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Kennen Sie fragFINN?

Über fragFINN surfen Kinder nur auf geprüften Internetseiten. Dadurch stoßen sie auf keine ungeeigneten Inhalte.

Kurz gefasst:

  • Suchmaschine für Kinder
  • geeignet für Kinder von 6 bis 12 Jahren
  • zusätzliche Surftipps und Artikel
  • auch als App verfügbar
  • datensicher
  • basiert auf Open-Source-Software Elasticsearch

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https://www.youtube.com/watch?v=qFv6viliLuU_%_

Was ist fragFINN?

Die Suchmaschine für Kinder zeigt auf der Grundlage von geprüften Webseiten nur unbedenkliche Inhalte in den Ergebnissen an. Die Prüfung der Internetseiten wird von einem medienpädagogischen Team durchgeführt. Über die Kindersuchmaschine findet man Kinderseiten und unbedenkliche Erwachsenenseiten (z. B. Zooseiten, Vereinsseiten). Die Kinderseiten werden in den Suchergebnissen zuerst ausgespielt.

Auf der Startseite von fragFINN finden Kinder auch Surftipps zu vielen unterschiedlichen Themen. Kinder können sich als fragFINN-Kinderreporter engagieren und berühmte Persönlichkeiten treffen.

Bei der Darstellung der Suchergebnisse werden Websites durch die Icons „Kinder“, „Wissen“ und „International“ gekennzeichnet. Dadurch sind die Suchergebnisse für Kinder leichter einzuordnen.

Bei der Nutzung der Suchfunktion auf der Website und in der App wird die Suchanfrage der Nutzenden direkt an den fragFINN-Server in Deutschland gesendet. Dabei werden keine Nutzer*innendaten gesammelt oder gespeichert.

Auf mobilen Geräte wie Smartphone oder Tablet lässt sich auch die fragFINN-App installieren.

Was sollten Eltern beachten?

Kindersuchmaschinen bieten einen sicheren Einstieg in die Welt des Internets. Sie können eine gute Vorbereitung auf die Nutzung von gängigen und bekannten Suchmaschinen sein. Durch die Vorprüfung aller Inhalte ist eine sehr hohe Sicherheit für Ihr Kind gegeben. Trotzdem sollten Sie Ihr Kind gerade bei der erstmaligen Nutzung begleiten und gemeinsam die Suchmaschine erkunden. So können Sie wichtige Funktionen für die Suche genauer erklären.

Sollte Ihr Kind eine Seite unter den Ergebnissen finden, die ihm Angst macht, kann es diese über den Button „Seite melden“ mitteilen. Die eingegangenen Alarme werden täglich überprüft. Ihr Kind hat auch die Möglichkeit, Internetseiten vorzuschlagen. Das medienpädagogische Team prüft die Seiten und kann sie gegebenenfalls für die Kindersuchmaschine freigeben. Außerdem ist die Suchmaschine besonders kompatibel mit zusätzlichen Kinderschutzlösungen wie z. B. JusProg.

Weitere Informationen für Eltern sind hier zu finden: eltern.fragFINN.de

Kindersicherung Salfeld

Da Kinder schon früh Kontakt mit Medien haben, wünschen sich viele Eltern, dass es einen sicheren Zugang zum Netz gibt. Verschiedene sogenannte Jugendschutzprogramme möchten Eltern dabei unterstützen, die Mediennutzung ihres Kindes zu technisch abzusichern. Von der Stiftung Warentest als “gut“ bewertet wurde die Kindersicherung Salfeld.

Kurz gefasst: 

  • Software zur Kindersicherung für Android-Smartphones und Windows-PCs 
  • Testsieger bei Stiftung Warentest (2020: “gut”)
  • auf Englisch und Deutsch verfügbar
  • 30 Tage kostenlos, danach kostenpflichtig 
  • Zielgruppe des Angebots sind Eltern

Was bietet die Kindersicherung Salfeld? 

Durch die Kindersicherung Salfeld können Eltern bestimmte Zeitlimits und Einschränkungen auf dem Gerät ihres Kindes vornehmen. Diese können je nach App und Webseite individuell eingestellt werden. So können Sie als Elternteil z. B. einstellen, dass Ihr Kind mit Lern-Apps mehr Zeit verbringen darf als mit Social Media oder Spiele-Apps. Sie können außerdem eine Liste mit Webseiten anlegen, auf die Ihr Kind nicht zugreifen soll, weil es dort beispielsweise auf nicht-altersgerechte Inhalte stoßen kann. 

Die Kindersicherung Salfeld erlaubt Eltern außerdem, die Handy-Aktivitäten ihres Kindes einzusehen. Über eine Etern-App werden Protokolle der besuchten Webseiten und die genutzten Apps des Kindes zur Verfügung gestellt. Mit der App lassen sich Zeitlimits auch unterwegs ändern und Internetseiten sperren oder freischalten.

Durch sogenannte Zeitgutscheine können Kinder einen Zeitbonus bekommen, wenn sie z. B. selbstständig Lernangebote nutzen. Diese lassen sich ebenfalls flexibel einstellen und freigeben. 

Was Eltern beachten sollten

Die (deutschen) Anbieter der Kindersicherung Salfeld geben in ihrer aktuellen Datenschutzerklärung an, mit personenbezogenen Daten sensibel umzugehen und den Schutz der Privatsphäre ernst zu nehmen. Trotzdem müssen die Nutzungsdaten Ihres Kindes für die Funktionsfähigkeit der Anwendung an den Anbieter (anonymisiert) weitergeleitet werden. Dieser hat so theoretisch Zugriff darauf und könnte diese einsehen. Daten können durch Datenlecks an Dritte gelangen und so in falsche Hände geraten. Eltern sollten sich dieses Risikos bewusst sein. 

Der Schutz von Kindersicherungen ist außerdem eingeschränkt, wenn es um Kommunikationsrisiken wie Cybermobbing oder Hassrede geht. Auch bei harmlosen Apps kann es zu unangenehmen Erfahrungen kommen. Sie sollten deswegen mit Ihrem Kind über seine Erfahrungen im Netz sprechen und ihm das Gefühl vermitteln bei Problemen verständnisvoll zu sein.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Kindersicherungen können dazu beitragen, Kinder besser vor möglichen Gefahren im Netz zu schützen. Doch verlassen Sie sich nicht allein auf solche Apps. Keine Technik kann hundertprozentige Sicherheit garantieren. Außerdem können Sie Ihrem Kind das Gefühl vermitteln, dass Sie es kontrollieren und ihm nicht vertrauen. Der Grad zwischen Schutz und Überwachung ist schmal. Vermeiden Sie eine heimliche Kontrolle, sondern sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über Ihre Ängste und die Möglichkeit, eine solche App zu nutzen. Vor allem sollten Sie mit Ihrem Kind über die Gefahren im Netz sprechen und wie man diese vermeiden kann. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag “Groß und klein sollten sicher sein im Netz”.

Spielerisch die Welt von YouTube erkunden – das Game Influenc[AR]

Bei diesem Spiel können Kinder und Jugendliche unterhaltsam und ohne Risiko erfahren, wie man einen eigenen YouTube-Channel aufbaut und was das bedeutet. Es ist eine Mischung aus analogem Gesellschaftsspiel und Handy-Game.

Kurz gefasst:

  • Augmented-Reality-Kartenspiel
  • für 3 – 6 Spieler*innen
  • ab etwa 10 Jahre
  • Druckversion im kostenlosen Download
  • browserbasiert, mit jedem Handy spielbar

Was genau ist Influenc[AR]?

Alle Mitspielenden wollen so schnell wie möglich einen eigenen YouTube-Kanal aufbauen. Zu Spielbeginn wird aus sechs möglichen Channels ausgewählt – wie Beauty, Comedy oder Let’s Play. Alle bekommen ein Kartendeck und müssen die dort abgebildeten Aufgaben erledigen. Dazu öffnet jede Person die Web-App auf dem Smartphone. Jede Aufgabe ist mit Emojis abgebildet und die Spielenden müssen die Karte den Situationen auf ihrem Handydisplay zuordnen. Wer die richtige Karte gefunden hat, scannt den dort aufgedruckten Code mit der Handykamera ab. Wenn sie richtig war, darf die Karte auf die eigene Spielunterlage (das sogenannte Missionboard) abgelegt werden. Gewonnen hat, wer am schnellsten sein Board voll hat. Allerdings müssen zwischendurch auch Karten von Mitspielerinnen und Mitspielern gescannt werden. Dadurch wird das Spiel kommunikativ und auch ein wenig stressig.

