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Mobile Medien in Kinderhand

Mobile Medien sind schon für die Kleinsten spannend, weil sie die Geräte bei Mama, Papa oder den Geschwistern sehen. Doch wie können Sie damit umgehen, wenn Ihr Kind eigentlich noch zu jung ist, um Smartphone und Co. zu benutzen? 

Was macht mobile Medien für kleine Kinder interessant?

Kinder sind von Natur aus neugierig. Das helle Leuchten des Bildschirms, die vielen Geräusche – all das ist spannend. Sie beobachten genau, welche Rolle die kleinen Geräte im Alltag der Erwachsenen spielen: Wenn in Bus oder Bahn alle auf ihr Smartphone schauen, wenn Mama das Tablet zu Hause immer griffbereit hat und der große Bruder und seine Freunde auf der Spielekonsole zocken, scheinen die kleinen Geräte sehr wichtig zu sein und sind umso verlockender.

Mobile Medien und Kleinkinder

In den ersten Lebensmonaten sind Babys noch nicht so weit entwickelt, dass sie mobile Medien zielgerichtet nutzen und die Inhalte verstehen können. Viel wichtiger für die Entwicklung Ihres Kindes ist es, die Welt mit allen Sinnen und ohne Bildschirm kennenzulernen. Erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln Kinder ein Verständnis für Bildhaftigkeit. Sie beginnen, digitale Inhalte von realen Gegenständen zu unterscheiden. Erste Erfahrungen mit mobilen Medien können Kleinkinder am besten mit Bilderbüchern auf dem Smartphone oder Tablet machen.

WICHTIG: Vermeiden Sie eine Überreizung durch Medien. Diese kann durch grelle Farben, schnelle Bewegungen oder zu viele Geräusche, aber auch durch komplexe Geschichten, die Ihr Kind noch nicht verarbeiten kann, entstehen. Am besten eignen sich Themen, die Ihr Kind aus seinem Alltag kennt: Abbildungen von bekannten Tieren, Fahrzeuge oder andere Kinder. Halten Sie die Zeit der Mediennutzung bei Kleinkindern sehr gering und ermöglichen Sie viele andere Sinneserfahrungen. Dazu gehört das Anfassen von Dingen, Bewegung und der Kontakt zu anderen Menschen.

Ab etwa drei Jahren können Kinder Medien und ihre Inhalte immer besser verstehen, wenn die Geschichten einfach gehalten sind und sie an eigene Erfahrungen anknüpfen. Beim gemeinsamen Anschauen von Videos auf dem Smartphone oder Tablet kann Ihr Kind mehr über seine Umwelt und den Umgang mit verschiedenen Situationen erfahren. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind bei seiner Mediennutzung begleiten, damit es das Gesehene mit Ihnen besprechen und verarbeiten kann.

Ihr Kind möchte und kann in diesem Alter Medieninhalte zunehmend auch selber machen. Es gibt eine riesige Auswahl an Apps aus, mit denen Ihr Kind kreativ werden kann. Empfehlenswert sind einfache Anwendungen, in denen z. B. gestempelt oder ausgemalt werden muss. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind auch fernab von digitalen Medien genügend Gelegenheit hat, sich kreativ auszuleben. 

In unserem Beitrag Gute Apps für Kinder erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl geeigneter Programme am besten achten sollten.

Tipps für den Umgang mit mobilen Medien zu Hause

Wenn Kinder nach Tablet oder Smartphone fragen, sollten Sie überlegen, welches Bedürfnis gerade dahinter steht: Unterhaltung auf einer langen Autofahrt, sozialer Kontakt beim Videochat mit dem Opa und einfach mal abschalten… Verschiedene Gründe für die Mediennutzung haben ihre Berechtigung. Ungünstig ist es, wenn Medien permanent genutzt werden und Bedürfnisse nicht anders befriedigt werden können. Vermitteln Sie als Eltern alternative Strategien zum Umgang mit Langeweile oder Anspannung. Zuerst orientiert sich Ihr Kind an Ihnen. Wenn Sie selbst Medien nur in bestimmten Situationen nutzen, sind Sie ein gutes Vorbild für Ihr Kind. Schon in jungen Jahren kann es helfen, Regeln für die Mediennutzung in der Familie aufzustellen. Neben festen Medienritualen sollte es auch medienfreie Zeiten geben.

Gelangen die Geräte in Kinderhand sollten Sie auf kindgerechte Hüllen für Tablets und Schutzhüllen für Smartphones achten. Besonders Smartphones sind häufig teuer und anfällig für Beschädigungen. Schutzhüllen machen die Nutzung der Geräte einfacher und sicherer.

Cybergrooming – wenn Fremde übers Netz Kontakt zu Kindern suchen

Ganz klar, Sie kennen die Freunde Ihres Kindes aus der Schule oder dem Sportverein. Doch wie sieht es mit Bekannten aus, mit denen Ihr Kind nur über das Internet Kontakt hat? Überall dort, wo Kinder und Jugendliche miteinander kommunizieren, können sie mit Personen in Kontakt kommen, die negative Absichten haben.

Was ist Cybergrooming?

Portale wie Instagram oder TikTok, auf denen sich Kinder und Jugendliche gern tummeln, ziehen auch Nutzer mit pädokriminellen Neigungen an. Das ist kriminelles Verhalten, das sich gegen Kinder richtet und macht vielen Eltern große Sorgen. Erwachsene bzw. Täter sprechen Kinder möglicherweise mit dem Ziel an, sie sexuell zu belästigen oder sogar zu missbrauchen. Diese gezielte Ansprache im Netz nennt man Cybergrooming.

Die Täter gehen dabei unterschiedlich vor: Sie fragen ganz konkret nach sexuellen Erfahrungen des Kindes oder Jugendlichen oder sie beschreiben öffentlich ihre sexuellen Vorlieben. Manche erschleichen sich Schritt für Schritt das Vertrauen des Kindes, indem sie sich als Gleichaltrige ausgeben oder in die Rolle eines Talentsuchers schlüpfen. Anschließend kann sich der Austausch von Nachrichten in private Räume verlagern, z. B. über Einzelnachrichten bei WhatsApp. Das ist besonders problematisch, weil andere diesen Privatchat nicht sehen können. Dort versuchen die Täter Vertrauen aufzubauen, das später ausgenutzt wird, beispielsweise indem sie nach Nacktbildern des Kindes fragen. Damit lässt sich das Kind später erpressen. Es wird damit gedroht, die Bilder zu veröffentlichen, wenn nicht noch mehr Fotos geschickt werden. Oder die Person versucht sogar, sich mit dem Kind oder Jugendlichen persönlich zu verabreden.

Wie schütze ich mein Kind vor Cybergrooming?

