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Twitter – Wer zwitschert denn hier?

Als eines der größten sozialen Netzwerke ist Twitter schon seit rund 10 Jahren auf der ganzen Welt beliebt. Das Besondere ist, dass sehr kurze Texte mit maximal 280 Zeichen (sogenannte “Tweets”) gepostet werden. Deswegen wird Twitter manchmal als Kurznachrichtendienst bezeichnet.

Kurz gefasst:

  • Verbreitung von öffentlichen, kurzen Tweets 
  • nutzen hauptsächlich Erwachsene
  • Nutzung ab 13 Jahren erlaubt
  • teils heftige Diskussionen und Hasskommentare
  • kostenlos im Browser und als App für Android und iOS

Was kann Twitter?

Twitter funktioniert ähnlich wie z. B Facebook oder Instagram: Es wird ein Profil mit persönlichen Informationen erstellt, dem andere folgen können. Viele Nutzer folgen aber einfach nur den Postings anderer. Berühmte Persönlichkeiten wie Fußballspieler, Influencerinnen, Politiker oder auch Journalisten haben die meisten Follower. Auch Unternehmen und Marken sind bei Twitter vertreten. Nicht registrierte Leser können Tweets sehen, aber niemandem direkt folgen. 

Tweets bestehen oft nur aus Text und sind mit Hashtags versehen. In einem Tweet können maximal 280 Zeichen, d. h. Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen und Symbole, genutzt werden. Aber auch Bilder, Video usw. können versendet und geteilt werden.

Die Besonderheit von Twitter ist, dass die kurzen Aussagen von meist bekannten Personen zu Diskussionen außerhalb von Twitter führen. Die Tweets von US-Präsident Trump sind dafür ein gutes Beispiel. Dabei spielt auch die “Retweet”-Funktion eine Rolle. Tweets werden geteilt oder es wird in einem eigenen Tweet darauf verwiesen. Diskussionen entspinnen sich auch oft in den Kommentaren unter den Tweets. Außerdem können Direktnachrichten über einen Chat geschrieben werden. 

Was fasziniert Jugendliche daran?

Twitter wird im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken relativ wenig von Jugendlichen genutzt. Wenn, dann sind es häufig politisch interessierte und engagierte junge Menschen. Aber auch beliebte Stars und Musiker sind bei Twitter und posten Informationen über sich.

Die Faszination um Twitter machen einerseits die Diskussionen aus, in denen es manchmal heftig hin und her geht. Andererseits werden manche Tweets schnell und spontan rausgeschickt. Wenn man den Tweets bei großen Events wie Fußballspielen oder Wahlen folgt, kann das sehr spannend und witzig sein, weil man die Reaktion der Zuschauer mitbekommt. Außerdem erfährt man bei Twitter, was berühmte Persönlichkeiten oder Journalisten denken und meinen.

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Persönliche Informationen und Aussagen sind für alle frei zugänglich. Durch Hashtags können Tweets, die eigentlich für einen kleinen Kreis bestimmt waren, plötzlich von sehr vielen Nutzenden gesehen werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass einige User mit schlechten Absichten versuchen, Kontakt mit Ihrem Kind aufzunehmen.

Manche Diskussion bei Twitter gehen unter die Gürtellinie und es werden rassistische oder sexistische Tweets oder Kommentare veröffentlicht. Neben Hasskommentaren kann auch die Verbreitung von Falschnachrichten ein Problem sein.

Was meint der Anbieter?

Twitter darf laut Anbieter erst ab 13 Jahren genutzt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Nutzende zu blockieren, damit sie keinen Kontakt mehr aufnehmen können. User können außerdem Personen melden, die problematische Inhalte tweeten, also z. B. Hasskommentare oder Beleidigungen. Seit Kurzem löscht Twitter nach eigenen Angaben aktiv Tweets, Profilbilder oder Informationen mit diskriminierenden Inhalten, sobald diese gemeldet wurden und sperrt Konten.

Was sollten Eltern beachten?

Wenn Ihr Kind unter 18 Jahren ist, müssen Sie einer Registrierung bei Twitter zustimmen. Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, wie es bei Bedarf problematische Inhalte oder User bei Twitter melden oder blockieren kann. Mit der Möglichkeit, eigene Tweets zu schützen, können diese nur von einem ausgewählten Kreis gesehen werden. Erklären Ihrem Kind, wer unter Umständen persönliche Daten und Aussagen sehen kann und welche Konsequenzen das haben kann. Helfen Sie Ihrem Kind, Inhalte auf Twitter zu verstehen und einzuordnen, indem Sie mit ihm darüber sprechen, dass es bei Diskussionen heiß hergehen kann und welche Risiken es sonst noch gibt.

Gemeinsam Musik erleben

Dass Musik für Kinder wichtig und schön ist, haben wir in unserem Beitrag Kinderlieder begleiten mit Apps erklärt.

Neben Apps gibt es auch einige Internetseiten und YouTube-Kanäle, die dabei unterstützen, gemeinsam in der Familie Musik zu hören, zu machen und zu entdecken. Wenn Sie selbst kein Instrument beherrschen oder meinen, nicht musikalisch zu sein, können Sie auf diese Weise Ihrem Kind Musik näherbringen.

Kinderlieder auf YouTube

Auf dem Kanal Kinderlieder mit Bobby gibt es Musikvideos mit dem Lama Bobby. In den bunten als Trickfilme gestalteten Musikvideos gibt es neu eingespielte Kinderlieder. Es gibt sie auch auf der eigenen Website kinderlieder-mit-bobby.de – nach Kategorien wie Weihnachtslieder, Musikmix oder Schlaflieder sortiert.

Der Kanal Kinderlieder zum Mitsingen und Bewegen liefert genau das: bekannte und neue Kinderlieder, die Kinder und Erwachsene beim Singen und Tanzen zeigen und zum Mitmachen anregen. Die Auswahl auf diesem Kanal ist riesig und es gibt verschiedene Playlists und Kategorien, unter denen die Lieder zu finden sind.

Kinderlieder auf YouTube sind vor allem etwas für jüngere Kinder. Wenn Sie Kinderlieder auf diesem Weg suchen und abspielen, nutzen Sie am besten die App YouTube Kids. Dann bekommen Sie und Ihr Kind vor und während das Video läuft, keine Werbung angezeigt und finden leichter passende Videoangebote für Kinder.

Musikalische Webseiten der besonderen Art

In der Klangkiste des WDR lässt sich die große Welt rund um Musik erkunden. Die Seite ist als Web-App gestaltet, so dass sie auch sehr gut über das Smartphone funktioniert. Es gibt Rhythmus- und Klangspiele, Konzertvideos und vieles mehr. Die Klangkiste ist etwas für größere Kinder, die hier viel über Musik lernen und ausprobieren können. Noch mehr Musik für alle Altersgruppen zu entdecken, gibt es beim Kiraka: Hier findet man Videos zu aktueller Chartmusik, Interviews mit interessanten Musikerinnen genauso wie Infoclips zu Beethoven und anderen.

Einblicke in die musikalischen Welten ferner Länder bietet Afrika-Junior. Man kann sich beliebte Kinderlieder aus verschiedenen Regionen Afrikas anhören, Videoclips anschauen und es gibt ein Quiz zu afrikanischer Musik.

Die sehr einfach gestaltete Internetseite Surakinder bietet eine musikalische und bilderreiche Erlebniswelt für Kinder. Wählen Sie ein Feld an und tauchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein. Bei schöner Musik gibt es tanzende Blumen, Märchenfiguren und vieles mehr zu entdecken.