Die abgebildeten Situationen beziehen sich auf verschiedene Dinge, mit denen YouTuber oder Influencer zu tun haben, wenn sie einen eigenen Kanal betreiben: Es geht um die Beziehung zu Fans, den Umgang mit Geld und Geschäftspartnern, das Privatleben, die eigene Gesundheit und so weiter. Deshalb kann das Spiel eine gute Möglichkeit sein, mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch über diese Themen zu kommen. Oft wissen sie nicht, wie viel Arbeit hinter einem Leben als Influencer steckt und welche Probleme damit verbunden sein können.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche daran?

Das Spiel erinnert an Ligretto, Bingo oder ähnliche Spiele, in denen es um schnelles Handeln geht. Das macht Spaß! In Kombination mit dem eigenen Handy kann es für Kinder und Jugendliche besonders spannend sein. Dabei stehen die Inhalte nicht im Vordergrund. Die jungen Spielerinnen und Spieler können aber ihr Wissen über Emojis und YouTube einbringen. Im Spiel mit den Eltern oder anderen Erwachsenen werden sie zu Expertinnen und Experten.

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Spiele mit digitalen Elementen sind fehleranfällig. Wenn die Web-App bei einzelnen Spielenden nicht funktioniert, kann das frustrieren. Außerdem benötigt jeder Mitspielende ein eigenes Smartphone, wodurch es eventuell nicht in allen Familien zu spielen ist. Das ist auch der Fall, wenn sich die Karten und Missionboards nicht ausdrucken lassen, weil kein Drucker vorhanden ist. Es kann sein, dass bestimmte Emojis nicht verstanden werden. 

Was meint der Anbieter?

Das Spiel wurde von Medienpädagoginnen (des JFF – Institut für Medienpädagogik) für die Nutzung in der Bildungsarbeit entwickelt. Es funktioniert aber auch gut in der Familie. Die Macherinnen sind dabei, das Spiel noch spannender zu gestalten und weiterzuentwickeln. Es wird auch getestet, ob das Spiel als reine Online-Variante funktioniert, so dass das Spielmaterial nicht ausgedruckt werden muss.

Was sollten Eltern beachten?

Bevor Sie das Spiel mit Ihren Kindern spielen, sollten Sie die Technik testen. Im Booklet zum Spiel gibt es eine ausführliche Anleitung. Auch die Spielregeln sind dort erklärt. Wenn Sie bestimmte Emojis nicht verstehen, können Sie diese ebenfalls im Booklet nachschlagen.

Vielleicht hat Ihr Kind, den Wunsch YouTuber zu werden, aber Sie wissen nicht, wie Sie ihm vermitteln sollen, was das bedeutet. Das Spiel kann eine unterhaltsame Hilfe sein. Wenn es Ihnen und Ihren Kindern nur um ein lustiges Spiel geht, ist das auch in Ordnung!

JusProg – das digitale Jugendschutzprogramm

Viele Kinder surfen schon mit jungen Jahren selbstständig im Internet. Wenn Sie als Eltern daneben sitzen, bekommen Sie mit, welche Webseiten und Inhalte Ihr Kind sieht. Gerade ältere Kinder – etwa ab der weiterführenden Schule – sollten aber auch selbstbestimmt im Internet unterwegs sein dürfen. Oftmals ist es nur ein Klick und Kinder werden auf eine andere, vielleicht weniger kinderfreundliche Seite geleitet. Programme wie JusProg sollen dabei helfen, Kinder und Jugendliche im Netz besser zu schützen

Kurz gefasst:

  • staatlich anerkanntes, digitales Jugendschutzprogramm 
  • kostenlos und ohne Registrierung
  • lässt sich auf verschiedenen Geräten installieren
  • datenschutzfreundlich und werbefrei
  • individuelle Einschränkungen für unterschiedliche Altersstufen

Was kann das?

Die Software filtert aufgerufene Webadressen und blockiert nicht-altersgerechte Seiten im Internet. JusProg läuft während des Surfens im Hintergrund: Ist eine Webseite als nicht altersgerecht im System verzeichnet, wird sie geblockt. Eltern geben das Alter des Kindes vorher an. 

JusProg kann auf den meisten Endgeräten von iOS und Android installiert werden. Neben den gelisteten Webadressen können weitere Seiten manuell gesperrt oder freigegeben werden. Auf einem Gerät lassen sich mehrere Nutzerprofile anlegen, sodass Eltern und Kinder an einem Computer surfen können und das Schutzniveau individuell an das Alter des Familienmitglieds angepasst ist. So sieht z. B. ein Kind Inhalte für unter 12-Jährige, während das ältere Geschwisterkind Webseiten ab 16 Jahren besuchen kann. Das Programm wurde von Stiftung Warentest mit „gut“ bewertet.

Was meint der Anbieter?

Das System von JusProg basiert auf Negativ- (Blocklist) und Positivlisten (Passlist), auf denen verschiedene Webseiten vermerkt sind. Die Anbieter garantieren selbst keine hundertprozentige Sicherheit, da das Internet zu groß ist und zu schnell wächst, als dass alle Seiten gelistet sein können. Vor allem nicht-deutsche Internetseiten und Inhalte auf Social-Media-Kanälen sind nicht ausreichend geschützt. Eltern sollten deshalb Webseiten, die sie als nicht altersgerecht empfinden, manuell sperren. Kindern von 0 bis 12 Jahren werden nur Webseiten angezeigt, die sich auf der Whitelist der Kindersuchmaschine fragFinn.de befinden. Nicht bekannte Webadressen werden automatisch geblockt. Bei Kindern ab 12 Jahren ist es etwas anders: Für sie werden alle Seiten, die nicht im System vermerkt sind, automatisch freigeschaltet.

Die Anbieter weisen darauf hin, dass freigegebene Seiten lediglich als kindertauglich und nicht entwicklungsschädigend eingestuft wurden. Anders als bei den Kindersuchmaschinen wie fragFinn handelt es sich nicht um Empfehlungen für das jeweilige Alter. Eltern müssen selbst einschätzen bzw. andere Empfehlungen recherchieren, ob die Inhalte für ihr Kind geeignet sind. Auf der Elternseite des Angebots erhalten Sie nähere Informationen.

Was sollten Eltern beachten?

JusProg ist ein gutes Angebot, das einen besseren Jugendschutz im Netz unterstützen kann. Es ist vor allem bei jüngeren Kindern sinnvoll. Ab 12 Jahren ist der Surfraum mit JusProg relativ ungeschützt. Internetseiten wie Google, Facebook, Twitter und Instagram sind für das System schwer zu filtern und müssen manuell eingestellt werden. Oftmals bieten die Seiten selbst Jugendschutzfilter an, die sich leicht aktivieren lassen.

Ihnen als Elternteil sollte bewusst sein, dass ein Jugendschutzprogramm wie JusProg die Begleitung der Mediennutzung Ihres Kindes nicht ersetzt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen über das eigene Medienverhalten und vereinbaren Sie Regeln für die Mediennutzung in der Familie. Wenn Sie die ersten Schritte im Netz gut begleitet und Ihrem Kind erklärt haben, worauf es dabei achten sollte, wird es sich später auch alleine einigermaßen sicher online bewegen können bzw. weiß besser mit Gefahren im Netz umzugehen. Beispielsweise wendet sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn an Sie oder andere Vertrauenspersonen, wenn es auf Probleme stößt.Wenn Sie sich für die Nutzung von JusProg entscheiden, geben Sie Ihrem Kind nicht das Gefühl, dass Sie ihm oder ihr nicht vertrauen. Erklären Sie Ihrem Kind, warum JusProg bestimmte Seiten blockiert und entscheiden Sie gemeinsam, wann Ihr Kind für einen offeneren Internetzugang bereit ist.

