Fotografieren geht auch ohne Kamera! Beim Blaudruck, auch Cyanotypie genannt, entstehen Bilder auf einem „Zauberpapier“ mit Licht, Gegenständen und Wasser. Dabei hinterlassen Blätter, Federn, kleine Gegenstände oder ausgeschnittene Papiermotive helle Formen auf blauem Hintergrund. Für Kinder ist das fast ein bisschen magisch – und zugleich ein spannender Einstieg in die Welt der analogen Fotografie.
Die Cyanotypie ist eine sehr alte Fototechnik. Schon im 19. Jahrhundert wurde sie genutzt, um Pflanzen, Zeichnungen oder Baupläne abzubilden. Vielleicht kennen Sie den Begriff „Blaupause“ – er kommt genau aus diesem Zusammenhang. Beim Blaudruck wird ein Papier oder Stoff mit einer chemischen Lösung lichtempfindlich gemacht. Dort, wo Sonnenlicht auf das Material trifft, entsteht später die blaue Farbe. Stellen, die durch Gegenstände abgedeckt sind, bleiben hell.
Es gibt Cyanotypie-Sets, mit denen sich das „Zauberpapier“ selbst herstellen lässt. Für die lichtempfindliche Lösung mischen Sie zwei Chemikalien und tragen es in einem abgedunkelten Raum mit einem Pinsel auf Aquarellpapier oder Stoff auf. Das ist für Kinder spannend, sollte aber immer von einem Erwachsenen begleitet werden. Die Chemikalien sind nicht ungiftig und können Haut, Augen oder Atemwege reizen. Mit Gummihandschuhen, Schürze und ggf. Mundschutz kann Ihr Kind unter Anleitung einzelne Schritte übernehmen. Wichtig ist: Lesen Sie die Packungsanleitung, lüften Sie den Raum und achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich nicht in die Augen fasst und sich danach gründlich die Hände wäscht.
Alternativ eignet sich für den einfachen Einstieg vorbehandeltes Cyanotypie-Papier. Das können Sie online bei Künstler- oder Foto-Shops bestellen. So ist das „Zauberpapier“ schon vorbereitet und Sie können direkt mit Ihrem Kind loslegen.
Legen Sie vor dem Start alle nötigen Gegenstände bereit:
Beim Blaudruck kann Ihr Kind ganz ohne Kamera eigene Bilder gestalten. Dabei versteht es spielerisch, dass Fotografie immer auch bedeutet, mit Licht und Gestaltung zu arbeiten. Überlegen Sie mit Ihrem Kind: Welche Formen sind spannend? Was passiert, wenn ein Motiv durchsichtig ist? Wie verändert sich das Bild bei mehr oder weniger Sonne? Wie entsteht ein 3-D-Effekt? So kommen Sie ganz nebenbei über kleine Forschungsfragen in den Austausch. Auch für Gespräche über Medien ist Blaudruck gut geeignet: Ein Bild entsteht nicht nur durch einen Klick. Für Fotografie braucht es eine bewusste Auswahl der Motive, Licht, Zeit und Kreativität.
Starten Sie mit fertigem Cyanotypie-Papier. Das ist unkompliziert und sicherer. Wenn Ihr Kind großen Spaß daran hat und schon älter ist, können Sie später gemeinsam ein Set mit Chemikalien ausprobieren. Planen Sie dafür genug Zeit ein und machen Sie daraus ein kleines Familienprojekt im Garten, auf dem Balkon oder beim nächsten Ausflug in die Natur. Eine kindgerechte Anleitung zum Blaudruck finden Sie bei knipsclub.
Ihr Kind verbringt viel Zeit auf TikTok? Es schaut ein kurzes Video nach dem anderen und aus „nur fünf Minuten“ wird schnell eine halbe Stunde? Damit ist Ihr Kind nicht allein. Die Social-Media-Plattform ist so aufgebaut, dass sie sofort unterhält und dabei die Aufmerksamkeit möglichst lange bindet.
TikTok bietet schnelle Unterhaltung: die Videos sind kurz, bunt, lustig, überraschend und oft emotional gestaltet. Die Themen sind vielfältig, es geht etwa um Tanz, Comedy, Musik, Tiere, Gaming, Beauty, Rezepte, Lifehacks oder den Alltag anderer Menschen. Für fast jedes Interesse gibt es passende Inhalte und die Abwechslung ist groß. Das kann schnell das Gefühl auslösen: „Nur noch ein Video!“.
Viele Videos auf TikTok wirken sehr nahbar. Sie sehen nicht immer perfekt produziert aus, sondern eher so, als könnten sie von Freund*innen oder Mitschüler*innen stammen. Das macht die Inhalte für Kinder und Jugendliche besonders interessant. Außerdem können sie selbst mitmachen: Trends nachstellen, Sounds benutzen, Videos liken und kommentieren. Mit Musik, Filtern, Effekten und einfachen Schnittfunktionen lassen sich leicht eigene Clips gestalten.
TikTok ist nicht nur Unterhaltung, sondern es geht auch um Zugehörigkeit. Viele Trends, Sounds, Challenges oder Memes werden im Freundeskreis, im Sportverein oder auf dem Schulhof aufgegriffen. Wer die App nutzt und beliebte TikToker*innen kennt, kann mitreden. Likes, Kommentare und Follower*innen geben schnell Anerkennung. Selbst Inhalte zu erstellen und zu teilen, kann aber auch Druck erzeugen: Bin ich lustig genug? Sehe ich gut genug aus? Kommt mein Video gut an?
Besonders fesselnd ist der „Für dich“-Feed oder auch For You Page genannt. Dort schlägt TikTok über einen Empfehlungsalgorithmus laufend neue Videos vor, die zu den Interessen der Nutzer*innen passen sollen. So entsteht schnell das Gefühl: „TikTok weiß genau, was ich mag.“ Gleichzeitig fällt das Aufhören schwerer, weil immer wieder ein neues Video erscheint. Außerdem können einseitige Inhalte entstehen – auch zu problematischen oder belastenden Themen.
Bleiben Sie mit Ihrem Kind im offenen Gespräch. Fragen Sie nach, was es gerne anschaut, welche Trends und Influencer*innen es spannend findet und ob es auch Videos gibt, die es verunsichern oder nerven. Wichtig ist: hören Sie Ihrem Kind erst einmal zu und bewerten Sie nicht sofort.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über Algorithmen und Filterblasen und klären Sie es über relevante Themen wie zum Beispiel Kommunikationsrisiken, Werbung und Körperbilder auf. Machen Sie deutlich: Nicht alles, was oft angezeigt wird, ist automatisch gut, richtig und wichtig.
Richten Sie TikTok gemeinsam sicher ein. Prüfen Sie zum Beispiel Funktionen zur Privatsphäre, Kommentare, Nachrichten, Inhaltsfilter und Bildschirmzeiten. Nutzen Sie den „Begleiteten Modus“. Damit können Sie zum Beispiel die tägliche Nutzungszeit begrenzen, Ruhezeiten einstellen, Direktnachrichten einschränken und bestimmte Inhalte filtern. Das ersetzt kein Gespräch, kann aber helfen, ein Zuviel bei aller Faszination einzudämmen. Vereinbaren Sie gemeinsam klare Regeln: zum Beispiel handyfreie Zeiten beim Essen, vor dem Schlafengehen oder bei den Hausaufgaben. So helfen Sie Ihrem Kind, TikTok bewusst zu nutzen.
Mehr Infos zu TikTok finden Sie in diesem Artikel.
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Viele Jugendliche möchten in der Pubertät ihre Sexualität entdecken und herausfinden, wie sie auf andere wirken. Das passiert heute auch über Messenger oder Direktnachrichten in sozialen Netzwerken. Für Eltern ist es nicht immer leicht, dieses Thema einzuordnen. Wir erklären, was Sexting bedeutet, welche Risiken es gibt und wie Sie Ihr Kind begleiten können.
Sexting bezeichnet das freiwillige Versenden oder Austauschen von erotischen oder intimen Nachrichten, freizügigen Bildern oder Videos über digitale Medien. Solche Nachrichten entstehen oft beim Flirten oder in einer Beziehung. Sexting ist kein Phänomen, das nur Jugendliche betrifft. Tatsächlich nutzen Erwachsene diese Form der Kommunikation deutlich häufiger.
Sexting ist nicht grundsätzlich etwas Negatives. Es kann Ausdruck von Vertrauen sein oder zum Kennenlernen dazugehören. Voraussetzung ist, dass alle Beteiligten freiwillig handeln. Niemand sollte sich zu intimen Bildern oder Videos drängen lassen. Wer ein intimes Bild verschickt, weiß nie, was später damit passiert. Es kann ohne Einverständnis der abgebildeten Person weitergegeben oder veröffentlicht werden. Damit wird ihre Privatsphäre verletzt. Auch rechtliche Folgen sind möglich. Ist ein Bild erst einmal im Umlauf, lässt es sich meist nicht mehr vollständig löschen.