  • Machen Sie die ersten Schritte in Sozialen Netzwerken gemeinsam mit Ihrem Kind. Ihr Kind lernt auf diese Weise die verschiedenen Funktionen und Verhaltensregeln kennen.
  • Damit Ihr Kind früh über die Gefahren Bescheid weiß und sie rechtzeitig erkennen kann, sprechen Sie ganz offen und sachlich darüber. Wenn Ihr Kind weiß, dass es mit Ihnen über solche Themen sprechen kann, wendet es sich wahrscheinlich auch an Sie, wenn auf Probleme im Netz stößt.
  • Machen Sie Ihrem Kind klar: Das Internet ist ein öffentlicher Raum, in dem man aber nicht immer erkennen kann, wen man vor sich hat. Deshalb ist ein gesundes Misstrauen unbedingt notwendig. Kontaktanfragen von Fremden sollten nicht bestätigt werden. Unbekannte Nutzer können außerdem blockiert oder gemeldet werden.
  • Private Informationen wie der volle Name, Geburtsdatum, Adresse oder gar private Bilder sollte Ihr Kind nie öffentlich stellen oder unbekannten Personen anvertrauen. Was einmal im Internet steht oder versendet wurde, kann nie oder nur sehr schwer gelöscht werden!
  • Gehen Sie gemeinsam und regelmäßig mit Ihrem Kind die Privatsphäre-Einstellungen der genutzten Plattformen und Apps durch und sprechen Sie darüber.
  • Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es seinem Bauchgefühl vertrauen kann. Kommen Ihrem Kind Chat-Inhalte oder Aufforderungen komisch oder beängstigend vor, sollte es den Kontakt abbrechen und sich an Sie oder einen anderen Erwachsenen wenden.
  • Wenn Jugendliche auf Flirt-und Dating-Apps aktiv sind, gilt besondere Vorsicht vor sexueller Belästigung, da es nicht überall eine Moderation des Anbieters und ausreichende Sicherheitseinstellungen gibt. Besonders wichtig ist, die Ortungsfunktion zu deaktivieren, damit Ihr Kind nicht getrackt werden kann.
  • Kinder und Jugendliche sind besonders neugierig. Deshalb vergessen sie schon mal alle Warnungen und können in eine Falle tappen. Machen Sie Ihrem Kind unbedingt klar, dass auch in solchen Fällen die Schuld ausschließlich beim Täter liegt.
  • Sollte Ihr Kind sexuell belästigt werden, seien Sie für Ihr Kind da und machen Sie ihm keine Vorwürfe. Melden Sie den Täter oder die Täterin auf der jeweiligen Plattform, sichern Sie Beweise z. B. durch Screenshots und erstatten Sie unbedingt Anzeige bei der Polizei!

Hilfe, Beratung und Informationen finden Sie auch hier:

Für Kinder und Jugendliche bei…

Für Eltern bei…

Betrug im Netz

“Sie haben gewonnen!” – Bestimmt haben Sie diesen Satz schon in einer E-Mail oder anderswo im Netz gelesen. Meistens verbirgt sich hinter einer solchen Nachricht kein Gewinn sondern ein Betrüger, der an Ihre persönlichen Daten oder Geld kommen will. 

Betrug ist im Netz mindestens genauso verbreitet wie anderswo. Oft haben es Betrüger auf Erwachsene abgesehen, aber auch Kinder und Jugendliche können zur Zielscheibe werden. Unsere Beispiele und Tipps sollen Ihnen helfen, Ihr Kind vor Betrügern zu schützen.

Fake-Gewinnspiele 

Mit gefälschten Gewinnspielen, z. B. bei Facebook, versuchen Betrüger an sensible Daten zu gelangen, die sie dann verkaufen. Datenhändler kaufen Daten, um beispielsweise Spam-Mails oder gezielte Werbung zu verschicken.

Fake-Gewinnspiele werden oft von einem anscheinend seriösen Unternehmen verbreitet. Der Fake-Account wirkt dabei sehr echt. Bei vermeintlichen Gewinnspielen von Ikea oder McDonalds kann man angeblich wertvolle Preise gewinnen. Manchmal geht es den Betrügern darum, persönliche Daten wie Adressen, Telefonnummern oder Bankverbindungen abzugreifen. In vielen Fällen wird auch der Gewinn eines Preises angekündigt, der gar nicht existiert. Dafür muss man sich auf einer Webseite registrieren und Daten eingeben, um den Preis zu erhalten. Vor der Teilnahme an einem Gewinnspiel ist es deshalb sinnvoll, z. B. über eine Suchmaschine zu recherchieren, wer dahinter steckt und ob das Gewinnspiel echt sein kann. Eine Liste mit Fake-Gewinnspielen gibt es bei mimikama. Mehr zu Gewinnspielen bei YouTube & Co. können Sie in unserem Beitrag nachlesen.

Phishing-Mails

Auch hinter E-Mails, in denen ein Gewinn versprochen wird, können Betrüger stecken. Man nennt das “Phishing”. Oft ist es gar nicht schwer, solche Betrügereien zu entlarven. Es genügt in der Regel, sich den Anbieter genauer anzuschauen: Ist es ein offizieller Anbieter mit einem Impressum? Handelt es sich um einen verifizierten Account (bei Facebook durch einen blauen Haken zu erkennen)? In jedem Fall ist es ratsam, auf verdächtige E-Mails gar nicht erst einzugehen oder etwas zu zahlen. Fragen Sie im Bekanntenkreis nach, ob auch andere eine solche Mail bekommen haben oder was sie davon halten und recherchieren Sie selbst im Internet.

Betrügerische Online-Shops

Gefälschte Online-Shops lassen sich auf den ersten Blick kaum von echten unterscheiden. Allerdings gibt es hier meistens besonders günstige Preise. Häufig existieren die Produkte gar nicht, die angeboten werden. Bestellt man etwas, wird entweder billige Ware verschickt oder aber gar nichts. Es werden Lieferschwierigkeiten vorgetäuscht oder man hört einfach nie wieder etwas von dem Anbieter, ist aber sein Geld los.

Um Fake-Shops zu enttarnen, hilft es, sich den Anbieter genauer anzuschauen: Ist die Internetadresse verdächtig? Muss man per Überweisung bezahlen, bevor man die Ware erhält oder gibt es mehr Zahlungsmöglichkeiten, z. B. auf Rechnung nach Warenlieferung? Wenn Ihnen oder Ihrem Kind etwas komisch vorkommt, seien Sie lieber vorsichtig und verzichten auf den Kauf über diesen Shop.

Abo-Fallen

Im Internet gibt es viele kostenlose Angebote: Beispielsweise werden Gutscheine, Vorlagen oder Apps frei zur Verfügung gestellt. Doch in manchen Fällen versuchen auch hier Betrüger ihr Glück. Bei anscheinend kostenlosen Leistungen wird man um die Angabe von persönlichen Daten gebeten und soll die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) akzeptieren. Im Kleingedruckten können Kostenfallen stecken. Setzt man hier vorschnell ein Häkchen, kann es es passieren, dass unbewusst ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen wird.

Um nicht in Abo-Fallen zu tappen, ist es sinnvoll, sich vorher zu fragen, warum bei einer kostenlosen Leistung Daten abgefragt werden. Ist es bereits zu spät, können bei der  Verbraucherzentrale Vordrucke für Rücktritt von Online-Käufen heruntergeladen werden. Browsererweiterungen, die Sie z. B. bei  Web of Trust herunterladen können, erkennen betrügerische Seiten und warnen Sie.

Was können Sie tun, um Ihr Kind zu schützen?

Machen Sie Ihr Kind auf die Gefahren des Online-Betrugs aufmerksam. Sprechen Sie darüber, dass im Netz, gerade wenn persönliche Daten eingegeben werden sollen, womöglich jemand diese Daten mit schlechten Absichten nutzen möchte. Weitere Informationen, wie Sie die Daten Ihres Kindes schützen können, finden Sie hier. Vereinbaren Sie, dass Ihr Kind Sie fragen muss, wenn es etwas im Internet herunterladen, kaufen oder bei einem Gewinnspiel mitmachen möchte. Ihr Kind sollte immer zu Ihnen kommen können, wenn es in eine Betrugsfalle getappt ist. Machen Sie ihm klar, dass es sich in einem solchen Fall nicht schämen muss und Sie eine Lösung finden. Zusätzlich können Sie sich beispielsweise bei der Verbraucherzentrale informieren und beraten lassen. Wenden Sie sich in schweren Betrugsfällen an die Polizei. Das geht auch im Internet über die Onlinewachen.

Gemeinsam Musik erleben

Dass Musik für Kinder wichtig und schön ist, haben wir in unserem Beitrag Kinderlieder begleiten mit Apps erklärt.

Neben Apps gibt es auch einige Internetseiten und YouTube-Kanäle, die dabei unterstützen, gemeinsam in der Familie Musik zu hören, zu machen und zu entdecken. Wenn Sie selbst kein Instrument beherrschen oder meinen, nicht musikalisch zu sein, können Sie auf diese Weise Ihrem Kind Musik näherbringen.