Among Us – Verrat im Freundeskreis

Die Coronakrise hat dazu geführt, dass das Spiel Among Us einen Boom erlebte. Es ist kein Spiel, das man allein für sich spielt, sondern es funktioniert nur in einer Gruppe. Der Austausch über einen Audiochat spielt eine wichtige Rolle. Die Kommunikation in der Gruppe macht das Spiel unterhaltsam und spannend.

Kurz gefasst

  • kurzweiliges Online-Multiplayer-Spiel (für 4 bis 10 Personen)
  • als App für iOS und Android kostenlos (aber mit Werbung)
  • kostenpflichtig für PC (nur für Windows, über Steam mit Account)
  • enthält In-App-Käufe
  • Altersfreigabe: ab 6 Jahren; empfohlen ab 10 Jahren

Was ist Among Us?

Das Spielprinzip von Among Us kennt man von Gesellschaftsspielen wie Werwölfe oder Zombies: Eine Gruppe von Personen muss sich gegen einen oder mehrere Verräter wehren und überleben. Dabei bekommt jede Person zu Beginn einer Spielrunde zufällig eine bestimmte Rolle zugewiesen: Bei Among Us ist das entweder Crewmate (= Crewmitglied) oder Impostor (= Betrügerin/Verräter)

Die Crew eines Raumschiffs muss Reparaturen – in Form kleiner spielerischer Aufgaben – vornehmen, um wieder fliegen zu können. Der oder die Betrüger unter ihnen (bei zehn Spielern können es bis zu drei sein) sabotiert die Bemühungen der Crew und bringt einzelne Crewmitglieder nach und nach um. Die Crew kann Treffen einberufen, um herauszufinden, wer die Impostor sind. Verdächtige können rausgewählt werden und müssen das Raumschiff unsanft verlassen. Gewonnen hat entweder die Crew, wenn sie die Betrüger entlarvt bzw. alle Aufgaben erledigt hat.  Oder die Impostor gewinnen, wenn die meisten Crewmates umgebracht wurden.

Die Bedienung des Spiels ist einfach. Wenn man über den PC mit Maus spielt ist es einfacher, den eigenen Avatar zu bewegen. 

Es gibt verschiedene Karten (bzw. Raumschiffe), auf denen man spielen kann. Eine Spielrunde dauert höchstens eine halbe Stunde. Jedes Spiel kann durch Einstellungen im Schwierigkeitsgrad durch den sogenannten Host angepasst werden.

Da der Austausch über mögliche Impostor ein wesentliches Element ist, wird über einen Kanal wie z. B. einen Videochat kommuniziert.

Einen ausführlichen Einblick ins Spiel bietet das Video vom Spieleratgeber NRW

Was begeistert Kinder und Jugendliche am Spiel?

Among Us funktioniert über ein einfaches und bekanntes Spielprinzip: Gut gegen Böse. Das ist bei Kindern besonders beliebt, weil es leicht zu verstehen ist. Hinzu kommt die liebevolle bunte Gestaltung und die fantastische Spielewelt auf einem Raumschiff. Die eigenen Avatare sind niedliche Spielfiguren, die sich individuell anpassen lassen. Die zu erfüllenden Aufgaben sind wie kleine Spiele im Spiel und meistens einfach zu lösen. Das ganze Spiel kann aber nur gemeinsam gewonnen werden. So ist das Spiel eine gemeinsame Aktivität und deshalb nicht nur für Kinder und Jugendliche unterhaltsam.

Was ist problematisch am Spiel?

Das Spiel gibt es nur auf Englisch. Die Sprache des Spiels ist nicht entscheidend, um es spielen zu können. Es ist aber einfacher, Englisch zu können, um alles zu verstehen und sich auf dem Raumschiff zurechtzufinden. Gerade für jüngere Schulkinder könnte das schwierig sein.

Die Grafik ist zwar bunt und die Handlung auf einem Raumschiff unrealistisch, trotzdem werden andere Figuren umgebracht. Die grafische Darstellung dieser Morde kann für jüngere Kinder beängstigend sein.

Wer zu Beginn einer Spielrunde Impostor ist, muss sich die ganze Zeit über unverdächtig verhalten. Für manche Spielende ist das sehr aufregend und dadurch auch anstrengend. In den Gesprächen während des Spiels ist der Betrüger gezwungen zu lügen. Er oder sie muss also die eigenen Freunde belügen. Das kann in einigen Gruppen sicherlich auch zu Streit führen, wenn das Spiel zu ernst genommen wird.

Es ist auch möglich, Among Us mit fremden Personen zu spielen, indem “öffentliche Spiele” gesucht werden. Hier können Kinder in Kontakt mit fremden Personen kommen. Lesen Sie in unserem Beitrag zur Kommunikation in Online-Games mehr zu den damit verbundenen Risiken.

Über In-App-Käufe kann die eigene Spielfigur gegen Geld mit exklusiven Accessoires ausgestattet werden. 

Was sagt der Anbieter?

Among Us stammt von der amerikanischen unabhängigen Spielefirma Innersloth. Auf ihrer Internetseite findet man Informationen zu Datenschutz und Privatsphäre – allerdings nur auf Englisch. Beim Start eines privaten Spiels kann der Server, über den gespielt wird, ausgewählt werden (Europa, Asien, Nordamerika).

Among Us kann anonym gespielt werden: Es ist nicht notwendig, ein Profil anzulegen und es müssen keine persönlichen Angaben wie der vollständige Name oder eine E-Mail-Adresse gemacht werden.

Was sollten Sie als Eltern beachten?

Kinder ab zehn Jahren sollten gut zwischen Realität und ausgedachter Geschichte unterscheiden können. Außerdem können sie ab diesem Alter auch schon miteinander diskutieren. Sie als Eltern können am besten einschätzen, wie Ihr Kind sich in Gruppen und Konfliktsituationen verhält. Das Spiel kann die sozialen Fähigkeiten wie das Diskutieren spielerisch fördern. Überlegen Sie auch, ob Ihr Kind mit der Spannung und Aufregung eines solchen Spiels zurecht kommt. Am besten testen Sie es vorab selbst aus.

Die englische Sprache kann für Kinder eine Herausforderung sein und gleichzeitig motivieren, die Sprache zu lernen. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, indem Sie die ersten Runden gemeinsam spielen.

Die möglichen In-App-Käufe, um den eigenen Avatar auszustatten, sind nicht spielentscheidend. Thematisieren Sie solche Dinge mit Ihrem Kind. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zu In-App-Käufen. Wenn Ihr Kind älter ist und schon Among Us spielt, bekommt es bei Handysektor Tipps zum Spiel.

TikTok – die angesagte Kurzvideo-App

TikTok gehört zu den beliebtesten Apps unter Jugendlichen. Sie ist eine Plattform für kreative Kurzvideos aller Art.

Kurz gefasst

  • kostenlose Social-Media-App
  • unter Teenagern eine der beliebtesten Apps weltweit
  • Mindestalter: 13 Jahre (mit Einverständnis der Eltern)
  • in der Kritik wegen unzureichendem Jugend- und Datenschutz sowie Einschränkung der Meinungsfreiheit

Was ist TikTok?

TikTok ist Social-Media-Plattform und Video-App in einem: User können bei TikTok aus einer bunten Sammlung von bekannten Popsongs, beliebten Audios und Zitaten, z. B. aus Filmen, wählen. Dazu „singen“ oder „sprechen“ sie Playback und filmen ihre Choreographie innerhalb der App mit dem Smartphone. Die meisten Videos sind nur 15 oder 60 Sekunden lang. Bestimmte Videos lösen einen richtigen Hype aus, werden nachgeahmt oder im Sinne eines Trends oder einer Challenge weitergeführt. 

Die Videos einiger TikToker, deren Account öffentlich ist, kann man anschauen und kommentieren, ohne dass man bei der App angemeldet sein muss. Um selbst Videos zu erstellen, braucht man aber einen Account. Im privaten Modus ist mehr Kontrolle möglich und man entscheidet selbst, wen man als Follower zulässt oder nicht.

