruft’s aus dem Wald!“. Vögel sitzen oft gut versteckt in Sträuchern oder auf hohen Bäumen. Wir sehen sie nicht immer, aber können ihr Zwitschern und Rufen gut hören. Die verschiedenen Vogelstimmen auseinander zu halten ist nicht so einfach. Hilfestellung bietet die App BirdNET (englisch für „Vogelnetz“). Mit ihr lassen sich Vogelstimmen aufnehmen und direkt bestimmen. Steckbriefe geben nähere Informationen zu den Federtieren, die Aufzeichnungen werden wissenschaftlich verwendet. BirdNET ist ein Forschungsprojekt der TU Chemnitz & Cornell Lab of Ornithology. Die kostenlose, werbefreie App ist sowohl für iOS als auch für Android erhältlich.

Mehr Infos: BirdNET Sound ID – The easiest way to identify birds by sound. (cornell.edu)

Teil einer Natur-Community werden

Die App iNaturalist ist eine soziale Plattform, die Naturfreundinnen und -freunde weltweit in einer Community verbindet. Über ein Profil können Sie Fotos aller möglichen Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen hochladen und bestimmen. Die Beobachtungen werden mit dem Standort versehen und gespeichert. So können andere Nutzende nachsehen, welche Tiere und Pflanzen in der Umgebung gesichtet wurden und die Funde diskutieren. In der kostenfreien App gibt es eine beeindruckende Anzahl an Entdeckungen. Trotzdem ist sie übersichtlich gestaltet und für ältere Kinder leicht zu bedienen. iNaturalist ist kostenfrei und für Android und für iOS erhältlich.

Mehr Infos: Eine Community für Naturfreunde · iNaturalist

Den Himmel bei Nacht entdecken

Großer Wagen, Milchstraße, Polarstern: soweit kennen sich die meisten mit unserem Nachthimmel aus. Darüber hinaus wird es oft schon schwierig. Die App Star Walk 2 bietet die Möglichkeit, mit dem Standort der Kamerafunktion die Sterne und Planeten um uns herum zu entdecken. Mit einem Klick auf einen Himmelskörper erfahren Nutzende mehr dazu. Per Augmented Reality verbindet die App einzelne Sterne zu wunderschönen, dreidimensionalen Sternbildern und untermalt das Erlebnis mit stimmungsvoller Musik. In-App-Käufe bieten Zugang zu mehr Kategorien wie Satelliten und Kometen. Die App ist in der Basisversion kosten- und werbefrei und für Android und iOS verfügbar.

Mehr Infos: Sterne bei Nacht leicht identifizieren | Mobile Sternenbeobachtung | Aktueller Sternenhimmel | Star Walk

Was sollten Eltern beachten?

  • Einige Apps funktionieren nur mit einer Internetzverbindung. Mitten im Wald oder in den Bergen kann es sein, dass Sie keinen Empfang haben. Machen Sie Fotos Ihrer Entdeckungen und schlagen Sie später gemeinsam nach.
  • Vorsicht giftig! Auch Apps zur Naturbestimmung bieten keine hundertprozentige Sicherheit. Vermeiden Sie im Zweifelsfall das Anfassen oder Essen von Pflanzen und Tieren.
  • Manche Apps verlangen Zugriff auf Ihren Standort, auf Ihre Smartphone-Kamera und andere Funktionen. Prüfen Sie, welche App-Berechtigungen für die Verwendung der App wirklich nötig sind und unterstützen Sie Ihr Kind, sparsam mit Daten umzugehen.
  • Behalten Sie im Auge, dass bei einigen Apps In-App-Käufe möglich sein können. Informieren Sie sich vor dem Installieren einer App genau und schränken Sie Kaufoptionen in den Smartphone-Einstellungen ein.
  • Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie Sie die Mediennutzung in der Familie gestalten möchten und wie viel Bildschirmzeit angemessen ist. 

YouTube

Fernsehen ist tot – zumindest, wenn man die junge Generation fragt. Kinder und Jugendliche schauen heute YouTube auf dem Handy oder Tablet. Aber was genau ist das eigentlich?

Kurz gefasst:

  • weltweit größtes kostenfreies Videoportal
  • Videos von professionellen Kanälen, YouTubern, Medien und privaten Nutzern
  • Mindestalter laut Anbieter ab 16 Jahren (13 mit Erlaubnis der Eltern), jüngere Kinder: YouTube Kids
  • Vorsicht: Vielzahl an Inhalten und damit auch das Risiko nicht altersgerechter Videos oder Kommentare

Was ist YouTube?

YouTube ist aktuell das größte und beliebteste Videoportal der Welt. Kinder und Jugendliche können unzählige Videos zu vielfältigen Themen und von verschiedenen Produzenten anschauen. Sie können aber auch eigene Videos hochladen, die Videos anderer bewerten und kommentieren sowie sich mit anderen Nutzern in der Community austauschen.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche besonders an dem Angebot?

YouTube bietet für jeden Geschmack etwas: Kinder und Jugendliche finden unzählige Videos, Themen und Kanäle für alle Altersgruppen und Interessen. Die Inhalte stammen aus der ganzen Welt, es gibt Videos von professionellen Kanälen (Musikvideos, Shows, Kinderserien, Prominente, erfolgreiche YouTuber). Aber auch private Nutzer laden Videos rund um Computerspiele (z. B. Let’s Play Videos), Tutorials zum Nachmachen, witzige Challenges und Einblicke in ihren Alltag hoch.

Viele Kinder und Jugendliche identifizieren sich mit YouTube-Stars und abonnieren Kanäle, die ihnen gefallen. Dort schauen sie 60-sekündige Smartphone-Videos bei YouTube Shorts, die gängigen 10-Minuten-Videos oder ganze Filme und Serien mit einem YouTube-Premium-Abo. Über die Funktion YouTube Live finden professionelle Livestreams von Veranstaltungen statt, aber auch Privatpersonen können schon mit einfacher Technik live streamen.

“YouTuber” sehen manche Kinder und Jugendliche als einen Berufswunsch an und möchten gerne einen eigenen Videokanal starten. Grundsätzlich ist das eine tolle Möglichkeit, sich kreativ auszuleben. Jedoch gibt es auch einige Dinge, die beachtet werden müssen. Deshalb haben wir für Sie in diesem Beitrag das Wichtigste dazu zusammengefasst:Mein Kind will YouTuber werden

Was ist problematisch an dem Angebot?