Kinderlieder auf YouTube

Auf dem Kanal Kinderlieder mit Bobby gibt es Musikvideos mit dem Lama Bobby. In den bunten als Trickfilme gestalteten Musikvideos gibt es neu eingespielte Kinderlieder. Es gibt sie auch auf der eigenen Website kinderlieder-mit-bobby.de – nach Kategorien wie Weihnachtslieder, Musikmix oder Schlaflieder sortiert.

Der Kanal Kinderlieder zum Mitsingen und Bewegen liefert genau das: bekannte und neue Kinderlieder, die Kinder und Erwachsene beim Singen und Tanzen zeigen und zum Mitmachen anregen. Die Auswahl auf diesem Kanal ist riesig und es gibt verschiedene Playlists und Kategorien, unter denen die Lieder zu finden sind.

Kinderlieder auf YouTube sind vor allem etwas für jüngere Kinder. Wenn Sie Kinderlieder auf diesem Weg suchen und abspielen, nutzen Sie am besten die App YouTube Kids. Dann bekommen Sie und Ihr Kind vor und während das Video läuft, keine Werbung angezeigt und finden leichter passende Videoangebote für Kinder.

Musikalische Webseiten der besonderen Art

In der Klangkiste des WDR lässt sich die große Welt rund um Musik erkunden. Die Seite ist als Web-App gestaltet, so dass sie auch sehr gut über das Smartphone funktioniert. Es gibt Rhythmus- und Klangspiele, Konzertvideos und vieles mehr. Die Klangkiste ist etwas für größere Kinder, die hier viel über Musik lernen und ausprobieren können. Noch mehr Musik für alle Altersgruppen zu entdecken, gibt es beim Kiraka: Hier findet man Videos zu aktueller Chartmusik, Interviews mit interessanten Musikerinnen genauso wie Infoclips zu Beethoven und anderen.

Einblicke in die musikalischen Welten ferner Länder bietet Afrika-Junior. Man kann sich beliebte Kinderlieder aus verschiedenen Regionen Afrikas anhören, Videoclips anschauen und es gibt ein Quiz zu afrikanischer Musik.

Die sehr einfach gestaltete Internetseite Surakinder bietet eine musikalische und bilderreiche Erlebniswelt für Kinder. Wählen Sie ein Feld an und tauchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein. Bei schöner Musik gibt es tanzende Blumen, Märchenfiguren und vieles mehr zu entdecken.

Klassische Musik für Kinder

Auf der Seite von Junge Klassik erfährt man jede Menge über Instrumente und klassische Musik. Die Seite ist ganz bunt und spielerisch gestaltet. Hier können bestimmt auch Erwachsene noch Neues entdecken! Noch mehr gibt’s bei Trompis Tondschungel, wo sich Kinder auf Musikexpedition begeben können.

Opern sind doch eher was für Erwachsene, oder? Mit der App Opera Maker können Kinder die Welt der Oper entdecken und eigene Geschichten dazu erzählen. Wie das aussehen kann, zeigt die Website.

Ganz viel über Musik gibt es auch beim Kinderfunkkolleg zu erfahren. Ohren auf und los! Das kann sogar im Musikunterricht in der Schule weiterhelfen. Und wenn man keine Lust auf Klicken hat, schauen Sie sich doch gemeinsam eine Folge der hr2-Lauschinsel an.

Was ist eigentlich… ein Hashtag?

Hashtags sind einzelne Wörter oder Wortgruppen unter Beiträgen in den sozialen Medien, meist in der Bildbeschreibung oder im Titel eines Beitrags. Sie funktionieren wir ein Stichwort oder Filter: Wenn man auf einen Hashtag klickt, werden alle Beiträge angezeigt, die mit diesem Hashtag versehen wurden. 

Woher kommt der Hashtag?

Twitter hat den Hashtag als erstes eingeführt, damit Nutzer und Nutzerinnen alle Beiträge zu einem Thema, das sie interessiert, verfolgen können. Ob unter Bildern auf Instagram oder Videobeiträgen auf TikTok und YouTube – aus allen weltweit beliebten sozialen Plattformen sind Hashtags heute nicht mehr wegzudenken. 

Wie setzt man Hashtags?

Ein Hashtag besteht immer aus dem Rautezeichen „#“ (engl. hash) und einer dahinterstehenden Beschreibung (tag = Stichwort). Wortgruppen werden ohne Leer- und Satzzeichen hintereinander weg geschrieben. Meist werden gleich mehrere Hashtags unter bzw. hinter einem Post verwendet. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass andere Personen auf den Beitrag aufmerksam werden. Da das Internet ein Raum ohne Landesgrenzen ist, werden häufig englische Hashtags verwendet, so können Menschen aus vielen Ländern danach suchen.

Welche Bedeutung hat ein Hashtag in Social Media?

Hashtags sind eine gute Methode, um viele Menschen zu erreichen. Influencer und Influencerinnen nutzen sie, um bekannter zu werden. Zu den Hashtags mit den meisten Beiträgen auf Instagram zählen #fashion und #style, unter denen meist neue Outfits präsentiert werden. Für viele Modemarken ist Instagram daher auch ein wichtiger Kanal, um Werbung zu machen. 

Doch auch für politische Themen werden Hashtags genutzt, z. B. um auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen und um Menschen zum Nachdenken und Handeln anzuregen. Ganze Bewegungen sind erst durch Hashtags entstanden, wie z. B. #bodypositivity, unter dem Bilder von realen Körpern gesammelt werden, um unrealistischen Schönheitsidealen etwas entgegenzusetzen. Auch die Klimabewegung konnte mit #fridaysforfuture viele Menschen im Netz erreichen und die Problematik des Klimawandels zum Thema auf der ganzen Welt machen. Hashtags sind also auch ein Mittel, um Diskussionen zu Themen anzuregen, die sonst wenig Beachtung finden. Viele Frauen haben weltweit über #metoo ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung geteilt. Schnell wurde es zum großen Thema in der Öffentlichkeit. So konnten auch Fälle von Belästigung und Missbrauch öffentlich gemacht. Die Grenzen der Onlinewelt und der Welt außerhalb des Internets sind immer mehr miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. 

Hashtags können Menschen motivieren und ein Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen: Während der Coronakrise haben Nutzer und Nutzerinnen Bilder und Storys unter #wirbleibenzuhause von ihrer Zeit im Homeoffice oder zu Hause mit der Familie geteilt. Hashtags sind also auch ein Mittel, um sich miteinander verbunden zu fühlen, was in einer schwierigen Zeit sehr schön und unterhaltsam sein kann.

Spieleseiten im Netz – Zwischen Spaß, Spiel und Werbung

Digitale Spiele sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung bei Kindern und Jugendlichen. Dabei wird auch gern über das Internet gespielt. Es gibt verschiedene Spieleseiten im Netz, auf denen Kinder teils kostenlos, teils gegen Bezahlung spielen können. Beim Spiel allein oder im Team werden verschiedene Fähigkeiten gefördert, aber vor allem sogenannte Multiplayer-Spiele bergen auch Gefahren, wie z. B. Mobbing.

Kostenlose Seiten mit viel Werbung und fragwürdigem Datenschutz

Viele bei Kindern und Jugendlichen besonders beliebte Spieleportale, wie z. B. spielaffe.de, finanzieren sich über Werbung. Nur so können sie die Spiele kostenlos anbieten. Dafür werden Kinder mit vielen Werbeanzeigen und Links zu externen Partnern konfrontiert. Nicht jedes Kind kann Werbung von den eigentlichen Inhalten der Website unterscheiden und gelangt so vielleicht unbeabsichtigt auf andere Seiten. 

Spielaffe ist nicht konkret für Kinder gemacht. Nicht alle Spiele sind für jedes Kindesalter geeignet, aber trotzdem erreichbar. Ein Problem dabei ist, dass Spiele, die online angeboten werden, bisher nicht mit einer Alterskennzeichnung versehen werden müssen.