TikTok bringt immer mehr Funktionen heraus, z. B. sich im Duett mit anderen Usern filmen, die Clips anderer weiterführen (Stitch) oder Livestreams. Diese kann man in Echtzeit kommentieren und Fragen an den jeweiligen TikToker stellen. Zunehmend nutzen auch Unternehmen die Plattform, um darüber zu werben.

Was begeistert Kinder und Jugendliche an dem Angebot?

Wie andere Social-Media-Plattformen auch nutzen Jugendliche TikTok gern für den Austausch untereinander. Sie lassen sich unterhalten, suchen nach Vorbildern, an denen sie sich orientieren können, stellen sich selbst dar und erhoffen sich positive Rückmeldung von anderen. 

Die App ist außerdem eine tolle Plattform, um seine Kreativität auszuleben. Die Hürde, ein eigenes Video zu erstellen und zu teilen, ist niedrig: In der App gibt es viele Videoeffekte und eine Musikbibliothek mit beliebten Songs, die sofort verwendet werden können. 

Kinder und Jugendliche schätzen an TikTok, dass es darin weniger um Perfektion und Professionalität gehe, wie auf Instagram oder YouTube, sondern Kreativität und Spaß im Vordergrund stehen. Die Videos sind näher am Alltag und die TikToker werden als nahbarer empfunden. Vor allem Mädchen ab 10 oder 11 Jahren begeistern sich für TikTok. Wenn die Jugendlichen älter werden, scheint die App nicht mehr so spannend zu sein. 

Was ist problematisch an dem Angebot?

Es gibt eine Reihe von Dingen, die Sie und Ihr Kind vor der Nutzung der App berücksichtigen sollten:

  • Kinder ab 13 Jahren brauchen für die Anmeldung das Einverständnis der Eltern. Das Alter wird bei der Registrierung aber nicht überprüft. Auch viele jüngere Kinder nutzen deshalb TikTok.
  • Eltern-TikToker zeigen ihre Kinder in den Videos und gefährden somit deren Privatsphäre.
  • Angezeigte Videos werden nicht gefiltert, wodurch Jugendliche mit Inhalten in Berührung kommen, die für sie ungeeignet sein können. 
  • Wenn Ihr Kind eigene Videos bei TikTok einstellt, muss es mit negativen Reaktionen rechnen. Sogenannter Hate ist unter Jugendlichen auf Social-Media-Plattformen weit verbreitet. 
  • Da die Beiträge nicht moderiert werden, können kritische Inhalte in den Kommentaren auftreten und es gibt ein hohes Risiko für Cybermobbing.
  • Die Nutzenden haben keine Rechte an den Song- oder Filmausschnitten. Die erstellten Videos sollten deshalb nicht außerhalb der App geteilt werden, da sie sonst gegen die Bild- und Urheberrechte verstoßen. Sind andere Personen im Video zu sehen, muss man sie immer um Erlaubnis fragen. TikTok erhält außerdem die Rechte an den veröffentlichten Videos.
  • Der Anbieter Bytedance finanziert sich über Werbung. Die Anzeigen im Videoformat sind von den Kurzclips der User kaum zu unterscheiden. Mit einem virtuellen Münzsystem können TikToker zudem ihr Guthaben aufladen. Davon lassen sich z. B. Emojis für die eigenen oder fremde Videos kaufen.
  • Manche Challenges, die in sozialen Netzwerken kursieren, können gefährlich werden oder befördern problematische Verhaltensweisen wie etwa Essstörungen. TikTok blockiert solche Inhalte nicht.
  • Die Löschung eines Accounts ist derzeit nur über eine Anfrage beim Kundensupport möglich.

Was sagt der Anbieter?

Der chinesische Betreiber Bytedance ist sich der Gefahr von verstörenden und unerwünschten Inhalten bewusst und passt seine Sicherheitseinstellungen nach und nach an. So wurde zum Beispiel ein Mindestalter (16 Jahre) für das Versenden von Direktnachrichten eingeführt.

  • Konten von 13- bis 15-Jährigen werden automatisch auf “privat” gestellt. Die Videos dieser Nutzergruppe dürfen gar nicht oder höchstens von Freundinnen und Freunden kommentiert werden. Ihre Videos dürfen außerdem nicht heruntergeladen werden.
  • Duette und Stitches sind mit den Videos von unter 16-Jährigen nicht möglich. Bei den unter 18-Jährigen können sie nur von Freundinnen und Freunden gemacht werden. Die Downloadfunktion ihrer Videos ist ausgeschaltet, kann aber aktiviert werden.

In der App wird nach der Registrierung durch einen roten Punkt auf die Einstellungen verwiesen. Im Sicherheitszentrum der TikTok-Website können Eltern Tipps nachlesen.

Der “Begleitete Modus” ermöglicht es Eltern, bestimmte Einstellungen für ein Familienmitglied vorzunehmen. Beispielsweise können Sie angeben, wer Ihrem Kind Nachrichten schicken und wie lange es Videos schauen darf. Generell lassen sich Userkonten melden und/oder blockieren und es gibt einen Filter für beleidigende Kommentare. Allerdings ist fraglich, ob der tatsächlich funktioniert. Algorithmen können den Kontext nicht richtig einordnen und filtern eventuell mehr heraus als nötig oder “übersehen” Kommentare.

TikTok steht wegen seiner Moderationsregeln in der Kritik, denn offenbar wird stark kontrolliert, welche Videos die Nutzenden sehen können.

Was sollten Eltern beachten?

Wenn Ihr Kind sich bei TikTok anmelden möchte, fragen Sie nach seiner Motivation. Sehen Sie sich vor dem Download gemeinsam die Nutzungsbedingungen an. Bei Handysektor finden Sie diese in einem kurzen Überblick. Um die App zu erkunden, ist es nicht notwendig, einen Account zu erstellen. Vielleicht ist das für den Anfang eine gute Option für Ihr Kind, um herauszufinden, ob ihm TikTok überhaupt gefällt.

Wenn es irgendwann einen Account geben soll, richten Sie diesen gemeinsam ein und probieren Sie zusammen die ersten Schritte aus. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die möglichen Gefahren. Besonders wichtig ist, auf die Privatsphäre zu achten und in den Videos nicht zu viel von sich preiszugeben. Am sichersten ist es, den eigenen Account auf privat zu schalten. So ist die Kommunikation nur mit Freundinnen und Freunden möglich und Ihr Kind behält den Überblick darüber, wer die Videos sehen kann.Versichern Sie Ihrem Kind, dass es sich jederzeit an Sie wenden kann, sollte es Beleidigungen erhalten oder belästigt werden. Zeigen Sie ihm außerdem, wie man unangemessene Inhalte blockieren und melden kann. Um die eigene Privatsphäre und die von anderen besser zu schützen, muss bei einem Video nicht unbedingt immer das Gesicht zu sehen sein. Mit Hilfe von Emoji-Stickern oder anderen kreativen Lösungen ist das möglich.

OnlyFans – Alles Porno?

Erotische Medieninhalte oder sogar Pornos sind eigentlich nichts für Kinder und Jugendliche. Aber weil sie neugierig sind und ihre Grenzen austesten möchten, können Internetangebote wie z. B. OnlyFans ab dem Jugendalter spannend sein.

Auf der Website OnlyFans können Nutzerinnen und Nutzer mehr oder weniger Fotos und Videos von anderen Usern ansehen. Darunter sind auch erotische und pornografische Inhalte, die allerdings nur nach Bezahlung gezeigt werden.

Kurz gefasst

  • Social-Media-Plattform
  • freigegeben ab 18 Jahren
  • Registrierung erforderlich, aber ohne Altersüberprüfung
  • Abonnements sind kostenpflichtig (nur über Kreditkarte)
  • viele Inhalte für Kinder und Jugendliche ungeeignet

Was gibt es auf OnlyFans?