Klassische Musik für Kinder

Auf der Seite von Junge Klassik erfährt man jede Menge über Instrumente und klassische Musik. Die Seite ist ganz bunt und spielerisch gestaltet. Hier können bestimmt auch Erwachsene noch Neues entdecken! Noch mehr gibt’s bei Trompis Tondschungel, wo sich Kinder auf Musikexpedition begeben können.

Opern sind doch eher was für Erwachsene, oder? Mit der App Opera Maker können Kinder die Welt der Oper entdecken und eigene Geschichten dazu erzählen. Wie das aussehen kann, zeigt die Website.

Ganz viel über Musik gibt es auch beim Kinderfunkkolleg zu erfahren. Ohren auf und los! Das kann sogar im Musikunterricht in der Schule weiterhelfen. Und wenn man keine Lust auf Klicken hat, schauen Sie sich doch gemeinsam eine Folge der hr2-Lauschinsel an.

Spieleseiten im Netz – Zwischen Spaß, Spiel und Werbung

Digitale Spiele sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung bei Kindern und Jugendlichen. Dabei wird auch gern über das Internet gespielt. Es gibt verschiedene Spieleseiten im Netz, auf denen Kinder teils kostenlos, teils gegen Bezahlung spielen können. Beim Spiel allein oder im Team werden verschiedene Fähigkeiten gefördert, aber vor allem sogenannte Multiplayer-Spiele bergen auch Gefahren, wie z. B. Mobbing.

Kostenlose Seiten mit viel Werbung und fragwürdigem Datenschutz

Viele bei Kindern und Jugendlichen besonders beliebte Spieleportale, wie z. B. spielaffe.de, finanzieren sich über Werbung. Nur so können sie die Spiele kostenlos anbieten. Dafür werden Kinder mit vielen Werbeanzeigen und Links zu externen Partnern konfrontiert. Nicht jedes Kind kann Werbung von den eigentlichen Inhalten der Website unterscheiden und gelangt so vielleicht unbeabsichtigt auf andere Seiten. 

Spielaffe ist nicht konkret für Kinder gemacht. Nicht alle Spiele sind für jedes Kindesalter geeignet, aber trotzdem erreichbar. Ein Problem dabei ist, dass Spiele, die online angeboten werden, bisher nicht mit einer Alterskennzeichnung versehen werden müssen.

Vor allem jüngere Kinder dürften mit dem großen Angebot und den vielen bunten Bildern und Schaltflächen auf spielaffe.de überfordert sein. Der Chat mit anderen Nutzern ist erst nach vorheriger Registrierung möglich – spielen kann man aber auch ohne Anmeldung. Der Bereich mit Informationen für Eltern und Kinder zum sicheren Umgang mit der Seite ist schwer zu finden – ganz unten links.

Auch wenn Spielaffe nicht direkt Daten erhebt, werden über die eingebundenen externen Seiten, wie z. B. Facebook, Daten erhoben und weitergegeben. Ähnlich sieht es bei spielzwerg.de und spielkarussell.de aus. Bei der Registrierung wird nicht abgefragt, ob die Eltern damit einverstanden sind, dass ihre noch nicht volljährigen Kinder hier spielen.

Viele der auf solchen Portalen angebotenen Spiele arbeiten auch mit überholten Geschlechterklischees. Es gibt häufig eine Kategorie „Mädchenspiele“, in denen man Spiele zu Haushalt oder Beauty findet. Keine der drei Websites wird bei einer Suche mit der Kindersuchmaschine fragFINN direkt angezeigt. Über fragFINN lassen sich sonst für Kinder unbedenkliche Websites finden.

Worauf Sie als Eltern achten sollten

Trotz aller Risiken nutzen Kinder und Jugendliche diese Seiten gerne – sicherlich auch wegen der großen Auswahl an Spielen. Versuchen Sie die Faszination Ihres Kindes an diesen Seiten zu verstehen und zeigen Sie Interesse, ohne die Gefahren zu ignorieren.  Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Werbung zu erkennen und vereinbaren Sie Regeln für die Nutzung solcher Seiten. Installieren Sie Werbeblocker und informieren Sie sich über die Angebote und das Urteil von Pädagoginnen und Pädagogen. Online-Angebote wie die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien  oder die Seitenstark-Community bieten hier Hilfe. Pädagogisch wertvolle Angebote finden Sie u. a. über fragFINN und die Blinde Kuh.

Mediennutzungsregeln in den ersten Lebensjahren

Je jünger Kinder sind, desto weniger haben sie das Bedürfnis, Medien zu nutzen. In den ersten Lebensjahren spielen andere Dinge eine wichtigere Rolle: der Kontakt zu den Eltern, laufen und sprechen lernen und so weiter. Ihr Kind braucht in den ersten Monaten und Jahren ganz viel Aufmerksamkeit von Ihnen. Deshalb sollten Sie sich nicht von Geräten ablenken lassen. Vereinbaren Sie Regeln mit Ihrer ganzen Familie, wie Sie mit Medien im Beisein Ihres Kindes umgehen. Denn schon im Babyalter haben Sie eine wichtige Vorbildfunktion. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Kind schon viel mit Medien umgeht, sollten Sie das Smartphone oder Ähnliches vor Ihrem Kind wenig oder gar nicht nutzen. 

Je älter Ihr Kind wird, desto mehr wird es mit Medien konfrontiert. Es möchte das Gleiche tun wie ältere Geschwister, Mama oder Papa. Ihr Kind beginnt zu verstehen, was Medien sind und wie sie funktionieren. Es wird immer schwieriger, Ihr Kind komplett von Medien fernzuhalten. Regeln können helfen, den Medienumgang von Klein- und Vorschulkindern zu gestalten. 

Altersgerechte Inhalte und begrenzte Bildschirmzeiten 

Um Ihr Kind nicht zu überfordern, sollten Sie das genutzte Medienangebot langsam erweitern. Zu analogen Bilderbüchern können beispielsweise nach und nach Hörgeschichten und Musik hinzukommen. Auch kurze Videochats mit Familienmitgliedern sind möglich.  

Kleine Kinder können noch nicht einschätzen, wann es zu viel wird. Wenn Sie die Mediennutzung als eine feste Aktivität am Tag einplanen, z. B. eine Folge Sandmann vor dem Schlafengehen, nimmt das Ihr Kind als Ritual wahr, an dem es sich orientieren kann. Vermeiden Sie es, Medien als Babysitter zu nutzen.

Im Alter bis zu drei Jahren sollte nur sehr wenig Zeit am Tag vor einem Bildschirm verbracht werden. Kinder entdecken die Welt in dieser Phase am besten mit allen Sinnen – mit den Händen, Augen, Nase und Mund. Bildschirminhalte können sie schnell überfordern. 

Zwischen drei und fünf Jahren sollten es nicht mehr als 30 Minuten am Stück vor dem Bildschirm sein. Diese Zeitangaben sind nur eine Orientierung. Sie kennen Ihr Kind am besten und wissen, was es schon kann und versteht.  Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind bei der Mediennutzung begleiten und beobachten, wie es mit dem Gesehenen umgeht und Fragen beantworten können. Wirkt Ihr Sohn oder Ihre Tochter danach sehr aufgekratzt, sollte die Nutzungszeit verringert werden.  