Vor allem jüngere Kinder dürften mit dem großen Angebot und den vielen bunten Bildern und Schaltflächen auf spielaffe.de überfordert sein. Der Chat mit anderen Nutzern ist erst nach vorheriger Registrierung möglich – spielen kann man aber auch ohne Anmeldung. Der Bereich mit Informationen für Eltern und Kinder zum sicheren Umgang mit der Seite ist schwer zu finden – ganz unten links.

Auch wenn Spielaffe nicht direkt Daten erhebt, werden über die eingebundenen externen Seiten, wie z. B. Facebook, Daten erhoben und weitergegeben. Ähnlich sieht es bei spielzwerg.de und spielkarussell.de aus. Bei der Registrierung wird nicht abgefragt, ob die Eltern damit einverstanden sind, dass ihre noch nicht volljährigen Kinder hier spielen.

Viele der auf solchen Portalen angebotenen Spiele arbeiten auch mit überholten Geschlechterklischees. Es gibt häufig eine Kategorie „Mädchenspiele“, in denen man Spiele zu Haushalt oder Beauty findet. Keine der drei Websites wird bei einer Suche mit der Kindersuchmaschine fragFINN direkt angezeigt. Über fragFINN lassen sich sonst für Kinder unbedenkliche Websites finden.

Worauf Sie als Eltern achten sollten

Trotz aller Risiken nutzen Kinder und Jugendliche diese Seiten gerne – sicherlich auch wegen der großen Auswahl an Spielen. Versuchen Sie die Faszination Ihres Kindes an diesen Seiten zu verstehen und zeigen Sie Interesse, ohne die Gefahren zu ignorieren.  Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Werbung zu erkennen und vereinbaren Sie Regeln für die Nutzung solcher Seiten. Installieren Sie Werbeblocker und informieren Sie sich über die Angebote und das Urteil von Pädagoginnen und Pädagogen. Online-Angebote wie die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien  oder die Seitenstark-Community bieten hier Hilfe. Pädagogisch wertvolle Angebote finden Sie u. a. über fragFINN und die Blinde Kuh.

Mediennutzungsregeln in den ersten Lebensjahren

Je jünger Kinder sind, desto weniger haben sie das Bedürfnis, Medien zu nutzen. In den ersten Lebensjahren spielen andere Dinge eine wichtigere Rolle: der Kontakt zu den Eltern, laufen und sprechen lernen und so weiter. Ihr Kind braucht in den ersten Monaten und Jahren ganz viel Aufmerksamkeit von Ihnen. Deshalb sollten Sie sich nicht von Geräten ablenken lassen. Vereinbaren Sie Regeln mit Ihrer ganzen Familie, wie Sie mit Medien im Beisein Ihres Kindes umgehen. Denn schon im Babyalter haben Sie eine wichtige Vorbildfunktion. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Kind schon viel mit Medien umgeht, sollten Sie das Smartphone oder Ähnliches vor Ihrem Kind wenig oder gar nicht nutzen. 

Je älter Ihr Kind wird, desto mehr wird es mit Medien konfrontiert. Es möchte das Gleiche tun wie ältere Geschwister, Mama oder Papa. Ihr Kind beginnt zu verstehen, was Medien sind und wie sie funktionieren. Es wird immer schwieriger, Ihr Kind komplett von Medien fernzuhalten. Regeln können helfen, den Medienumgang von Klein- und Vorschulkindern zu gestalten. 

Altersgerechte Inhalte und begrenzte Bildschirmzeiten 

Um Ihr Kind nicht zu überfordern, sollten Sie das genutzte Medienangebot langsam erweitern. Zu analogen Bilderbüchern können beispielsweise nach und nach Hörgeschichten und Musik hinzukommen. Auch kurze Videochats mit Familienmitgliedern sind möglich.  

Kleine Kinder können noch nicht einschätzen, wann es zu viel wird. Wenn Sie die Mediennutzung als eine feste Aktivität am Tag einplanen, z. B. eine Folge Sandmann vor dem Schlafengehen, nimmt das Ihr Kind als Ritual wahr, an dem es sich orientieren kann. Vermeiden Sie es, Medien als Babysitter zu nutzen.

Im Alter bis zu drei Jahren sollte nur sehr wenig Zeit am Tag vor einem Bildschirm verbracht werden. Kinder entdecken die Welt in dieser Phase am besten mit allen Sinnen – mit den Händen, Augen, Nase und Mund. Bildschirminhalte können sie schnell überfordern. 

Zwischen drei und fünf Jahren sollten es nicht mehr als 30 Minuten am Stück vor dem Bildschirm sein. Diese Zeitangaben sind nur eine Orientierung. Sie kennen Ihr Kind am besten und wissen, was es schon kann und versteht.  Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind bei der Mediennutzung begleiten und beobachten, wie es mit dem Gesehenen umgeht und Fragen beantworten können. Wirkt Ihr Sohn oder Ihre Tochter danach sehr aufgekratzt, sollte die Nutzungszeit verringert werden.  

Bei der Mediennutzung begleiten

Kleine Kinder nehmen Medien viel emotionaler wahr als Erwachsene. Manches können sie noch nicht verarbeiten oder verstehen. Daher ist eine enge Begleitung durch Sie als Eltern wichtig! Technische Lösungen können das Gespräch mit Ihnen nicht ersetzen. Bei der Auswahl der Inhalte sollten Sie unbedingt auf Altersfreigaben und gegebenenfalls auf pädagogische Beurteilungen achten. Erklären Sie Ihrem Kind, warum es bestimmte Serien, die vielleicht die ältere Schwester schon schaut, noch nicht sehen darf.

Wichtig ist es, die gesetzten Regeln auch wirklich einzuhalten. Ist Ihr Kind noch klein, sollten Sie Medien sowieso nur gemeinsam nutzen und Sie können auf die Zeit achten. Bei Kindern im Vorschulalter, die vielleicht auch schon eine Serie am Tablet allein anschauen können, hilft die Beschränkung auf eine Folge. Auch eine Eieruhr kann hilfreich sein, da Zeitangaben noch sehr abstrakt sind. 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Gründe für feste Bildschirmzeiten, damit es die Regeln versteht. Lernen Kinder in jungen Jahren einen vernünftigen und kontrollierten Medienumgang, wird ihnen dieser auch später leichter fallen. 

„Nur noch diese eine Runde!“ – Games in der Familie

„Ich höre gleich auf – wirklich!“ Kennen Sie diesen Satz von Ihrem Kind? Dann ist es bestimmt ein großer Fan von Computer- oder Konsolenspielen. Digitale Spiele sind für viele Kinder und Jugendliche eine beliebte Freizeitbeschäftigung, bei der sie ihre spielerischen Fähigkeiten einsetzen und trainieren können. Aber sie führen auch zu Konflikten, wenn z. B. Spiele gespielt werden wollen, die nicht für das Alter geeignet sind oder länger gespielt wird als vereinbart.

Computerspiele können in den unterschiedlichen Lebensphasen bestimmte Kompetenzen fördern. So können zum Beispiel Spieleapps helfen, den Umgang mit Zahlen und Sprache im Vorschulalter zu erlernen. Ältere Kinder und Jugendliche können mit Games ihre Problemlösefähigkeiten verbessern. 

Tipps für den Umgang mit Computerspielen in der Familie

Wir haben die wichtigsten Empfehlungen, um Konflikte rund ums Gaming in der Familie zu vermeiden, für Sie zusammengefasst:

  1. Faszination verstehen und Interesse zeigen

Lassen Sie sich zeigen, wie ein Spiel funktioniert und was Ihr Kind daran so begeistert. Nicht immer werden Sie die Faszination nachempfinden können, nehmen Sie Ihr Kind mit seiner Begeisterung aber trotzdem ernst. Denken Sie daran, sich auch Spieleapps zeigen zu lassen, die auf dem Smartphone laufen.
Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und fragen Sie nach. So können sie erkennen, ob es Realität und Fiktion auseinanderhalten kann und ob es die dargestellten Inhalte versteht.
Spielen Sie auch mal gemeinsam!