Im Gegensatz zu anderen Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram finanziert sich OnlyFans nicht über Werbung. Die Nutzerinnen und Nutzer zahlen stattdessen eine monatliche Abogebühr oder einmalig als „Pay-per-View“ für die Inhalte von einzelnen Anbietern (sogenannte Creator) – das können Videos, Fotos oder Musik sein. Es geht darum, dass Creator auf die Wünsche ihrer Fans eingehen und auch persönliche Dinge preisgeben. Sexuelle Inhalte verstoßen auf der Seite nicht gegen die Nutzungsbedingungen und so kann mit freizügigen Auftritten Geld verdient werden. 

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an OnlyFans?

Auf der Plattform gibt es Inhalte aller Art. Auch deutsche Prominente haben OnlyFans als Einnahmequelle entdeckt. So bekommt man für 5 US-Dollar im Monat ein Abonnement des deutschen Rappers Fler. Dieser ist auch bei Jugendlichen sehr beliebt. Was er auf OnlyFans anbietet, hält er bisher noch geheim. Bei jungen Fans kann das zum Wunsch führen, auch auf OnlyFans aktiv zu werden, um nichts zu verpassen.

Auch durch Internetstars, denen sie auf YouTube oder Instagram folgen, kommen Kinder und Jugendliche in Kontakt mit der Seite. Immer häufiger bieten diese ihre Inhalte auch auf OnlyFans an und machen auf ihren anderen Kanälen dafür Werbung. Die Seite scheint mittlerweile für die jüngere Zielgruppe so relevant zu sein, dass sogar in der Bravo darüber geschrieben wird. 

Was kann problematisch sein an OnlyFans?

Obwohl die Seite offiziell erst ab 18 Jahren genutzt werden darf, ist eine Registrierung ohne Altersüberprüfung möglich. Erst, wenn man selbst Inhalte teilen will, muss die Volljährigkeit nachgewiesen werden. Kinder und Jugendliche können sich also auf OnlyFans anmelden, anderen Nutzern folgen und sogar private Nachrichten schreiben. Wenn sie Zugriff auf eine Kreditkarte haben, können sie sogar in den kostenpflichtigen Bereich.

Da auch immer mehr Prominente und Influencer auf der Plattform aktiv sind, können Kinder und Jugendliche durch diese über andere Kanäle auf OnlyFans aufmerksam werden.

Auf OnlyFans gibt es auch harmlose Inhalte. Aber die Nähe zu erotischen und pornografischen Inhalten macht es möglich, dass Kinder und Jugendliche mit für sie ungeeigneten Inhalten in Kontakt kommen. Im Internet kursieren außerdem Seiten, über die man die kostenpflichtigen Inhalte von OnlyFans angeblich auch ohne Bezahlung und Kreditkarte nutzen kann. 

Was sollten Eltern beachten?

Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen darüber, auf welchen Social-Media-Plattformen es unterwegs ist und was es dort macht. Es kann auf Inhalte stoßen, die noch nicht sein Alter geeignet sind, wie z. B. OnlyFans. Sprechen Sie die Gefahren und Risiken an und erklären Sie sachlich, warum solchen Seiten ungeeignet sind.

Gerade ältere Jugendliche möchten ihre Sexualität kennenlernen und nutzen dazu erotische Inhalte aus dem Netz. Das ist ganz natürlich, kann aber auch zu Problemen führen. Lesen Sie dazu mehr in unserem Beitrag “Hilfe, mein Kind schaut Pornos!”. Ist Ihr Kind bereits mit erotischen oder pornografischen Inhalten auf der Seite in Kontakt gekommen, sollten Sie auch dies gemeinsam besprechen. Ermöglichen Sie Ihrem Kind Fragen zu stellen oder zuzugeben, wenn es überfordert ist. Wenn Sie das Gefühl haben, zu Hause Ihrem Kind nicht helfen zu können, scheuen Sie sich nicht davor, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Anlaufpunkt können Schulpsychologen sein. Ein breites Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet außerdem die Nummer-gegen-Kummer

Handysektor – das Informationsangebot für Jugendliche

Ob Instagram, WhatsApp oder YouTube – die allermeisten Jugendlichen nutzen digitale Medien täglich. Auch wenn sie sich viele Dinge darüber selbst beibringen, haben sie ab und zu Fragen. Die Seite Handysektor.de bietet Informationen zu Online-Medien extra für Jugendliche.

Kurz gefasst:

  • für Jugendliche von 10 bis 18 Jahren
  • werbefrei und kostenlos
  • erreichbar über Website, YouTube, Instagram, Facebook und Twitter
  • Angebot der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) 

Was bietet Handysektor?

Das Smartphone ist für Jugendliche wichtig, um zu kommunizieren und sich auszuleben. Das Angebot von Apps und Kanälen nimmt stetig zu. Das kann auch überfordern und zu Fragen führen: Woher erkennt man, ob eine App wirklich hält, was sie verspricht? Wie gehe ich damit um, wenn ich böse Kommentare auf mein Selfie erhalte?

Handysektor möchte Jugendlichen bei solchen Fragen helfen und eine sichere und kompetente Mediennutzung fördern. Auf der Webseite erhalten sie Tipps und Informationen zu neuen Apps und können sich zu den Vor-und Nachteilen sowie möglichen Kostenfallen informieren. Wichtige und aktuelle Themen des digitalen Alltags von Jugendlichen wie Sexting, Cybermobbing oder Datenschutz werden kurz und verständlich erklärt und Tipps zum Umgang gegeben. Auf dem YouTube-Kanal von Handysektor finden Jugendliche Erklärvideos zu verschiedenen Apps und Anleitungen mit kreativen Ideen. In den Stories bei Instagram spricht Moderatorin Kim lebensnah über aktuelle Trends und gibt Tipps.

Was fasziniert Jugendliche daran?

Handysektor richtet sich konkret an Jugendliche. Die Informationen sind verständlich und werden nicht nur über die Website, sondern über die Kanäle, die junge Menschen in erster Linie nutzen, wie YouTube und Instagram, verbreitet. Im Jugendalter möchte Ihr Kind sich selbstständig informieren. Bei Handysektor findet es sachliche und jugendgerechte Informationen – auch zu Themen, die Ihr Kind vielleicht nicht mit Freunden oder Familienmitgliedern besprechen möchte. 

Was sollten Eltern beachten?

Als Eltern möchten Sie am liebsten immer der erste Ansprechpartner für Ihr Kind sein. Mit der Pubertät werden allerdings Freunde immer wichtiger und Ihr Kind kommt nicht mehr mit jedem Problem gleich zu Ihnen. Seien Sie trotzdem ansprechbar und weisen Sie Ihr Kind auf gute Angebote wie Handysektor oder Juuuport hin. Fragen Sie regelmäßig bei Ihrem Kind nach. Auch bei älteren Kindern ist es wichtig, dass es weiß, dass Sie hinter ihm stehen. Zeigen Sie Interesse an der Mediennutzung Ihres Kindes und fördern Sie einen selbstverantwortlichen und kompetenten Umgang mit Medien. Das Angebot von Handysektor kann dabei unterstützen. 

Einige der Themen sind für Kinder unter zehn Jahren eventuell nicht geeignet. Vor allem Beiträge zu Themen wie Cybergrooming, Sexting oder Pornografie können für jüngere Kinder noch verwirrend sein. Für sie gibt es alternative Angebote wie Scroller.de oder Kindersache.de.

Machen Sie sich selbst ein Bild von den besprochenen Inhalten und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Auch wenn sich Handysektor an Jugendliche richtet, können Sie sich dort ebenfalls informieren. Das kann Ihre Kommunikation miteinander fördern und Ihnen helfen, einen Einblick in den digitalen Alltag Ihres Kindes zu gewinnen. 

Medien kindersicher – Ein Infoangebot für Eltern

Smartphones, Tablets und andere digitale Geräte sind faszinierend für Kinder. Als Eltern haben Sie vielleicht Sorge, wenn Ihr Kind damit ungehindert spielt und sich Videos anschaut. Bestimmte Einstellungen in Apps und an Geräten sollen dazu beitragen, dass eine sichere Nutzung möglich ist. Auf der Website medien-kindersicher.de werden Sie kompakt und schrittweise angeleitet, wie Sie solche Jugendschutzeinstellungen vornehmen können. 