Neben den persönlichen Risiken gibt es auch rechtliche Grenzen. Kinder unter 14 Jahren sollten keine sexualisierten Nacktaufnahmen von sich anfertigen oder verschicken. Solche Aufnahmen gelten rechtlich als Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und unterliegen besonderen strafrechtlichen Regelungen. Ihr Erhalt, Besitz oder ihre Weitergabe kann für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene strafbar sein. Das bedeutet zum Beispiel: Ein 14-jähriger Jugendlicher darf keine entsprechenden Bilder einer 13-jährigen Person erhalten, speichern oder weiterleiten. Ältere Jugendliche sollten solche Bilder deshalb niemals anfordern, erhalten oder weiterleiten.
Manche Täter*innen erschleichen intime Bilder und nutzen sie später zur Erpressung. Dieses Vorgehen wird Sextortion genannt. Sie drohen damit, die Aufnahmen zu veröffentlichen oder weiterzuschicken. Auch scheinbar harmlose Fotos können heute mithilfe von Künstlicher Intelligenz manipuliert werden. Deshalb lohnt es sich, vor dem Verschicken gut zu überlegen, welche Bilder man von sich teilt.
Nicht das Sexting selbst ist das Problem, sondern der Missbrauch der Bilder. Werden intime Aufnahmen ohne Einverständnis weitergegeben oder veröffentlicht, tragen die Betroffenen keine Schuld. Für Betroffene kann das sehr belastend sein und Scham oder Angst vor den Reaktionen anderer auslösen.
Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Kind über Sexting, Grenzen und darüber, dass beide Seiten einverstanden sein müssen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass niemand das Recht hat, intime Aufnahmen einzufordern oder Druck auszuüben, zum Beispiel mit Sätzen wie: „Wenn du mich wirklich magst, schick mir ein Bild“ oder „Sonst mache ich Schluss“. Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass es den Kontakt jederzeit beenden darf. Ihr Kind kann sich immer an Sie, eine andere vertraute Person oder eine Beratungsstelle wenden und muss mit solchen Situationen nicht allein umgehen. Erklären Sie ihm auch, dass es selbst über den eigenen Körper entscheidet. Es muss keine intimen Bilder verschicken und darf Nein sagen, wenn es sich mit etwas nicht wohlfühlt.
Besprechen Sie auch, warum intime Bilder anderer Menschen nicht weitergeleitet werden dürfen. Das verletzt die Privatsphäre der betroffenen Person und kann rechtliche Folgen haben.
Wenn Ihr Kind mit der Veröffentlichung intimer Bilder erpresst oder sexuell belästigt wird, bleiben Sie ruhig und hören Sie zu. Machen Sie keine Vorwürfe. Sichern Sie Textnachrichten, in denen gedroht oder Druck ausgeübt wird. Erstellen Sie jedoch keine Screenshots oder Kopien der intimen Bilder. Besonders bei sexualisierten Aufnahmen Minderjähriger kann das erneute Speichern oder Kopieren rechtliche Folgen für Sie haben. Melden Sie die Inhalte auf der jeweiligen Plattform und erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass die Verantwortung immer bei den Menschen liegt, die Vertrauen missbrauchen oder Bilder weiterverbreiten.
Auf www.safer-sexting.de finden Sie weitere Informationen zur Rechtslage und Unterstützung für Betroffene. Auch JUUUPORT informiert über Sexting und den Missbrauch intimer Aufnahmen und berät Jugendliche vertraulich.
Ob Mode, Fitness, Gaming, Wissen oder Lifestyle – Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit auf Social Media und treffen dort auf digitale Vorbilder. Influencer*innen präsentieren Inhalte, die unterhalten, inspirieren oder informieren. Dieser Überblick zeigt Eltern, welche Arten von Influencer*innen es gibt, welche Themen sie bedienen, worauf Jugendliche besonders achten und welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben.
Sie wissen, was auf den Laufstegen, bei den Modelabels und in den Läden gerade los ist: Fashion-Influencer*innen zeigen aktuelle Trends, geben Stylingtipps und kombinieren Kleidung oft mit Beauty-, Sport- oder Lifestyle-Themen. Viele Kinder und Jugendliche nutzen diese Profile als Inspiration für den eigenen Stil, Outfits und Selbstdarstellung.
Potenziell problematisch: unrealistische Schönheits- und Körperideale, hoher Konsumdruck, Werbung für Produkte.
Fitness-Influencer*innen zeigen Workouts, Ernährungstipps und Motivation für einen aktiven Lebensstil. Manche orientieren sich dabei bewusst am Alltag ihrer Follower*innen und geben Anregungen, wie sich Bewegung und gesunde Ernährung in den Tagesablauf integrieren lassen. Sie sprechen sowohl sportlich ambitionierte Jugendliche als auch Einsteiger*innen an.
Potenziell problematisch: übertriebene Körperideale, unrealistische Trainingsziele, Werbung für Produkte oder Nahrungsergänzung.
Vom Sparbuch zum Krypto-Depot: Finfluencer*innen erklären Sparen, Geldanlage, Trading und Kryptowährungen. Sie verbinden Tipps oft mit persönlichen Erfolgsgeschichten und glamourösen Lifestyle-Darstellungen. Ältere Jugendliche stoßen auf diese Kanäle, wenn Taschengeld, Nebenjobs oder erste größere Anschaffungen relevant werden.
Potenziell problematisch: fehlende Qualifikation, unrealistische Gewinnversprechen, Monetarisierung, mögliche finanzielle Verluste.
Politik, Naturwissenschaft, Psychologie oder Geschichte – Wissens-Influencer*innen vermitteln komplexe Themen anschaulich und verständlich. Sie erklären Inhalte kurzweilig, nahbar und oft mit einem Augenzwinkern. Viele Jugendliche nehmen sie nicht nur als Informationsquelle wahr, sondern auch als Vorbilder, die Sprache, Argumentationsweisen oder schulische Interessen beeinflussen.
Potenziell problematisch: begrenzte Tiefe, Fehleranfälligkeit, Monetarisierung, vereinfachte Darstellungen.
Chips und Popcorn raus – Let’s Player*innen spielen Videospiele und kommentieren Strategien, Tipps und Geschichten. Die Gaming-Szene ist männlich geprägt, doch weibliche und queere Let’s Player*innen gewinnen zunehmend an Bedeutung und dienen Kindern und Jugendlichen als Vorbilder.
Potenziell problematisch: Suchtpotenzial, übermäßige Bildschirmzeit, Monetarisierung, Interaktion mit Fremden.
Ob Basteln, Backen oder das eigene Zimmer gestalten – DIY-Influencer*innen zeigen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für kreative Projekte. Kinder und Jugendliche können ihre eigenen Fähigkeiten ausprobieren und Ideen nachmachen.
Potenziell problematisch: Nachahmungsrisiko bei gefährlichen Arbeiten, Werbung für Produkte, Monetarisierung.
Sie lassen ihre Follower*innen am scheinbaren Alltag teilhaben: Frühstück zubereiten, shoppen, dekorieren oder Sport treiben – Lifestyle-Influencer*innen zeigen Alltagsinhalte und Unterhaltung. Jugendliche nehmen hier Vorbilder wahr, orientieren sich an Vorlieben und Alltagsritualen.
Potenziell problematisch: unrealistische Alltagserwartungen, Konsumdruck, Werbung, Privatsphäre.
Tanzen, Comedy, Pranks – Unterhaltungs-Influencer*innen bieten kurze, witzige Inhalte. Sie sind Stars auf Peer-Group-Ebene und liefern Unterhaltung, selten aber tiefere Informationen.
Potenziell problematisch: Gewalt- oder Scherzinhalte, Monetarisierung, unkontrollierte Kommentare.
Sie setzen sich für Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Toleranz oder psychische Gesundheit ein. Sinnfluencer*innen motivieren Kinder und Jugendliche, sich gesellschaftlich zu engagieren.
Potenziell problematisch: einseitige Darstellungen, Ideologisierung, mögliche Werbung oder Sponsoring.
Sie filmen Beauty-Tutorials, stellen Produkte vor oder geben Tipps zur Hautpflege. Oft bewerben sie dabei auch eigene Produkte. Für Jugendliche können solche Inhalte hilfreich sein. Gleichzeitig können sie aber auch das Gefühl verstärken, am eigenen Körper ständig etwas verändern zu müssen.
Potenziell problematisch: unrealistische Schönheitsideale, problematische Körperbilder, Werbung, Produktplatzierungen.
Food-Influencer*innen zeigen Rezepte, Food-Trends und Tipps rund ums Essen. Ihre Inhalte sind oft kreativ, unterhaltsam und nah an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Das macht Lust, Neues auszuprobieren und Essen auch als Teil von Lifestyle und Selbstausdruck zu erleben.
Potenziell problematisch: ungesunde Sport- und Ernährungspläne, falsche Gesundheitsversprechen, unrealistische Schönheitsideale, Werbung, Konsumdruck.
Queere Influencer*innen sind in allen Feldern der zuvor genannten Bereiche aktiv und geben Kindern und Jugendlichen Einblicke in unterschiedliche queere Lebensrealitäten. Sie eröffnen neue Perspektiven, können Mut machen, für Diskriminierung sensibilisieren und das Gefühl vermitteln, mit Fragen zu Identität, Liebe oder Zugehörigkeit nicht allein zu sein.
Potenziell problematisch: Werbung, fehlende Einordnung sensibler Themen, einseitige Orientierung an Vorbildern aus sozialen Medien.
„Nur noch eine Runde!“ – viele Eltern kennen diesen Satz. Ob Minecraft, Mario Kart oder Fortnite: Computerspiele gehören für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag. Für Eltern bleibt dabei oft die Frage, wie sie ein gutes Maß finden.