Bei der Mediennutzung begleiten

Kleine Kinder nehmen Medien viel emotionaler wahr als Erwachsene. Manches können sie noch nicht verarbeiten oder verstehen. Daher ist eine enge Begleitung durch Sie als Eltern wichtig! Technische Lösungen können das Gespräch mit Ihnen nicht ersetzen. Bei der Auswahl der Inhalte sollten Sie unbedingt auf Altersfreigaben und gegebenenfalls auf pädagogische Beurteilungen achten. Erklären Sie Ihrem Kind, warum es bestimmte Serien, die vielleicht die ältere Schwester schon schaut, noch nicht sehen darf.

Wichtig ist es, die gesetzten Regeln auch wirklich einzuhalten. Ist Ihr Kind noch klein, sollten Sie Medien sowieso nur gemeinsam nutzen und Sie können auf die Zeit achten. Bei Kindern im Vorschulalter, die vielleicht auch schon eine Serie am Tablet allein anschauen können, hilft die Beschränkung auf eine Folge. Auch eine Eieruhr kann hilfreich sein, da Zeitangaben noch sehr abstrakt sind. 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Gründe für feste Bildschirmzeiten, damit es die Regeln versteht. Lernen Kinder in jungen Jahren einen vernünftigen und kontrollierten Medienumgang, wird ihnen dieser auch später leichter fallen. 

„Nur noch diese eine Runde!“ – Games in der Familie

„Ich höre gleich auf – wirklich!“ Kennen Sie diesen Satz von Ihrem Kind? Dann ist es bestimmt ein großer Fan von Computer- oder Konsolenspielen. Digitale Spiele sind für viele Kinder und Jugendliche eine beliebte Freizeitbeschäftigung, bei der sie ihre spielerischen Fähigkeiten einsetzen und trainieren können. Aber sie führen auch zu Konflikten, wenn z. B. Spiele gespielt werden wollen, die nicht für das Alter geeignet sind oder länger gespielt wird als vereinbart.

Computerspiele können in den unterschiedlichen Lebensphasen bestimmte Kompetenzen fördern. So können zum Beispiel Spieleapps helfen, den Umgang mit Zahlen und Sprache im Vorschulalter zu erlernen. Ältere Kinder und Jugendliche können mit Games ihre Problemlösefähigkeiten verbessern. 

Tipps für den Umgang mit Computerspielen in der Familie

Wir haben die wichtigsten Empfehlungen, um Konflikte rund ums Gaming in der Familie zu vermeiden, für Sie zusammengefasst:

  1. Faszination verstehen und Interesse zeigen

Lassen Sie sich zeigen, wie ein Spiel funktioniert und was Ihr Kind daran so begeistert. Nicht immer werden Sie die Faszination nachempfinden können, nehmen Sie Ihr Kind mit seiner Begeisterung aber trotzdem ernst. Denken Sie daran, sich auch Spieleapps zeigen zu lassen, die auf dem Smartphone laufen.
Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und fragen Sie nach. So können sie erkennen, ob es Realität und Fiktion auseinanderhalten kann und ob es die dargestellten Inhalte versteht.
Spielen Sie auch mal gemeinsam!

  1. Spiele ausprobieren und Beurteilungen lesen

Vertrauen Sie nicht zu sehr auf angebliche Kundenbewertungen auf Online-Portalen, da man nicht sicher sein kann, ob diese echt sind. Verlassen Sie sich besser auf seriöse pädagogische Beurteilungen und auf Ihr eigenes Urteilsvermögen. Testen Sie Spiele aus und entscheiden mit Hilfe der pädagogischen Bewertungen und USK-Einordnungen, ob ein Spiel für Ihr Kind geeignet ist.

Eine Linkliste mit pädagogischen Bewertungen von Computerspielen finden Sie beim Spieleratgeber NRW oder auf spielbar.de.

  1. Regeln vereinbaren

Legen Sie gemeinsam Zeiten fest, zu denen gespielt werden darf oder vereinbaren Sie, wie viel Zeit Ihr Kind in der Woche mit Computerspielen verbringen kann. Die Spieldauer sollte sich nach Ihren Erfahrungen mit dem eigenen Kind richten. Es gibt Empfehlungen für unterschiedliche Altersgruppen, die Sie hier nachlesen können.

Was beim Zocken gar nicht funktioniert, ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzuhören. Besser ist es, wenn Sie vereinbaren, dass mit dem Ende eines Levels aufgehört wird.
Alle Regeln sollten für Ihr Kind gut nachvollziehbar sein. 

Weitere praktische, übersichtliche Tipps gibt es auch bei Klicksafe.

  1. Alternativen zum Zocken

Jedes Kind braucht Zeiten, in denen es sich bewegen und unabhängig vom Bildschirm Dinge erleben kann – am schönsten ist das gemeinsam mit Ihnen!

  1. Spiele sind kein Druckmittel

Man sollte das Spielen nicht verbieten, weil das Kind Mist gebaut hat oder Spielen als Belohnung nutzen. Denn dadurch bekommt es nur einen höheren Stellenwert.

Spiele – egal ob am Computer oder anderswo – sind unterhaltsam und machen Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen Spaß. Mit unseren Empfehlungen finden Sie hoffentlich einen guten Umgang mit Computerspielen in der Familie.

Games, Games, Games

Die Gamescom, eine der wichtigsten Spielemessen der Welt, findet im Jahr 2020 erstmals nur digital statt. Vielleicht sind auch Sie und Ihr Kind dabei!? Computerspiele sind in vielen Familien Thema und häufig Anlass für Konflikte. Auf Elternguide.online gibt es jede Menge Beiträge, in denen Sie Anregungen für den Umgang mit Games in der Familie bekommen. Eine kleine Auswahl:

Eltern fragen – wir antworten: Worauf sollte ich achten, wenn mein Sohn Videospiele spielt?

Kinder und Jugendliche spielen gern – auch Computer- und Onlinegames. Was es dabei zu beachten gilt, erkärt Medienpädagoge Fabian Wörz im Video.

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https://youtu.be/ZjPs43ao8A8_%_

„Nur noch diese eine Runde!“ – Games in der Familie

Hier finden Sie gesammelt Tipps für den Umgang mit Computerspielen in Ihrer Familie. Den Beitrag gibt es zum Lesen und als Audiodatei.

„Aber Mama, das Spiel ist überhaupt nicht schlimm!“ – Altersbeschränkungen bei Games

Welches Spiel ist für mein Kind geeignet? In diesem Beitrag erfahren Sie die Hintergründe von Altersbeschränkungen und worauf Sie bei der Auswahl von Spielen sonst noch achten sollten.

Wenn der Freundeskreis aus Avataren besteht – Kommunikation in Online-Games

Computerspiele sind eine sehr kommunikative Tätigkeit, weil sich Gamer häufig online zum Spielen treffen. Das birgt natürlich auch Risiken. Mehr dazu können Sie in diesem Beitrag nachlesen.

© photothek.net

Mein Kind will eine Spielkonsole – was nun?

Wenn nicht übers Handy oder den Computer gespielt wird, kommt eine Spielekonsole zum Einsatz. Die steht auf vielen Wunschzetteln ganz oben. Lesen Sie hier unseren Beitrag zu Spielekonsolen.

Mit Online-Gaming Fähigkeiten verbessern

Immer mehr Menschen wird bewusst, dass Computerspiele viele positive Wirkungen haben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag.