Kurz gefasst:

  • Online-Informationsangebot für Eltern zum technischen Jugendmedienschutz
  • für Eltern von Kindern ab 3 Jahren
  • schrittweise und einfach erklärt
  • kostenfreies Angebot mit und ohne Anmeldung nutzbar
  • unabhängiges Angebot (von drei Landesmedienanstalten)

Was bietet medien-kindersicher.de?

Das Online-Informationsangebot hilft Ihnen, die von Ihrem Kind genutzten Apps und Dienste jugendfreundlich einzustellen. Auf der Website können Sie das genutzte Endgerät, die Software des Geräts und die genutzte App auswählen. Je nach angegebenem Alter wird anschließend erklärt, welche geeigneten Jugendschutzeinstellungen sinnvoll sein und wie Sie diese aktivieren können. Neben verständlichen kurzen Anleitungstexten gibt es auch kleine Videoclips, die die Einstellungen veranschaulichen. Es wird außerdem gezeigt, wie Sie Spielekonsolen, Sprachassistenten oder Router einrichten können, z. B. die Altersfreigabe bei Spielen auf der Spielkonsole Nintendo Switch. Auf der Website finden Sie zusätzlich hilfreiche Informationen zu Altersempfehlungen. 

Eine weiteres Angebot, das nur nach der kostenlosen Registrierung auf der Seite verfügbar ist, ist der “Medien-kindersicher-Assistent”: Hierfür geben Sie die von Ihrem Kind genutzten Geräte, Apps und Anwendungen sowie das Alter Ihres Kindes an. Anschließend bekommen Sie geeignete Schutzlösungen vorgeschlagen und die dafür notwendigen Schritte erklärt.

Was ist problematisch an dem Angebot und worauf sollten Eltern achten?

Die Seite bietet übersichtliche und leicht verständliche Anleitungen für die wichtigsten und beliebtesten Apps, aber es könnten noch mehr sein. Schließlich nutzen Kinder und Jugendliche auch andere Angebote. Leider ist unklar, ob die Seite immer weiter mit Informationen gefüllt wird.

Die Seite gibt vor, dass Sie mit den Informationen eine sichere Einstellung der Geräte vornehmen können. Es kann jedoch nie eine hundertprozentige Sicherheit geben! Jugendschutzeinstellungen können nur eine Ergänzung zu Ihrer Erziehung und Begleitung sein. Umso wichtiger ist es, dass Sie die Mediennutzung Ihres Kindes von Beginn an begleiten und ein gutes Vorbild sind. Interessieren Sie sich auch bei älteren Kindern und Jugendlichen dafür, wie sie mit Medien umgehen. Fragen Sie nach und seien Sie bei Problemen ansprechbar. Trauen Sie Ihrem Kind nach und nach zu, Medien selbstverantwortlich zu nutzen. 

Die Vorstellungen einer kindgerechten Mediennutzung sind nicht immer gleich. Während manche Eltern ihre Kinder schon bestimmte Inhalte sehen lassen oder Apps erlauben, sind andere Eltern der Meinung, es sei dafür noch zu früh. Sie sollten sich deshalb mit den Altersgrenzen und der Einschränkung von Inhalten und Nutzung durch die Jugendschutzeinstellungen auseinandersetzen. Außerdem kann es helfen, sich mit anderen Eltern auszutauschen. Beachten Sie, dass jedes Kind anders ist – auch bezogen auf den individuellen Entwicklungsstand. Vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Regeln für einen sicheren Medienumgang in der Familie. Wenn Sie gern Einstellungen an Geräten und in Apps vornehmen möchten, sollten Sie mit Ihrem Kind darüber sprechen und es erklären, damit Ihre Tochter oder Ihr Sohn sich nicht kontrolliert fühlt.

On Air: Kinderradio sorgt für Unterhaltung, Information und Spaß

Viele Kinder machen ihre ersten Medienerfahrungen durch Hörmedien – ob Hörbücher vor dem Schlafengehen, Abenteuergeschichten im Kinderzimmer oder Musik bei der Autofahrt. Die Auswahl ist riesig und die Abspielgeräte gehen längst über Kassettenrekorder und CD-Player hinaus. Gehört wird zunehmend über mobile Geräte, Sprachassistenten und Hörboxen.

Hörmedien bieten vor allem jungen Kindern viele Vorteile. Sie können als Nebenbei-Medium beim Spielen und Malen genutzt werden, aber auch zur Entspannung dienen. Zudem kann das Einschalten des Kinderprogramms zu einer festen Sendezeit eine schönes Ritual sein, das Ihrem Kind Sicherheit und Routine gibt.

Radiohören geht auch digital

Das klassische Radio hat seine Verbreitungswege weiterentwickelt und bietet eine Reihe kindgerechter Inhalte an. Es gibt spezielle Kinderradiosender und auch Radiosender mit Kinderprogramm, die sowohl über herkömmliche Wege als auch über die dazugehörige Webseite (Livestream per Webradio) oder via App genutzt werden können.

Regelmäßige Podcasts und Themenspecials von Kinderradios haben den Vorteil, dass sie aktuelle Ereignisse und Phänomene aufgreifen und kindgerecht erläutern. Dabei wird die Perspektive des Kindes in den Blick genommen und es werden Inhalte besprochen, die Ihr Kind beschäftigen und interessieren. Auch die Möglichkeit zum Mitmachen und des Meinungsaustausches in Form von Höreranrufen ist bei einigen Radiosendern für Kinder gegeben, wie z. B. bei Kakadu oder Radio TEDDY.

Also schalten Sie doch bei der nächsten Autofahrt ruhig den Kinderadiosender an oder hören Sie bei gemeinsamer Hausarbeit nebenbei einen Kinderpodcast im Stream. Wir Erwachsenen lernen dabei oft auch noch etwas 🙂

Weitere empfehlenswerte Radioprogramme für Kinder:

TVNOW

TVNOW ermöglicht es verpasste Sendungen und Filme verschiedener Fernsehkanäle sieben Tage lang auf der Webseite kostenlos anzusehen. Prime-Mitgliedern stellt der Video-on-Demand-Dienst darüber hinaus 500 weitere Formate im Archiv zur Verfügung. Eltern haben die Möglichkeit ein Profil für ihr Kind anzulegen, sodass es altersgerechte Serien und Filme werbefrei streamen kann. 

Kurz gefasst:

  • Streaming Angebot der Mediengruppe RTL
  • mit oder ohne Premium Mitgliedschaft nutzbar
  • Premium ab 4,99 € / Monat
  • Anlegen von Profilen mit Altersbeschränkung möglich
  • geeignet für Kinder ab 3 Jahren

Was kann das?

TVNOW ist das Video-on-Demand-Angebot der Mediengruppe RTL. Nach Anlegen eines Accounts können Sendungen bestimmter Kanäle live gestreamt oder nachträglich angeschaut werden. Während sich das kostenlose Angebot auf Sendungen der letzten sieben Tage beschränkt, stehen Premium-Mitgliedern weitere Formate dauerhaft im Archiv zur Verfügung. Eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft bietet außerdem die Möglichkeit ohne Werbeunterbrechungen zu streamen und über eine App auf das Angebot zuzugreifen. 

Alle registrierten User können bis zu drei Profile anlegen. Diese lassen sich in Erwachsenen- und Kinderprofile unterscheiden. Kinder haben über ihr eigenes Profil nur Zugang zu dem Bereich Family und Kids. So können Sie sicher gehen, dass Ihr Kind nur Zugriff auf altersgerechte Inhalte hat. Die Formate im Family und Kids-Bereich können außerdem werbefrei gestreamt werden. 

Was fasziniert Kinder und Jugendliche daran?