Eine feste Spielzeit, die für alle Kinder passt, gibt es nicht. Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Viel aussagekräftiger als die Uhr ist deshalb die Frage, welche Rolle Computerspiele im Alltag Ihres Kindes spielen.
Statt Minuten zu zählen, hilft ein Blick auf den Alltag. Kommt Ihr Kind in der Schule zurecht? Bleibt Zeit für Freund*innen, Bewegung und andere Hobbys? Schläft es ausreichend? Und klappt es meistens, das Spiel ohne großen Streit zu beenden? Wenn das alles gut zusammenpasst, sind Computerspiele meist ein ganz normaler Teil des Familienalltags. Dabei muss nicht jeder Tag gleich aussehen. An einem verregneten Ferientag wird Ihr Kind wahrscheinlich länger spielen als an einem Schultag. Schauen Sie deshalb lieber auf den Alltag insgesamt als auf einzelne Ausnahmen.
Games sind meist so gestaltet, dass sie zum Weiterspielen motivieren. Neue Aufgaben, Belohnungen oder gemeinsame Spielrunden sorgen dafür, dass Kinder schnell die Zeit vergessen. Wenn Ihr Kind ungern aufhört, liegt das deshalb oft nicht an mangelnder Disziplin, sondern am Aufbau des Spiels. Manche Games lassen sich außerdem nicht einfach unterbrechen. Wer gerade mit anderen online spielt, möchte das Team nicht im Stich lassen. Absprachen helfen deshalb meist besser als ein spontanes „Jetzt ist Schluss“. Weiß Ihr Kind vorher, dass nach dieser Runde oder diesem Level Schluss ist, gelingt das Aufhören oft leichter.
Vereinbarungen funktionieren meist besser, wenn Kinder sie mitgestalten dürfen. Sprechen Sie darüber, wann gespielt werden kann und welche Zeiten in Ihrer Familie bewusst bildschirmfrei bleiben, beispielsweise beim Essen oder vor dem Schlafengehen. Mit zunehmendem Alter können Kinder mehr Verantwortung übernehmen. Passen Sie Ihre Absprachen deshalb regelmäßig an. Zeitlimits oder Pausenerinnerungen auf Konsole, Tablet oder Smartphone können dabei unterstützen. Gemeinsame Gespräche ersetzen sie jedoch nicht. Computerspiele sollten ihren Platz neben Schule, Schlaf, Bewegung, Freundschaften und Familienzeit haben, nicht an deren Stelle treten.
Manchmal nehmen Games zu viel Raum ein. Hellhörig werden sollten Sie, wenn Ihr Kind kaum noch Interesse an anderen Aktivitäten zeigt, Vereinbarungen immer wieder umgeht oder es regelmäßig Streit ums Spielen gibt. Auch wenn Schlaf, Schule oder die Stimmung leiden, lohnt sich ein genauer Blick.
Lassen Sie sich die Lieblingsspiele Ihres Kindes zeigen und erzählen, was daran Spaß macht und mit wem gespielt wird. Beobachten Sie Veränderungen über einen längeren Zeitraum und sprechen Sie gemeinsam darüber. Wer Interesse an der Spielewelt seines Kindes zeigt, kommt oft leichter auch über schwierige Situationen ins Gespräch. Die perfekte Spielzeit gibt es nicht. Ziel ist, dass Ihr Kind nach und nach lernt, verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema.
Kinder und Jugendliche begegnen queeren Themen häufig über Social Media. Auf TikTok, Instagram, YouTube, Twitch und Co geben queere Influencer*innen Einblicke in ihr Leben: Sie sprechen über Mode, Körperbilder oder Politik, zeigen Reisen, Routinen oder ganz alltägliche Situationen. Sie machen so queere Lebensrealitäten in all ihren Facetten sichtbar. Für viele junge Menschen sind diese Inhalte Teil ihrer alltäglichen Medienwelt – manchmal beiläufig, manchmal sehr bedeutsam.
Queere Influencer*innen bewegen sich in ganz unterschiedlichen Themenfeldern. Sie machen Fitness– oder Beauty-Content, sind politisch aktiv oder erzählen aus ihrem Alltag. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich der LGBTQIA+-Community zugehörig fühlen und dies offen kommunizieren. Sie können zum Beispiel schwul, lesbisch, bi, trans, nicht-binär, intergeschlechtlich oder asexuell sein. Mehr zu den Begriffen finden Sie im Online-Lexikon von kindersache.
Wie stark das Queer-Sein in ihren Profilen im Vordergrund steht, ist sehr unterschiedlich. Manche teilen regelmäßig ihre persönlichen Erfahrungen und besprechen Themen wie Identität, Coming-out, Körperbilder, Liebe und Freundschaft. Dabei thematisieren sie auch Problematisches wie Diskriminierung und setzen sich für mehr gesellschaftliche und politische Sichtbarkeit ein. Für andere ist ihre queere Identität eher ein selbstverständlicher Teil ihrer Person, der ihren Content mitprägt, aber nicht immer eine Rolle spielt.
Natürlich gibt es nicht „den“ oder „die“ queere Influencer*in auf Social Media. Die Community ist groß und die Personen sind sehr unterschiedlich. Fünf sehr bekannte Beispiele sind diese:
Einen Einblick in das Leben als Drag Queen ermöglicht Milo Pochylski als Aria Addams. Auf YouTube, Instagram, TikTok und Twitch teilt er Schmink- und „Get ready“-Videos, bäckt unter dem Motto „Only Bakes“, äußert sich zu allerlei Themen des Alltags oder trifft Gäste. Außerdem war er bereits in der TV-Show Queen of Drags zu sehen.
„Your non-binary sibling“ steht ganz oben auf dem Profil: „Dein nicht-binäres Geschwister“: Gialu.mx ist seit 2020 auf sozialen Medien aktiv, macht Content zu Themen wie Transition, Nicht-Binarität und mentaler Gesundheit und erreicht damit fast 2 Millionen Follower*innen auf TikTok und Instagram. Häufige Themen sind der Weg zur eigenen Identität, Körperbilder, gesellschaftliche Vorurteile, aber auch Themen wie Sport oder Ernährung.
Reisen, Heiraten, Mutter werden – das alles passiert auf dem Profil von Vanessa Borck alias Nessiontour. Zunächst nahm sie ihre Follower*innen mit ins Familienleben mit ihrer ersten Frau und der gemeinsamen Tochter. Nach der Trennung trat sie in einer queeren Datingshow und gemeinsam mit einer Profitänzerin in einer Tanzshow auf und macht ihren Alltag als lesbische Frau sichtbar.
Zum Thema Polyamorie der wohl bekannteste Name im deutschsprachigen Raum ist Saskia Michalski. Vor ca. 100.000 Follower*innen spricht Saskia Michalski über das Leben in offenen Beziehungsmodellen, über den eigenen Weg zur nichtbinären (Geschlechts-)Identität, über Toleranz und auch über die Schwierigkeiten. Auch als Autor*in, Podcaster*in, Speaker*in und Berater*in tritt Saskia Michalski auf.
Seit 2017 tummelt sich Tim Kampmann alias twenty4tim auf allen Kanälen: Er bespielt TikTok, Instagram und YouTube, nimmt an Fernsehshows wie „Ich bin ein Star“ teil und arbeitet als Model oder Sänger. Auf Social Media spielt neben Trends, Pranks und Schlaglichtern in sein Leben vor allem sein Freund Edin eine zentrale Rolle.
Kinder und Jugendliche befinden sich in einer Phase, in der sie ihre Identität und ihren Platz in der Welt erst finden müssen. Unter anderem auf Social Media suchen sie nach Orientierung zu allen möglichen Themen: Lebensmodelle und Berufswege, Rollenbilder, Geschlechteridentität und sexuelle Orientierung. Influencer*innen zeigen ihnen dabei ganz unterschiedliche Perspektiven auf. Sie vermitteln Informationen, schaffen Verständnis und sprechen jungen Menschen Selbstbewusstsein zu, ihren eigenen Weg zu gehen. Gerade Kinder und Jugendliche, die sich selbst der queeren Community zuordnen, aber vielleicht keine Vorbilder oder Ansprechpersonen in ihrem direkten Umfeld haben, können sich hier verstanden fühlen oder Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen.
Aber auch wer selbst nicht queer ist, kann den eigenen Horizont erweitern, Verständnis und Toleranz aufbauen und eigene Positionen finden. Gleichzeitig spielt auch Unterhaltung eine große Rolle. Queere Influencer*innen klären nicht nur auf, sondern sind oft kreativ, witzig, stylish, politisch, spielerisch oder provokant. Jugendliche folgen ihnen nicht unbedingt wegen eines Labels, sondern weil sie ihre Inhalte spannend finden.
Ob queer oder nicht: Wenn Kinder und Jugendliche auf Social Media unterwegs sind und Influencer*innen für sich entdecken, können und sollten Eltern sie dabei begleiten. Zeigen Sie Interesse, stellen Sie Fragen und lassen Sie sich auf die Themen ein, die Ihr Kind beschäftigt. So bleiben Sie im Gespräch, bekommen Einblick in seine Medienwelt und können es in seiner Entwicklung unterstützen.