  1. Spiele ausprobieren und Beurteilungen lesen

Vertrauen Sie nicht zu sehr auf angebliche Kundenbewertungen auf Online-Portalen, da man nicht sicher sein kann, ob diese echt sind. Verlassen Sie sich besser auf seriöse pädagogische Beurteilungen und auf Ihr eigenes Urteilsvermögen. Testen Sie Spiele aus und entscheiden mit Hilfe der pädagogischen Bewertungen und USK-Einordnungen, ob ein Spiel für Ihr Kind geeignet ist.

Eine Linkliste mit pädagogischen Bewertungen von Computerspielen finden Sie beim Spieleratgeber NRW oder auf spielbar.de.

  1. Regeln vereinbaren

Legen Sie gemeinsam Zeiten fest, zu denen gespielt werden darf oder vereinbaren Sie, wie viel Zeit Ihr Kind in der Woche mit Computerspielen verbringen kann. Die Spieldauer sollte sich nach Ihren Erfahrungen mit dem eigenen Kind richten. Es gibt Empfehlungen für unterschiedliche Altersgruppen, die Sie hier nachlesen können.

Was beim Zocken gar nicht funktioniert, ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzuhören. Besser ist es, wenn Sie vereinbaren, dass mit dem Ende eines Levels aufgehört wird.
Alle Regeln sollten für Ihr Kind gut nachvollziehbar sein. 

Weitere praktische, übersichtliche Tipps gibt es auch bei Klicksafe.

  1. Alternativen zum Zocken

Jedes Kind braucht Zeiten, in denen es sich bewegen und unabhängig vom Bildschirm Dinge erleben kann – am schönsten ist das gemeinsam mit Ihnen!

  1. Spiele sind kein Druckmittel

Man sollte das Spielen nicht verbieten, weil das Kind Mist gebaut hat oder Spielen als Belohnung nutzen. Denn dadurch bekommt es nur einen höheren Stellenwert.

Spiele – egal ob am Computer oder anderswo – sind unterhaltsam und machen Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen Spaß. Mit unseren Empfehlungen finden Sie hoffentlich einen guten Umgang mit Computerspielen in der Familie.

Online-Games – ein Ort für Extremismus?

Rechtsextreme und Islamisten suchen verstärkt im Internet nach Anhängern – auch in der Gaming-Community. Ihr Ziel ist es, Spielende von ihren Ansichten zu überzeugen. Das passiert in den Spielen selbst, aber auch im Chat und in den Foren von Steam, Twitch oder Discord. Manche Jugendliche sind empfänglich für solche extremistischen Ansprachen und sollten dafür gewappnet sein.

Warum nutzen Extremisten Gaming-Plattformen?

Videospiele sind eine weit verbreitete Freizeitbeschäftigung. Gerade junge Menschen spielen gerne online. Jugendliche suchen nach Orientierung, probieren sich in verschiedenen Rollen aus. Das hilft ihnen, eine eigene Identität auszubilden. Die Eltern sind nicht mehr unbedingt die ersten Ansprechpartner. Manche Jugendliche sind einsam und suchen online nach Anschluss. Das macht einige von ihnen anfällig für extremistische Ansprachen. Vor allem Rechtsextreme und Islamisten versuchen in Games gezielt junge Anhänger für ihre menschenverachtenden Ideologien zu finden.

Die sehr direkte und harte Sprache, die in vielen Gaming-Chats und -Foren herrscht, enthält teilweise auch rassistische, homophobe und sexistische Elemente. Diese Kommunikation kann zur Verbreitung von Hassnachrichten und Cybermobbing führen. Manche rechtsextreme Gruppierungen, wie die “Identitäre Bewegung”, nutzen Gaming-Communities, um ihre Botschaften zu verbreiten.  

Wie sieht Extremismus in Online-Games aus?

Extremisten spielen meist unauffällig in beliebten Spielen mit, während sie im Chat einzelne rassistische oder ideologische Aussagen streuen. So testen sie, ob jemand darauf reagiert. Ist das der Fall, dann schicken sie diesen Links oder Einladungen über Gruppen in sozialen Netzwerken, Messenger-Apps oder Foren. In diesen meist geschlossenen Gruppen werden extremistische Inhalte geteilt und so neue Anhänger gewonnen. Teilweise versuchen Extremisten in privaten Chats in Spielen oder Foren direkt Kontakt mit Jugendlichen aufzunehmen. Das ist besonders gefährlich, wenn Jugendliche einsam und über den Kontakt, vor allem zu älteren und erfahrenen Spielern, dankbar sind.

Außerdem nutzen Extremisten neben dem direkten Zugang zu Gamern in Spielen oder Foren Elemente aus der Gaming-Community für ihre Propaganda. So wurde beispielsweise der beliebte Ego-Shooter Call of Duty, der Kriegshandlungen realistisch darstellt, von der Terrororganisation IS zur Rekrutierung von Gamern genutzt. Sie warben damit, dass Jugendliche beim IS das Spiel zur Realität machen könnten. So könnten Gamer nicht, wie nach dem Tod im Spiel, nur dort weiterspielen, sondern im Paradies. 

Was machen Plattformen wie Steam oder Discord dagegen?

Es ist wichtig zu wissen, dass viele extremistische Inhalte gegen geltende Gesetze verstoßen und jugendgefährdend oder sogar strafbar sind. Wie überall im Internet gilt auch im Zusammenhang mit Games, dass Plattformbetreiber oder Diensteanbieter oft erst reagieren, wenn ihnen solche Inhalte gemeldet werden. 

In den großen sozialen Netzwerken wie Facebook oder YouTube wird Propaganda von Extremisten meist direkt von den Betreibern gelöscht. Bei kleineren Diensten, wie Steam, Twitch oder Discord, die vielfach von der Gaming-Community genutzt werden, ist das oft nicht so einfach. Dadurch kommt es immer wieder zur Verbreitung extremistischer Inhalte. 

Es gibt zwar vereinzelt Mechanismen in Spielen, auf Gaming-Plattformen und -Foren, die es Extremisten schwer machen sollen, wie z. B. Wortfilter oder die Möglichkeit problematische Nutzende zu melden. Doch diese Mechanismen können leicht umgangen werden und führen selten zur Verhinderung extremistischer Ansprachen.

Was können Sie tun, um Ihr Kind zu schützen?

Das Wichtigste ist, dass Sie mit Ihrem Kind sprechen und sich für die Spielewelt interessieren, in der es sich bewegt. Fragen Sie Ihr Kind, was es in Online-Games erlebt und mit wem es sich austauscht. Seien Sie offen und hören Sie zu, wenn Ihr Kind Ihnen davon erzählt. Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, dass es auch in Spielen und auf Gaming-Plattformen Menschen gibt, die schlechte Absichten haben und sie zu schlimmen Dingen überreden wollen.

Sollten Sie bei Ihrem Kind Anzeichen für den Kontakt mit extremistischen Ansprachen sehen, sprechen Sie mit ihm und suchen Sie sich Hilfe. Eine Übersicht über Anlaufstellen gibt es von der Bundeszentrale für politische Bildung. In besonders schweren Fällen sollten Sie sich an die Polizei wenden. Das geht auch im Internet über die Onlinewachen.

Wenn Ihnen extremistische Inhalte mit volksverhetzenden oder kriegsverherrlichenden Aussagen in Foren oder sozialen Netzwerken auffallen, können Sie diese auch bei der Internetbeschwerdestelle melden.

Games, Games, Games

Die Gamescom, eine der wichtigsten Spielemessen der Welt, findet im Jahr 2020 erstmals nur digital statt. Vielleicht sind auch Sie und Ihr Kind dabei!? Computerspiele sind in vielen Familien Thema und häufig Anlass für Konflikte. Auf Elternguide.online gibt es jede Menge Beiträge, in denen Sie Anregungen für den Umgang mit Games in der Familie bekommen. Eine kleine Auswahl:

Eltern fragen – wir antworten: Worauf sollte ich achten, wenn mein Sohn Videospiele spielt?