Es handelt sich um eine weltweite Nutzercommunity, mit einer riesigen Bandbreite an Inhalten, sekündlich neu hochgeladenen Videos und unzählige Kommentare. Daher besteht das potenzielle Risiko, dass Jugendliche Inhalten begegnen, die nicht für sie geeignet oder sogar entwicklungsbeeinträchtigend sein können. Videos können bspw. gewalthaltige, anstößige, verstörende Inhalte zeigen, zu riskantem Verhalten anregen, versteckte Werbung enthalten oder einfach nicht altersentsprechend für junge Nutzerinnen und Nutzer sein. Auch die Kommentare unter den Videos können Gewalt, Hass, Beleidigungen oder Belästigungen enthalten.

Wenn Heranwachsende ihre eigenen Videos produzieren, besteht das Risiko, dass sie persönliche Informationen von sich oder auch von Freunden und Familienmitgliedern preisgeben. Wenn andere ungefragt im Video zu sehen sind, kann eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild vorliegen. Kinder und Jugendliche können bei der Verwendung von Musik oder anderen Videoausschnitten gegen das Urheberrecht verstoßen.

Das Portal ist kostenfrei und enthält Werbung und kommerzielle Inhalte, bspw. vor oder zwischen Videos geschaltete Werbespots. Gesponserte Inhalte oder Produktplatzierungen können für Heranwachsende unter Umständen schwer zu erkennen und durchschauen sein. Auch bei Gewinnspielen auf YouTube ist Vorsicht geboten.

Was meint der Anbieter?

YouTube ist eine Tochterfirma des Google-Konzerns. Wer Videos hochladen, abonnieren oder kommentieren möchte, benötigt einen Google-Account. Das Mindestalter für die Nutzung liegt in Deutschland bei 16 Jahren. Eine Ausnahmeregelung gilt, wenn ein Elternteil seinem mindestens 13-jährigen Kind die Nutzung des Dienstes über Family Link erlaubt hat. Grundsätzlich benötigen alle Minderjährigen die Erlaubnis der Eltern.

YouTube klärt die Nutzer mit den Community-Richtlinien über angemessene Inhalte und ein respektvolles Miteinander auf. Der Anbieter ist grundsätzlich nicht verantwortlich für die Inhalte der hochgeladenen Videos, löscht jedoch Videos, die den Richtlinien widersprechen. Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ist Pornografie auf YouTube verboten. Dasselbe gilt für Inhalte, die selbstverletzendes Verhalten fördern oder die das emotionale und körperliche Wohlbefinden Minderjähriger gefährden. Bestimmte Videos sind daher nur für angemeldete Nutzer sichtbar, die 18 Jahre oder älter sind. Auch wenn YouTube selbst verschiedene Tools verwendet, um unangemessene Inhalte herauszufiltern, ist auch das Feedback der Nutzenden wichtig. Sie haben die Möglichkeit, Inhalte zu melden, sodass diese möglicherweise gelöscht oder sogar strafrechtlich verfolgt werden können.

YouTube setzt Upload-Filter ein, die beim Hochladen prüfen, ob Bilder, Musik oder Videos darin urheberrechtlich geschützt sind. Damit handelt YouTube nach der EU-Urheberrechtsreform von 2019. Die Videoplattform informiert: Nur wer die Genehmigung des Rechteinhabers hat, darf urheberrechtlich geschütztes Material nutzen.

Was sollten Eltern beachten?

Da YouTube eine unübersichtliche Vielfalt an Videos bietet, sollten Sie Ihr Kind nicht alleine damit lassen. Begleiten Sie es bei den ersten Schritten und besprechen Sie die Möglichkeit, Inhalte zu melden. Lassen Sie Ihr Kind erste Erfahrungen auf YouTube Kids sammeln, wo es einen sicheren Rahmen gibt.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, dass Ihr Kind reif genug für das “richtige” YouTube ist, machen Sie zunächst Gebrauch vom eingeschränkten Modus, der bestimmte Inhalte ausblendet, z. B. Gewalt oder Nacktheit. Eltern können den eingeschränkten Modus aktivieren, damit ihre Kinder derartige Inhalte möglichst nicht sehen können.

Seien Sie offen, wenn Ihr Kind selbst Videos produzieren möchte. Es ist zunächst eine tolle Möglichkeit, kreativ zu werden. Besprechen Sie dennoch, welche Themen und Inhalte in den Videos vorkommen werden. Das betrifft auch, ob und wie viele persönliche Informationen andere Nutzer dadurch von ihnen erfahren könnten. Diskutieren Sie unbedingt die Möglichkeit, Videos auf privat oder nicht gelistet zu stellen. Damit können andere diese Videos entweder gar nicht sehen (“privat”), oder die Videos kann nur sehen, wer den Link zu ihnen hat (“nicht gelistet”) – sie werden dann in der Suche nicht angezeigt.

Nintendo-Spielestudio – eigene Spiele kinderleicht erschaffen und gestalten

Das Nintendospiel Spielestudio bietet Kindern und Jugendlichen eine große Bandbreite an Möglichkeiten, eigene Spiele zu programmieren und auszuprobieren. Man kann ein schnelles Rennspiel, ein 3D-Jump-’n‘-Run oder verschiedene Actionspiele erstellen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Kurz gefasst:

  • Konsolenspiel für Nintendo Switch 
  • Kosten: ca. 29,99 Euro
  • Ab 6 Jahren freigegeben (USK), empfehlenswert ab ca. 8 Jahren
  • Spielerische Einführung in die Welt des Programmierens

Was kann man mit dem Spielestudio machen?

Zu Beginn des Spieles wird man spielerisch in die Grundlagen des Programmierens eingeführt. Alice und Bob, zwei Avatare in dem Spiel, begleiten das Entdecken. Außerdem erklären sie Schritt für Schritt die unterschiedlichen Funktionen in einzelnen Lektionen. So werden am Anfang spielerisch alle Zu Beginn des Spieles wird man spielerisch in die Grundlagen des Programmierens eingeführt. Alice und Bob, zwei Avatare in dem Spiel, begleiten das Entdecken. Außerdem erklären sie Schritt für Schritt die unterschiedlichen Funktionen in einzelnen Lektionen. So werden am Anfang spielerisch alle Möglichkeiten aufgezeigt, die das Spiel zu bieten hat. Neben Bob und Alice gibt es noch „die Knotixe“. Das sind verschiedene Figuren, welche die Spielcharaktere mit einem Knopfdruck zum Springen bringen, Musik spielen oder Gegenstände für eine Spiellandschaft erstellen können. Für alles gibt es einen passenden Knotix. Verwendet man die verschiedenen Knotixe zusammen und verbindet ihre verschiedenen Fähigkeiten, kann man komplexe Spielwelten erstellen und Aufgaben bestehen. Eine weitere Funktion, die das Spiel bietet, ist das freie Programmieren. In diesem Modus können die eigenen Spielversion verwirklicht werden. Dabei können eigene Spielkreationen entstehen und nach der Fertigstellung gespielt werden.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an Spielestudio?