Social Media folgt eigenen Regeln: Vieles wirkt dort leichter, schöner oder aufregender als im „echten“ Leben. Fotos und Videos sind oft stark bearbeitet, Geschichten verkürzt oder zugespitzt. Außerdem geht es bei vielen Inhalten auch darum, Aufmerksamkeit zu bekommen oder Geld zu verdienen. Eine gewisse Skepsis online ist immer sinnvoll.
Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Kind darüber, wie es Content einordnen kann: Was ist persönliche Erfahrung, was ist Meinung, was ist Werbung? Machen Sie deutlich, dass es im Netz auch Menschen gibt, deren Aussagen verunsichern, abwerten oder schaden können. Fragen Sie im Zweifel nach, schauen Sie gemeinsam genauer hin und hinterfragen Sie problematische Positionen.
Gerade bei sensiblen Themen wie Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung hat jede Person ihre eigene Geschichte. Mediale Vorbilder können für Kinder und Jugendliche wichtig und stärkend sein. Gleichzeitig brauchen sie Menschen im direkten Umfeld, mit denen sie über ihre Fragen, Gefühle und Erfahrungen sprechen können – Freund*innen, Eltern oder bei schwierigen Fragen auch Fachkräfte aus Beratungsstellen.
Sie schnibbeln und zupfen, braten und backen, rühren und mixen – und lassen uns immer ganz genau reinschauen in ihre Töpfe, Pfannen und Tassen. Bei Foodfluencer*innen dreht sich alles ums Essen und Trinken.
Wo früher noch das dicke Koch- und Backbuch stand, hat sich längst das Smartphone oder Tablet breit gemacht: Statt uns durch 1.000 Seiten Rezepte zu blättern, reichen ein Suchbegriff und wenige Klicks und wir werden nett und kurzweilig durch die Essenszubereitung begleitet. Foodfluencer*innen laden uns auf Social Media in ihre Küchen ein und haben allerlei Ideen, Tipps und Angebote rund um Ernährung für uns. Da gibt es die traditionelle Küche neben neuen veganen Rezepten, exklusive Speisen und solche für den schlanken Geldbeutel. Auch Ernährungstipps zum Abnehmen, zum Muskelaufbau, für mehr Gesundheit, mehr Energie oder schönere Haut sind Teil des Contents. Dabei sind die Influencer*innen so verschieden wie ihre Ernährung: von jung bis älter, von ausgebildeten Köch*innen über erfahrene Freizeit-Gourmets bis zu Neueinsteiger*innen. Hier scheint für alle das richtige Food-Profil dabei zu sein.
Essen ist nicht nur eine Notwendigkeit – es ist immer auch Teil der Identität. Kinder und Jugendliche, die gerade ihre eigene Identität entdecken, finden häufig auch in Foodfluencer*innen Vorbilder und Anregung. Sie möchten vielleicht Neues ausprobieren, sich von den Essgewohnheiten im Elternhaus abnabeln. Manche Jugendliche suchen nach gesunden Rezepten oder wollen einem Trend folgen. Andere wollen abnehmen oder Muskeln aufbauen. Oder sie interessieren sich für vegane oder nachhaltige Ernährung. Foodfluencer*innen machen das sonst manchmal etwas eingestaubte Thema Ernährung in ihren Videos attraktiv und leicht verständlich. Sie sprechen die Sprache ihres jungen Publikums, laden sie in ihr Alltagsleben ein und bieten neben Anleitungen zur Nahrungszubereitung oft auch Weltanschauungen und Lebensweisheiten, nach denen ihre Follower*innen suchen.
Für Eltern ist es oft erstmal eine gute Nachricht, wenn der Nachwuchs sich in der Küche betätigt. Gesundes Frühstück statt Schokoaufstrich – und am Wochenende zaubern die Kinder einen Kuchen auf den Tisch. Wer würde sich da beschweren? Bei aller Freude gilt aber auch bei Foodfluencer*innen: Informieren Sie sich, wer da über den Bildschirm flimmert, schauen Sie den scheinbaren Küchen-Expert*innen gemeinsam zu, tauschen Sie sich aus und behalten Sie die nötige Skepsis.
Manche Foodfluencer*innen sind echte Profis – doch es gibt auch Ernährungs- und Weltanschauungstipps, bei denen man vorsichtig sein sollte. Manche Sport- oder Diät-Pläne gehen viel zu weit oder sind ungesund. Gerade wenn Ernährung als Allheilmittel dargestellt wird, sollten die Alarmglocken läuten. Besonders kritisch ist es, wenn Rezeptideen mit scheinbar perfekten Körpern, Fitnessversprechen oder sehr schlanken Schönheitsidealen verknüpft sind. Zudem können bearbeitete oder KI-generierte Bilder unrealistische Vorstellungen davon verstärken, wie Körper angeblich aussehen sollten.
Zudem verdienen viele Foodfluencer*innen sehr viel Geld mit Werbung – entweder weil sie eigene Produkte verkaufen oder weil sie Kooperationen mit Lebensmittelherstellern eingehen. Für Kinder und Jugendliche ist oft nicht leicht zu erkennen, wo ein ehrlicher Tipp endet und Werbung beginnt. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Influencer*innen und Social-Media-Werbung das Online-Kaufverhalten junger Menschen deutlich beeinflussen können. Prüfen Sie gemeinsam, ob ein Produkt wirklich sinnvoll ist, ob es als Werbung gekennzeichnet ist und ob andere, unabhängige Quellen die Versprechen bestätigen.
Manche Foodfluencer*innen setzen außerdem bewusst auf besonders eklige oder absurde Rezepte und ernten bewusst Hasskommentare. Die Aufregung in den Kommentaren sorgt für Aufmerksamkeit und kann so ihre Reichweite erhöhen. Bleiben Sie mit Ihrem Kind im Gespräch. Am schönsten ist es, wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Kind durch Food-Inhalte stöbern, sich austauschen, Inhalte vergleichen – und danach zusammen in der Küche etwas Neues ausprobieren. Das macht im besten Fall Spaß! Und wenn es ein Reinfall war, war es wenigstens lustig.
Die Welt der Foodfluencer*innen ist groß und unüberschaubar. Wer sich auf die Suche nach guten Inhalten macht, findet vieles – und muss gut prüfen, was davon wirklich funktioniert und schmeckt. Ein paar bekannte Beispiele sind diese:
„Aber sie darf das doch auch!“ Viele Eltern kennen die Situation: Das ältere Kind schaut eine Serie, spielt ein neues Game oder nutzt Social Media – und das jüngere möchte mitmachen. Für Eltern ist das nicht immer leicht, denn sie möchten ihr Kind schützen und gleichzeitig seinen Frust ernst nehmen.
Ältere Geschwister sind wichtige Vorbilder. Gerade die Jüngeren wollen oft genau das erleben, was die Älteren tun. Altersfreigaben oder Entwicklungsunterschiede können sie aber noch nicht gut einordnen. Es wirkt schnell unfair, wenn das ältere Geschwisterkind etwas darf, das ihnen selbst noch nicht erlaubt ist. Dieses Gefühl ist völlig normal und kein Zeichen dafür, dass Sie als Eltern etwas falsch machen. Sie nehmen den Schutz Ihres Kindes ernst. Kinder vergleichen sich miteinander und lernen nach und nach, dass unterschiedliche Regeln sinnvoll sein können.
Viele Kinder geraten nicht aus eigener Suche an ungeeignete Angebote. Häufig passiert das auf dem Sofa, im Auto oder im Wartezimmer. Auch ältere Geschwister oder Freund*innen zeigen manchmal Videos, die noch nicht geeignet sind. Selbst die besten Jugendschutzeinstellungen helfen wenig, wenn einfach mitgeschaut oder -gehört wird. Deshalb lohnt es sich, nicht nur Geräte im Blick zu haben, sondern auch typische Alltagssituationen, in denen Medien gemeinsam genutzt werden.
Regeln werden leichter akzeptiert, wenn Kinder die Gründe dahinter verstehen. Erklären Sie in einfachen Worten, warum bestimmte Filme, Spiele oder Apps noch nicht passen. Sätze wie „Als deine Schwester so alt war wie du, durfte sie das auch noch nicht“ oder „Du wirst älter und bekommst nach und nach mehr Freiheiten“ helfen oft mehr als ein schlichtes „Nein“. Kinder verstehen Regeln oft besser, wenn klar wird, dass sie ihrem Alter und ihren Erfahrungen entsprechen. Sie sollen Medien kennenlernen, aber in einer Form, die sie gut verarbeiten können.
Ältere Geschwister können wichtige Verbündete sein. Sie sollen nicht die Rolle einer Aufsichtsperson übernehmen, können aber lernen, Rücksicht zu nehmen. Sprechen Sie mit ihnen darüber, warum manches für Jüngere noch nicht geeignet ist. Oft reichen kleine Absprachen, etwa Kopfhörer zu nutzen oder bestimmte Inhalte nur dann zu schauen, wenn die Kleineren nicht im Raum sind. Die Verantwortung für den Schutz bleibt dennoch bei den Erwachsenen.