Das ist nur eine kleine Auswahl an Beiträgen zum Thema. Auf unserer Seite finden Sie außerdem Beschreibungen der bei Kindern und Jugendlichen beliebtesten Computer- und Handyspiele, wie z. B. Minecraft, Brawl Stars und Fortnite, Erklärungen von Spieleplattformen wie Twitch und Steam, Artikel zu Gefahren wie Gewalt in Games, Extremistische Ansprachen über Spieleforen oder Computerspielsucht und vieles mehr.

Counter-Strike – der bekannteste Ego-Shooter

Counter-Strike ist ein strategisches Ego-Shooter-Spiel, bei dem Teams als Anti-Terror-Einheit oder Terroristen gegeneinander antreten. Als Multiplayer-Spiel ist es seit rund 20 Jahren auf der ganzen Welt beliebt – auch schon bei jungen Gamern.

Kurz gefasst:

  • Online-Spiel über PC, allein oder in Gruppen
  • ab 16 Jahren freigegeben (USK)
  • beinhaltet die Darstellung von Gewalt und realistischen Waffen
  • aktuelle Version Counter-Strike: Global Offensive gibt es kostenlos – allerdings mit In-Game-Käufen 

Was ist Counter-Strike?

Alle Versionen des Spiels funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Zwei Teams treten gegeneinander an und versuchen entweder die gegnerischen Teammitglieder mit ihren Waffen auszuschalten oder das jeweilige Ziel zu erfüllen. Dabei müssen Anti-Terror-Einheiten meist Geiseln retten und Terroristen Bomben zünden. Aktuell wird die Version CS: Global Offensive (CS:GO) gespielt.

Counter-Strike ist ein Egoshooter, wie z. B. auch Call of Duty. Das bedeutet, dass Spielende die Spielwelt aus der Ich-Perspektive sehen. Dabei ist meistens nur die eigene Waffe zu sehen, mit der man auf gegnerische Spielende zielt. 

Das Spiel wirkt auf den ersten Blick so, als ginge es nur um Gewalt. Dabei stehen Strategie und Taktik im Vordergrund. Spielende müssen sich mit Team-Mitgliedern ständig austauschen und durchdachte Pläne schmieden, um zu gewinnen. Die Gamer finden sich in Gemeinschaften, sogenannten Clans, weltweit zusammen und treten in Wettkämpfen gegeneinander an. 

Was fasziniert Jugendliche daran?

Counter-Strike erinnert an “Räuber und Gendarm”. Die Spielenden schlüpfen in verschiedene Rollen und müssen sich gegen andere beweisen. Das finden besonders Jugendliche reizvoll. Zum Wettkampf-Aspekt kommt die Möglichkeit der Gemeinschaftsbildung dazu. Sie kommen in Clans zusammen, trainieren gemeinsam und treten in professionellen Wettkämpfen gegen andere an. Es geht in der Regel darum, durch besondere Leistungen Anerkennung von anderen zu bekommen. Jugendliche wollen ihre Fähigkeiten austesten und miteinander vergleichen. Dabei spielen Altersbeschränkungen oder Verbote eher selten eine Rolle oder können ein Spiel sogar besonders attraktiv machen.

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Auch wenn das Erschießen in Counter-Strike vergleichsweise wenig realistisch dargestellt wird, wirken Umgebungen, Spielende und Waffen sehr echt. Solche Gewaltdarstellungen können negative Folgen insbesondere für jüngere Spielende haben. Wenn sie diese noch nicht richtig einschätzen und verarbeiten können, können sie ihnen Angst machen. Deswegen ist es wichtig die Altersbeschränkung (USK: 16) ernst zu nehmen.

Während des Spielens wird oft über ein Headset oder im Chat miteinander kommuniziert. Dabei ist die Sprache oft sehr rau und beleidigend. Auch in Online-Foren, in denen sich Spielende außerhalb von Counter-Strike austauschen, gibt es oft Kommunikation, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet ist.

Dazu kommt der Drang, immer besser zu werden. Gerade der Einstieg ist bei Counter-Strike schwierig und kann schnell zu Frustration führen. Im schlimmsten Fall kann es zu Computerspielsucht kommen. Im Zusammenhang mit dem Wettbewerbscharakter spielen auch In-Game-Käufe eine Rolle. So können etwa Waffen dazu gekauft werden.

Was meint der Anbieter?

Der Anbieter stellt klar, dass das Spiel extreme Gewalt und Blut enthält. Obwohl das Spiel insgesamt realistisch wirkt, wurde darauf geachtet, dass zumindest das Erschießen klar von der Realität abgegrenzt wurde. So lösen sich besiegte Gegner beispielsweise in Luft auf.

Was sollten Eltern beachten?

Jugendliche, die ein solches Spiel, das nicht für ihr Alter geeignet ist, unbedingt spielen wollen, finden meistens trotzdem einen Weg. Achten Sie als Eltern dennoch auf das USK-Alterskennzeichen und erklären Sie Ihrem Kind, warum dies zum Schutz von Kindern und Jugendlichen wichtig ist. Gleichzeitig ist es hilfreich, sich mit anderen Eltern auszutauschen. Gerade wenn das Spiel im Freundeskreis beliebt ist, kann dies dazu beitragen, dass verantwortungsvoll miteinander gespielt wird und gemeinsame Regeln für alle gelten.

Sollte Ihr Kind Counter-Strike spielen, weil es bereits 16 Jahre alt ist oder Sie es für reif genug halten, sollten Sie unbedingt mit ihm über seine Spielerfahrung sprechen. So kann Ihr Sohn oder Ihre Tochter das im Spiel Erlebte reflektieren und besser verarbeiten. Dabei ist auch die Kommunikation mit anderen Mitspielenden entscheidend. Fragen Sie Ihr Kind, über was im Chat gesprochen wird und wie es das findet.

(Medien-) Challenges in der Familie

Challenges sind ein Lieblingsformat von Kindern und Jugendlichen – online und offline. Wenn man viel Zeit zu Hause verbringt, kann man sogenannte Medien-Challenges mit der ganzen Familie spielen.

Was genau hinter dem Internetphänomen Challenges steckt, können Sie in unserem Beitrag dazu nachlesen. Challenges müssen nicht unbedingt nur online stattfinden. Es macht auch Spaß, sie zu Hause zu spielen. Gerade, wenn durch Corona die ganze Familie viel daheim ist, können Challenges eine schöne Möglichkeit sein, zusammen Zeit zu verbringen.

Ideen für (Medien-)Challenges

Bei der Top-Foto-Challenge machen alle Familienmitglieder den ganzen Tag über mit ihren Smartphones und/oder Kameras Fotos. Am Abend sucht sich jeder seine Lieblingsbilder des Tages aus und alle schauen sie gemeinsam an. Die besten Bilder können dann z. B. in einer Fotocollage festgehalten werden. So bleibt neben schönen Fotos eine tolle Erinnerung an die gemeinsame Zeit.

Eine Challenge für alle Generationen ist die Nachstellen-Challenge. Hierbei werden Fotos nachgestellt, die z. B. die Eltern und Opa noch aus ihrer Kindheit haben. Die Kinder versuchen, die Fotos mit ihren Smartphones nachzuahmen. Dazu gehört es auch, passende Gegenstände und Kleidungsstücke zu finden. Umgekehrt können die Älteren Fotos der Jüngeren nachstellen. Wer schafft es ein Foto am besten nachzumachen?