Das Angebot von TVNOW vereint das Fernsehprogramm mehrerer Sender miteinander. Vor allem die Kinderkanäle Super RTL und Toggo sind beim jüngeren Publikum beliebt. Neben neuen Produktionen werden auch Klassiker wie Pippi Langstrumpf, die Fünf Freunde oder Benjamin Blümchen ausgestrahlt. Es ist sowohl für kleine Kinder, als auch für Jugendliche etwas dabei. Durch TVNOW können Kinder die verpasste Sendung und Filme einfach nachschauen. Kinder haben mit TVNOW Kids ihren eigenen Bereich, in dem die Formate in verschiedene Kategorien und Genres sortiert sind. So ist es für Kinder leicht sich zurecht zu finden und selbstständig auszuwählen. 

Was müssen Eltern wissen?

Wenn Sie sich kostenfrei bei TVNOW registrieren, haben Sie die Möglichkeit Ihrem Kind ein eigenes Profil anzulegen, über das es nur altersgerechte Formate anschauen kann. Premium-Mitglieder können zudem einen Jugendschutz-PIN einrichten, die für alle Profile gültig ist. Ab welcher Altersbeschränkung der PIN benötigt wird, können Sie selbst festlegen. Registrierte Personen ohne Mitgliedschaft können keine PIN anlegen, haben aber die Möglichkeit das unabhängige und kostenlose Jugendschutzprogramm JusProg zu installieren. Ob Sendungen und Filme für das Alter Ihres Kindes geeignet sind und wie es die gezeigten Inhalte verarbeitet, können Sie über den Programmratgeber Flimmo erfahren. Neben den angeschauten Inhalten sollten Sie im Blick haben, wie viel Zeit Ihr Kind vor dem Bildschirm und mit Medien verbringt. Vereinbaren Sie deshalb feste Zeiten oder bestimmte Sendungen, die Ihr Kind anschauen darf. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie viel Zeit angemessen ist, können Sie in unserem Beitrag zu Medienzeit weitere Informationen finden.

MagentaGaming

Das Cloud Gaming Angebot der Telekom bietet über 100 Spiele verschiedener Genres, die über eine App online gespielt werden. Sie können bis zu fünf Profile anlegen und die Nutzung auf das Alter Ihres Kindes anpassen. 

Kurz gefasst:

  • über 100 Spiele verschiedener Genres
  • bis zu fünf Profile 
  • erster Monat kostenlos, dann mtl. 6,95 € 
  • USK-Altersklassen der einzelnen Profile einstellbar
  • geeignet für Kinder von 6 – 17 Jahren

Was kann MagentaGaming?

Wenn Sie sich dazu entscheiden ein kostenpflichtiges Abonnement bei MagentaGaming abzuschließen, stehen Ihnen über 100 Spiele verschiedener Genres zur Verfügung, z. B. Sport, Action, Abenteuer und Strategie. Mit einem Abonnement lassen sich insgesamt fünf Profile anlegen. Relevant für Eltern ist hierbei die Möglichkeit die einzelnen Profile mit einem PIN zu schützen und sie mit einer Altersbeschränkung zu versehen. Dafür geben Sie im Profil Ihres Kindes  lediglich das Alter an. Ihrem Kind  werden dann nur noch Spiele zur Verfügung gestellt, die für diese Altersklasse freigegeben sind. 

Durch das cloudbasierte System können die Spiele über eine App von verschiedenen Geräten aus genutzt werden. Die Spielstände werden in der Cloud gespeichert und sind so unabhängig von dem jeweiligen Gerät. Sie benötigen keine Konsole oder einen leistungsstarken Gaming-PC, sondern können über das Smartphone, den PC oder das Tablet spielen. Es kann immer nur eine Person auf einmal innerhalb der App spielen, eine gleichzeitige Nutzung ist nicht möglich.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche daran?

In den letzten Jahren sind digitale Spiele immer präsenter in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen geworden. Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets erleichtern den Zugriff darauf erheblich, da man um online zu spielen oftmals nicht von einer Konsole abhängig ist. Digitale Spiele bieten Kindern und Jugendlichen unzählige Möglichkeiten: Sie können gegen Freunde Autorennen fahren, ihre eigene Stadt bauen oder Rätsel lösen. In einem bestimmten Maße ist dagegen nichts einzuwenden. Ihr Kind wächst mit Medien auf und digitale Spiele sind ein Teil davon. Sie bieten Raum für Kreativität, fördern bestimmte Fähigkeiten und können auch zur Wertevermittlung beitragen  – nicht zuletzt machen sie Spaß. 

Was sollten Eltern beachten?

Es gibt digitale Spiele, die nicht für Kinder geeignet sind. Es ist deshalb ratsam Ihrem Kind ein eigenes Profil anzulegen und dieses entsprechend einzustellen. MagentaGaming orientiert sich bei den Altersbeschränkungen an den USK – Alterskennzeichen entsprechend der gesetzlichen Regeln des deutschen Jugendschutzes. Sie sollten sich mit diesen Altersklassen auseinandersetzen und für sich entscheiden, ob diese Ihren Vorstellungen als Elternteil entsprechen. Hilfreiche Informationen dazu finden Sie auch in unserem Beitrag zu Altersbeschränkungen bei Games.

Scroller – das Medienmagazin für Kinder

Das Medienmagazin Scroller soll Kinder an aktuelle Medienthemen heranführen und sie in einem kompetenten Umgang mit YouTube und Co. unterstützen. Die Figuren Trixi und Tom führen Ihr Kind durch die Welt der Medien. 

Kurz gefasst:

  • geeignet für Kinder von 9-12 Jahren 
  • kostenfrei 
  • keine Werbung
  • digital und als Printausgabe verfügbar  

Was ist Scroller und was bietet es?

Scroller ist ein Angebot von Teachtoday, einer Initiative der deutschen Telekom. Darin geht es um alltagsnahe Themen wie Cybermobbing, Datenschutz auf Social-Media-Kanälen und Verschwörungstheorien – in kindgerechter und spielerischer Form. Kinder werden ermutigt, sich mit aktuellen Themen der Medienwelt auseinanderzusetzen. 

Das Magazin kann digital auf der Webseite gelesen werden oder kostenfrei als Broschüre bestellt werden. Neben einer deutschen und englischen Version gibt es das Magazin auch auf arabisch.

Was fasziniert Kinder daran?

Die Inhalte des Medienmagazins sind am Alltag von Kindern orientiert. Es geht um Themen, die sie tagtäglich beschäftigen. Die Webseite ist bunt gestaltet und bietet viele Möglichkeiten. Die jungen Leserinnen und Leser können Tests zu ihrer eigenen Medienkompetenz machen, Videos mit Bastelanleitungen ansehen und sich durch die Bildergeschichten klicken. Im Format “Die Kinderreporter” kommen Kinder selbst zu Wort, führen Interviews und drehen kleine Reportagen. 

Was müssen Eltern wissen?

Die Webseite von Scroller kann von Kindern risikofrei besucht werden. Es wird weder Werbung geschaltet noch werden Daten abgefragt. Es gibt keine Möglichkeit über die Webseite miteinander zu kommunizieren oder in Kontakt zu treten. Über Links auf der Webseite können Kinder jedoch schnell auf YouTube landen und so leicht auf andere Inhalte zugreifen. 

Aufgrund der vielen Icons und weiterführenden Links kann es für jüngere Kinder etwas schwieriger sein, sich eigenständig auf der Webseite zurechtzufinden. In der Printausgabe von Scroller gibt es einen beigelegten Elternratgeber. So können Sie  die Welt der Medien gemeinsam entdecken und sich mit Ihrem Kind über Medienthemen  austauschen.

Beliebte Spiele: League of Legends

League of Legends ist eines der beliebtesten digitalen Spiele. Weltweit wird es von vielen Millionen Menschen gespielt, darunter auch Kinder und Jugendliche. Darin geht es um Taktik, Wettbewerb und Teamarbeit. 

Kurz gefasst:

  • Elemente aus Strategie- und Online-Rollenspielen
  • kostenloser Download für PC/Mac bzw. Spiel über riotgames.com
  • verschiedene Spielmodi, z. B. als Einzelspieler oder im Team 
  • Altersfreigabe nach USK: ab 12 Jahren
  • enthält In-Game-Käufe

Was ist League of Legends?