Ganz verhindern lässt sich das nicht. Bleiben Sie dann möglichst ruhig und fragen Sie nach, was Ihr Kind gesehen hat und wie es das erlebt. Ein einzelner solcher Moment ist meist kein Grund zur Sorge. Wenn Ihr Kind jedoch immer wieder von einer Szene erzählt, viele Fragen stellt, schlechter schläft oder verunsichert wirkt, können weitere Gespräche helfen, das Erlebte einzuordnen. Wichtig ist vor allem, dass Ihr Kind weiß, dass es mit allem, was es beschäftigt, jederzeit zu Ihnen kommen kann.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema.
Kinder und Jugendliche nutzen Medien meist zum Spielen oder um verschiedene Inhalte anzuschauen. Smartphone, Tablet und Computer bieten jedoch noch viele weitere Möglichkeiten. Mit ihnen können Heranwachsende Geschichten erzählen, Musik aufnehmen, Trickfilme drehen, Fotos gestalten oder sogar eigene Spiele entwickeln. So entdecken Kinder, wie Fotos, Videos oder Spiele überhaupt entstehen.
Hinter vielen Medien steckt mehr Arbeit, als es auf den ersten Blick scheint. Wer selbst kreativ wird, erlebt, wie Videos entstehen, Bilder bearbeitet werden oder ein Spiel Schritt für Schritt Form annimmt. Ein Hörspiel entsteht nicht von allein, ein Trickfilm braucht Geduld und ein selbst programmiertes Spiel funktioniert selten auf Anhieb. Nicht alles klappt sofort. Manchmal braucht es mehrere Anläufe, bis das Ergebnis den eigenen Vorstellungen entspricht.
Fast jedes Kind fotografiert irgendwann sein Haustier, das Lieblingsspielzeug oder lustige Situationen mit Freund*innen. Mit ein paar einfachen Ideen werden daraus kleine Fotoprojekte, Collagen oder sogar eigene Memes. Besonders jüngere Kinder haben Freude daran, mit Farben, Formen und Effekten zu experimentieren. Viele Jugendliche gestalten Bilder für Freund*innen oder ihre Profile in sozialen Netzwerken.
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Viele Kinder haben Spaß daran, eigene Videos zu drehen. Daraus muss nicht gleich ein YouTube-Kanal werden. Ein Stop-Motion-Film mit Legofiguren oder ein kleines Erklärvideo zu einem Lieblingsthema kann zeigen, wie viel Kreativität in einem Videoprojekt steckt. Mit wenig Aufwand entstehen dabei oft beeindruckende Ergebnisse.
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Nicht alle Kinder stehen gern vor der Kamera. Manche erfinden lieber Geschichten, sprechen Rollen ein oder experimentieren mit Geräuschen. Hörspiele und Podcasts lassen sich schon mit einem Smartphone umsetzen. Aus Alltagsgeräuschen werden plötzlich Soundeffekte und aus einer Idee eine eigene Geschichte.
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Eigene Musik aufzunehmen war früher oft aufwendig, heute reicht dafür meist ein Tablet oder Smartphone. Viele Apps machen es leicht, eigene Musik aufzunehmen oder mit Klängen und Rhythmen zu experimentieren. Kinder können eigene Musikstücke oder neue Versionen bekannter Lieder aufnehmen.
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Nicht jedes Medienprojekt besteht aus Fotos oder Videos. Manche Kinder bauen lieber Roboter, entwickeln eigene Spielideen oder lernen die ersten Schritte des Programmierens. So entdecken sie, was hinter Apps, Spielen und digitaler Technik steckt.
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In Minecraft bauen Kinder stundenlang Häuser, in Animal Crossing gestalten sie Inseln, in Roblox eigene Spielwelten. Was Erwachsene oft nur als Spiel wahrnehmen, ist für Kinder häufig kreatives Gestalten. Dabei entstehen eigene Welten, die sie mit anderen teilen können.
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Lassen Sie sich die Projekte Ihres Kindes zeigen und fragen Sie nach den Ideen dahinter. Für viele Kinder ist der Weg wichtiger als das fertige Ergebnis. Sie möchten eigene Ideen umsetzen und herausfinden, was alles möglich ist.
Schauen Sie gemeinsam, welche Apps genutzt werden, und sprechen Sie darüber, welche Inhalte veröffentlicht werden sollten – und welche besser privat bleiben. Gerade bei Fotos, Videos oder Podcasts sollten Kinder verstehen, welche Informationen für andere sichtbar werden können.
Viele Ideen lassen sich auch gemeinsam umsetzen. Vielleicht entsteht im Urlaub eine Fotostory, an einem Regentag ein Hörspiel oder am Wochenende ein kleiner Trickfilm. Solche Projekte führen zu Gesprächen und schönen Erlebnissen.
Nicht jedes Projekt muss veröffentlicht werden. Gerade jüngere Kinder probieren gern Dinge aus. Wenn Fotos, Videos oder Podcasts online geteilt werden sollen, lohnt es sich vorher gemeinsam zu überlegen: Was darf öffentlich sein? Welche Informationen bleiben privat? Und haben die Personen auf dem Bild der Veröffentlichung zugestimmt?
Ob Kleidung, Bücher, Hautpflege oder Kurzvideos: Kinder und Jugendliche möchten wissen, was gerade angesagt ist. Dahinter steckt oft der Wunsch, sich auszudrücken und dazuzugehören. Die meisten Trends verbreiten sich über soziale Netzwerke. Doch nicht alles, was dort viral geht, ist harmlos oder entsteht zufällig.
Social-Media-Trends sind Themen, Produkte oder Verhaltensweisen, die plötzlich überall auftauchen und von vielen Menschen aufgegriffen werden. Sie verbreiten sich meist über mehrere Plattformen wie TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts oder Snapchat. Zu den derzeit besonders sichtbaren Trends gehören Buchempfehlungen auf BookTok, Get-Ready-With-Me-Videos (GRWM), Hautpflege- und Beauty-Trends sowie ästhetische Stilrichtungen wie Clean Girl oder Coquette. Auch bestimmte Rollenbilder und Jugendkulturen werden über Social Media verbreitet und diskutiert, etwa rund um Tradwives, Talahons oder ähnliche Online-Phänomene. Daneben verbreiten sich regelmäßig neue Sounds, Memes, Tanzvideos oder virale Produkte.
Welche Inhalte besonders sichtbar werden, entscheiden nicht allein die Nutzer*innen. Auch die Plattformen selbst spielen dabei eine wichtige Rolle. Algorithmen sorgen dafür, dass beliebte Inhalte immer mehr Menschen vorgeschlagen werden. So können Trends innerhalb kurzer Zeit Millionen Menschen erreichen. Dadurch entsteht manchmal der Eindruck, dass ‚alle‘ bei einem Trend mitmachen. Tatsächlich beteiligt sich oft nur ein kleiner Teil der Nutzer*innen. Viele Trends verschwinden außerdem schon nach wenigen Tagen wieder.
Auch Künstliche Intelligenz beeinflusst zunehmend die Trendkultur. KI-generierte Bilder, Filter oder virtuelle Influencer*innen werden selbst zum Trend. Für Kinder und Jugendliche ist oft schwer zu erkennen, ob ein Inhalt echt ist oder mit KI erstellt wurde.
Trends sind für viele Kinder und Jugendliche mehr als nur Unterhaltung. Wer dieselben Inhalte kennt wie Freund*innen oder Mitschüler*innen, fühlt sich zugehörig und kann mitreden. Sie helfen außerdem dabei, den eigenen Geschmack zu entdecken und herauszufinden, was zu einem passt. Viele Trends laden dazu ein, selbst kreativ zu werden. Kinder und Jugendliche teilen eigene Videos oder Empfehlungen und sehen, wie andere darauf reagieren. Hinzu kommt die besondere Dynamik sozialer Netzwerke: Ständig erscheinen neue Inhalte und erzeugen das Gefühl, nichts verpassen zu dürfen. Dieses Gefühl wird auch FOMO genannt.
Die meisten Trends sind harmlos. Dennoch sollten Eltern einige Risiken kennen. Nicht jeder Trend entsteht spontan. Viele Unternehmen arbeiten gezielt mit Influencer*innen und Werbepartner*innen zusammen, um Produkte bekannt zu machen. Für Kinder und Jugendliche ist oft schwer zu erkennen, wann hinter einem Trend wirtschaftliche Interessen stehen. Problematisch wird es, wenn daraus Konsumdruck entsteht. Virale Produkte werden häufig als unverzichtbar dargestellt. Wer nicht mitmacht, kann sich ausgeschlossen fühlen.
Auf Social Media sehen Kinder und Jugendliche ständig Bilder von scheinbar perfekten Menschen. Filter, Bildbearbeitungsprogramme und KI-generierte Inhalte lassen Menschen oft perfekter erscheinen als sie tatsächlich sind. Der ständige Vergleich mit scheinbar perfekten Vorbildern kann das Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Hinzu kommen problematische Fitness– oder Ernährungstrends. Manche Empfehlungen werden zwar millionenfach geteilt, basieren aber auf Falschinformationen oder bergen sogar gesundheitliche Risiken.
Künstliche Intelligenz birgt darüber hinaus neue Risiken. Manche Videos zeigen Prominente oder andere Personen, die scheinbar etwas sagen oder tun. Tatsächlich wurden Bild oder Stimme mithilfe von KI verändert. Solche Fälschungen werden als Deepfakes bezeichnet. Sie können täuschend echt wirken, obwohl sie es nicht sind.