Bei der Game-Challenge geht es um Video- oder Computerspiele: Jedes Familienmitglied sucht sich ein Spiel aus, das für sie oder ihn eine besondere Bedeutung hat. Sie oder erklärt den anderen Familienmitgliedern, warum das Spiel so toll ist. Anschließend können es alle gemeinsam ausprobieren. Diese Challenge kann sich über mehrere Tage oder Wochen ziehen, wenn jedes Mal ein anderes Spiel vorgestellt und gespielt wird. Natürlich kann man auch Brett- und Kartenspiele vorstellen.

In der Quiz-Challenge geht es um die Frage “Wer wird der neue Quizmaster in der Familie?“. Mit Hilfe von Apps wie Kahoot! oder Actionbound lässt sich auf dem Smartphone oder Tablet ganz einfach ein eigenes Quiz erstellen. Jeder kann eigene Quizfragen entwickeln. Man auch zusätzlich Aufgaben stellen. Da wird es garantiert nicht langweilig!

In der Clip-Challenge muss unter Zeitdruck ein Video gedreht werden. Jedes Familienmitglied hat eine Stunde Zeit, um einen spannenden 30-Sekunden-Clip zu erstellen. Im Clip kann es um ein bestimmtes Thema oder eine Nachricht gehen. Man kann damit auch Momente zu Hause einfangen, z. B. „Auf Spurensuche: Wer hat den Joghurt gegessen?“. Wie in einem Online-Bericht sollte der Clip schnell und aufregend geschnitten sein. Das geht z. B. mit iMovie für Apple- oder Power Director für Android-Geräte.

Natürlich haben nicht alle in der Familie ein eigenes Smartphone, Tablet oder Laptop.  Challenges machen aber auch ohne viel Technik Spaß und sind auch mit nur einem Gerät durchführbar. So kann sich z. B. mit einem Smartphone abgewechselt werden. Oder jedes Familienmitglied darf das Gerät an einem Tag nutzen und am Ende der Woche werden die Ergebnisse zusammengetragen. Viel Spaß beim Spielen!

Gute Apps für Kinder

Apps können Kinder beim Lernen unterstützen, ihre Kreativität fördern und ihnen viel Spaß bereiten. Doch welche Anwendungen eignen sich am besten und woran erkennt man eine gute Kinder-App?

Apps, die ausdrücklich für Kinder programmiert wurden, sind als Einstieg in Onlinewelten besonders geeignet: Als kleines, in sich geschlossenes Programm bieten sie einen übersichtlichen Inhalt. Navigiert wird durch Fingerbewegung oder Spracheingabe. In vielen Apps wird darauf geachtet, die kindliche Vorliebe für Wiederholungen zu bedienen. Idealerweise sollten Sie die App vorher testen und durchspielen, bevor Ihr Kind sie nutzt. Informieren Sie sich genau über die Anwendungen, die Sie für Ihr Kind installieren. Achten Sie dabei u. a. darauf, ob Werbung und In-App-Käufe enthalten sind. Sie können sich dabei an Testberichten orientieren, z. B. vom Spieleratgeber NRW.

Was macht gute Kinder-Apps aus?

  • Die App-Inhalte orientieren sich am Alter und der Lebenswelt von Kindern.
  • Die App ist audiovisuell aufbereitet, enthält also Bilder, Töne, Musik und Geräusche.
  • Die Navigation ist einfach, intuitiv und eventuell sprachgesteuert.
  • Vorkommende Texte, Bilder und Animationen sind kindgerecht und verständlich.
  • Die verwendeten Symbole und Icons sind einheitlich und aussagekräftig.
  • Die App ist nicht mit Symbolen, Inhalten und Funktionen überfrachtet, so dass Ihr Kind nicht überfordert wird.
  • Ihr Kind kann in der App entsprechend seines Alters interagieren, d. h. Buttons drücken, malen und Ähnliches.
  • Die App ist werbefrei und bietet Einstellungsmöglichkeiten für Eltern.

Was gibt es außerdem zu beachten?

Achten Sie darauf, schon frühzeitig Regeln zur Nutzung des Tablets oder Smartphones aufzustellen. Kleinkinder und Kinder im Kindergartenalter sollten so wenig Zeit wie möglich am Bildschirm verbringen und wenn, dann am besten gemeinsam mit Ihnen. So bekommen Sie mit, wie es mit der App klarkommt, ob Ihr Kind die Inhalte versteht und verarbeiten kann. Und Sie können Fragen beantworten. Je älter Ihr Kind wird, desto selbstständiger kann es dann auch mit mobilen Geräten umgehen.

Häufig bieten Apps Einstellungsmöglichkeiten für Eltern, um die Nutzungsdauer und den Zugriff auf bestimmte Inhalte einzuschränken. Nutzen Sie solche Funktionen, insbesondere wenn Sie nicht die ganze Zeit dabei bleiben können. Achten Sie schon während des Downloads darauf, welche Berechtigungen die App einfordert und deaktivieren Sie diese gegebenenfalls.

Ein Überblick über empfehlenswerte Apps für Kinder ist aufgrund des rasanten Wandels im Netz nur schwer möglich. Hilfestellung finden Sie aber unter anderem beim Deutschen Jugendinstitut (DJI), bei klicktipps oder bei SIN – Studio im Netz. Wenn Sie sich beraten lassen wollen, ob eine App für Ihr Kind geeignet ist, suchen Sie diese bei app-geprüft.

Kindgerechte Audioinhalte bei Spotify Kids

Spotify Kids ist ein Angebot des Streaminganbieters Spotify, über das ausgewählte Musik, Hörspiele bzw. Podcasts für Kinder zugänglich sind und Eltern entsprechende Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Kurz gefasst:

  • funktioniert nur mit einem Account für Spotify Premium Family (ca. 15,- €/Monat)
  • Inhalte für Kinder bis 12 Jahre
  • als App für Android und iOS und im Browser verfügbar
  • große Auswahl an kindgerechten Inhalten
  • Kontrolle der kindlichen Mediennutzung über einzelne Kinderprofile möglich

Was kann Spotify Kids?

Eine eigene Redaktion wählt die kindgerechten Audioinhalte für Spotify Kids aus, so dass nur die Spotify-Inhalte verfügbar sind, die für Kinder und Jugendliche geeignet sind. Es gibt Lieder von bei Kindern beliebten Musikern, Filmmusik und viele zusammengestellte Playlists. Außerdem können Hörspiele wie Benjamin Blümchen oder Podcasts wie die “Sendung mit der Maus” online und offline angehört werden. 

Eine extra für Kinder gestaltete Oberfläche mit großen Bildern soll die jungen Nutzer ansprechen und ihnen mit einer einfachen Bedienung die eigenständige Nutzung erleichtern. 

Eltern können zwischen fünf unterschiedlichen Profilen und damit verbundenen Inhalten auswählen. Es gibt Einstellungsmöglichkeiten für jüngere (0 – 6 Jahre) und für ältere Kinder (5 – 12 Jahre). 

Das Angebot ist Teil von Spotify Premium Family, mit dem mehrere Personen das Premium-Angebot ohne Werbeunterbrechungen gleichzeitig nutzen können. Jedes Familienmitglied erhält einen eigenen Account.

Was fasziniert Kinder daran?

Kinder lieben es, Geschichten und Musik anzuhören. Als Eltern haben Sie vielleicht nicht immer die Zeit, Ihrem Kind vorzulesen oder bestimmte Lieder anzustellen. Für solche Situationen ist es hilfreich, wenn Kinder sich selbst Audioinhalte aussuchen und abspeichern können. Selbstständig Medieninhalte auswählen zu können, ist für viele Kinder eine tolle Erfahrung und trägt zur selbstbestimmten Mediennutzung bei –  die aber immer von Ihnen begleitet werden sollte.