Bei dem Spiel geht es darum, sich mit einer heldenhaften, mit speziellen Fähigkeiten ausgestatteten Spielfigur, dem sogenannten Champion, gegen andere Spielende zu behaupten. Es kann in verschiedenen Modi gespielt werden: als Einzelspieler gegen den Computer oder in einem Team, das aus fünf Kampfgefährten besteht, die sich entweder kennen oder zufällig bestimmt werden. In einem Match spielen zwei Teams gegeneinander. Das Ziel ist es, die gegnerische Basis zu zerstören. 

Was fasziniert Kinder/Jugendliche daran?

In dem Spiel geht es hauptsächlich um den Wettbewerb untereinander. Gefragt sind Fähigkeiten wie Teamwork, Geschicklichkeit und taktisches Denken. Auch Auswendiglernen spielt eine Rolle: Es ist wichtig, die verschiedenen Spielfiguren zu kennen, um die beste Taktik entwickeln zu können. League of Legends ist für Kinder und Jugendliche deshalb herausfordernd. 

Neben einem spannenden Zeitvertreib bietet League of Legends den Spielenden auch Erfolgserlebnisse, indem sie ihren Champion weiterentwickeln und sich erfolgreich gegen andere behaupten können. Kinder und Jugendliche können im Spiel Anerkennung bekommen und Zusammenhalt erleben. 

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Nach dem kostenlosen Download können im Spiel In-Game-Käufe getätigt werden, z. B. um neue Spielfiguren freizuschalten oder Ausrüstung zu erwerben. Besonders kritisch sind Lootboxen, also Kisten mit zufälligem Inhalt zu sehen, da diese nach dem Glücksspiel-Prinzip funktionieren. Als Eltern sollten Sie Ihr Kind über die Funktionsweisen und Risiken von Glücksspiel-Elementen aufklären. Wenn Sie Ihrem Kind In-App-Käufe erlauben, kann die Vereinbarung eines monatlichen Budgets sinnvoll sein.

Andere Spielende können als Freunde hinzugefügt und im Chat angeschrieben werden. Dabei besteht das Risiko, dass Kinder und Jugendliche mit fremden Erwachsenen in unangemessenen Kontakt kommen. Worauf Sie als Eltern achten sollten, lesen Sie in unserem Artikel über Cybergrooming.

Wie in anderen Online-Angeboten gibt es auch bei League of Legends teilweise beleidigende Kommentare und Hate Speech. Das Spiel gilt in dieser Hinsicht als eines der problematischsten Spiele überhaupt. 

Was meint der Anbieter?

Der Anbieter Riot Games hat ein Ehrungssystem eingeführt, um gegen Beleidigung und Diskriminierung im Spiel vorzugehen. Die Spielenden können sich untereinander für faires Verhalten bewerten und so Punkte sammeln, die gegen Belohnungen eingetauscht werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit negatives Verhalten von Mitspielenden zu melden, was zu deren Blockierung führen kann.

Gemäß der EU-Datenschutzverordnung DSGVO müssen Eltern der Nutzung des Spiels und dem Anlegen eines Kontos durch ihr Kind zustimmen.

Was sollten Eltern außerdem beachten?

Wird im Onlinemodus mit echtem Team und Gegenspielern gespielt, kann League of Legends sehr aktivierend wirken. Durch das enorm hohe Spieltempo und den sozialen Druck innerhalb des Teams kann eine Spielpartie sehr anstrengend für Körper und Psyche sein. Als Eltern sollten Sie darauf achten, dass sich Ihr Kind beim Spielen nicht überanstrengt. Der Offlinem-Modus, in welchem gegen den Computer gespielt wird, kann beispielsweise nach einem stressigen Schultag eine gute Alternative sein. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fest, wann, wie lange und in welchem Modus es spielen darf. Vereinbaren Sie gemeinsam, wann und ob Sie diese kontrollieren (müssen).

Unterschätzen Sie nicht die Gruppendynamik von League of Legends. Eine Spielpartie kann bis zu 60 Minuten dauern und nicht spontan unterbrochen werden. Eine Störung durch Sie kann für Ihr Kind sehr unangenehm sein: Scheidet ein Teammitglied während des Spiels aus, kommt das oft einem Verrat an der Gruppe gleich und kann von Kindern und Jugendlichen als äußerst schlimm empfunden werden. Um Konflikte zu vermeiden, besprechen Sie mit Ihrem Kind, ob und wie Sie miteinander sprechen, wenn es gerade in einer Spielpartie steckt. 

Wenn Sie mehr zum Spiel erfahren möchten, können Sie beim Spieleratgeber NRW nachlesen.

Instagram Reels

Instagram gehört zu den beliebtesten Apps unter Jugendlichen. Neben Fotos und Videos können auf dem sozialen Netzwerk seit einiger Zeit auch kreative Kurzvideos im TikTok-Stil veröffentlicht werden.

Kurz gefasst:

  • Kurzvideo-Format: maximal 30 Sekunden
  • Effekte, Musik und Filter für die Videoproduktion
  • mehrere Clips in einem Video zusammenfügen
  • Reels können veröffentlicht werden, ohne im eigenen Feed angezeigt zu werden

Was ist das Besondere an Instagram Reels?

Instagram gehört für viele Jugendliche zum Alltag und sie kennen sich in der App gut aus. Die jungen Nutzer und Nutzerinnen sind neugierig und immer auf der Suche nach neuen Trends. Um gerade die jüngere Zielgruppe von einem Wechsel zur Konkurrenz abzuhalten, wurde mit Instagram Reels das kreative Kurzvideo-Format eingeführt.

Instagram gehört zu Facebook und hat zuvor bereits erfolgreiche Formate von anderen Apps nachgeahmt. So können auf IGTV (Instagram-TV) längere Videos nach dem Vorbild von YouTube angesehen werden und die Storyfunktion gab es als erstes bei Snapchat.

Reels werden nicht im normalen Feed angezeigt (wie etwa die Videos von IGTV), sondern durch Klick auf das Videosymbol, dass je nach Gerät und Betriebssystem unten, oben oder über die Lupe (Suche) zu finden ist. Häufig sieht man hier Videos, die es auch auf TikTok gibt. Die jungen Videomacher zeigen sie also einfach auf verschiedenen Kanälen.

Was sollten Eltern beachten?

Mit Instagram Reels gibt es die gleichen Risiken wie bei anderen Videoformaten: Beim Ansehen der Kurzvideos können Kinder und Jugendliche mit ungeeigneten Inhalten in Berührung kommen. Junge Nutzerinnen und Nutzer, die Videos von sich veröffentlichen, müssen mit negativen Reaktionen und sogenanntem Hate rechnen. Reels können von anderen Nutzern geteilt und so von vielen Nutzern gesehen werden. 

Fragen Sie bei Ihrem Kind nach, was es sich auf solchen Plattformen anschaut und sprechen Sie mit ihm darüber. Weisen Sie es auf mögliche Gefahren hin und zeigen Sie ihm Möglichkeiten, Nutzer oder Inhalte zu blockieren. Wenn es eigene Videos veröffentlichen möchte, sollten Sie gemeinsam überlegen, wie es sich dort zeigt. Mehr dazu erfahren in unserer Toolbeschreibung zu Instagram

Viele Jugendliche haben Angst in den sozialen Netzwerken etwas zu verpassen. Eine neue App oder Funktion führt zu Beginn häufig dazu, dass diese andere Anwendungen nicht ersetzt, sondern zusätzlich verwendet wird. Die gesamte Nutzungsdauer kann deshalb steigen. Behalten Sie die Mediennutzung Ihres Kindes im Auge und sprechen Sie mit ihm auch darüber, was den bewussten Umgang mit sozialen Netzwerken ausmacht. Wenn Ihr Kind sich einen TikTok-Account anlegen möchte, Sie der App aber kritisch gegenüberstehen, kann Reels eine Alternative sein, wenn Ihr Kind Instagram bereits nutzt. Bedenken Sie aber, dass Instagram, z. B. beim Thema Datenschutz, ähnlich stark kritisiert wie TikTok. Vermeiden Sie es, persönliche Daten preiszugeben. Überprüfen Sie die App-Berechtigungen und stellen Sie diese entsprechend ein.

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