Spielestudio bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, kreativ zu arbeiten, zu spielen und dabei zu lernen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.  Die Vielfalt des Spiels macht es möglich, die unterschiedlichsten Spielwelten zu erstellen. Die Kinder und Jugendlichen können ihre Interessen in das Spiel mit einfließen lassen.  Mit Hilfe verschiedener Funktionen können sie die Spiele mit Zeichnungen und Musik ausstatten. Es besteht sogar die Möglichkeit, mehrere Levels miteinander zu verknüpfen, wodurch große Spielwelten entstehen, wie man es zum Beispiel aus Super Mario kennt. Es ist auch möglich, erstellte Spiele gemeinsam mit Freunden über die Onlinefunktion auszutauschen. So kann man die Spiele von Freunden durchspielen oder erweitern und verändern.

Was ist problematisch?

Das Spielestudio ist von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) schon für Kinder ab 6 Jahren freigegeben. Das Spiel ist jedoch vom Anspruch eher für etwas ältere Kinder geeignet. Während der Lektionen erscheint viel Text, den man lesen muss, um die Aufgaben zu verstehen. Gerade für jüngere Kinder könnte das schwierig sein. Zudem könnten die vielen Möglichkeiten und Funktionen jüngere Kinder überfordern. Aus diesen Gründen ist das Spiel für Kinder ab ca. 8 Jahren empfehlenswert. 

Was sollten Eltern beachten?

Kann ihr Kind vielleicht noch nicht so gut lesen, dann spielen Sie das Spiel am besten zusammen. Das Spiel ist für die ganze Familie geeignet und kann auch für Erwachsene spannend sein. Erkunden Sie gemeinsam die Funktionen, um zu sehen, wie sich Ihr Kind in dem Spiel zurechtfindet und wo es vielleicht Hilfe braucht.  Fragen Sie Ihr Kind, was es an dem Spiel mag und wofür es sich begeistert. Mit einer Nintendo Switch Online-Mitgliedschaft können Freunde und Angehörige erstellte Spiele finden und selbst spielen. Es ist bei Spielestudio jedoch nicht möglich zu interagieren. Spieler können sich nur die erstellten Spiele herunterladen und selbst spielen. Aufgrund der Nintendo-Switch Altersbeschränkungen ist es Ihnen als Elternteil möglich, die Inhalte zu verwalten und einzusehen.

Steam – Die Spieleplattform

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https://www.youtube.com/watch?v=eRObmWWsGq8_%_

Kurz gefasst:

  • internationale Plattform und soziales Netzwerk für Onlinespiele, Softwareprodukte und Filme
  • über den PC oder als App nutzbar
  • freigegeben ab 13 Jahren
  • Zugang zu nicht-kindgerechten Inhalten möglich und Kommunikationsrisiken

Was ist Steam?

Steam ist das größte internationale Portal für Onlinespiele, Softwareprodukte und Filme. Auf der Plattform kann man Spiele spielen und kaufen. Gamer können mit anderen weltweit in Kontakt treten und gemeinsam spielen. Dafür muss man Steam installieren und sich kostenlos anmelden. Das geht mit PC, Mac und Linux. Steam ist außerdem als App erhältlich. Die Webseite dient als Forum zum Austausch über Gaming und zum Teilen von Fan-Inhalten wie Bildern und Videos. Spieler können zudem direkt innerhalb der Spiele miteinander chatten. Im Shop kann man Spiele kaufen, aber auch innerhalb der Spiele gibt es Kaufmöglichkeiten.

Was fasziniert Jugendliche besonders an dem Angebot?

Sie finden hier unzählige Spiele, die kostenfrei oder kostenpflichtig sein können. Die Plattform bietet eine große Vielfalt an Spielen und Genres. Jugendlichen macht es besonders Spaß, mit anderen Spielern gemeinsam im Team zu spielen. Außerdem gefällt es ihnen, sich mit anderen über ihre Lieblingsspiele auszutauschen.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Durch die große Vielfalt auf der Plattform gibt es auch Spiele, die nicht für Kinder geeignet sind oder sogar problematisch sein können. Bei manchen Spielen wird das Alter vorab abgefragt, es wird jedoch nicht überprüft. In der Community finden sich Spieler und Inhalte aus der ganzen Welt, Jugendliche können also leicht mit Fremden in Kontakt kommen. Dabei können vor allem sogenannte Trolle ein Risiko sein, weil sie andere gezielt provozieren, beleidigen und Falschmeldungen verbreiten. Auch die Beiträge, Bilder oder Videos im Forum oder Chat können unter Umständen nicht für Kinder geeignet sein.

Was meint der Anbieter?

Laut Anbieter können Kinder die Plattform ab 13 Jahren nutzen. Es findet jedoch keine Überprüfung des Alters statt. Spam, Werbung und problematische Inhalte können gemeldet werden. Für Familien wird eine Familienansicht angeboten, in der Eltern genaue Einstellungen und Einschränkungen vornehmen können. Kürzlich gab es eine Änderung zugunsten der Privatsphäre der Nutzenden: Standardmäßig sehen nur die Online-Freunde, welche Spiele man besitzt, wie lange man spielt und welche Spiele auf der Kaufwunschliste stehen. Vorher waren die Daten vieler Nutzenden öffentlich abrufbar, weil nur wenige ihr Profil selbst auf privat gestellt hatten.

Was sollten Eltern beachten?

Aufgrund der Vielzahl an Spielen und Social-Media-Inhalten ist die Nutzung erst für ältere Jugendliche zu empfehlen. Wenn schon Jüngere Steam nutzen möchten, sollte das gut begleitet und gemeinsame Regeln vereinbart werden. Eltern empfehlen wir die Nutzung der Familienansicht. Diese wird mit einer PIN gesichert. In einer Bibliothek lassen sich einzelne Spiele für die Kinder festlegen und freigeben. Auch weitere Features wie die Community oder der Shop müssen bewusst von den Eltern erlaubt werden. Der Spieleratgeber erklärt in diesem Tutorial, wie Sie dabei vorgehen sollten.