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Bei ähnlichen Diensten, wie z. B. YouTube Kids, wurde beobachtet, dass trotz einer Vorauswahl immer wieder auch problematische und nicht kindgerechte Inhalte zu sehen waren. Ob das bei Spotify Kids auch der Fall ist, ist noch schwer einzuschätzen, weil es das Angebot erst seit Mai 2020 gibt. Wichtig ist aber, dass Sie sich trotz der Vorauswahl die Audioinhalte, die Ihr Kind nutzt, kritisch anschauen. Nutzer bemängeln, dass das Angebot nicht ausreichend ist und Eltern die Möglichkeit erhalten sollten, selbst Spotify-Titel hinzufügen zu können. 

Spotify speichert das Nutzungsverhalten seiner Kunden, um das Produkt zu optimieren. Datenschutzfragen sollten bei der Auswahl und Installation eines geeigneten Streamingdienstes immer mitgedacht werden. 

Was meint der Anbieter?

Bei der Nutzung von Spotify Family Premium können Eltern einstellen, welche Inhalte Kinder anhören dürfen und welche nicht. Dabei sind die von den Kindern ausgewählten Audioinhalte bis zu drei Monate für die Eltern sichtbar. Sie können dann entscheiden, welche Lieder, Hörspiele und Podcasts Sie lieber aus der App herausnehmen möchten.

Was sollten Eltern beachten?

Angebote wie Spotify Kids können dazu verleiten, Kinder mit ihrer Mediennutzung allein zu lassen. Eine Auswahl kindgerechter Inhalte ist aber immer subjektiv und entspricht unter Umständen nicht dem, was Sie für Ihr Kind möchten. Deswegen sollten Sie sich das Angebot gemeinsam mit Ihrem Kind vorher anschauen und darüber sprechen. 

Je älter Ihr Kind ist, desto mehr können Sie es die Auswahl alleine treffen lassen. Die Funktion, die ausgewählte Musik nachträglich anschauen zu können, gibt Ihnen die Möglichkeit, einen Überblick über die kindliche Mediennutzung zu behalten. Dennoch kann es Ihrem Kind auch das Gefühl geben, von Ihnen kontrolliert zu werden. Fragen Sie deshalb Ihren Sohn oder Ihre Tochter besser direkt, was es sich anhört und mag. Außerdem ist es eine tolle Erfahrung, auch mal gemeinsam Musik zu hören oder Geschichten zu lauschen.

Hier finden Sie die Anleitung zur Einrichtung von Spotify Kids.

YouTube in der Familie

Auch Ihr Kind bewundert einen oder mehrere YouTube-Stars und würde am liebsten die ganze Zeit Videos schauen? Dann haben wir ein paar Tipps, wie Sie die YouTube-Nutzung in Ihrer Familie regeln können. Beachten Sie, dass nicht jeder Tipp für jedes Kindesalter geeignet ist.

Unsere Tipps für alle Altersgruppen

  • Medienzeit: Vereinbaren Sie je nach Alter Ihres Kindes feste YouTube-Zeiten, in denen es Videos schauen darf. Besprechen Sie mögliche Konsequenzen, sollten die Zeiten einmal nicht eingehalten werden. Nutzen Sie dafür z. B. einen sogenannten Mediennutzungsvertrag.
  • Werbeunterbrechungen: YouTuber verdienen mit ihren Videos meist Geld in Form von eingebundener Werbung. Die Währung auf YouTube ist Aufmerksamkeit: Je mehr Abonnenten ein YouTuber oder eine YouTuberin und je mehr Klicks ein Video hat, desto mehr Werbeeinnahmen werden erzielt. Erklären Sie Ihrem Kind, wie durch sein Verhalten auf YouTube Geld gemacht wird.
  • YouTube-Stars sind oft sogenannte Influencer. Gesponserte Inhalte oder Produktplatzierungen können für Heranwachsende unter Umständen schwer zu erkennen und zu durchschauen sein.

Unsere Tipps für Kleinkinder und Kinder im Grundschulalter

  • Sicherheitseinstellungen: YouTube ist keine Plattform für Kinder, auch wenn dort viele Inhalte spannend für sie sind. Um zu vermeiden, dass Ihr Kind unangemessene, anstößige oder grausame Videos angezeigt bekommt, aktivieren Sie die YouTube-Kindersicherung mit der Option „eingeschränkter Modus“. Hier finden Sie eine genaue Anleitung.
  • Videowiedergabe: Wenn Ihr Kind mehr als ein Video anschauen darf, fügen Sie die ausgewählten Videos zur Wiedergabeliste hinzu, so dass Sie entscheiden und wissen, welches Video als nächstes abgespielt wird. 
  • Kindgerechtes Angebot: Für jüngere Kinder – bis ins Grundschulalter – empfehlen wir die App YouTube Kids.

Unsere Tipps für Teenager

  • Beliebte Angebote: Zeigen Sie Interesse und bleiben Sie im Gespräch! Unterhalten Sie sich mit Ihrem Kind darüber, was es an YouTube und seinen Stars begeistert. Lassen Sie sich Videos zeigen und die Faszination daran erklären, ohne dass Sie den Eindruck erwecken, Sie wollten Ihren Sohn oder Ihre Tochter kontrollieren.
  • YouTube-Account: Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was es bedeutet, sich bei YouTube zu registrieren, um Kommentare zu hinterlassen oder eigene YouTube-Videos hochzuladen. Nach den AGB müssen die Nutzerinnen und Nutzer der Plattform in Deutschland mindestens 16 Jahre alt sein. Mit Ihrem Einverständnis ist auch eine Nutzung von Kindern ab 13 Jahren möglich. Sie können mit Family Link ein Google-Konto für Ihr minderjähriges Kind erstellen und verwalten bis es alt genug ist. Es gibt zudem bestimmte Richtlinien und Gesetze, die eingehalten werden müssen – wie etwa das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild. Mehr Hinweise, die Sie im Blick behalten sollten, wenn Ihr Kind YouTube aktiv mitgestalten möchte, finden Sie in unserem Beitrag Mein Kind will YouTuber werden – was nun?

In allen verlinkten Beiträgen finden Sie mehr Informationen. Diese können hilfreich sein, wenn Sie sich in der Familie zu YouTube austauschen möchten.

Mobiles Kinderfernsehen mit der ZDFtivi-App

Viele Fernsehsender stellen ihre Sendungen heute online zur Verfügung. Das Kinder- und Jugendprogramm ZDFtivi gibt es in der ZDF-Mediathek und als kostenlose App für mobile Geräte.

Kurz gefasst:

  • Inhalte für Kinder ab 3 Jahren 
  • keine Kosten, keine In-App-Käufe
  • keine Werbung
  • Eltern können Zeitlimit via PIN einstellen
  • für Android, iOS und Kindle Fire TV verfügbar

Was bietet die ZDFtivi-App?

Enthalten sind viele Sendungen, Spiele und kinderfreundlich aufbereitete Nachrichtenformate wie logo!. Ein Extra ist die Kommentarfunktion, über die sich die jungen Zuschauer zu Beiträgen austauschen können. Alle Lieblingsserien können als Favoriten in einem Kinderprofil unter ‘’mein ZDFtivi’’ abgespeichert werden. Viele Inhalte können heruntergeladen und offline angesehen werden. Damit eignet sich die App auch für unterwegs. 