Kinder und Jugendliche spielen gern – auch Computer- und Onlinegames. Was es dabei zu beachten gilt, erkärt Medienpädagoge Fabian Wörz im Video.

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https://youtu.be/ZjPs43ao8A8_%_

„Nur noch diese eine Runde!“ – Games in der Familie

Hier finden Sie gesammelt Tipps für den Umgang mit Computerspielen in Ihrer Familie. Den Beitrag gibt es zum Lesen und als Audiodatei.

„Aber Mama, das Spiel ist überhaupt nicht schlimm!“ – Altersbeschränkungen bei Games

Welches Spiel ist für mein Kind geeignet? In diesem Beitrag erfahren Sie die Hintergründe von Altersbeschränkungen und worauf Sie bei der Auswahl von Spielen sonst noch achten sollten.

Wenn der Freundeskreis aus Avataren besteht – Kommunikation in Online-Games

Computerspiele sind eine sehr kommunikative Tätigkeit, weil sich Gamer häufig online zum Spielen treffen. Das birgt natürlich auch Risiken. Mehr dazu können Sie in diesem Beitrag nachlesen.

© photothek.net

Mein Kind will eine Spielkonsole – was nun?

Wenn nicht übers Handy oder den Computer gespielt wird, kommt eine Spielekonsole zum Einsatz. Die steht auf vielen Wunschzetteln ganz oben. Lesen Sie hier unseren Beitrag zu Spielekonsolen.

Mit Online-Gaming Fähigkeiten verbessern

Immer mehr Menschen wird bewusst, dass Computerspiele viele positive Wirkungen haben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag.

Das ist nur eine kleine Auswahl an Beiträgen zum Thema. Auf unserer Seite finden Sie außerdem Beschreibungen der bei Kindern und Jugendlichen beliebtesten Computer- und Handyspiele, wie z. B. Minecraft, Brawl Stars und Fortnite, Erklärungen von Spieleplattformen wie Twitch und Steam, Artikel zu Gefahren wie Gewalt in Games, Extremistische Ansprachen über Spieleforen oder Computerspielsucht und vieles mehr.

Counter-Strike – der bekannteste Ego-Shooter

Counter-Strike ist ein strategisches Ego-Shooter-Spiel, bei dem Teams als Anti-Terror-Einheit oder Terroristen gegeneinander antreten. Als Multiplayer-Spiel ist es seit rund 20 Jahren auf der ganzen Welt beliebt – auch schon bei jungen Gamern.

Kurz gefasst:

  • Online-Spiel über PC, allein oder in Gruppen
  • ab 16 Jahren freigegeben (USK)
  • beinhaltet die Darstellung von Gewalt und realistischen Waffen
  • aktuelle Version Counter-Strike: Global Offensive gibt es kostenlos – allerdings mit In-Game-Käufen 

Was ist Counter-Strike?

Alle Versionen des Spiels funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Zwei Teams treten gegeneinander an und versuchen entweder die gegnerischen Teammitglieder mit ihren Waffen auszuschalten oder das jeweilige Ziel zu erfüllen. Dabei müssen Anti-Terror-Einheiten meist Geiseln retten und Terroristen Bomben zünden. Aktuell wird die Version CS: Global Offensive (CS:GO) gespielt.

Counter-Strike ist ein Egoshooter, wie z. B. auch Call of Duty. Das bedeutet, dass Spielende die Spielwelt aus der Ich-Perspektive sehen. Dabei ist meistens nur die eigene Waffe zu sehen, mit der man auf gegnerische Spielende zielt. 

Das Spiel wirkt auf den ersten Blick so, als ginge es nur um Gewalt. Dabei stehen Strategie und Taktik im Vordergrund. Spielende müssen sich mit Team-Mitgliedern ständig austauschen und durchdachte Pläne schmieden, um zu gewinnen. Die Gamer finden sich in Gemeinschaften, sogenannten Clans, weltweit zusammen und treten in Wettkämpfen gegeneinander an. 

Was fasziniert Jugendliche daran?

Counter-Strike erinnert an “Räuber und Gendarm”. Die Spielenden schlüpfen in verschiedene Rollen und müssen sich gegen andere beweisen. Das finden besonders Jugendliche reizvoll. Zum Wettkampf-Aspekt kommt die Möglichkeit der Gemeinschaftsbildung dazu. Sie kommen in Clans zusammen, trainieren gemeinsam und treten in professionellen Wettkämpfen gegen andere an. Es geht in der Regel darum, durch besondere Leistungen Anerkennung von anderen zu bekommen. Jugendliche wollen ihre Fähigkeiten austesten und miteinander vergleichen. Dabei spielen Altersbeschränkungen oder Verbote eher selten eine Rolle oder können ein Spiel sogar besonders attraktiv machen.

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Auch wenn das Erschießen in Counter-Strike vergleichsweise wenig realistisch dargestellt wird, wirken Umgebungen, Spielende und Waffen sehr echt. Solche Gewaltdarstellungen können negative Folgen insbesondere für jüngere Spielende haben. Wenn sie diese noch nicht richtig einschätzen und verarbeiten können, können sie ihnen Angst machen. Deswegen ist es wichtig die Altersbeschränkung (USK: 16) ernst zu nehmen.

Während des Spielens wird oft über ein Headset oder im Chat miteinander kommuniziert. Dabei ist die Sprache oft sehr rau und beleidigend. Auch in Online-Foren, in denen sich Spielende außerhalb von Counter-Strike austauschen, gibt es oft Kommunikation, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet ist.

Dazu kommt der Drang, immer besser zu werden. Gerade der Einstieg ist bei Counter-Strike schwierig und kann schnell zu Frustration führen. Im schlimmsten Fall kann es zu Computerspielsucht kommen. Im Zusammenhang mit dem Wettbewerbscharakter spielen auch In-Game-Käufe eine Rolle. So können etwa Waffen dazu gekauft werden.

Was meint der Anbieter?

Der Anbieter stellt klar, dass das Spiel extreme Gewalt und Blut enthält. Obwohl das Spiel insgesamt realistisch wirkt, wurde darauf geachtet, dass zumindest das Erschießen klar von der Realität abgegrenzt wurde. So lösen sich besiegte Gegner beispielsweise in Luft auf.

Was sollten Eltern beachten?

Jugendliche, die ein solches Spiel, das nicht für ihr Alter geeignet ist, unbedingt spielen wollen, finden meistens trotzdem einen Weg. Achten Sie als Eltern dennoch auf das USK-Alterskennzeichen und erklären Sie Ihrem Kind, warum dies zum Schutz von Kindern und Jugendlichen wichtig ist. Gleichzeitig ist es hilfreich, sich mit anderen Eltern auszutauschen. Gerade wenn das Spiel im Freundeskreis beliebt ist, kann dies dazu beitragen, dass verantwortungsvoll miteinander gespielt wird und gemeinsame Regeln für alle gelten.

Sollte Ihr Kind Counter-Strike spielen, weil es bereits 16 Jahre alt ist oder Sie es für reif genug halten, sollten Sie unbedingt mit ihm über seine Spielerfahrung sprechen. So kann Ihr Sohn oder Ihre Tochter das im Spiel Erlebte reflektieren und besser verarbeiten. Dabei ist auch die Kommunikation mit anderen Mitspielenden entscheidend. Fragen Sie Ihr Kind, über was im Chat gesprochen wird und wie es das findet.

Kommunikation über Medien – was Jugendlichen wichtig ist

Mit anderen sprechen, mit Freunden und der Familie telefonieren, schreiben oder sich ansehen und anlächeln – Kommunikation ist ein menschliches Grundbedürfnis! Jugendliche tauschen sich am liebsten über Apps und soziale Netzwerke auf dem Smartphone aus. Sie teilen Erfahrungen und Erlebnisse und verarbeiten sie so. Sie lernen Konflikte ohne elterliche Unterstützung zu lösen, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten. Freundschaften werden gepflegt, indem man ständig in Kontakt miteinander steht. 