QR-Codes – Das digitale Tor zu Informationen

Kleine schwarz-weiße Muster schmücken schon lange Plakatwände, Flyer, Verpackungen oder Zeitschriften. Durch die Corona-Pandemie haben die QR-Codes einen großen Aufschwung erfahren. Doch was steckt hinter den Bildern und wie können sie genutzt werden?

Was ist ein QR-Code und wie benutzt man sie?

Der Quick Response (kurz: QR, zu deutsch: „schnelle Antwort“) Code ist im Grunde ein kleiner Datenspeicher. Dieser fasst die unterschiedlichsten Informationen verkürzt zusammen, um diese dann wiederum schnell und unkompliziert abzurufen. Die verschlüsselten Inhalte werden durch schwarz-weiße Punkte zu einem Muster umgewandelt. Die Informationen hinter dem Muster bleiben ohne ein Smartphone erst einmal verborgen. Moderne Smartphone-Modelle verfügen meist über eine Kamera, die QR-Codes automatisch lesen können, sobald Sie mit Ihrer Kamera den Code einfangen. Für ältere Smartphones bieten die App-Stores eine Fülle an alternativen Optionen, um die QR-Codes zu scannen und das Muster zu entschlüsseln. Die Informationen, welche nach dem Scannen sichtbar werden, können für Sie nützlich, spannend oder hilfreich sein. So verbirgt sich hinter dem Muster beispielsweise die Speisekarte Ihres Lieblingsrestaurants oder der Link zu einer interessanten Website. 

QR-Codes kreativ mit Kindern nutzen

Für Kinder und Jugendliche sind QR-Codes nichts Unbekanntes mehr. Auch sie nehmen diese im Alltag wahr. Vor allem das Entschlüsseln der Codes mit den Smartphones, löst bei ihnen großes Interesse aus. 

Mit Hilfe von QR-Codes lassen sich schnell kleine, einfache und auch interessante Spiele entwickeln. Die Codes können mit einem Code Generator im Internet erstellt und heruntergeladen oder ausgedruckt werden. Hinter den Codes können sich dann Fotos, Videos, Quizfragen, Audios oder Links zu Webseiten verstecken, die ein Puzzleteil des Spieles darstellen. Diese können dann beispielsweise bei einer digitale Schnitzeljagd für den nächsten Kindergeburtstag oder für eine Rallye durch die Wohnung oder im Freien genutzt werden. Eine auditive Schatzsuche ist eine weitere Idee, wie Kinder die Codes im Alltag nutzen können.

Wie sicher sind QR-Codes wirklich?

Das Unbekannte hinter den Codes hat im Alltag auch seine Tücken. Wohin führt uns der Code? Ist die aufgerufene Information wirklich sicher? 

Sollten Sie aufgefordert werden, Ihre persönlichen Daten weiterzugeben, dann stellen Sie sicher, dass Sie der Quelle und dem Anbieter trauen können. Sollte ein Link oder Code verdächtig oder anders als erwartet aussehen, dann schließen Sie die Anwendung. Es ist wichtig, dass Sie gemeinsam mit Ihren Kindern über die Gefahren sprechen. Lesen Sie in unserem Beitrag Betrug im Netz mehr über die damit verbundenen Risiken. 

Das Internetphänomen Challenges: Von unterhaltsam und für den guten Zweck bis leichtsinnig und gefährlich

Sie zählen zu den beliebtesten Online-Formaten bei Kindern und Jugendlichen: Pranks und Challenges – Streiche und Herausforderungen. Leute filmen sich z. B. dabei, wie sie die Tänze der Charaktere aus dem Spiel Fortnite nachahmen. Oder bei der #CelebLookAlike-Challenge werden Freunde gefragt, wer welcher bekannten Person ähnlich sieht. 

Challenges gibt es auf fast allen sozialen Netzwerken. Besonders beliebt sind sie bei TikTok. Challenges können lustig sein und Aufmerksamkeit für eine bestimmte Sache erregen. Es kann aber auch mal gefährlich werden, wenn vor allem Jüngere versuchen, bestimmte Challenges nachzuahmen. 

Was steckt hinter dem Internetphänomen Challenge?

Bekannt geworden ist dieses Internetphänomen wahrscheinlich durch die Ice-Bucket-Challenge, bei der Teilnehmende sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf geschüttet haben, um auf die Krankheit ALS aufmerksam zu machen. Die Ice-Bucket-Challenge diente einem guten Zweck. Challenges können aber auch andere Funktionen und Hintergründe haben. Menschen stellen sich verschiedenen Herausforderungen, nehmen das Ganze per Video auf und laden es dann in den Sozialen Netzwerken hoch.  

Von TikTok sind Challenges nicht mehr wegzudenken. Während anfänglich vor allem Tänze oder bestimmte Lieder nachgeahmt wurden, gibt es heute keine Grenzen mehr. Die Idee hinter sogenannten Hashtag-Challenges ist es, die eigene Interpretation der Challenge zu posten und das Video ebenfalls mit dem Hashtag zu versehen. Diese Videos gehen innerhalb von Stunden viral und werden von Usern und Userinnen auf der ganzen Welt geteilt und nachgemacht. Das nutzen auch Unternehmen, die Hashtag-Challenges anstoßen, um mehr Bekanntheit bei jungen Menschen zu bekommen.  

Einige Challenges dienen der reinen Unterhaltung. Bei der #LevelUpChallenge werden Haustiere dabei gefilmt, wie sie gewissen Hürden überwinden müssen. Andere Challenges verfolgen einen guten Zweck, wie die Challenge #cleansnap. Hier sollte ein durch Müll verschmutzter Ort vor und nach dem Aufräumen gefilmt werden. TikTok spendete für jedes hochgeladene Video an den Umweltschutzverein Wings of the ocean. 

Was Jugendliche an Challenges reizt

Heranwachsende finden es spannend, sich mit anderen zu messen und Dinge nachzuahmen. Das muss nicht gleich in einem Video passieren, sondern kann auch im Alltag, zu Hause oder in der Schule sein. Auf dem Schulhof wird getanzt oder versucht, den Wasserflaschen-Flip nachzumachen. 