Als Eltern müssen Sie damit umgehen, dass Serien und Filmen über Streamingangebote und Apps ständig verfügbar sind. In der App kann ein Zeitlimit eingerichtet werden. Außerdem lassen sich darüber nur die pädagogisch geprüften Inhalte von ZDFtivi anschauen – ohne kommerzielle Elemente wie Werbung oder In-App-Käufe. Damit bietet sie einen geschützten und altersgerechten Raum für Kinder und Jugendliche. 

Was kann problematisch sein an der ZDFtivi-App?

Die App ist mehr als ein Streamingangebot. Kinder können über die Kommentarfunktionen mit anderen in Kontakt kommen. Damit lernen Kinder ein typisches Element von Online-Kommunikation kennen. Sie können ihre Meinung äußern und an öffentlichen Diskussionen teilnehmen. Gleichzeitig können Kommentarfelder auch Risiken wie Cybermobbing, Cybergrooming und Hassrede bergen. Jede Kommentar auf ZDFtivi wird deshalb erst geprüft, bevor es veröffentlicht wird. So können Kinder ihre ersten Online-Erfahrungen in einem sicheren Umfeld machen. Der Umgang mit sozialen Medien und ihren Risiken wird auch in dem Jugendformat App+on thematisiert, das es auf ZDFtivi gibt. 

Manche Eltern finden es besonders praktisch, Filme und Sendungen unterwegs zu nutzen. Das große Angebot von Apps wie ZDFtivi kann aber dazu führen, dass Ihr Kind kein Ende findet, weil nach einem Video gleich das nächste abgespielt werden kann. Um die extreme Dauernutzung einzuschränken, können Sie eine Zeitbeschränkung einrichten, die sich nur über einen PIN einstellen lässt. Außerdem lässt sich die Funktion der Offline-Nutzung ausstellen. Sie sollten dann aber beachten, auch die Nutzung der mobilen Daten auszustellen, um keine hohen Kosten entstehen zu lassen.

Worauf sollten Sie als Eltern sonst noch achten?

Gerade jüngere Kinder sollten beim Fernsehen, egal ob online oder über das TV-Gerät, begleitet werden. Achten Sie auf Altersempfehlungen und informieren Sie sich vorab über einzelne Sendungen, z. B. bei Flimmo. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich zu den Inhalten auszutauschen. 

Klick, Wisch, Like – Gekauft? Werbung in den Medien erkennen und hinterfragen

Ob im Fernsehen, an der Bushaltestelle oder im Internet – Werbung gehört zu unserem Alltag dazu. Schon kleine Kinder sehen Werbespots im Fernsehen oder begegnen ihr im Supermarkt, wo es viele Produkte rund um kindliche Medienhelden wie Elsa, Sandmann & Co. zu kaufen gibt. Auf Websites und Videoplattformen kommen vor allem ältere Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Formen von Werbung in Berührung: Influencer tragen in ihren Videos die neuesten Turnschuhe, stellen ein Kosmetikprodukt ihrer Lieblingsmarke vor oder packen die eben gekaufte Spielekonsole in einem Unboxing-Video vor der Kamera aus. Auch in vielen Spiele-Apps gibt es Werbung, die man wegklicken muss, um weiterspielen zu können.

Welche Werbung ist erlaubt?

Medieninhalte für Kinder müssen so gestaltet sein, dass sie Werbung erkennen können und ihre kindliche Unerfahrenheit nicht ausgenutzt wird. Dazu gehört z. B. die klare Trennung von Inhalt und Werbung. Im Fernsehen gibt es einen optischen und akustischen Hinweis zu Beginn und am Ende der Werbung. Eine Kindersendung darf nicht von Werbung unterbrochen werden. Auf Kinderseiten im Netz müssen Werbebanner gekennzeichnet sein und dürfen die Inhalte nicht überlappen oder Kinder in der Nutzung der Seiten behindern. Es darf auch nicht für alle Produkte (wie z. B. für Alkohol) geworben werden, um Kinder zu schützen. 

Anregungen und Tipps

Unterstützen Sie Ihr Kind, Werbung zu erkennen und zu durchschauen. Mit dem Alter steigt auch das Verständnis von Werbung. Ab ungefähr 8 Jahren verstehen Kinder, dass Werbung nicht neutral informiert, sondern zum Kaufen anregen soll.

Vor allem bei Onlinewerbung müssen jüngere Kinder erst lernen, dass Werbung gleichzeitig neben den eigentlichen Inhalten auf einer Internetseite angezeigt wird. 

Werbung innerhalb von Spiele-Apps taucht oft überraschend auf, weshalb Kinder aus Versehen auf Werbeinhalte klicken können. Achten Sie beim Download von kostenfreien Kinderapps darauf, ob diese sogenannte In-Game-Werbung enthalten. Entscheiden Sie, ob das für Ihr Kind problematisch ist. Aufpassen sollten Sie besonders, wenn Werbeinhalte im Spiel dazu verleiten, schneller voranzukommen, wenn die Werbung nicht gekennzeichnet oder vom Spielinhalt getrennt ist oder wenn Kinder beim Spielen behindert werden.

Ältere Kinder und Jugendliche stehen vor der Herausforderung, zu erkennen, ob ihre Idole nur ein Produkt präsentieren oder ob es ihnen um echte Inhalte geht. Denn nicht immer sind Videos von Influencern als Werbung gekennzeichnet, obwohl das vorgeschrieben ist, wenn sie von Unternehmen Geld dafür bekommen. Schauen Sie sich gemeinsam Videos und Instagram-Stories an und achten Sie zusammen auf Hinweise für Werbung und Sponsoring in den geteilten Inhalten.

Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über die verschiedenen Formen von Werbung in Medien. Nur dann kann es einen bewussten und kritischen Umgang mit Werbung und den Kaufentscheidungen im Alltag lernen. Denken Sie dabei auch an Ihre Vorbildfunktion.

Werbung kindgerecht? Hier gibt es Informationen!

  • Ratgeber Kinder und Onlinewerbung: www.kinder-onlinewerbung.de
  • Media Smart, Bildungsinitiative für die Förderung von Werbekompetenz: www.mediasmart.de
  • Kindersuchmaschine www.fragfinn.de: kindgeeignete, von Medienpädagogen redaktionell geprüfte Internetseiten, viele davon sind werbefrei oder erfüllen strenge Kriterien, u. a. bezüglich Werbung und kommerziellen Inhalten

Mobiles Kinderfernsehen mit der Toggo App

Toggo ist das Kinderprogramm von Super RTL. Über die kostenlose Toggo App können Kinder und Jugendliche eine Auswahl der beliebten Serien, Filmen und Shows anschauen. Im Gegensatz zum TV-Programm kann man dies jederzeit und mit jedem Gerät tun. 

Kurz gefasst:

  • App für verschiedene Betriebs- und TV-Systeme
  • ausschließlich für Kinder geeignete Inhalte (für etwa 6 bis 12 Jahre)
  • werbefinanziert und damit kostenlos
  • keine Registrierung notwendig

Was kann die Toggo App?

Die App ist für Apple-Geräte, Android, aber auch andere Systeme wie Amazon Fire TV erhältlich. Je nach Betriebssystem enthält die App auch kostenlose Toggo-Spiele. Über das integrierte Toggo Radio kann man Musik hören.