Wie bei Challenges können auch einzelne Trends gefährlich werden, wenn riskante Handlungen nachgeahmt oder Grenzen überschritten werden. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, bevor ein Trend mitgemacht wird.
Versuchen Sie zunächst, die Begeisterung Ihres Kindes für Trends ernst zu nehmen. Meist geht es ihm dabei darum, dazuzugehören und den eigenen Platz zu finden.
Lassen Sie sich aktuelle Trends erklären und zeigen. Nutzen Sie solche Gespräche, um gemeinsam darüber nachzudenken, warum bestimmte Inhalte so erfolgreich werden.
Sprechen Sie auch über Algorithmen. Ihr Kind sollte verstehen, dass ihm bestimmte Inhalte nicht zufällig angezeigt werden. Plattformen sind darauf ausgelegt, Nutzer*innen möglichst lange auf der App zu halten.
Ebenso wichtig ist ein kritischer Blick auf KI-generierte Inhalte. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Bilder, Videos oder Stimmen heute künstlich erzeugt werden können und nicht immer zeigen, was tatsächlich passiert ist. Ermutigen Sie Ihr Kind, Quellen zu prüfen und Inhalte nicht ungefragt weiterzuleiten.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, Fragen wie diese zu stellen: Wer hat diesen Trend gestartet? Wird hier etwas verkauft? Hilft mir dieser Trend oder setzt er mich unter Druck? Würde ich das auch machen, wenn niemand zuschauen würde?
Trends müssen keineswegs immer problematisch sein. Oft ist es sinnvoll, Chancen und Risiken gemeinsam abzuwägen. Manche Trends führen zu neuen Büchern, kreativen Projekten oder Gesprächen über Themen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen.
Auf TikTok, Instagram und Co. begegnen Kinder und Jugendliche vielen unterschiedlichen Personen, Lebensweisen und Meinungen. Soziale Medien können Vielfalt sichtbar machen und neue Perspektiven eröffnen. Gleichzeitig gibt es dort auch Diskriminierung, Ausgrenzung und stereotype Schönheits- und Rollenbilder. Junge Menschen können durch einseitige Social-Media-Feeds und reichweitenstarke Influencer*innen beeinflusst werden – oft, ohne es direkt zu merken. In diesem Artikel zeigen wir, worauf Sie achten können und wie Sie ihr Kind dabei unterstützen, Social Media vielfältiger und bewusster zu nutzen.
Social Media bietet Menschen die Möglichkeit, sichtbar zu werden und sich für ihre Anliegen stark zu machen. Sogenannte Sinnfluencer*innen (ein Kofferwort aus “Sinn” und “Influencer*innen”) machen online zum Beispiel auf Barrieren im Alltag aufmerksam oder setzen sich gegen Rassismus, Umweltverschmutzung oder Queerfeindlichkeit ein.
Gleichzeitig sind Menschen, die im Alltag Diskriminierung erleben, auch oft online von Beleidigungen, Ausgrenzung oder Hass betroffen. Das kann bis zu Hate Speech oder Cybermobbing gehen. Auch Plattformen selbst können Menschen ausschließen – manchmal unbeabsichtigt. Das passiert zum Beispiel, wenn Angebote nicht barrierefrei sind. Für Menschen, die nicht gut sehen können oder Schwierigkeiten beim Lesen haben, sind zum Beispiel Vorlesefunktionen, Untertitel oder Bildbeschreibungen wichtig.
Problematisch kann es auch sein, wenn Inhalte zu Themen wie Behinderung, LGBTQIA+ oder Politik durch den Algorithmus automatisch herausgefiltert werden. Dann sind bestimmte Beiträge für manche Nutzer*innen nicht sichtbar. In der Vergangenheit gab es solche Fälle unter anderem bei TikTok; nach Kritik wurden sie wieder zurückgenommen.
Auf Social-Media-Plattformen begegnen uns häufig sich ähnelnde Bilder von Geschlechtern, Familien und Körpern. Dabei werden teilweise sehr gängige oder gar extreme Rollenbilder vermittelt. Das zeigt sich schon bei der Themenwahl: Accounts zu Mode, Beauty, Deko oder Ernährung werden oft von Mädchen und Frauen geführt. Bei Themen wie Technik, Kraftsport oder Finanzen sind dagegen vor allem männliche Personen zu sehen. Das kann Jugendliche beeinflussen: Wer viel Zeit auf Social Media verbringt, begegnet dort häufig stereotypen Rollenbildern, so geht es aus einer Studie der MaLisa-Stiftung hervor . Das kann beeinflussen, wie Jugendliche über Geschlechterrollen denken. Andere Perspektiven und vielfältigere Bilder findet oft erst, wer gezielt danach sucht – zum Beispiel über Hashtags wie #bodypositivity.
Besonders Influencer*innen können zu stereotypen Schönheits- und Rollenbildern beitragen. Viele erfolgreiche Influencerinnen zeigen sich schlank und langhaarig. Influencer präsentieren sich häufig sportlich und muskulös. Für viele Jugendliche sind Influencer*innen wichtige Vorbilder. Sie orientieren sich an ihrem Aussehen, ihren Posen, ihrer Mimik oder Gestik. Typisch sind zum Beispiel bestimmte Selfie-Posen, etwa wenn die Hand scheinbar beiläufig im Haar liegt.
Junge Menschen, die Influencer*innen folgen, vergleichen sich häufig stärker mit deren Aussehen. Um die eigenen Bilder an die Posts ihrer Vorbilder anzugleichen, greifen sie öfter auf Filter und Tricks zurück und orientieren sich dabei an klassischen Schönheitsstandards wie großen Brüsten bei den Mädchen und breiten Schultern bei den Jungen.
Fragen Sie Ihr Kind, wem es auf Social Media folgt und was es an den Inhalten fasziniert. Informieren Sie sich über aktuelle Influencer*innen, zum Beispiel bei FLIMMO. Suchen Sie gemeinsam nach Alternativen abseits von gängigen Rollenbildern. Wichtig ist: Werten Sie die Lieblingsinfluencer*innen Ihres Kindes nicht ab. Für Ihr Kind können diese Idole eine große Bedeutung haben. Schauen Sie sich stattdessen gemeinsam verschiedene Accounts an und sprechen Sie darüber: Wer wird dort gezeigt? Welche Körperbilder, Lifestyles und Meinungen kommen vor? Auf Social Media gibt es viele Inhalte, die Vielfalt sichtbar machen. Man findet sie aber oft erst, wenn man gezielt danach sucht. Beispiele für Instagram sind:
Auch Hashtags wie #inklusion, #diversity, #blackvoicesmatter oder #mentalhealth können helfen, vielfältigere Inhalte zu entdecken. Wenn Sie und Ihr Kind solchen Accounts folgen, verändert sich nach und nach auch der eigene Feed.
Der Klassenchat läuft über WhatsApp, Reels werden auf Instagram geteilt und im Sportverein organisiert man sich über Facebook-Gruppen. Viele Kinder und Jugendliche nutzen täglich mehrere Dienste von Meta, oft ohne zu wissen, dass sie alle zum selben Unternehmen gehören. Für Eltern ist es hilfreich zu verstehen, wie diese Angebote zusammenhängen.
Meta Platforms hieß ursprünglich Facebook Inc. und wurde 2004 gegründet. 2021 benannte sich das Unternehmen in Meta um. Damit wollte der Konzern zeigen, dass er längst mehr als nur Facebook anbietet und verstärkt auf virtuelle Welten und Künstliche Intelligenz setzt.
Zum Unternehmen gehören unter anderem:
Die Apps können kostenlos genutzt werden, finanziert werden sie vor allem über Werbung. Dafür sammelt Meta zahlreiche Informationen darüber, welche Inhalte Nutzer*innen ansehen, liken, kommentieren oder teilen und wie lange sie aktiv sind. Auch Standortdaten, Geräteinformationen oder Interessen fließen dabei ein.
Die verschiedenen Dienste von Meta sind eng miteinander verbunden. Wer WhatsApp, Instagram und Facebook gleichzeitig nutzt, hinterlässt besonders viele Informationen über das eigene Nutzungsverhalten. Daraus erstellt Meta Interessenprofile für personalisierte Werbung und Empfehlungen.
Neben Social Media investiert Meta stark in digitale und virtuelle Welten. Über die VR-Brillen Meta Quest können Nutzer*innen in digitale Spiele- oder Freizeitwelten eintauchen. Meta integriert außerdem KI-Funktionen (Meta AI) direkt in WhatsApp, Instagram und Facebook. Sie können Fragen beantworten, Texte formulieren, Bilder erzeugen oder Inhalte zusammenfassen. Dabei sind auch falsche oder irreführende Antworten möglich.
Die Meta-Dienste erfüllen viele Bedürfnisse gleichzeitig. WhatsApp ist für Jugendliche oft der wichtigste Kommunikationskanal. Klassenchats, Verabredungen oder Freizeitgruppen laufen meist direkt über den Messenger. Wer dort nicht erreichbar ist, verpasst schnell wichtige Informationen oder fühlt sich ausgeschlossen. Instagram bietet Unterhaltung und Möglichkeiten zur Selbstdarstellung. Likes, Kommentare und Follower*innen-Zahlen vermitteln vielen Jugendlichen Aufmerksamkeit und Zugehörigkeit. Viele Inhalte werden automatisch vorgeschlagen. Reels, Memes, Influencer*innen-Inhalte oder KI-Chatbots sorgen für ständigen Nachschub. Dadurch verbringen Kinder und Jugendliche oft deutlich mehr Zeit in den Apps als geplant.