Bestimmte Challenges können jungen Nutzerinnen und Nutzern ein starkes Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit vermitteln. Durch Likes und Kommentare geben sie sich gegenseitig Feedback und nehmen Kontakt zueinander auf. Auch Anerkennung und Nervenkitzel sind für junge Menschen Gründe, Challenges mitzumachen. 

Challenges gehören zum festen Bestandteil vieler Social-Media-Communities und werden auch von Influencerinnen und Influencern mitgemacht. Das animiert ihre jungen Follower, sich anzuschließen und dem Trend zu folgen.  

Wenn Challenges gefährlich werden

Nicht jede Challenge ist harmlos. Es gibt auch gefährliche und riskante Challenges. Das wird zum Problem, wenn Jugendliche zum Nachahmen aufgefordert werden, die sich der Gefahr nicht bewusst sind. Challenges, die dazu auffordern abzunehmen oder Dinge zu essen, die nicht dazu gedacht sind, sind nur zwei Beispiele. 

Gleichgesinnte “treffen” und das Ziel, sich selbst etwas zu beweisen oder Aufmerksamkeit bekommen, sind Gründe, warum Jugendliche sich auch auf gefährliche Challenges einlassen. Hinter diesen gefährlichen Challenges stecken häufig sogenannte Hoaxes. Das sind ausgedachte Geschichten, die als Challenge verbreitet werden. Kinder und Jugendliche werden zu riskanten Aktivitäten animiert, weil sonst angeblich etwas Schlimmes passieren würde. Gefährlich sind am Ende die Hoax-Challenges selbst. Lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag zu Kettenbriefen.  

Tipps zum Umgang mit Challenges 

Social-Media-Anbieter löschen gelegentlich gefährliche Inhalte, aber das verhindert nicht, dass andere riskante Challenges zum Trend werden. Auf YouTube und TikTok ist es verboten, solche Pranks und Challenges einzustellen. Bei TikTok erhalten User direkt eine Warnung, wenn vermeintliche riskante Challenge-Videos im Feed auftauchen. Außerdem gibt es Aufklärungsvideos dazu. 

Die wichtigsten Tipps im Überblick: 

  • Wenn sich Ihr Kind gern solche Videos im Netz anschaut, lassen Sie sich diese zeigen und erzählen, was es daran begeistert.  
  • Deutlich machen, dass einige Challenges nicht zum Nachahmen geeignet und viele Inhalte inszeniert sind; erklären, warum manche Challenges gefährlich sind (Verletzungen aber auch psychische Beeinträchtigungen) 
  • Über Arten von Challenges sprechen (unbekannte Dinge essen, von denen man nicht weiß, wie sie sich auswirken, riskante sportliche Stunts, Experimente mit Feuer bspw.), aber keine konkreten Challenges nennen 
  • Vorsicht und Bedacht beim Warnen von anderen Eltern vor Challenges; diese dabei nicht weiterbreiten, alarmistische Warnungen können Angst auslösen, anstatt zu helfen 

Bleiben Sie offen für lustige, harmlose oder sogar hilfreiche Challenges. Vielleicht möchten Sie sich auch gemeinsam mit der ganzen Familie an solche Herausforderungen wagen

Skins – individuelle Spielfiguren in Games

Neue Klamotten, Tanzbewegungen oder ein neuer Avatar? All das gehört zur virtuellen Ausstattung in einem Computerspiel. Um die eigene Spielfigur besonders zu machen, können Spielende verschiedene Dinge in In-Game-Shops erwerben.

Was sind Skins?

Mit Skin, dem englischen Wort für Haut, wird in Videospielen das benutzerdefinierte Aussehen von Spielcharakteren durch bestimmte Gegenstände verstanden. Skins führen nicht dazu, dass Spielfiguren stärker oder besser werden. Wie im echten Leben bedeuten neue Klamotten nur eine optische Veränderung. Skins werden durch das Weiterkommen im Spiel freigeschaltet oder können mit Spiel- oder Echtgeld gekauft werden. Sie funktionieren also wie In-App-Käufe bei anderen Apps. Skins gibt es häufig in Free-to-play-Spielen. Die Anbieter locken mit kostenlosen Spielen, aber möchten über In-App-Käufe Geld verdienen.

Was Kinder und Jugendliche daran fasziniert

Bei beliebten Spielen, wie z. B. Minecraft, Roblox oder Fortnite, haben viele Spielende besondere Skins und es wird leicht gemacht, diese zu erwerben. Wenn Ihr Kind ein Spiel schon länger spielt, möchte vielleicht seinen Spielcharakter besser aussehen lassen, um sich von anderen Avataren zu unterscheiden. Das ist hauptsächlich in Games, die gemeinsam mit anderen gespielt werden, attraktiv für Jugendliche. So wie sie auf dem Schulhof gern die neuen Sneakers oder das neue T-Shirt präsentieren, können sie es auch im Computerspiel tun. So bekommen sie Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ihr Kind möchte sich mit seiner Spielfigur von anderen unterscheiden.

Es gibt Spielende, die Skins sammeln. Sie sehen schön aus, manche Skins sind nur für eine bestimmte Zeit zu haben und werden so zu begehrten Sammlerstücken. In verschiedenen Spielen können Skins gekauft werden, die anderen beliebten Medienhelden ähneln. Sobald ein neuer Kinofilm startet, gibt es neue Skins der Figuren.

Was Eltern beachten sollten

Wie bei Kleidung auf dem Schulhof kann es auch im Computerspiel sein, dass manche Jugendliche unter Druck stehen, Skins zu kaufen. Denn wenn mit einem „No-Skin“, also einer Figur-Grundausstattung, gespielt wird, werden manche Gamer beleidigt, weil sie sich offenbar „keine Skins leisten können“. In der Pubertät sind Jugendliche sehr sensibel und abhängig von der Meinung Gleichaltriger. Umso wichtiger ist es, dass Sie mit Ihrem Kind über alle Aspekte von Computerspielen sprechen. Dazu zählen die Kommunikation mit anderen, Inhalte in den Spielen und auch In-Game-Käufe.

Erklären Sie Ihrem Kind, welche Interessen der Anbieter hat und vereinbaren Sie Regeln zum Umgang damit. Vielleicht können Sie sich auf einen bestimmten Betrag des Taschengelds einigen, der für Skins und ähnliche Dinge ausgegeben werden darf. Ihr Kind sollte sich genau überlegen, wie wichtig eine bestimmte Ausstattung ist, bevor es diese kauft. Achten Sie darauf, dass Ihre Kreditkarte oder Ihr Bankkonto nicht automatisch belastet wird, falls Ihr Kind aus Versehen einen Kauf tätigt.