Kommunikation über Messenger

Am beliebtesten bei der Kommunikation sind Messenger-Apps. Am häufigsten wird WhatsApp genutzt, aber auch Alternativen wie den Facebook Messenger, Telegram, Signal oder Threema haben viele installiert.

Die Kommunikation über Smartphones ist für Jugendliche selbstverständlich und nimmt einen großen Teil ihres Alltags ein. Das Smartphone ist immer griffbereit und stellt eine Art sozialen Treffpunkt dar. Sowohl im Zweierchat als auch in Gruppenchats werden Meinungen, Bilder und Videos ausgetauscht, gestritten und Späße gemacht.

Über einen Messenger mit Freunden verbunden zu sein, schafft bei Jugendlichen ein Gefühl der Zugehörigkeit.Die Kommunikation darüber erscheint privat. Oft sind die Gruppen allerdings so groß, dass von Privatsphäre keine Rede mehr sein kann. Je anonymer die Gruppenchats werden, desto größer ist die Gefahr, dass diese missbraucht werden, um Falschmeldungen zu streuen und Meinungen zu manipulieren. Eine weitere Gefahr: Fotos können unbemerkt auf fremden Geräten abgespeichert und versendet werden. So praktisch Messenger sind, bergen sie auch Risiken – vor allem weil Jugendliche täglich sehr viele Nachrichten verschicken. Es kann zu Stress führen, wenn Ihr Kind das Gefühl hat, sofort auf Nachrichten reagieren zu müssen oder Angst hat, etwas zu verpassen, wenn es nicht aufs Handy schaut. 

Jugendliche handeln aber nicht immer sozial, wenn sie in Messenger-Gruppen miteinander kommunizieren. Da man die Reaktion seines Gegenübers nicht direkt sieht und man anderen imponieren möchte, sind Beleidigungen keine Seltenheit. Das kann unter Umständen bis zu Cybermobbing führen.

Kommunikation über Instagram & Co.

Auch über Social-Media-Apps wie Instagram, Snapchat oder TikTok wird kommuniziert. Häufig beschränkt sich diese Art des Austauschs auf Bilder und Videos und das Liken oder Kommentieren. Diese Kommunikation ist besonders wichtig, wenn es um Selbstdarstellung und Anerkennung geht. Selfies werden verschickt und man erwartet von seinen Followern, die meistens Freunde und Bekannte sind, eine positive Reaktion darauf. Allerdings kann es auch hier zu Stress oder Beleidigungen kommen.

Auch unter Gamern ist es üblich, dass man sich beim Zocken untereinander austauscht – etwa über Kanäle wie Discord und Teamspeak.

Gerade über Plattformen können auch Fremde Jugendliche  anschreiben, um näheren Kontakt zu ihnen zu bekommen. Das kann harmlos sein, aber es können auch kriminelle, z. B. pädophile Absichten, dahinterstecken.

Worauf Sie als Eltern achten sollten

So praktisch die Kommunikation über das Internet ist, sollten mögliche Risiken bekannt sein. Fragen Sie Ihr Kind, welche Kanäle es nutzt und mit wem es chattet. Achten Sie dabei aber auf seine Privatsphäre und lassen Sie Ihrem Kind den Freiraum, den es braucht. Vereinbaren Sie Sicherheitsregeln, z. B. welche Bilder und Videos über welchen Weg verschickt werden dürfen. Empfehlen Sie Ihrem Kind, bestimmte Fotos nur in privaten Kanälen oder Gruppen zu posten. Seien Sie bei Unsicherheiten und Problemen ansprechbar. 

Wenn Sie sich über die Sicherheit der Daten Ihres Kindes Gedanken machen, vergleichen Sie einfach mal die Bedingungen einzelner Messenger. Was passiert dort mit den Daten? Ist die Kommunikation verschlüsselt? Welche Messenger gelten als sicher? In den Nutzungsbedingungen vieler dieser Apps ist ein Alter von 13 oder sogar 16 Jahren Voraussetzung für die Anmeldung. Wenn Ihr Kind noch nicht volljährig ist, müssen Sie der Nutzung zustimmen. Vielleicht besprechen Sie sich mit anderen Eltern und überlegen, ob Sie gemeinsam eine datenschutzfreundliche Alternative zu WhatsApp installieren können.

Mit jüngeren Kindern können Sie gemeinsam die Einstellungen des Messengers durchgehen. Das Deaktivieren der Lesebestätigung entlastet, so dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter nicht das Gefühl haben muss, gleich auf eine Nachrichten reagieren zu müssen. Achten Sie darauf, mit wem Ihr Kind chatten kann und zeigen Sie ihm die Funktion, Kontakte zu blockieren.

Für die Kommunikation mit Ihrem Kind können Sie Regeln vereinbaren und so einen guten Maßstab für den Austausch Ihres Kindes mit Freunden setzen.

Umgang mit Fotos von Schulkindern im Netz

Es ist aufregend und schön zu verfolgen, wie das eigene Kind wächst und sich entwickelt. Dank Smartphone lässt sich das Großwerden permanent dokumentieren und mit anderen teilen. Dabei sollten Sie aber im Sinne Ihres Kindes einiges beachten. Die Beantwortung der folgenden Fragen hilft Ihnen zu entscheiden, wie Sie mit Fotos von Ihrem Kind im Schulalter umgehen. 

Wie soll mein Kind in der Öffentlichkeit dargestellt werden?

Ihr Kind ist es wahrscheinlich von klein auf gewohnt, fotografiert zu werden. Vielleicht mag es das, vielleicht aber auch nicht immer und nicht in jeder Situation. Achten Sie darauf, wann und wie Sie Ihr Kind fotografieren, vor allem, wenn Sie das Foto mit anderen teilen möchten. Wenn es darum geht, ein Fotos weiterzuleiten, sollte auch Ihr Kind damit einverstanden sein. Überlegen Sie, ob Sie gewollt hätten, dass bestimmte Kinderfotos von Ihnen im Netz kursieren.

Kinder sollten auf Fotos immer bekleidet und nicht in einer lächerlichen oder gar peinlichen Situation zu sehen sein. Sind noch andere Kinder auf dem Foto zu erkennen, müssen Sie das Einverständnis der Eltern einholen. 

Überlegen Sie, ob es immer nötig ist, dass man das Gesicht Ihres Kindes sieht. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie man kreative Kinderfotos machen kann, ohne dass das Kind ganz genau zu erkennen ist.

Darf ich allein entscheiden, wie mein Kind im Netz dargestellt wird?

Auch Kinder haben Rechte. Sie können und sollen mitentscheiden, wenn es um sie selbst und ihr Wohlergehen geht. Fotos im Netz können die Privatsphäre von Kindern verletzen. Als Schulkind ist Ihr Sohn oder Ihre Tochter alt genug zu verstehen, was es heißt, wenn Fotos im Internet verbreitet werden. Sprechen Sie mit ihm oder ihr darüber und entscheiden Sie nicht über seinen oder ihren Kopf hinweg. Ohne das Einverständnis Ihres Kindes sollten Sie kein Foto von ihm veröffentlichen!

Wenn Ihr Kind später Fotos über das eigene Smartphone macht und teilt, sollte es Bescheid wissen, welche Konsequenzen das haben kann. Klären Sie Ihr Kind rechtzeitig auf und gehen Sie als Vorbild selbst sensibel mit der Verbreitung von Fotos um.

Wie können Fotos meines Kindes verbreitet werden?