Die Navigation in der App ist insgesamt übersichtlich und kinderfreundlich strukturiert. Man kann Favoriten setzen und die App merkt sich den Stand der letzten Nutzung. Die User müssen online sein, um die Inhalte ansehen zu können. Im Vergleich zu anderen Streamingangeboten kann man also nicht einzelne Sendungen herunterladen und offline anschauen. Einige User in den App-Stores bemängeln lange Ladezeiten und technische Mängel. Einige Serienstaffeln fehlen im Angebot oder Folgen sind nur verkürzt abrufbar. 

Was fasziniert Kinder daran?

Einmal installiert und geöffnet, kann es direkt ohne Registrierung losgehen mit den ersten Videos und Clips. Die Serien, Filme, Clips und Shows sind kinderfreundlich, bunt, komisch und behandeln die Themen der Kinder. Einige Serien sind sehr bekannt und haben eine große Fangemeinde, z. B. Lego NinjaGo, Woozle Goozle, Angelo, PAW Patrol oder Pokémon. Mit dieser App haben die Kinder einen sehr leichten Zugang zu ihren Lieblingsinhalten. Das Erlebnis ist also ähnlich wie am Fernseher, mit dem Vorteil, dass die Auswahl viel größer ist und man somit viel mehr aussuchen kann.  

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Da sich die App fast vollständig über Werbeeinnahmen finanziert, sind vor, während und auch mitten in den Videos Werbeclips geschaltet.  Wenn Ihr Kind noch nicht erfahren mit Werbung ist, kann sie Wünsche stark beeinflussen oder neue hervorbringen. 

Die Ansicht auf dem Tablet wechselt von der Übersicht im Hochformat automatisch auf Querformat, wenn Videos angewählt werden. Das kann etwas nervig sein, weil man das Tablet immer wieder drehen muss. Außerdem ist der Bildschirm sehr voll mit den kleinen Icons für alle Inhalte. Besonders jüngere Kinder kann das große Angebot überfordern.

Was meint der Anbieter?

Der Anbieter garantiert, dass keine Inhalte ab einer Altersfreigabe von 12 Jahren enthalten sind. Für jüngere Kinder gibt es die Toggolino App.

Werbung ist deutlich gekennzeichnet und daher gut von anderen Inhalten zu unterscheiden. 

Was sollten Eltern beachten?

In der App fehlt der Hinweis auf konkrete Altersempfehlungen für die einzelnen Serien. Sie sollten sich vorab informieren, z. B. über Flimmo,  welche Serien für Ihr Kind geeignet sind. Begleiten Sie Ihr Kind bei der Nutzung der App, damit Sie merken, wie es auf Inhalte reagiert. Wenn Sie gemeinsam schauen, können Sie die Fragen Ihres Kindes beantworten und es kann die Inhalte besser verarbeiten, wenn es sich mit Ihnen austauschen kann.

In der App gibt es kaum Einstellungsmöglichkeiten, die man außerdem erst suchen muss (ganz unten in der Fußleiste). Die Funktion “Favoriten auswählen” fehlt in der iOS-Version.

Für einige Angebote wird eine monatliche Gebühr fällig. Dafür ist dort unter anderem dann weniger Werbung enthalten. Genauso ist es bei der Toggo App im Vergleich zu anderen Video- und Streamingangeboten. Falls Sie oder Ihr Kind sich für die Toggo App entscheiden, ist es ratsam, über Werbung zu sprechen. Im Gespräch können Sie herausfinden, ob es Werbung durchschauen kann und ihm erklären, was Werbung ist und wie sie funktioniert. Anregungen finden Sie in unserem Beitrag dazu.

YouTube Premium – Konkurrenz für Streaminganbieter?

YouTube ist die mit Abstand beliebteste Online-Plattform für Videos. Sie ist kostenlos und wird vor allem über Werbung finanziert, die vor oder während der Clips abgespielt wird. Mit YouTube Premium kann man YouTube-Inhalte gegen Gebühr ohne Werbeunterbrechung und mit weiteren Vorteilen nutzen. Die Premium-Variante sieht ganz ähnlich aus wie das kostenlose YouTube, aber kann jedoch einiges mehr. 

Kurz gefasst:

  • monatliches Abo (ca. 12,- €) als Einzelperson oder als Familie (ab 13 Jahre)
  • umfassendes Angebot an Videos, Musik und exklusiven Inhalten
  • Kinderschutz über das integrierte YouTube Kids möglich
  • als App und über einen Browser nutzbar

Was kann YouTube Premium?

Um das Angebot nutzen zu können, müssen Sie sich registrieren und entscheiden, ob Sie den Dienst allein oder gemeinsam mit Ihrer Familie nutzen möchten. Inhalte können heruntergeladen und offline abgespielt werden – allerdings nur in der App. Man kann Musikinhalte auch im Hintergrund anhören, während man gleichzeitig eine andere App nutzt. Das Ausschalten von Werbeanzeigen muss in den Einstellungen aktiviert werden.

Zu YouTube Premium gehört die werbefreie Variante des Musik-Streamingdiensts YouTube Music. (Diesen gibt es auch als kostenlose App mit Werbung.) Außerdem gehören noch die YouTube Gaming App dazu und man erhält Zugriff auf YouTube Original – exklusive Inhalte, die nur auf YouTube zu sehen sind. 

Für wen kann das Angebot interessant sein?

Kinder und Jugendliche nutzen YouTube für verschiedene Dinge im Alltag. Sie folgen YouTubern, informieren sich und lassen sich unterhalten. Für diejenigen, die viel Musik, Filme und Videos nutzen, könnte ein Premium-Account attraktiv sein. Vor allem weil man sich Videos ohne Werbeunterbrechung anschauen kann. 

Wenn Sie als Familie gern YouTube nutzen, ist das Angebot im Vergleich zu anderen Streamingangeboten etwas günstiger. YouTube ist ein Allrounder mit einem sehr breiten Angebot. Wenn Sie ganz gezielt nur Serien oder nur Musik nutzen möchten, sind andere Angebote besser geeignet. 

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Hinter allen Angeboten von YouTube steckt Google. Das amerikanische Unternehmen verdient sein Geld unter anderem mit der Sammlung und Auswertung von Nutzerdaten. Auch wenn die vielen zusammenhängenden Dienste einige Vorteile haben, sind Bedenken bezüglich des Datenschutzes angebracht. 

YouTube weist darauf hin, dass nur von ihnen eingestellte Werbung ausgeschaltet werden kann. Wenn in Videos der Nutzer Werbung auftaucht (z. B. als Produktplatzierung), sieht man diese auch in Videos über YouTube Premium.

Was sollten Sie als Eltern beachten?

Achten Sie darauf, welche Daten Sie von sich bei der Registrierung angeben und ob alle Angaben notwendig sind. Lesen Sie die Datenschutzbestimmungen und machen Sie sich mit den Möglichkeiten der App z. B. bei mobilsicher.de vertraut.

Das große Angebot von YouTube kann dazu verführen, dass man immer weiterschaut und die Zeit vergisst. Gemeinsam vereinbarte Regeln helfen, dass das nicht so schnell passiert.  Bei jüngeren Kindern empfiehlt sich außerdem die App YouTube Kids, damit Ihr Kind nur altersgerechte Inhalte angezeigt bekommt. Mit einem Familien-Account von YouTube Premium können Sie je nach Altersgruppe verschiedene Funktionen aktivieren oder ausblenden. Beachten Sie aber, dass trotzdem unangemessene Inhalte auftauchen können, da diese teilweise gut versteckt sind. Wenn Sie Ihr Kind bei der Nutzung von YouTube und anderen Medien begleiten, können Sie sich darüber austauschen und für Fragen da sein.

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