Manche Skins sind teurer als andere. Das kommt daher, dass manche seltener sind als andere. Die Seltenheit bestimmter Skins kann dazu führen, dass Skins auch von Dritten weiterverkauft werden und Wetten und Glücksspiel mit diesen stattfinden. Das ist in den meisten Fällen illegal und Sie sollten darauf achten, dass ihr Kind nur im In-Game-Shop einkauft.

Zocken und Bewegung – Wie passt das zusammen?

Gerade wenn Kinder in die Pubertät kommen, haben sie immer weniger Lust, Sachen mit der Familie zu unternehmen. Einige Kinder sitzen lieber vor dem Smartphone oder Rechner, spielen und kommunizieren virtuell mit ihren Freundinnen und Freunden. Es gibt Eltern, die besorgt sind, dass sich ihr Kind zu wenig bewegt. Dabei ist ein Ausgleich zur Bildschirmzeit wichtig – vor allem, wenn damit keine Bewegung verbunden ist. Allerdings lässt sich auch beides zusammenbringen! Bestimmte Konsolenspiele funktionieren sogar nur mit Bewegung. Und es gibt Spiele, die gemeinsam draußen mit der Familie erlebt werden können.

Sportspiele mit der Konsole

Wer eine Spielekonsole wie Playstation, Xbox oder Nintendo Switch zu Hause hat, kennt wahrscheinlich auch Sport- und Tanzspiele. Die Auswahl ist riesig. Viele der Spiele machen nicht nur Kindern und Jugendlichen Spaß, sondern können gut bei einem gemeinsamen Spieleabend in der Familie gezockt werden. Es kann getanzt, in einem digitalen Brettspiel können sportliche Minispiele absolviert werden oder vieles mehr. Zubehör, wie z. B Nintendo Ring Fit, soll den Fitnesseffekt mit den Spielen noch steigern. Diese müssen jedoch zusätzlich gekauft werden. Einen Überblick finden Sie z. B. auf der Seite von GamePro. Auch mit VR-Brillen lassen sich Spiel und Bewegung verbinden. Schauen Sie doch mal bei der Bibliothek in Ihrem Ort oder dem Jugendzentrum vorbei. Diese Einrichtungen bieten manchmal Workshops zum Thema an oder verleihen Geräte – übrigens auch Spielekonsolen und die passenden Spiele.
Wenn Sie Sorge haben, dass sich Ihr Kind zu wenig bewegt, machen Sie doch eine Challenge daraus. Bei einigen Sportspielen können Sie Ihren Trainingserfolg festhalten. Wenn Sie unterschiedliche Nutzer anlegen und regelmäßig gegeneinander spielen, können Sie sich gegenseitig motivieren.

Digitale Schnitzeljagden

Spazierengehen am Wochenende ist für viele Kinder langweilig. Aber wenn daraus ein spielerisches Abenteuer wird, sieht das anders aus. Formate wie Geocaching und digitale Schnitzeljagden verbinden Bewegung an der frischen Luft mit digitalen Geräten. Wie die Schatzsuche beim sogenannten Geocaching funktioniert, können Sie in unserem Beitrag dazu nachlesen. Eine Alternative sind digitale Schnitzeljagden mit Actionbound, die sie entweder selbst erstellen können oder eine aus vorhandenen Rallyes aussuchen können.

Selbst kreativ werden

Wenn Ihre ganze Familie gerne spielt, ob mit dem Brettspiel oder digital, können Sie auch selbst kreativ werden. Welche Spiele lassen sich auch draußen umsetzen? Versuchen Sie es doch mal mit dem alten Handyklassiker Snake. Viele Jugendliche lieben Fortnite. Elemente daraus, wie Springen, Ausweichen und Deckungsuchen, lassen sich in die analoge Welt, z. B. mit dem Aufbauen eines Hindernisparcours, übertragen. So animieren Sie Ihr Kind nicht nur dazu, sich zu bewegen, sondern haben auch ein gemeinsames Erlebnis und einen Anlass, sich mit Ihrem Kind über seine Begeisterung für Games zu unterhalten. Es gibt auch viele Jugendprojekte, die Games und Bewegung zusammenführen, z. B. mit einem FIFA-Hallenfußball-Turnier – vielleicht ist das etwas für den nächsten Geburtstag oder das nächste Klassenfest.

Pinterest – soziales Netzwerk für Kreative

Pinterest ist eine Plattform und ein soziales Netzwerk. Es dient als Suchmaschine für Rezepte, Einrichtungsideen, Bastelanregungen und vieles mehr. Der Name Pinterest setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern pin (= anheften) und interest (= Interesse).

Kurz gefasst:  

  • ab 13 Jahren erlaubt 
  • kostenlos über einen Browser und per Smartphone-App (für Android und iOS) nutzbar 
  • vollständige Nutzung erfordert Anmeldung per E-Mail 
  • Risiken: Werbung, Datenweitergabe, Kontakt mit ungeeigneten Inhalten 

Was ist Pinterest?  

Pinterest funktioniert wie eine Online-Pinnwand mit Suchmaschine, auf der Bilder, Kurzvideos u. ä. zu finden sind. Wer angemeldet ist, kann selbst Pinnwände erstellen. Inhalte auf Pinterest, die als Karte oder Kästchen dargestellt werden, heißen Pins. Pins von anderen lassen sich speichern und auf eine eigene Pinnwand hinterlegen. Jeder Benutzer kann Pins erstellen und Ideen mit anderen Nutzenden auf Pinterest teilen. Im sogenannten Homefeed, also der Startseite, die nach der Anmeldung angezeigt wird, finden sich Pins von anderen Nutzenden und Unternehmen, die der Algorithmus aufgrund der eigenen Aktivität als interessant berechnet hat. Außerdem werden Pins von den Nutzern und Pinnwänden angezeigt, denen man folgt. 

Um alle Funktionen von Pinterest nutzen zu können, ist eine Anmeldung nötig. Wer sich nicht registrieren möchte, muss Inhalte von Pinterest über eine externe Suchmaschine nutzen (z. B. durch die Eingabe des Suchbegriffs und „Pinterest“).  