Meta-Dienste sind darauf ausgelegt, Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden. Besonders Kindern und Jugendlichen fällt es dadurch oft schwer abschalten. Mögliche Risiken sind unter anderem:
Gerade jüngere Kinder verstehen oft noch nicht, wie Plattformen Inhalte auswählen oder warum bestimmte Beiträge immer wieder angezeigt werden. Auch Werbung oder KI-generierte Inhalte sind für sie häufig schwer zu erkennen.
Meta verweist auf verschiedene Sicherheits- und Jugendschutzfunktionen innerhalb der Apps. Dazu gehören Privatsphäre-Einstellungen, Melde- und Blockierfunktionen sowie Elternaufsicht für einzelne Angebote wie Instagram. Der Konzern betont außerdem, dass KI-Funktionen verantwortungsvoll entwickelt werden sollen. Kritiker*innen bemängeln jedoch weiterhin die umfangreiche Datensammlung und die schwer verständlichen Datenschutz-Einstellungen.
Zusammenhänge sichtbar machen: Erklären Sie Ihrem Kind, dass WhatsApp, Instagram, Facebook und Threads zu demselben Konzern gehören. Viele Funktionen, Werbeanzeigen und Datensammlungen greifen ineinander.
Datenschutz gemeinsam einstellen: Gehen Sie regelmäßig gemeinsam die Privatsphäre-Einstellungen durch. Prüfen Sie unter anderem, wer Inhalte sehen oder Nachrichten senden kann, ob der Standort sichtbar ist und welche Daten für Werbung genutzt werden. Auch öffentliche Profile, Gruppen oder KI-Funktionen sollten regelmäßig überprüft werden.
Über Algorithmen sprechen: Kinder und Jugendliche sollten verstehen, dass Plattformen nicht die wichtigsten Inhalte anzeigen, sondern oft das, was besonders lange Aufmerksamkeit erzeugt. Das können lustige, aber auch provokante oder emotional belastende Inhalte sein.
Werbung und Influencer*innen hinterfragen: Besprechen Sie gemeinsam, wie Influencer*innen Geld verdienen und warum bestimmte Produkte ständig auftauchen. Viele Werbeinhalte wirken persönlich oder spontan, sind aber Teil gezielter Marketingstrategien.
KI-Funktionen kritisch begleiten: Erklären Sie Ihrem Kind, dass KI-Systeme keine echten Freund*innen und keine neutralen Wissensquellen sind. Antworten können falsch sein oder Vorurteile enthalten. Persönliche Informationen sollten nicht in KI-Chats eingegeben werden.
Bildschirmzeiten bewusst gestalten: Endlos-Feeds und Push-Benachrichtigungen erschweren bewusste Medienpausen. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Offline-Zeiten einzuplanen und Benachrichtigungen zu reduzieren.
Gesprächsbereit bleiben: Verbote allein helfen meist wenig. Wichtig ist, dass Ihr Kind bei unangenehmen Erfahrungen Unterstützung bekommt und offen über problematische Inhalte, Konflikte oder Kontakte sprechen kann.
Sie schminken, stylen, trainieren und optimieren sich. Sie tauchen in Kinderserien auf, posieren auf TikTok und Instagram, laufen über rote Teppiche oder präsentieren sich in Dating- und Reality-Shows – und sehen dabei scheinbar immer perfekt aus. Medienfiguren, Influencer*innen, Stars und TV-Gesichter zeigen täglich, wie der „ideale“ Körper angeblich aussehen soll. Das kann bei Kindern und Jugendlichen großen Druck auslösen.
Große Augen, seidige Haare, definierte Muskeln und scheinbar makellose Proportionen: Schon früh begegnen Kindern und Jugendlichen auf Bildschirmen Körperbilder, die mit der Realität wenig zu tun haben. Das beginnt schon im Kinderfernsehen: Disney-Figuren wie Elsa und Tarzan, die Feen aus dem Winx-Club oder Superhelden wie Spiderman sind oft extrem schlank oder sehr sportlich und muskulös gezeichnet.
Kinder lieben solche Filme und Serien meist nicht wegen der Stereotype, sondern weil sie spannend, lustig, emotional oder besonders schön inszeniert sind. Die stark idealisierten Körperbilder nehmen sie dabei eher nebenbei auf. Diese Bilder können sich aber trotzdem einprägen und beeinflussen, was Kinder als „normal“ oder „schön“ empfinden.
Für ältere Kinder und Jugendliche zeigen Formate wie „Germany’s Next Topmodel“ oder Dating-Shows wie „Love Island“ sehr deutlich, worauf es dort ankommt: auf das perfekte Aussehen. Wer den Erwartungen an Körper, Maße und Styling nicht entspricht, hat es schwerer. Erfolg auf dem Laufsteg oder bei der Suche nach Nähe und Beziehung wirkt in solchen Formaten häufig davon abhängig, ob der eigene Körper den gängigen Schönheitsidealen entspricht. Wer nicht dazu passt, wird mitunter öffentlich abgewertet oder scheidet aus. Auf Social Media wird diese Geschichte weitergeführt: Beauty-, Fashion- und Fitness-Influencer*innen zeigen, wie man sich pflegt, schminkt, kleidet, trainiert und ernährt. Manche sprechen auch über Schönheitsoperationen, Abnehmspritzen oder andere Eingriffe. Oft entsteht dabei der Eindruck: Der eigene Körper ist ein Projekt, an dem ständig gearbeitet werden muss, um einem vermeintlichen Ideal möglichst nahe zu kommen.
Jugendliche mögen solche Formate oft, weil sie unterhalten, emotional erzählen und Einblicke in Themen geben, die in ihrem Alltag wichtig sind: Aussehen, Anerkennung, Flirten, Zugehörigkeit und Selbstinszenierung. Außerdem laden sie zum Mitreden ein – in der Schule, im Freundeskreis oder auf Social Media – und werden so schnell Teil gemeinsamer Gespräche und Trends.
Gerade für Kinder und Jugendliche können diese Körperdarstellungen sehr prägend sein. Junge Menschen suchen in ihren Medien nach Vorbildern und Ideen, wie sie selbst sein möchten und wie ihr Leben aussehen kann. Wenn sie dabei ständig von einem bestimmten Körperideal umgeben sind, kann bei ihnen ebenfalls der Wunsch entstehen, so auszusehen. Eventuell gehen sie sogar davon aus, dass persönlicher Wert von perfektem Aussehen abhängt – schließlich ist das die Botschaft, die in vielen TV-Formaten und auf Social-Media-Profilen mitschwingt.
Kinder und Jugendliche können dabei nicht unbedingt erkennen, dass Körperdarstellungen in den Medien auf Perfektion getrimmt sind – durch inszenierte Darstellung und Ausleuchtung, durch Nachbearbeitung und Effekte entsteht eine Illusion, die nichts mehr mit der Realität zu tun hat. Hinzu kommt: Viele Inhalte auf Social Media werden inzwischen auch mit KI verändert, ergänzt oder sogar vollständig künstlich erzeugt – und sind dadurch noch schwerer als bearbeitet oder gefälscht zu erkennen.
Einem solchen Ideal nachzueifern kann zu viel Frust und Enttäuschung, zu hohen Ausgaben für scheinbar hilfreiche Beauty-, Trainings- oder Ernährungsprodukte bis hin zu handfesten Problemen wie einer gestörten Körperwahrnehmung, psychischen Problemen oder Essstörungen führen.
Häufig sind die Angebote auch stark geschlechtsspezifisch ausgerichtet – so werden jungen Mädchen vor allem Schmink- und Stylingtipps angezeigt, Jungs dagegen bekommen Muskeln und starke Helden präsentiert. Das verstärkt neben dem generellen Druck auch klischeehafte Vorstellungen von Geschlechterrollen.
Machen Sie sich bewusst, mit welchen Körperdarstellungen Ihr Kind über seine Mediennutzung konfrontiert ist, zum Beispiel über den Elternratgeber für TV-, Streaming- und Social-Media-Angebote FLIMMO. Lassen Sie sich von Ihrem Kind die liebsten Sendungen oder Social-Media-Profile zeigen und schauen Sie gemeinsam, was da vermittelt und gezeigt wird. Sprechen Sie darüber, wie mediale Körperbilder entstehen und warum sie häufig nicht realistisch sind.
Sie können auch gemeinsam Videos ansehen, in denen gezeigt wird, wie „perfekte“ Bilder entstehen. Wenn Ihr Kind versteht, wie Medien funktionieren und warum die Bilder auf den Geräten nicht realistisch sind, ist das ein erster Schritt, um den Druck rauszunehmen. Hilfreich können dabei Aufklärungsangebote wie dieses Video von Funk sein. Mehr dazu, wie Sie mit Schönheitsidealen im Netz umgehen können, erfahren Sie in diesem Artikel.
Schaffen Sie ein Gegengewicht: Nutzen Sie gemeinsame Medienzeit und schauen Sie mit Ihrem Kind bewusst Filme und Serien, die vielfältige Körperbilder zeigen und nicht nur gängige Stereotype bedienen. Auch auf Social Media können Sie gemeinsam Profile entdecken, die andere Perspektiven sichtbar machen – und Ihrem Kind zeigen, dass Körper sehr unterschiedlich aussehen dürfen.