Es geht einerseits um die Frage des Kanals, über den Kinderfotos geteilt werden können und welche Berechtigungen andere Menschen haben, diese Fotos zu sehen. Es gibt Plattformen, auf denen Kinderfotos z. B. von Facebook-Profilen gesammelt und anderen zur Verfügung gestellt werden. Fremde Menschen können diese Fotos dann für ihre Zwecke nutzen – im schlimmsten Fall handelt es sich um Pädophile.

Je mehr Menschen die Fotos Ihres Kindes sehen können, z. B. über die Status-Funktion bei WhatsApp, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie einfach kopiert und weitergeleitet werden und so in falsche Hände geraten können. Nutzen Sie deshalb die Privatsphäre-Einstellungen auf dem Smartphone und in der jeweiligen App, so dass nur ein eingeschränkter Kreis die Fotos sehen kann.

Achten Sie andererseits unbedingt darauf, dass Kinderfotos nicht in Kombination mit weiteren Informationen wie dem vollen Namen, Wohnort usw. veröffentlicht werden. Mit dem ersten Foto im Netz bekommt Ihr Kind eine digitale Identität, die im Laufe der Jahre immer ausgeprägter wird. Ihr Kind kann das später nicht mehr rückgängig machen.

Wie möchte ich, dass andere mit Fotos meines Kindes umgehen?

Wenn Oma und Opa nicht in der Nähe wohnen, ist es schön, wenn sie trotzdem mitbekommen, wie ihr Enkelkind groß wird. Das geht per Foto über WhatsApp und Co. ganz einfach. Trotzdem sollten Sie Regeln mit Familie und Freunden vereinbaren, wenn Sie Fotos über das Smartphone teilen. Sie können überlegen, sich auf einen Messenger wie Signal zu einigen, bei dem Fotos nicht automatisch in der Fotogalerie des Empfänger-Handys gespeichert werden. Möglicherweise verständigen Sie sich auch darauf, Fotos, auf denen das Gesicht Ihres Kindes zu sehen ist, gar nicht zu teilen, sondern nur persönlich zu zeigen.

Hetze im Netz

Social Media und Messenger-Apps wie Instagram, TikTok und WhatsApp sind bei Jugendlichen besonders beliebt. Hier posten sie regelmäßig Beiträge und beschäftigen sich mit Themen, die sie interessieren und bewegen. Natürlich sind nicht immer alle bei allen Themen einer Meinung. Genauso wie im analogen Leben kommt es auch im Internet gelegentlich zu Streitigkeiten, Konflikten und Diskussionen unter Jugendlichen. Meistens ist das harmlos und für Sie als Eltern besteht kein Grund zur Sorge.

Was ist Hate Speech?

Das Internet kann allerdings auch dazu beitragen, dass Hemmschwellen für Anfeindungen und Diskriminierungen sinken. Vielen Menschen fällt es offenbar leichter, etwas Abwertendes zu schreiben, als es persönlich zu sagen. Die Betroffenen fühlen sich dann meist sehr hilflos. Denn, was einmal im Netz gepostet wird, verbreitet sich meist rasend schnell und unkontrolliert. Hetze im Netz kann viele Gesichter haben: Während bei Cybermobbing meistens eine Person im Fokus von persönlichen Anfeindungen und Beleidigungen steht, werden bei sogenannten Hassreden in der Regel gleich ganze Teile der Gesellschaft angegriffen und z. B. aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion, Sexualität oder Herkunft diskriminiert. Hasskommentare und Beleidigungen gegen Einzelne oder ganze Gruppen sind nicht nur respektlos und für die Betroffenen sehr belastend, sondern können sogar eine Straftat darstellen (- wie auf der Seite no-hate-speech.de verständlich erklärt wird). Das ist vielen Jugendlichen allerdings nicht bewusst.

Was kann man tun?

Umso wichtiger ist es, dass Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind über Diskriminierung im Netz und deren Folgen auseinandersetzen. Oft ist es Jugendlichen unangenehm, wenn sie selbst betroffen sind und im Netz beleidigt und angefeindet werden. Wenn es bei Ihnen zu Hause üblich ist, offen über alles zu sprechen, wird sich Ihr Kind im Fall der Fälle vertrauensvoll an Sie wenden. Thematisieren Sie mit Ihrem Kind ein respektvolles Miteinander im Netz. Online sollten die gleichen Regeln für den Umgang mit anderen gelten, wie offline: Fairness, Offenheit und Wertschätzung.

Es gibt zahlreiche Informations- und Hilfsangebote zum Thema Hetze im Netz, u. a.

Die Initiative #NichtEgal richtet sich direkt an junge Menschen und unterstützt sie dabei, aktiv Hass im Netz entgegenzutreten und sich für eine offene und gewinnbringende Diskussionskultur im Netz stark zu machen.

Gute Apps für Kinder

Apps können Kinder beim Lernen unterstützen, ihre Kreativität fördern und ihnen viel Spaß bereiten. Doch welche Anwendungen eignen sich am besten und woran erkennt man eine gute Kinder-App?

Apps, die ausdrücklich für Kinder programmiert wurden, sind als Einstieg in Onlinewelten besonders geeignet: Als kleines, in sich geschlossenes Programm bieten sie einen übersichtlichen Inhalt. Navigiert wird durch Fingerbewegung oder Spracheingabe. In vielen Apps wird darauf geachtet, die kindliche Vorliebe für Wiederholungen zu bedienen. Idealerweise sollten Sie die App vorher testen und durchspielen, bevor Ihr Kind sie nutzt. Informieren Sie sich genau über die Anwendungen, die Sie für Ihr Kind installieren. Achten Sie dabei u. a. darauf, ob Werbung und In-App-Käufe enthalten sind. Sie können sich dabei an Testberichten orientieren, z. B. vom Spieleratgeber NRW.

Was macht gute Kinder-Apps aus?

  • Die App-Inhalte orientieren sich am Alter und der Lebenswelt von Kindern.
  • Die App ist audiovisuell aufbereitet, enthält also Bilder, Töne, Musik und Geräusche.
  • Die Navigation ist einfach, intuitiv und eventuell sprachgesteuert.
  • Vorkommende Texte, Bilder und Animationen sind kindgerecht und verständlich.
  • Die verwendeten Symbole und Icons sind einheitlich und aussagekräftig.
  • Die App ist nicht mit Symbolen, Inhalten und Funktionen überfrachtet, so dass Ihr Kind nicht überfordert wird.
  • Ihr Kind kann in der App entsprechend seines Alters interagieren, d. h. Buttons drücken, malen und Ähnliches.
  • Die App ist werbefrei und bietet Einstellungsmöglichkeiten für Eltern.

Was gibt es außerdem zu beachten?

Achten Sie darauf, schon frühzeitig Regeln zur Nutzung des Tablets oder Smartphones aufzustellen. Kleinkinder und Kinder im Kindergartenalter sollten so wenig Zeit wie möglich am Bildschirm verbringen und wenn, dann am besten gemeinsam mit Ihnen. So bekommen Sie mit, wie es mit der App klarkommt, ob Ihr Kind die Inhalte versteht und verarbeiten kann. Und Sie können Fragen beantworten. Je älter Ihr Kind wird, desto selbstständiger kann es dann auch mit mobilen Geräten umgehen.

Häufig bieten Apps Einstellungsmöglichkeiten für Eltern, um die Nutzungsdauer und den Zugriff auf bestimmte Inhalte einzuschränken. Nutzen Sie solche Funktionen, insbesondere wenn Sie nicht die ganze Zeit dabei bleiben können. Achten Sie schon während des Downloads darauf, welche Berechtigungen die App einfordert und deaktivieren Sie diese gegebenenfalls.

Ein Überblick über empfehlenswerte Apps für Kinder ist aufgrund des rasanten Wandels im Netz nur schwer möglich. Hilfestellung finden Sie aber unter anderem beim Deutschen Jugendinstitut (DJI), bei klicktipps oder bei SIN – Studio im Netz. Wenn Sie sich beraten lassen wollen, ob eine App für Ihr Kind geeignet ist, suchen Sie diese bei app-geprüft.

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