Was fasziniert Jugendliche daran? 

Wer gern kreativ ist, neue Ideen sucht und sich mit anderen über sein Hobby austauschen möchte, findet bei Pinterest viele Möglichkeiten und Anregungen. Die visuelle Aufmachung der Seite ist ansprechend. Trotzdem tummeln sich hier sicherlich mehr Erwachsene als Kinder und Jugendliche. Eltern können hier Bastelideen u. ä. für ihre Kinder finden. Jugendliche können auf Pinterest mit Freunden und Freundinnen gemeinsam Pinnwände gestalten. Gruppenpinnwände sind eine gute Möglichkeit, Ideen und Pläne zu sammeln und zu teilen.  

Was ist problematisch an dem Angebot? 

Pinterest ist ein Angebot für Erwachsene. Auch wenn es auf den ersten Blick keine problematischen Inhalte gibt, ist die Seite nicht auf die Nutzung durch Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Die Inhalte werden durch die Nutzenden bestimmt, d. h. sie können auch ungeeignet für Kinder sein. Unternehmen nutzen Pinterest, um sich darzustellen, so dass junge Nutzende mit Werbung in Kontakt kommen können, die sie eventuell nicht erkennen. Es gab bereits Pinnwände von Pro-Ana-Foren u. ä., die zu ungesunden und teilweise gefährlichen Lebensweisen aufgerufen haben. Mit der Zustimmung zur Datenschutzerklärung von Pinterest lassen Nutzende die Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte zu. Mehr dazu erfahren Sie bei klicksafe

Was meint der Anbieter? 

Pinterest hat seine Nutzungsbedingungen angepasst, um problematische Inhalte zu vermeiden. Es ist verboten, auf der Plattform selbstverletzendes Verhalten anzupreisen, und bei bestimmten Pinnwänden werden Warnhinweise mit Hilfsangeboten angezeigt. Pinterest sagt von sich, dass sie die Rechte Dritter an deren geistigem Eigentum respektieren und erwarten dasselbe von den Pinterest-Nutzenden. Für Fremdinhalte übernimmt Pinterest keine Verantwortung. 

Pinterest verdient primär mit Werbung, sogenannten “Promoted Pins”. Der Vorteil dieser Werbe-Pins sei es, dass sie sich nahtlos einfügen lassen und vom Nutzer nicht als störende Werbung empfunden werden. 

Was sollten Eltern beachten?  

Da Pinterest kein Angebot für Kinder ist, es aber dort auch für junge Nutzende interessante Inhalte gibt, sollten Sie am besten gemeinsam auf der Plattform stöbern. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind (bevor es 13 Jahre alt ist) kein eigenes Konto anlegt, sondern nutzen Sie besser den Umweg über eine externe Suchmaschine. Wenn Ihr Kind sich unbedingt selbst anmelden möchte, um gemeinsam mit Freundinnen und Freunde Pinnwände zu erstellen, nehmen Sie die Anmeldung zusammen vor. Machen Sie mögliche Sicherheitseinstellungen. Sie können die Personalisierung in den Einstellungen deaktivieren, so dass die Plattform Aktivitäten außerhalb von Pinterest nicht sammelt. Außerdem sollten Sie den Account auf privat stellen. Fragen Sie regelmäßig nach und lassen Sie sich zeigen, was Ihr Kind auf Pinterest anschaut. 

Mit Lernrobotern programmieren verstehen

Eine kleine Biene mit Rädern bewegt sich über den Boden im Kinderzimmer oder ein kleiner blinkender Roboter folgt aufgemalten Linien auf einem Blatt Papier – so spielerisch kann es aussehen, wenn Kinder lernen, wie Programmieren funktioniert. Denn viele Dinge sind heutzutage programmiert, wie die Zeitsteuerung an der Waschmaschine oder die Musikbox in der Küche. Lernroboter können helfen, das technische Verständnis von Medien für Kinder ab dem Kindergartenalter zu verbessern und machen gleichzeitig Spaß.

Wie funktionieren Lernroboter?

In unserem Alltag nutzen wir technische Geräte oft, ohne ihre Mechanismen zu hinterfragen. Sobald wir selbst einen kaputten Gegenstand repariert haben, durchschauen wir auch seine technischen Abläufe besser. Ähnlich ist es bei Ihrem Kind und digitalen Medien: Wenn es begreift, wie man einen Roboter programmiert, kann diese Erfahrung sein technisches Verständnis von Geräten fördern. Es kann auch helfen, dass Ihr Kind einen kritischeren Blick auf Medien bekommt und ihre Funktionsweise hinterfragt. Dies ist förderlich für seine Medienkompetenz. Neben ersten Programmierkenntnissen schulen diese Roboter auch ihre Kreativität und logisches Denken.

Es gibt unterschiedliche Lernroboter, die alle ähnlich funktionieren: Mit Hilfe von wenigen Grundbefehlen entwickelt Ihr Kind eine eigene Anleitung für den Mini-Roboter. Hat der Roboter die Anleitung verstanden, führt er die Schritte in der vorgegebenen Reihenfolge aus. Zwei Roboter, die ohne weitere Technik funktionieren und mit denen schon jüngere Kinder erfahren können, wie Progammierung funktioniert, stellen wir kurz vor:

Ozobot

Der Ozobot ist ein kleiner Lernroboter, der mit farbigen Linien gesteuert wird. An der Unterseite hat er Sensoren, die wie kleine Kameras unterschiedliche Farben erkennen. Damit er sich bewegt, malen Kinder mit Farbstiften eine Fahrbahn auf Papier und setzen ihn anschließend auf die Linie. Der Ozobot fährt diese Fahrbahn nach. Neben einfachen Strecken kann er auch Dreh- und Tanzbewegungen fahren und Geräusche machen. Fortgeschrittene (mit Englischkenntnissen) können mit einem PC/Laptop oder Tablet sowie der Programmiersprache „OzoBlocky“ eigene Programme und Effekte für den Ozobot erstellen. Ozobots eignen sich für Kinder ab dem Grundschulalter.

Bee-Bot

Für jüngere Kinder (ab ca. 4 Jahren) ist der Bee-Bot besser geeignet. “Bee“ ist Englisch und bedeutet „Biene“, da der Roboter wie eine Biene aussieht. Er fährt auf Rädern und hat 7 Richtungstasten, z. B. vorwärts oder links. Ihr Kind plant den Weg des Roboters. Dazu speichert es die gewünschte Reihenfolge von Bewegungen mit den Richtungstasten auf dem Bee-Bot. Der Bee-Bot führt diese Bewegungen anschließen Schritt für Schritt aus. Er kann bis zu 200 Befehle hintereinander ausführen.