Ganz wichtig ist: Seien Sie sich Ihrer Vorbildrolle bewusst! Gesundes Essverhalten, ein freundlicher Umgang mit dem eigenen Körper und eine Einschätzung des eigenen Wertes, die mehr als Äußerlichkeiten einbezieht, werden auch zuhause geprägt.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind durch bestimmte Körperideale bereits psychisch belastet ist, dass sich sein Essverhalten verändert oder Sie sich unsicher sind – suchen Sie Hilfe. Sprechen Sie mit (Schul-)Psycholog*innen, Kinderärzt*innen oder melden Sie sich bei einer anonymen Beratungsstelle wie der Nummer gegen Kummer.
Kinder und Jugendliche nutzen ChatGPT inzwischen in vielen Alltagssituationen, etwa für Hausaufgaben, kreative Projekte oder zum Recherchieren. Der KI-Chatbot beantwortet Fragen in wenigen Sekunden und wirkt dabei oft wie ein echter Gesprächspartner. Wir erklären, was hinter dem Tool steckt und worauf Eltern achten sollten.
ChatGPT ist ein KI-Chatbot, der mit großen Mengen an Texten trainiert wurde. Er kann Sprache verstehen und selbst Antworten formulieren. Nutzer*innen geben eine Frage oder Aufgabe ein und erhalten meist innerhalb weniger Sekunden eine Antwort.
Das Tool kann Texte zusammenfassen, erklären oder neu erstellen. Auch Spracheingaben sind möglich. Für Kinder wirkt die Nutzung oft wie ein Gespräch mit einer echten Person, da die Antworten sehr natürlich formuliert sind.
Eltern können gemeinsam mit ihrem Kind Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen prüfen und die Nutzung begleiten.
Hinweis: Seit Januar 2026 ist ChatGPT nicht mehr über WhatsApp verfügbar.
ChatGPT ist leicht zu bedienen und antwortet meist in wenigen Sekunden. Es hilft bei Hausaufgaben, erklärt schwierige Themen oder liefert kreative Ideen für Geschichten und Projekte. Auch Gespräche per Sprache sind möglich. Fragen können mündlich gestellt werden, die Antworten erfolgen über eine natürlich klingende Stimme. Das macht die Nutzung für viele Kinder besonders alltagsnah und unkompliziert.
OpenAI bietet Schutz- und Kontrollfunktionen für Familien an. Eltern und Jugendliche können ihre Konten verknüpfen und verschiedene Einstellungen steuern: Ruhezeiten, sensible Inhalte reduzieren, Gruppenchats einschränken, Bildgenerierung und Audiomodus deaktivieren, Memory (Speicherfunktion) ausschalten und die Datennutzung für Training und Verlauf begrenzen. Für verknüpfte Konten von Jugendlichen gelten strengere Einstellungen. Eltern sehen die Chats nicht, können aber bei möglichen Gefährdungen benachrichtigt werden.
OpenAI setzt außerdem eine Alterserkennung ein, um für Minderjährige automatisch strengere Schutzfunktionen zu aktivieren. Diese Maßnahmen senken Risiken, bieten aber keinen vollständigen Schutz.
Probieren Sie ChatGPT gemeinsam aus: Nutzen Sie das Tool zusammen und sprechen Sie über die Antworten.
Nutzen Sie die Kindersicherung: Aktivieren und kontrollieren Sie die Einstellungen regelmäßig.
Verlassen Sie sich nicht allein auf Technik: Ergänzen Sie Schutzfunktionen durch Gespräche und Begleitung.
Fördern Sie kritisches Denken: Erklären Sie, dass die KI keine sicheren Fakten liefert. Lassen Sie sich von ChatGPT Quellen nennen und prüfen Sie diese gemeinsam mit Ihrem Kind. Auch ein Vergleich mit anderen KI-Angeboten kann sinnvoll sein.
Achten Sie auf Datenschutz: Geben Sie keine persönlichen Daten wie Namen, Adressen oder Fotos ein.
Sprechen Sie über Lernen mit KI: Machen Sie deutlich, dass die KI unterstützen kann, aber nicht die eigene Leistung ersetzt.
Vereinbaren Sie klare Regeln: Legen Sie gemeinsam fest, wann und wie ChatGPT genutzt wird.
Bleiben Sie im Gespräch: Ermutigen Sie Ihr Kind, über Erfahrungen oder Probleme zu sprechen.
Informieren Sie sich regelmäßig: Verfolgen Sie neue Funktionen und Entwicklungen rund um KI-Angebote.
Mit Freund*innen chatten, auf Social Media aktiv sein, sich kreativ ausdrücken – mit dem Smartphone eröffnet sich für Kinder eine neue Welt. Viele Eltern fragen sich, wann ihr Kind alt genug ist für ein eigenes Smartphone. Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht, denn entscheidend ist vor allem der Entwicklungsstand des Kindes.
Der Wechsel von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule ist für viele Eltern ein geeigneter Zeitpunkt, ein Smartphone anzuschaffen. Viele Kinder haben einen längeren Schulweg, den sie häufig allein zurücklegen. Über ein Handy oder Smartphone können sie schnell Kontakt aufnehmen. Die ständige Erreichbarkeit sollte jedoch nicht der Hauptgrund sein. Gerade für ältere Kinder und Jugendliche ist der wichtigste Grund für das eigene Smartphone der Kontakt mit ihren Freund*innen. Sie möchten dazugehören und mitreden können, wenn es um angesagte Apps und Social-Media-Trends geht.
Überlegen Sie, ob Ihr Kind schon bereit für ein eigenes Smartphone ist? Dann sollten Sie sich über diese Dinge Gedanken machen:
Ergänzend dazu bietet unsere Checkliste „Wann ist mein Kind reif für ein Smartphone?“ eine ausführlichere Orientierung. Sie geht Schritt für Schritt durch wichtige Kompetenzen.
Gehen Sie die Checkliste allein oder gemeinsam mit Ihrem Kind durch. Je mehr Punkte Sie ankreuzen, desto eher ist Ihr Kind bereit für ein eigenes Smartphone. Sie kennen es jedoch am besten und können seine Medienerfahrung und sein Verantwortungsbewusstsein einschätzen. Für jüngere Kinder eignet sich erstmal ein Handy ohne Internetzugang. Früher oder später wird ein eigenes Smartphone für viele Kinder Teil des Alltags.
Der Zugang zum Internet birgt für Ihr Kind viele Potenziale, aber auch Risiken:
Wie Sie Ihr Kind vor sexueller Gewalt im Internet schützen können, erfahren Sie in dieser Broschüre von klicksafe.
Wählen Sie das erste Smartphone sorgfältig aus und beziehen Sie Kosten, Ausstattungen mit ein. Ein gebrauchtes Handy kann eine gute Wahl sein. Nehmen Sie sich Zeit, das Smartphone in Ruhe einzurichten. Achten Sie auf Altersfreigaben von Apps und aktivieren Sie die Sicherheitseinstellungen am Gerät. Besprechen Sie zusammen, welche Apps Ihr Kind nutzen darf und welche erst einmal nicht. Zu Beginn reicht eventuell ein Prepaid-Vertrag und keine Flatrate. So lernt Ihr Kind, wie viel es das Handy eigentlich benutzt und wie es mit mobilen Daten und WLAN angemessen umgehen kann. Auch Einstellungen im Smartphone können ein Bewusstsein für die Bildschirmzeit schaffen. Weitere Tipps, wie Sie die Handynutzung Ihres Kindes sicherer gestalten können, finden Sie in unserem Beitrag dazu.
Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Schritten mit seinem Smartphone. Klären Sie Ihr Kind immer wieder über mögliche Risiken auf. Sprechen Sie schon vor der Entscheidung für ein eigenes Smartphone mit Ihrem Kind darüber. Hilfreich kann es auch sein, sich mit anderen Eltern abzusprechen. Denn meistens stehen diese vor den gleichen Fragen.
Gestalten Sie gemeinsame Regeln für die Mediennutzung, an die sich alle Familienmitglieder halten. Behalten Sie die Nutzungszeiten Ihres Kindes und Anzeichen für digitalen Stress im Auge.
Informieren Sie sich über kindgerechte Angebote und Apps, wie zum Beispiel die fragFINN-App. Beim Spieleratgeber NRW finden Sie pädagogische Beurteilungen für Handy-Games.
Versuchen Sie mit gutem Beispiel voranzugehen. Missbrauchen Sie nicht das Vertrauen Ihres Kindes, indem Sie das Handy heimlich kontrollieren – ein offenes Gespräch ist der bessere Weg. Wenn Sie unsicher sind oder ernste Probleme auftreten, wenden Sie sich an pädagogische Fachkräfte oder (Online-)Beratungsstellen.
Beim Einstieg in das Thema können kindgerechte Informationen helfen. Das Magazin „Genial digital“ des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW) vermittelt Kindern von 8 bis 11 Jahren spielerisch Informationen rund um das Internet und das erste Smartphone.
Weitere kompakte Hinweise finden Sie im Eltern-Check-In „Mein Kind bekommt sein erstes Smartphone – worauf sollte ich achten?“.