Neben diesen Modellen gibt es noch weitere empfehlenswerte Lernroboter, z. B. Cubatto, Blue-Bot oder Dash (mit Tablet-Steuerung). Erfahren Sie mehr beim lehrerweb.wien.

Was fasziniert Kinder daran?

Kinder experimentieren gerne mit diesen Lernrobotern. Die Bedienung ist einfach und sie können diese nach dem gemeinsamen Ausprobieren mit einem Erwachsenen schnell selbst steuern und eigene Ideen umsetzen. Mit dem Zubehör, oder anderen Alltagsgegenständen, können sie eigene Geschichten erfinden, in denen sich die Roboter bewegen.

Was sollten Eltern beachten?

Unterstützen Sie Ihr Kind bei der Erkundung des Lernroboters bis es die Funktionsweise verstanden hat und selbst umsetzen kann.

Die Auswahl an solchen Robotern wächst und die Anschaffungskosten für Roboter, mit denen sich tatsächlich etwas lernen lässt, sind mit mindestens 100,- Euro nicht ohne. Schauen Sie sich deshalb die Geräte genau an und probieren Sie diese am besten vor dem Kauf aus. Erst wenn Sie alles verstehen, können Sie den Roboter auch mit Ihrem Kind erkunden. Alternativ können Sie einen Lernroboter auch ausleihen. Einige Bibliotheken haben kleine Roboter angeschafft, verleihen sie oder bieten Workshops für Kinder damit an. So können Kinder gemeinsam die Roboter erkunden und im Team Ideen entwickeln. Auch für den Kindergarten oder die Schule sind Lernroboter geeignet. Für Schulen gibt es günstige Klassensets und online viele Anregungen für Lehrkräfte, um diese Roboter in Unterrichtsfächern einzusetzen.

Freies Spiel und Kreativität mit den Apps von Toca Boca

Die bunten und kreativen Spiele-Apps von Toca Boca sind bei jüngeren Kindern beliebt. Es gibt z. B. Toca Nature, Toca Life: Farm oder Toca Hair Salon. Bisher hat Toca Boca über 20 verschiedene Spiele entwickelt. In diesen Apps können Kinder ihre eigenen Welten frei erschaffen und beliebige Geschichten spielen.

Die Macher werben damit, dass Kinder in die Entwicklung der Apps einbezogen werden. Kinder testen vorab die App und machen Verbesserungsvorschläge. Alle Apps sind frei von für Kinder ungeeigneten Inhalten. Damit nehmen die Spieleentwickler die Forderung verschiedener Kinderrechtsorganisationen auf, Kinder und ihre Rechte in der Entwicklung von Produkten für Kinder zu beachten.

Kurz gefasst: 

  • Spiele-Apps für Android und iOS
  • pädagogische Empfehlung: ab dem Vorschulalter; in den App-Stores ab 4 Jahren empfohlen
  • Kosten je nach App unterschiedlich (kostenlos oder kostenpflichtig)
  • weitestgehend werbefrei und offline nutzbar
  • beinhaltet In-App-Käufe

Was kann das? 

In allen Toca Boca-Apps geht es um Kreativität und freies Spiel. Es gibt keine Levels oder Ziele, die in einer bestimmten Zeit erledigt werden müssen.

Nach dem Herunterladen der App bewegen sich die Nutzenden frei in der jeweiligen Welt und gestalten diese wie sie möchten. Es gibt unterschiedliche Spielfiguren, die das Kind nach Aussehen und Eigenschaften selbst aussuchen kann. In einigen Räumen kann das Kind Aufgaben erledigen. Meistens gibt es aber keine bestimmten Anweisungen.

Was fasziniert Kinder daran? 

Kinder können sich ihre eigenen Geschichten und Welten ausdenken und in der App gestalten. Durch die unterschiedlichen Spielumgebungen und das Schlüpfen in verschiedene Rollen werden Kinder ermutigt, weiterzuspielen. In den bunten Welten gibt es keinen Text. Die Kinder können sich umschauen und vieles über das Sehen entdecken.

Was kann problematisch sein an dem Angebot? 

Die Datenschutzbestimmung der App verspricht, dass keine Werbung von Drittanbietern enthalten ist. Toca Boca wirbt aber für andere eigene Apps. Deshalb können Kinder verleitet werden, ähnliche Apps spielen zu wollen. Außerdem speichern die Apps Daten, wie die Spieldauer und der Spielfortschritt, und geben sie an Google Analytics weiter. Auch die Daten von Eltern werden erfasst, wenn sie im Toca Boca-Shop etwas kaufen, Benachrichtigungen aktivieren oder den Newsletter abonnieren. Eine Datenlöschung kann über eine E-Mail an dpo@spinmaster.com angefordert werden.

Die meisten Apps sind kostenlos im Download, bieten aber In-App-Käufe an. Mit diesen können Kinder theoretisch in einigen der Apps neue Charaktere, Stationen oder Geschenke freischalten, falls eine Kreditkarte auf dem Gerät hinterlegt ist.

Was meint der Anbieter? 

Toca Boca ist ein schwedischer Spieleentwickler und daher an die Datenschutzgesetze der EU gebunden. Toca Boca gibt an, dem PRIVO-Siegel gerecht werden zu wollen. Dieses Siegel vergibt eine unabhängige Organisation, die sich dem Schutz von Kinderdaten im Onlinebereich verpflichtet hat. Die App verspricht, keine persönlichen Daten von Kindern zu sammeln.

Was sollten Eltern beachten? 

Da die Apps insbesondere für jüngere Kinder entwickelt wurden, sollten Sie die ersten Nutzungsschritte begleiten – auch um sich selbst mit den Funktionen der Apps vertraut zu machen. Ratsam ist es, Spielzeiten festzulegen, da die Apps keine Zeitlimits vorgeben und praktisch endlos gespielt werden können. Dafür lässt sich das freie Spiel einfacher unterbrechen als bei Level-Spielen.

Sprechen Sie vorab mit dem Kind über die Funktion der In-App-Käufe und deaktivieren sie diese bzw. hinterlegen Sie keine Zahlungsdaten, um versehentliche Käufe zu verhindern.

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